Wohnungsbewerbung: Mit der Bewerbermappe von Immowelt mehr Chancen bei der nächsten Besichtigung

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Eine Bewerbermappe bringen die Meisten in erster Linie mit einer Jobbewerbung in Verbindung. Doch mittlerweile ist sie auch bei der Wohnungssuche immer verbreiteter. Das gilt vor allem für Städte mit besonders angespanntem Wohnungsmarkt, denn durch eine Bewerbermappe können Miet- und Kaufinteressenten sich von ihren Mitbewerbern abheben.

Wohnungsbewerbung, Bewerbermappe, Wohnungsbewerber mit Bewerbermappe vor einem Haus; Foto: Jelena/fotolia.com
Mit einer Bewerbermappe können sich Wohnungssuchende einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt verschaffen. Foto: Jelena/fotolia.com

In Städten, in denen das Wohnungsangebot knapp und die Konkurrenz unter Interessen entsprechend groß ist, erstellen viele Bewerber mittlerweile Bewerbermappen für Makler und Vermieter. Darin können Mietinteressenten nähere Informationen über sich preisgeben. Neben harten Fakten wie dem monatlichen Haushaltseinkommen oder einer Bonitätsauskunft können sich Wohnungssuchende auch von einer persönlichen Seite zeigen, indem sie beispielsweise darlegen, warum sie sich für eine bestimmte Wohnung bewerben. Liegt zusätzlich noch ein hübsches Familienfoto bei, bleiben Bewerber womöglich länger im Gedächtnis.

Achtung

Wohnungssuchende müssen in der Bewerbermappe keine persönlichen Daten von sich preisgeben. Die DSGVO regelt, dass es nur in Ausnahmefällen erlaubt ist, personenbezogene Daten zu erheben, zu nutzen und zu speichern. Erst nach der Besichtigung, wenn sich ein Mietvertragsabschluss anbahnt, dürfen Makler oder Vermieter bestimmte Daten verlangen, die die Zuverlässigkeit des Mieters belegen (Art. 5 (1) DSGVO).

Wann können Bewerbungsunterlagen sinnvoll sein?

Oftmals verlangen Vermieter von ihren potenziellen Mietern bereits bei der ersten Besichtigung eine Mieterselbstauskunft. Das ist nicht verboten. Jedoch sind Mieter gleichzeitig nicht dazu verpflichtet, eine solche Auskunft auszufüllen. Außerdem sind aus Datenschutzgründen auch nicht alle Fragen erlaubt. Viele Wohnungsinteressenten füllen das Formular dennoch aus, weil sie sich so einen Vorteil gegenüber anderen Mitbewerbern erhoffen.

Link-Tipp

Hier können Sie sich umfassend darüber informieren, welche Fragen zu welchem Zeitpunkt im Bewerbungsprozess zulässig sind.

Wer sich zusätzlich hervorheben will, bringt zur Besichtigung seine Bewerbermappe mit. Diese sind  in Städten, in denen der Wohnungsmarkt sehr angespannt ist, üblich. So greifen in München, Hamburg oder Berlin die meisten Bewerber auf Bewerbungsunterlagen zurück, um ihre Chancen auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern. Es gibt aber auch Regionen, in denen Bewerbungsmappen wenig bis gar nicht verbreitet sind.

Ähnlich wie bei der Mieterselbstauskunft müssen sich Wohnungssuchende darüber im Klaren sein, dass sie mit der Bewerbungsmappe viele persönliche Daten von sich preisgeben. Außerdem erfordert die Erstellung einer Bewerbungsmappe, ähnliche wie bei der Jobbewerbung auch, erstmal einen zusätzlichen Arbeitsaufwand. Immowelt hilft bei der Erstellung der digitalen Bewerbermappe.

In wenigen Schritten mit Immowelt zur Bewerbermappe

Über den Bereich „Meine Immowelt“ auf immowelt.de können Wohnungssuchende die perfekte Bewerbungsmappe ganz einfach selbst erstellen.

