Mieterselbstauskunft: Wann Mieter lügen dürfen

Lesermeinungen:  

(41)

Vermieter können von Mietinteressenten eine Selbstauskunft verlangen. Mieter müssen aber nichts Persönliches offenbaren, sondern nur Informationen preisgeben, die ihre Zuverlässigkeit belegen.

Mieterselbstauskunft, Vermieter, Mieter, Fragebogen, Wohnungssuche, Besichtigungstermin, Foto: iStock / standard license
Die Selbstauskunft eines Mietinteressenten ist für Vermieter essentiell. Sie gibt Auskunft über die Bonität des Geschäftspartners. Foto: iStock / standard license

Dass Vermieter eine Selbstauskunft von Mietinteressenten verlangen, ist legitim. „Dabei ist allerdings zu beachten, dass Mieter nicht alle Fragen wahrheitsgemäß beantworten müssen“, erläutert Alexander Filip, Referatsleiter beim Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht. Wahrheitstreue ist nur bei solchen Fragen Pflicht, die im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis relevant sind. Ein berechtigtes Interesse an richtigen Informationen liegt bei allen Fragen vor, die das Mietverhältnis betreffen können – also zum Beispiel die Höhe des Einkommens und damit die Bonität des Mieters. Viele Fragen, darunter auch diese, dürfen aber nicht schon vor der Besichtigung gestellt werden, sondern erst, wenn der potenzielle Mieter nach der Besichtigung seinen Willen kundtut, die Wohnung anzumieten.

Keine Pflicht zur Selbstauskunft

Mieter sind nicht verpflichtet, eine Selbstauskunft auszufüllen. Gibt es mehrere Interessenten für die Wohnung, wird sich der Vermieter allerdings meist für denjenigen entscheiden, dessen Bonität er besser abschätzen kann. In der Praxis sind Mietinteressenten deshalb fast immer bereit, in einer Selbstauskunft Angaben zu machen.

Das dürfen Vermieter in der Selbstauskunft fragen

Nicht alle Fragen in einer Selbstauskunft sind zulässig. Der Vermieter darf nur solche Fragen stellen, die das Mietverhältnis in irgendeiner Form betreffen könnten. Laut der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) müssen die abgefragten Informationen für festgelegte, eindeutige und legitime Zwecke erhoben werden (Art. 5 (1) b) und auf das für die Zwecke der Verarbeitung notwendige Maß beschränkt sein (Art. 5 (1) c). Zudem kommt es auch auf den Zeitpunkt an.

Denn der Vermieter darf zu verschiedenen Zeitpunkten jeweils unterschiedliche Fragen stellen – beim Besichtigungstermin, wenn der Mieter sich entschieden hat, die Wohnung zu nehmen und beim Vertragsabschluss:

Phase 1 – Besichtigungstermin

Der Vermieter darf vor oder während des Besichtigungstermins nur wenige Informationen erfragen. Dazu gehören allgemeine Daten zur Identifikation des Interessenten wie Name, Vorname und Anschrift.

Handelt es sich um eine im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus geförderte Wohnung, so darf der Vermieter nach einem Wohnungsberechtigungsschein fragen.

Fragen zur beabsichtigten Haustierhaltung sind im bestimmten Umfang ebenfalls zu diesem Zeitpunkt schon zulässig.

Fragen nach dem Haustier

Fragen zu einer beabsichtigten Haustierhaltung muss der Mieter wahrheitsgemäß beantworten. Ob das allerdings auch für Kleintiere gilt, ist umstritten. Denn die Kleintierhaltung darf der Vermieter nicht verbieten, sie ist auch ohne sein Einverständnis zulässig. Bei großen Tieren, die unter Umständen Nachbarn stören könnten, besteht aber ein berechtigtes Interesse des Vermieters, dies zu erfahren.

Phase 2 – Vertragsanbahnung

Hat ein Mietinteressent nach der Besichtigung kundgetan, dass er die Wohnung anmieten will, darf der Vermieter weitere Auskünfte verlangen. Dazu gehören:

  • Die Anzahl der Personen, die in die Wohnung einziehen sollen;
  • die Frage, ob gegen den Mieter ein Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnet wurde;
  • Angaben darüber, ob ein Räumungstitel wegen Mietrückständen vorliegt ; dies allerdings nur dann, wenn eine frühere Räumungsklage nicht mehr als fünf Jahre zurückliegt (LG Wuppertal, Az.: 16 S 149/98);
  • pauschale Frage nach dem Beruf und dem derzeitigen Arbeitgeber des Mietinteressenten. Achtung: Die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses geht den Vermieter hingegen nichts an;
  • Im Allgemeinen die Einkommensverhältnisse des Mietinteressenten;
    Wird die Miete von der Bundesagentur für Arbeit übernommen und der Vermieter bekommt die Miete direkt von dieser Stelle, darf der Vermieter allerdings nicht nach Einkommensverhältnissen fragen.

Phase 3 – Vertragsabschluss

Hat sich der Vermieter für einen Interessenten entschieden, darf er vor der Vertragsunterzeichnung noch Nachweise zu den Einkommensverhältnissen verlangen – zum Beispiel in Form von Gehaltsabrechnungen. Auch Bank- oder Kontodaten darf der Vermieter erst zu diesem Zeitpunkt erfragen – er benötigt sie, um zum Beispiel später Guthaben aus Betriebskostenabrechnungen an den Mieter auszuzahlen .

Das dürfen Vermieter in der Selbstauskunft nicht fragen

Unzulässig sind Fragen, die nicht im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis stehen. Solche Fragen muss ein Mietinteressent nicht wahrheitsgemäß beantworten.
Dazu zählen unter anderem:

  • Fragen zu Partei- oder Vereinsmitgliedschaften;
  • Fragen zu Vorstrafen und laufenden strafrechtlichen Ermittlungen;
  • Fragen nach den weltanschaulichen oder religiösen Ansichten des Bewerbers;
  • pauschale Fragen nach der ethnischen Zugehörigkeit des Mietinteressenten;
  • Angaben zum bisherigen Vermieter.

Stellt ein Vermieter unzulässige Fragen in der Selbstauskunft, kann dies eine Ordnungswidrigkeit darstellen und ein Bußgeld zur Folge haben – theoretisch bis zu 300.000 Euro. Bei privaten Vermietern, die gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstoßen, dürfte aber zunächst eine Ermahnung ausreichend sein, erläutert Alexander Filip, Referatsleiter beim Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht. Ist ein privater Vermieter uneinsichtig und stellt auch weiterhin unzulässige Fragen in der Selbstauskunft, dürfte ihm nach Ansicht des Datenschützers eine Geldbuße zwischen 50 und 100 Euro drohen.

Wie ist Ihr Familienstand? - und ähnlich private Fragen

Mieterselbstauskunft, Familienstand, Grafik: immowelt.de

Generell sind Fragen unzulässig, die in den schutzwürdigen Bereich der Privatsphäre des Mietinteressenten eingreifen, zum Beispiel zur Familienplanung oder dazu, welche Musikinstrumente der Mietinteressent spielt.
Nach Ansicht von Datenschützern ist auch die Frage nach dem Familienstand, die in vielen Selbstauskünften enthalten ist, unzulässig. Wird der Ehepartner nicht Mietvertragspartei, so besteht keine gesamtschuldnerische Haftung. Die Auskunft zum Familienstand ist demzufolge für den Vermieter nicht von wirtschaftlichem Interesse. Wird der Ehepartner Vertragspartei, so greift ohnehin die gesamtschuldnerische Haftung, unabhängig vom Familienstand.

Welche Folgen es hat, wenn der Mieter falsche Angaben macht

Lügt ein Mietinteressent bei Fragen, die er wahrheitsgemäß beantworten muss, darf der Vermieter Konsequenzen ziehen – im Einzelfall bis hin zur fristlosen Kündigung oder Anfechtung des Mietvertrags. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Mieter in der Selbstauskunft bewusst eine viel bessere als die tatsächliche finanzielle Situation vortäuscht. Das gilt nach Ansicht des Landgerichts München selbst dann, wenn der Mieter anschließend die Miete pünktlich zahlt (Az.: 14 S 18532/08). Das Gericht begründet seine Entscheidung damit, dass der Vermieter den Mietvertrag niemals abgeschlossen hätte, wenn er über die wahren Verhältnisse des Mieters von vornherein Bescheid gewusst hätte. Deshalb sei es ihm nicht zuzumuten, dass ein Schaden erst eintreten müsse, bevor er kündigen könne.

Aber: Auch bei der Mieterselbstauskunft gilt das Recht der informationellen Selbstbestimmung des Mieters, wie das Bundesverfassungsgericht schon vor längerer Zeit klarstellte (Az.: BvR 239/90). Im verhandelten Fall war jemand zusammen mit seinem Vormund als Mieter im Vertrag eingetragen. Bei Vertragsabschluss hatte er allerdings dem Vermieter nicht mitgeteilt, dass er als Entmündigter nur beschränkt geschäftsfähig war. Als der Vermieter davon erfuhr, kündigte er das Mietverhältnis. Die Verfassungsrichter urteilten: Die verschwiegene Entmündigung alleine reiche nicht aus für eine Kündigung.
Bei allen Fragen, die der Mieter nicht beantworten muss, muss dieser sich auch nicht an die Wahrheit halten: Ein Mietinteressent darf nicht nur verheimlichen, dass er Industrial-Musik mag und sich alsbald einen Sascha-Lobo-Irokesenschnitt zulegen möchte, er darf bei diesen unzulässigen Fragen auch ungestraft lügen wie gedruckt und vorgeben, er sei Helene-Fischer-Fan.

Auf Nummer Sicher: Selbstauskunft einer Wirtschaftsauskunftei

Bei Informationen zur Bonität des Mietinteressenten hingegen hat der Vermieter in einem bestimmten Umfang ein Auskunftsrecht. So dürfen Vermieter unter Umständen nach einer Mieterselbstauskunft einer Wirtschaftsauskunftei fragen. Nicht allerdings nach einer kompletten Auskunft inklusive Score-Werten und Konto- oder Kreditinformationen, sondern nur nach einer abgespeckten Selbstauskunft. Diese enthält nur Informationen, an denen der Vermieter ein berechtigtes Interesse hat.