Wohnungsbewerbung, Bewerbermappe, Frau tippt auf Laptop; Foto: gstockstudio/fotolia.com
In wenigen Schritten können sich Wohnungsbewerber über Immowelt.de eine Bewerbermappe online erstellen. Foto: gstockstudio/fotolia.com

Schritt 1: Registrieren/einloggen bei „Meine Immowelt"

Damit sich Wohnungssuchende eine Bewerbermappe auf immowelt.de erstellen können, müssen sie sich zunächst auf „Meine Immowelt“  kostenlos registrieren und einloggen. Der Zugang zu „Meine Immowelt“ befindet sich rechts oben in der gelben Navigationsleiste.

Schritt 2: Bewerbermappe auswählen

Wer sich bei „Meine Immowelt“ einloggt, kommt auf eine Übersichtseite, auf der alle möglichen Aktionen aufgelistet sind. An der linken Seite ganz oben, unter dem Bereich „Suchen“ ist auch unsere Mustervorlage für die Bewerbungsunterlagen untergebracht. Ein Klick – und schon öffnet sich eine Eingabemaske, in die alle erwünschten Daten eingegeben werden können.

Schritt 3: Persönliche Daten eingeben

Wie auch bei einer Jobbewerbung ist ein Foto von sich selbst ein gutes Mittel, um beim Vermieter einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Das Bild sollte folgende Anforderungen erfüllen:

  • das Dateiformat muss jpg, jpeg, gif oder png sein
  • das Bild darf maximal 7 MB groß sein
  • die ideale Bildgröße ist ab 768 x 768 Pixel

 

Neben dem Foto sollten gegebenenfalls die Kontaktdaten geändert und persönliche Informationen eingetragen werden. Die Bewerbermappe orientiert sich dabei an jenen Daten, die Vermieter auch in einer Mieterselbstauskunft erfragen würden. Dazu gehören:

  • das Geburtsdatum,
  • der Beschäftigungsstatus sowie der Beruf oder die Branche in der sie arbeiten,
  • die Haushaltsgröße,
  • das Nettohaushaltseinkommen,
  • und der gewünschte Einzugstermin in die Immobilie.

 

Außerdem können Bewerber angeben, ob sie Haustiere haben oder einen Wohnungsberechtigungsschein besitzen. Dafür müssen sie unter dem Feld „Kurzbeschreibung“, einen Haken bei der zutreffenden Angabe setzen.

Info

Mit einem Wohnungsberechtigungsschein (Abkürzung: WBS) können Mieter nachweisen, dass sie berechtigt sind eine öffentlich geförderte Wohnung zu beziehen. Diese so genannten Sozialwohnungen werden zu besonders niedrigen Mietpreisen an Menschen mit einem geringen Einkommen vermietet. Das Recht auf einen WBS haben Personen, die bestimmte von der Stadt oder Gemeinde festgelegte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Beantragt werden kann der WBS beim Wohnungsamt. Benötigen Mieter einen Wohnungsberechtigungsschein für eine bestimmte Wohnung, steht dies in der Regel bereits in der Wohnungsanzeige. Personen, die keinen WBS haben, können solche Wohnungen nicht beziehen.

Kurzbeschreibung eingeben

In der Kurzbeschreibung sollten sich Bewerber von ihrer persönlichen Seite zeigen und ihre Vorzüge als Mieter verdeutlichen. Wohnungssuchende können darin zum Beispiel darauf eingehen, warum sie umziehen wollen und was ihnen an der Wohnung, für die sie sich bewerben, besonders gut gefällt. Als Argumente können zum Beispiel Lage oder Zuschnitt der Wohnung, aber auch das nahegelegene Waldgebiet angeführt werden. Manche Bewerber legen auch noch einmal knapp ihre beruflichen und familiären Verhältnisse dar und nennen das monatliche Haushaltseinkommen.