Verschiedene Auskunfteien, wie etwa die Schufa, bieten deshalb zweigeteilte Auskünfte an: Die Ausfertigung für den Vermieter enthält bei guter Bonität dann nur die Information, dass ausschließlich positive Vertragsinformationen vorliegen.  Der zweite Teil, der nicht an den Vermieter ausgehändigt wird, enthält weitergehende Infos wie zum Beispiel zu Konten, Leasing- oder Kreditverträgen. Diese Infos gehen den Vermieter nichts an. Übrigens: Auch die abgespeckte Selbstauskunft darf der Vermieter erst unmittelbar vor Unterzeichnung des Mietvertrags verlangen, wenn der Abschluss des Mietvertrags nur noch von einem positiven Ergebnis abhängt. Weitergehende Daten dürfen vom Vermieter übrigens auch dann nicht erhoben werden, wenn eine Einwilligung des Mieters vorliegt.

Link-Tipp

Wie der Score-Wert zustande kommt und viele weitere Informationen haben wir in diesem Artikel zur Bonitätsprüfung zusammengefasst.

Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vom Vorvermieter

Neben Mieterselbstauskünften einer Wirtschaftsauskunftei ist es bei manchen Vermietern verbreitet, eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vom bisherigen Vermieter zu verlangen. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass der neue Vermieter kein Recht hat, eine solche zu fordern . Legt der Mietinteressent sie allerdings ungefragt vor, weiß der Vermieter, dass sein neuer Mieter zumindest bisher seinen Verpflichtungen nachkam. Eine fehlende Bescheinigung wäre allerdings kein zuverlässiges Indiz für eine schlechte Bonität, weil der Vorvermieter ebenfalls nicht verpflichtet ist, eine solche auszustellen.

Mit sachlichen Fragen sind Vermieter auf der sicheren Seite

Alles darf ein Vermieter seine neuen Mieter also nicht fragen. Dennoch dürfen sich Vermieter absichern. Sie können sich von Mietinteressenten eine Selbstauskunft ausfüllen und gegebenenfalls eine Verdienstbescheinigungen vor Abschluss des Mietvertrags vorlegen lassen. So lässt sich gut die Frage klären, ob der neue Mieter über eine ausreichende Bonität verfügt. Weil immer wieder unzuverlässige Mieter oder gar Mietnomaden erhebliche Kosten verursachen, ist dies auch dringend zu empfehlen. Bei allzu persönlichen Fragen dürfen Mietinteressenten allerdings jederzeit zur Lüge greifen.

Link-Tipp

Zu den Konsequenzen unzulässiger Fragen und dem Hintergrund der Regelungen aus dem Bundesdatenschutzgesetz hat immowelt.de zwei Experten interviewt.


Ihre Meinung zählt

(41)
4.3 von 5 Sternen
5 Sterne
 
25
4 Sterne
 
9
3 Sterne
 
3
2 Sterne
 
1
1 Stern
 
3
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

MietvertragTipps für VermieterTipps für Mieter

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Neuen Kommentar schreiben

24 Kommentare

Mark am 16.11.2018 16:38

Darf ich den Mietinteressenten in einer Mieterselbstauskunft fragen, ob er Raucher, Alkoholiker bzw. Drogensuchtiger ist? Eine Antwort könnte viel über das Mietverhalten bzw. gebrauch der Mietsache liefern.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.11.2018 08:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, solche Fragen werden von Datenschützern als unzulässig erachtet.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Paul Gebhard am 07.11.2018 15:18

Liebe Vermieter und Mietinteressenten,

es ist so einfach und naheliegend das man einfach nicht drauf kommt. Ich habe im letzten Jahr für eine Wohnung einen Nachmieter gesucht. Einige schauten die Wohnung an. 25% füllten eine Selbstauskunft aus mit den Angaben die sie machen wollten. Und jetzt kommt es. Eine Dame hat ein Bewerbungsschreiben abgegeben das seinesgleichen sucht. Mit allem was ein Vermieter wissen möchte, mit qualitativ hochwertigen Bildern von allen die in die Wohnung einziehen möchten, mit Hobby´s, Lebenslauf und Verdienstbescheinigungen, Schufa Auskunft und einer persönlichen Nachricht an den Vermieter warum Sie die Wohnung haben möchte.

Jetzt fragen Sie mal wer die Wohnung bekommen hat.

Mich würde es, gerade im Großraum München, nicht wundern wenn das Schule macht und sich Mietinteressenten wie Bewerber in einer Firma darstellen und vermarkten.

auf Kommentar antworten

Ernst Ploenes am 07.11.2018 14:22

Guten Tag, wenn ich das lese wird mir schlecht. Wer ist denn von den hier schreibenden Lesern mall seiner Miete nachgelaufen, hat eine Whg. zwangsräumen und dann komplett renovieren müssen. Bekommt man als Vermieter den falschen Mieter, dann sind auch mal schnell eine JNKM weg. Und viele Vermieter haben Häuser und Wohnungen als Altersvorsorge und leben davon. Wer schützt uns denn vor den Mietnomaden, schlecht Lüftern und Märchenerzähler. Der Staat sicherlich nicht, und wenn nur gegen Vorkasse!