Wer sein persönliches Profil und seine Motivation gerne ausführlicher darlegen möchte, kann ein etwas längeres Motivationsschreiben verfassen und lädt dieses als PDF-Dokument unter der Rubrik „Sonstiges“ hoch. Aufgebaut ist ein Motivationsschreiben häufig wie das Anschreiben einer Jobbewerbung. Oben links befindet sich die Adresse des Vermieters oder Maklers. Als Betreff wird die Bewerbung für die entsprechende Wohnung genannt. Anschließend folgen die persönliche Anrede und ein Text, in dem sich Bewerber genauer selbst beschreiben und ihr Interesse an der Wohnung ausführlicher darlegen können.

Schritt 4: Dokumente hochladen

Um ihre Angaben zu belegen, fügen viele der Bewerbermappe Kopien, beispielsweise der  Einkommensnachweise oder der Bonitätsauskunft bei. Üblich sind darüber hinaus noch weitere Unterlagen, durch die sich Bewerber Vorteile im Wohnungsbewerbungsprozess erhoffen. Folgende Dokumente sind häufig in einer Bewerbermappe zu finden:

Einkommensnachweise

Mit Lohn- oder Gehaltsabrechnungen beweisen Mietinteressenten dem Vermieter, dass sie sich die Wohnung auch leisten können. Selbständige können den aktuellen Steuerbescheid zu den Unterlagen legen.

Bonitätsauskunft

Durch die Bonitätsauskunft erhält der Vermieter Informationen darüber, wie gut der Bewerber seinen Zahlungsverpflichtungen in der Vergangenheit nachgekommen ist. Vermerkt sind darin also beispielsweise frühere Zahlungsausfälle oder vorhandene Inkasso- oder Gerichtsdaten sowie eine generelle Einschätzung seiner Kreditwürdigkeit. Die Bonitätsauskunft kann der Bewerber über eine Auskunftei wie der SCHUFA einholen.

Link-Tipp

Hier können Sie in wenigen Schritten ihren SCHUFA-BonitätsCheck online bestellen.

Mietzahlungsbestätigung oder Mietschuldenfreiheitsbescheinigung

Durch die Mietzahlungsbestätigung oder die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung können Wohnungsinteressenten nachweisen, dass sie beim bisherigen Vermieter keine Mietenschulden und ihre Miete immer pünktlich überwiesen haben.

Die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung muss vom derzeitigen Vermieter ausgefüllt und unterschrieben werden. Der Vermieter ist jedoch nicht verpflichtet eine solche Bescheinigung auszustellen.

Download

Wer seinem Vermieter keine großen Umstände machen will, kann sich hier eine Mustervorlage von immowelt.de herunterladen.

Die Mietzahlungsbestätigung hingegen kann auch ohne den Vermieter erstellt werden. Eine Möglichkeit ist beispielsweise, sich bei seinem Online-Banking-Account anzumelden und die betreffenden Überweisungen als PDF zu speichern. Eine andere Möglichkeit wäre, die Kontoauszüge zu kopieren und alles bis auf die Überweisungen an den Vermieter zu schwärzen. Bis zu drei Dokumente können dann für die Bewerbermappe unter „Mietzahlungsbestätigung hinzufügen“ hochgeladen werden.

Eine Bürgschaft

Mietinteressenten, die ein geringes Einkommen haben, können dem Vermieter durch eine Mietbürgschaft versichern, dass dieser seine Miete in jedem Fall erhält. In der Bürgschaft verpflichten sich die Bürgen, bestimmte aus dem Mietverhältnis entstehenden Kosten zu übernehmen, sollte der Mieter diese aus irgendeinem Grund nicht bezahlen. Bei Studenten oder Auszubildenden treten häufig die Eltern als Bürgen auf. Möglich ist es aber auch, eine Bank oder eine Versicherung als Bürgen einzusetzen.

Link-Tipp

Welche Arten der Mietbürgschaft es gibt und was auf Mietbürgen im Falle einer Haftung zukommt, erfahren Sie hier.