MFG

auf Kommentar antworten

Ecce am 07.11.2018 14:18

Das ist in München vollkommen Realitätsfremd. Bei 200 Bewerbern ist es schon zeitlich nicht möglich jedem erst die Wohnung zu zeigen (außer in sinnlosen Massenbegehungen). Vor der Einladung zur Besichtigung braucht der Vermieter belastbare Informationen über den Interessenten. Werden die nicht geliefert kommt es garantiert nicht zur Besichtigung.

auf Kommentar antworten

Katharina am 07.11.2018 20:11

Das ist nicht nur in München realitätsfremd. Als Vermieter möchte man doch z.B. wissen, wie viele Personen in die Wohnung einziehen werden ! Und auch die Beantwortung einiger anderer Fragen sind im Vorfeld wichtig, sonst kommt es gar nicht erst zu einer Besichtigung. Ebenso wichtig ist das Spielen eines Musikinstruments. Der Vermieter kann am besten beurteilen, ob man ein Klavier in dem Haus hört, weil dieses hellhörig ist.

Die Frage nach der Religion würde ich sowieso nicht stellen.

Senta am 07.11.2018 12:59

Ich möchte als Vermieter schon genau wissen ob der neue Mieter

Schafe In der Badewanne schächten möchte oder ein neugeborenes Krokodil als Haustier hat

halten möchte. Ebenso ob er gerne mit dem Pickel Wände, Türen und Fenster einschlägt.

Daher wird die DSVGO Mietraum weiter verknappen und beliebig verteuern. Nicht anders als bei einer Risikoversicherung. Da hilft auch kein Preisstop. In Portugal gab es diesen. Dort kann man nur noch kaufen. Bei uns greift der Staat auch dort mit 2 Jahresmieten zu. Da würde an alles gedacht.

Man muss nur der Spur des Geldes folgen.

auf Kommentar antworten

Senta am 07.11.2018 13:02

Letzer Satz : wurde.

Erster Satz " hat" ist zu viel.

Vero am 31.10.2018 07:06

Einige Fragen sind doch schon sehr... ungewöhnlich, die man so hört. Auszug aus einem Fragebogen, den ich mal zugeschickt bekommen hab:

Gehen Sie regelmäßig nachts Duschen J/N (Optional)

Hier könnte man meinen, dass er darauf bedacht ist, dass Nachbarn nicht durch die Dusche gestört werden.

auf Kommentar antworten

Isa am 30.10.2018 15:34

Hallo.

Warum wird von immowelt zugelassen, dass die Vermieter datenschutzrechtlich falsche Selbstauskunftsbögen rausgeben? Schließlich ist es auch die Sicherheit Ihrer Kunden.

Wenn ich den falschen Bogen nicht vollständig ausfülle falle ich doch leider automatisch aus dem Ranking der Vermieter...das finde ich nicht in Ordnung...und ist diskriminierend.

Mfg

auf Kommentar antworten

Vero am 31.10.2018 07:15

Ich kann mir gut vorstellen, dass Immowelt lediglich die Plattform bietet, aber nicht die Inhalte. Der Kontakt zwischen Mieter in spe und Vermieter in spe läuft ja nicht über Immowelt direkt - sondern per Mail usw. In der Regel hab ich die Erfahrung gemacht, dass man Vermieter auch melden kann, wenn man merkt, dass da etwas nicht stimmt oder man den Eindruck hat, dass es sich um Betrüger handelt, was mir schon einmal passiert ist. Und ob ich dann bei solchen Leuten im Ranking stehen will, mag ich mal stark bezweifeln :D


Immowelt-Redaktion am 31.10.2018 09:39

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es tut uns leid, dass Sie schlechte Erfahrungen mit einem Vermieter gemacht haben und wir verstehen Ihren Ärger. In der Tat stellt Immowelt aber lediglich die Plattform, die dazu dient, den Kontakt zwischen Immobilienanbietern und den Suchenden herzustellen. Wir haben keinen Einfluss darauf, was Vermieter und Makler später von den Suchenden abfragen und können das auch gar nicht kontrollieren. Bei einem Verstoß gegen die Datenschutzgesetze können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten des jeweiligen Bundeslandes wählen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Gahala am 30.10.2018 09:13

Hollo zusammen.

Muß ich Angaben bei dem neuen Vermieter über meinen alten Vermieter machen?

Es ist bei mir soweit alles in Ordnung (Bonität), aber da wir befreundet waren, kann ich mir gut vorstellen, dass er negativ über mich berichtet, oder erzählt.

Das hätte natürlich Auswirkungen auf das neue Mietverhältnis.

Mfg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.10.2018 10:49

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, es gibt keine Pflicht, solche Angaben zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Wagner am 25.09.2018 16:51

Guten Tag, folgendes Anliegen.Wir waren im Begriff eine tolle Wohnung zu mieten,hatten Besichtigungstermine usw.Dann kam die Mieterselbstauskunft.Hier wurden Fragen zu Familienstand,Anzahl der Kinder,Kredite (Ratenzahlung) und deren Höhe,Personalausweisnummer etc.gestellt.Ich habe diese (im Nachhinein offensichtlich dumm) ehrlich beantwortet.Plötzlich hieß es:Unsere Lebensverhältnisse seien zu undurchsichtig-mein Partner hat Kinder aus vorheriger Beziehung, welche NICHT mit in die Wohnung ziehen, man möchte uns nicht im Haus haben.

Ich fühle mich wie das Letze,man wird hingestellt, als wenn man sonst was wäre.Der Makler meinte dann noch,unser Einkommen wäre eigentlich mickrig.Liegt ja doch immer im Ermessen und natürlich hätten wir uns die Wohnung leisten können,auch wenn jemand ausgefallen wäre.

Muss man sich so etwas bieten lassen?

Vielen Dank für die Antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.09.2018 09:07

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wir können Ihren Ärger verstehen. Sollten Sie Verstöße gegen die Datenschutzgesetze vermuten, können Sie dies dem Datenschutzbeauftragten des jeweiligen Bundeslandes melden. Dagegen haben Sie leider bei unverschämten Bemerkungen kaum eine Handhabe gegen den Vermieter oder Makler. Er kann letzten Endes frei entscheiden, an wen er eine Wohnung vermieten möchte.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Bea. am 30.10.2018 18:17

Dass ist ja das "Letzte " ein Grund zum Auswanderung. Solche Vermieter dürfte es erst gar nicht geben ! Ist doch unter jeglicher Würde ! Wie weit dürfen Vermieter denn noch gehen ? Nicht zu fassen ! Gehört in den Medien !

Topper am 12.09.2018 17:01

Hallo,

zunächst möchte ich mich für die ganzen ausführlichen Informationen bedanken, die man auf dieser Plattform bekommt. Das hilft mir bei meiner aktuellen Wohnungssuche sehr.

Nun habe ich gelesen, dass es nicht zulässig ist, wenn Vermieter alle möglichen Unterlagen vorab von mir Verlangen. Wenn ich ich den Vermieter jetzt aber darauf hinweise (oder es nicht mache und einfach nur die zulässigen Unterlagen sende), bin ich bereits draußen und kann mir die Wohnung abschminken. Das heißt also, die meisten halten sich einfach nicht daran und man kann nichts dagegen machen.

An wen kann ich mich denn wenden, wenn ein Inserat zum Beispiel folgende Anforderungen enthält:

Erforderliche Unterlagen:

-Selbstauskunft

-Ausweiskopie Vorder- und Rückseite

-Letzte 3 Gechaltsabrechnungen

-SCHUFA Auskunft

Unvollständige Bewerbungen werden nicht berücksichtigt!

Vielen Dank für eine kurze Info!

Gruß, Marcel

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.09.2018 09:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die zuständige Stelle hierfür ist der Datenschutzbeauftragte des jeweiligen Bundeslandes.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Markus am 03.08.2018 20:19

Kann man ein Selbstauskunft Formular bei Ihnen herunterladen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.08.2018 09:55

Hallo Markus und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein solche Dokument bieten wir leider aktuell nicht an, nein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mr. JBL am 29.07.2018 19:01

Hallo Immowelt-Team,

zunächst einmal vielen Dank für die - in meinen Augen zumindest - gut aufgearbeitet Thematik DSGVO, in Verbindung mit Vermietung von Immobilien. Ich beschäftige mich jetzt seit ein paar Tagen mit der Thematik und muss mittlerweile feststellen, dass es recht schwer ist, fundierte Aussagen / Informationen zu diesem Thema zu finden – von daher, DANKE!

Meine Ausgangslage: Wir haben in einem Ballungsgebiet im Süden von Deutschland 2 Objekte in einem Haus erworben, welche wir gern schnellstmöglich vermieten wollen.

Aus diesem Grund hätte ich ein paar Fragen und hoffe auf die Expertise des Immowelt-Teams, bzw. Community.

Sofern ich alles richtig verstanden habe, starte ich, indem ich einen Text, relevante Informationen und ein paar Bilder auf einem Portal (zum Beispiel Immowelt) für einen temporären Zeitraum veröffentliche. Innerhalb dieses Zeitfensters wird sich eine gewisse Anzahl an Interessenten auf die Wohnungsanzeige bewerben – in besagtem Ballungsgebiet auch gern mal im mittleren/oberen 3-stelligen Bereich, je nach Zimmeranzahl/Wohnungsgröße, bzw. konkreter Lage.

Da wir nicht mehrere Tage für Einzelbesichtigungen zeitlich investieren können, bzw. wollen, bleibt somit nur als Lösung der Sammelbesichtigung – hurra…

Frage 1: Eine verpflichtende Vorabanmeldung der Interessenten für diesen Termin mittels Name und Kontaktdaten (E-Mailadresse) ist trotz DSGVO nach wie vor möglich – korrekt?

Frage 2: Wann darf nach dem Einkommen des Kandidaten gefragt werden? So wie ich den Text verstanden habe, erst in Phase 2 – der Vertragsanbahnung; nachdem nach der Besichtigung kundgetan hat, dass er die Wohnung anmieten will? Ist das korrekt?