Ein Käuferzertifikat

Damit können Kaufinteressenten nachweisen, dass sie liquide genug sind, um sich eine bestimmte Immobilie zu leisten. Üblicherweise bieten Banken den Service an Käuferzertifikate zu erstellen. Dafür berechnen sie die finanzielle Situation der Immobilieninteressenten im Vorfeld einer Besichtigung.

Referenz vom alten Vermieter

Wer sich mit seinem letzten Vermieter bestens verstanden hat, kann diesen um eine Referenz bitten. Das ist eine positive Beurteilung, in der der ehemalige Vermieter beispielsweise versichert, dass der Mieter pfleglich mit der Mietwohnung umgegangen ist, keine Probleme mit den Nachbarn hatte und sich immer zuverlässig an die Hausordnung gehalten hat. Durch eine Referenz können Bewerber noch einmal glaubwürdig unterstreichen, dass der neue Vermieter mit ihnen keine Probleme haben wird. Die Referenzen können unter der Kategorie „sonstige Dokumente“ hochgeladen werden.

Schritt 5: Bewerbermappe erstellen

Alt-Tag: Wohnungsbewerbung, Bewerbermappe, Mieter erhält eine positive Referenz; Foto: iStock/PeopleImages
Mieter, die sich gut mit ihrem alten Vermieter verstanden haben, können ihn darum bitten eine positive Beurteilung zu schreiben. Dadurch können Mieter noch einmal glaubwürdig unterstreichen, dass der neue Vermieter mit ihnen keine Probleme haben wird. Foto: iStock/PeopleImages

Wer alle Dokumente hochgeladen hat, kann sich entweder genau unter der Eingabemaske oder aber in der rechten Spalte oben mit einem Klick eine aus diesen Daten zusammengestellte Bewerbermappe als PDF herunterladen. Rechts oben wird auch stets angezeigt, zu wie viel Prozent die Bewerbermappe bereits ausgefüllt ist.

Da die Daten des Bewerbers auf seinem persönlichen Profil gespeichert werden, kann die Bewerbermappe auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder neu erstellt werden. Wenn für eine andere Wohnungsbewerbung also ein neues Motivationsschreiben nötig wird, muss nur dieses Dokument ausgetauscht werden, während die anderen Daten unverändert bestehen bleiben können. Die preisgegebenen Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Nur Sie selbst können auf ihre Daten zugreifen.

 

Bewerber müssen keine Angaben machen

Jeder Bewerber kann selbst entscheiden, welche Informationen er dem Vermieter oder Makler in der Bewerbermappe mitteilt. Aus Datenschutzgründen dürfen Vermieter und Makler im Vorfeld einer Wohnungsbesichtigung weder eine Wohnungsbewerbungsmappe, noch Auskünfte über persönliche Angaben, wie Einkommen oder Bonität und auch keine Kopien davon verlangen. Trotzdem machen viele Bewerber diese Angaben auf freiwilliger Basis, um sich dem Vermieter oder Makler zu empfehlen. Erst wenn der Mietinteressent nach der Wohnungsbesichtigung sein Interesse an der Wohnung bekräftigt, darf der Vermieter bestimmte Auskünfte verlangen. Dazu zählen beispielsweise Angaben über die Anzahl der Personen im Haushalt, der Beruf und das Einkommen der Mietinteressenten. Es gibt allerdings auch Fragen, die Mieter in keinem Fall beantworten müssen. Dies sind unter anderem:

  • Fragen zu Partei- oder Vereinsmitgliedschaften,
  • Fragen zu Vorstrafen und laufenden strafrechtlichen Ermittlungen,
  • Fragen zu weltanschaulichen oder religiösen Ansichten des Bewerbers,
  • Fragen zur Sexualität und ob ein Kinderwunsch besteht.
Link-Tipp

Die neue Datenschutz-Grundverordnung nimmt Makler und Vermieter stärker in die Pflicht. Lesen Sie hier, was die DSGVO für Sie als Immobilien-Suchenden bedeutet.


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