Frage 3: Sofern Frage 2 mit „ja“ beantwortet wurde, besteht die Möglichkeit diesen Punkt irgendwie zu umgehen? Meine Argumentation: Da ich alle wichtigen Informationen (Lage, Ausstattung, Energieausweis, finanzielle Modalitäten, etc.) bereits vorab kundgetan hat, der potenzielle neue Mieter sich auf Basis dieser auf die Wohnung bewirbt, bin ich der Meinung, dass der Prozess einer Geschäftsanbahnung sich bereits in Bewegung gesetzt hat und somit dem Verkäufer (Vermieter) das Recht zusteht, die Bonität zu überprüfen.

Frage 4: Ich habe die Wohnung auf dem Portal ausgeschrieben und einen Termin für die Sammelbesichtigung festgelegt: Was muss ich dann machen, damit ich mich konform nach der DSGVO verhalte? Muss ich dann von allen Interessenten mir eine Erlaubnis unterschrieben lassen, dass ich ihre Daten im Rahmen des Auswahlprozesses verarbeiten/auswerten darf? Muss dann da ein Passus hinein, dass die Daten nach der Entscheidung gelöscht werden? Sollte dieser Passus in eine Absage mit hinein?

Frage 5: Nach der Auswahl von ein paar interessanten Kandidaten ist man wohl gezwungen step-by-step diese zu kontaktieren, da man nicht von (bspw. allen 5) die Einkommensnachweise auf einmal verlangen darf – korrekt so?

Frage 6: Der neue Mieter wurde gefunden und der Mietvertrag wurde ausgefüllt und steht zur Unterzeichnung bereit. Welche Daten – neben Vor- und Nachnamen – dürfen zur zweifelsfreien Identitätsfeststellung des unterzeichnenden noch mit in den Vertrag aufgenommen werden? Datum Geburt und Geburtsort? Wie schaut es mit Mobilfunknummern als Notfallkontakt aus? Möglich?

Welche durch den Mieter eingereichten Dokumente dürfen – ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Mieters – während des Mietverhältnisses gespeichert werden? Muss bereits im Mietvertrag drinstehen, an wen die Daten des Mieters weitergegeben werden (z.B. Ablesefirma, etc.)?

Allgemeine Fragen:

„Die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses geht den Vermieter hingegen nichts an“ – impliziert das ebenso die Fragen ob das Beschäftigungsverhältnis befristet ist und/oder ob sich der potentielle Bewerber noch in der Probezeit befindet?

Darf man zur zweifelsfreien Feststellung der Identität des Bewerbers eine Kopie dessen (Personal-)Ausweises verlangen? Hierzu steht nichts in Ihrem Text drin?

Wenn man gern eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung hätte, diese aber nicht verlangen darf, kann man diese bspw. unter dem Punkt sonstige Unterlagen in der Selbstauskunft erwähnen, mit dem Zusatz „freiwillig“, ohne gegen die DSGVO zu verstoßen – zum Beispiel: Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des aktuellen Mieters (freiwillige Abgabe)

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.07.2018 12:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bitte beachten Sie, bevor wir auf Ihre Fragen eingehen, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Gerade im Hinblick auf die DSGVO gibt es noch zahlreiche rechtliche Unklarheiten, die in den kommenden Jahren wohl die Gerichte beschäftigen werden. Insofern müssen wir Sie darauf hinweisen, dass Sie rechtlich verbindliche Auskünfte nur direkt von einem Fachanwalt oder von einem Eigentümerverband wie Haus & Grund erhalten. Nun zu Ihren Fragen:

1. Ja, tatsächlich ist eine Vorabanmeldung zu einem Besichtigungstermin nach wie vor wie gehabt möglich.

2. Korrekt. Erst im Zuge der Vertragsanbahnung dürfen Makler oder Vermieter nach dem Einkommen fragen.

3. Wann die Vertragsanbahnung tatsächlich beginnt, ist natürlich teilweise Interpretationssache. Aus unserer Sicht ist das von Ihnen beschriebene Vorgehen nicht möglich, beziehungsweise zumindest stark risikobehaftet.

4. Die DSGVO regelt, dass die Datenverarbeitung immer dann gestattet ist, wenn die Verarbeitung der Daten für die Erfüllung eines Vertrages oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich ist. Etwa, wenn ein Vermieter oder Makler im Zuge einer Wohnungsbesichtigung gewisse Daten erhebt. Eine gesonderte Erlaubnis ist in diesem Fall also nicht nötig. Eben weil es, wie eingangs erwähnt, noch einige rechtliche Unsicherheiten gibt, sichern sich viele Unternehmen derzeit allerdings ab, indem Sie sich noch einmal zusätzlich eine Erlaubnis zur Datenverarbeitung unterzeichnen lassen. Leider können wir Ihnen hier aktuell kein Patentrezept an die Hand geben.

5. Das könnte man so interpretieren, ja. Auch hier gilt aber: Abschließende Sicherheit werden in Zukunft erst Gerichtsentscheide bringen.

6. Aufgrund besagter Rechtsunsicherheit können wir leider keine abschließende und vollständige Liste jener Daten anbieten, die Makler oder Vermieter verarbeiten dürfen. Die DSGVO regelt hier lediglich sehr allgemein, dass nur solche Daten erhoben werden dürfen, die für die Vertragserfüllung notwendig sind. Welche das sind, ist leider weitgehend Interpretationssache. Eine Telefonnummer zur Kontaktaufnahme (beispielsweise bei anstehenden Reparaturarbeiten) dürfte aber eher zu den notwendigen Daten gehören als beispielsweise der Geburtsort oder der Familienstand.

Ob eine Frage nach einer Befristung des Beschäftigungsverhältnisses oder nach der Probezeit zulässig ist, ist ebenfalls Auslegungssache. Datenschützer würden das sicher verneinen, Vermieter oder Makler würden argumentieren, dass sie ein berechtigtes Interesse daran haben, zu wissen, ob der Job ihres potenziellen Mieters auch sicher ist. Ein Urteil in letzter Instanz gibt es hierzu bislang nicht.

Eine Kopie des Personalausweises dürfen Vermieter unserer Auffassung nach nicht einbehalten, schlicht weil das Dokument Daten enthält, die nicht zur Vertragserfüllung notwendig sind, beispielsweise Körpergröße oder Augenfarbe.

Zur Mietschuldenfreiheitsbescheinigung: Es kommt hier nicht darauf an, ob in den Unterlagen vermerkt wird, ob diese freiwillig dem Vermieter übergeben wurde. Entscheidend ist allein, ob das auch tatsächlich so war. Der Vermieter kann eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung also nicht pauschal verlangen.

Beachten Sie abschließend noch einmal, dass unsere Informationen keine Rechtsberatung darstellen oder diese ersetzen können. Wir hoffen dennoch, Ihnen ein bisschen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

kirikiki81 am 12.06.2018 17:09

Hallo,

darf mich der Vermieter in der Selbstauskunft nach Krediten fragen und nach der monatlichen Belastung / Restbetrag?

Muss ich hier korrekte Angaben machen, ich habe einen kleinen Privatkredit aber das geht ja eigentlich nieman etwas an finde ich. In der Schufa Auskunft sieht er diese ja auch nicht oder ?

Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.06.2018 09:23

Hallo kirikiki81,

vielen Dank fr Ihren Kommentar. Ein Vermieter darf in der Selbstauskunft nur solche Fragen stellen, die essentiell dafür sind, ob der Mietinteressent als Mieter in Frage kommt. Angaben zu einem nicht notleidenden Ratenkredit gehören nicht dazu. Ein Mieter kann vor Abschluss des Mietvertrags eine Mieterselbstauskunft z. B. der Schufa vorlegen, um seine Bonität zu belegen; diese enthält aber nur sehr wenige Daten und schon gar nicht über laufende Kredite, sondern nur die Info, dass die Bonität stimmt. Mehr geht den Vermieter nichts an.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

wiemken1 am 25.04.2018 12:19

Darf ein Vermieter auf Grund des Alters, wenn alles Andere stimmt, die Wohnung verweigern.

Das passiert uns sehr oft.

Danke.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.04.2018 13:42

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das ist laut Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz nicht gestattet, nein. Es gibt jedoch Ausnahmen, etwa dann, wenn ein Vermieter eine heterogene Mieterstruktur erhalten möchte und nur aus diesem Grund bestimmte Bevölkerungsgruppen anderen vorzieht. Im Streitfall müsste der Mieter zudem nachweisen können, aus Altersgründen diskriminiert worden zu sein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Maria M. am 16.02.2018 12:56

Hallo!

Haben eine neue Wohnung über Bekannte als Vormieter bekommen. Der Vermieter ist mit unserem Einzug soweit einverstanden, hat allerdings den Mietepreis noch nicht festgelegt. Wir wissen nur den Mietpreis der Vormieter. Wir sollen nun eine Selbstauskunft mit Angaben zum Einkommen ausfüllen. Ist das zulässig?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.02.2018 14:44

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

im Zuge des unmittelbar bevorstehenden Vertragsabschlusses dürfen Vermieter Nachweise über die Einkommensverhältnisse der Mieter verlangen, ja.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

E. Kalus am 02.08.2017 15:00

Sehr gut das zu wissen.

auf Kommentar antworten

Dogo am 27.06.2017 11:28

Eine Frage die ich noch hätte; muss ich über ein begristetes Arbeitsverhältnis informieren? Ich bin im sozialen Bereich und habe eigentlich keine Schwierigkeiten nahtlos in eine neue Stelle zu gehen. Aber wie ist das mit der Selbstauskunft? Muss ich da Wahrheitsgemäß antworten oder flunkern?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.06.2017 11:33

Hallo Dogo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

uns ist aktuell kein Gerichtsurteil bekannt, dass sich schon einmal mit dieser Frage beschäftigt hat. Im Allgemeinen geht die Rechtsprechung aber davon aus, dass der Mieter bei allen Fragen nicht lügen darf, die für den Vermieter zur Wahrung seiner Interessen tatsächlich von Relevanz sind. Darunter könnte die Frage, ob ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis vorliegt, fallen. Auch weil diese Frage aber abschließend nicht geklärt ist, würden wir stark davon abraten, hier zu lügen. Vielleicht hilft es ja schon, wenn Sie auch dem Vermieter erläutern, dass Sie bei Ihren bisherigen befristeten Arbeitsverhältnissen nie Schwierigkeiten hatten, eine neue Stelle zu finden.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Dogo am 27.06.2017 11:37

Danke schön für die Antwort :)

Ja der Umzug dient eben unter anderem einer Jobsuche. Deshalb war ich etwas gespalten was das angeht.

Happy am 03.04.2017 20:01

Wie sieht es mit der Frage zur voraussichtlichen Mietdauer aus? Wenn man ehrlich ist und nur 1 Jahr dort wohnen möchte, bekommt man nie eine Wohnung, weil alle lieber langfristige Mieter suchen. Darf man bei der Frage lügen?

auf Kommentar antworten

kashmirsaphir am 23.07.2017 09:19

Ehrlichkeit wehrt am längsten. (Ein Vermieter)

Jeder Ein- und Auszug kostet den Vermieter im Schnitt 1500€. Diese Kosten kommen zustande, da er nach Ihrem Auszug die Wohnung in Stand setzen muss und sich erneut um eine Neuvermietung kümmert. Wenn Sie nach 1 Jahr wieder ausziehen, prellen Sie den Vermieter um rund 3000€, da er in Sie ebenfalls vor einem Jahr 1500€ investierte und nach Ihrem Auszug nochmals investieren muss.

Fae am 26.01.2017 08:38

@DGG: Ums kurz zu machen..

Ich unterstütze die Aussage von ihnen "gleiches Recht für alle".

Aber renovieren sie mal einen Neubau nach dem Auszug des Mieters. Das tut nicht nur finanziell weh! (Herausgerissene Türzargen, durchgeschnittene Rollobänder, Abgeschlagener Putz und die Fäkalien an Böden und Wänden...)

Fazit:

Zukünftig werde ich mein Recht ausschöpfen und nicht mehr nur auf den "netten" Eindruck achten. Schwarze Schafe gibt es bedauerlicherweise auf beiden Seiten, aber als Mieter kann man wenigstens die Flucht ergreifen ohne an den Rand des finanziellen Ruin getrieben zu werden...

auf Kommentar antworten

DGG am 11.10.2016 14:46

[Kommentar gelöscht, Anm. d. Red.]

auf Kommentar antworten

DGG am 13.10.2016 13:53

Guten Tag,

warum sollt es mich wundern, wenn die Lobby die Wahrheit nicht an die Öffentlichkeit tragen will - auch in Ihrer Reaktion zeigen Sie, dass der Mieter keinerlei Rechte hat und Gesundheit bei der Frage an den Vermieter irrelevant ist - ist eine "Vermieterselbstauskunft" so abwegig, wenn es eine Mieterselbstauskunft gibt ?

Warum soll der Mieter nicht gleiche Inhalte vom Vermieter erhalten dürfen, die von ihm gefordert werden ? Gilt nicht: "Vor dem Gesetz sind alle gleich" ?

Warum werden immer nur die Mieter benachteiligt und müssen einen "Seelenstrip" machen müssen ?

PS: Warum wird der werbende Charakter des Kommentars von "mfG Immobilienstudio Eberhard Haberlach" nicht gelöscht ? Liegt hier keine Werbung bereits in dem Namen vor ?

Handeln Sie mit 2-erlei Sichtweisen ? ..wieder zum Nachteil von Mietern ? Wahrheit nein - Lüge ja ?

Sie sind leider nicht neutral, dafür aber parteiisch! Schade!


Immowelt-Redaktion am 12.10.2016 15:19

Hallo DGG,

wir behalten uns vor, auf unserer Plattform Kommentare zu löschen, die werblich sind, nicht in Zusammenhang zum Thema des Artikels stehen oder einen beleidigenden Inhalt haben. Ihr Kommentar war werblich und stand nicht in Zusammenhang mit der Mieterselbstauskunft, um die es in diesem Artikel geht. Wir haben ihn daher gelöscht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

charmed am 05.10.2016 12:19

Was ist mit der Bonität, sie ist keine Garantie.. Denn wenn ich jetzt einen Job habe und trotzdem arbeitslos werde,beziehe ich auch Harzt 4..Und das garantiert auch nivht das ich die Miete zahlen kann....Oder warum bekommt eine schwangere keine Möglichkeit eine Wohnung zu bekommen, nur weil sie in der Zeit kein Einkommen hat?!!! Aber dafür die Garantie vom Jobcenter pünktlich regelmäßig die Miete bezahlt und sogar an den Vermieter direkt bezahlt zu bekommen. Das ist die sicherste Alternative.... Aber nein da hört man ausreden...Wir wollen keine Kinder,nicht vom Amt bezahlt werden.es stimmt es gibt Mietnomaden, aber bitte..werte Vermieter hört endlich auf alle Mietinteressenten über einen Kamm zu ziehen....Auch ihr habt in eurer Branche Schwarze Schafe.... Entscheidet doch auch mal mit Herz....

auf Kommentar antworten

Cico am 14.11.2018 08:05

Man wünscht sich die Situation umgekehrt.

G@be es zuviele Wohnungen müssten sich die Vermieter anbiedern.

Es ist eine Farce hier in Deutschland eine Wohnung zu bekommen.

Demütigend und Erniedrigend.

Aber so einfach ist das eben ...wer das Geld hat,hat die Macht,wer die Macht hat ,hat das Recht.

Ihr armen armen Vermieter......


charly am 07.11.2018 15:09

hallo, das Problem ist ja, dass manche(wir) Vermieter eine Immmobilie zur Altersrente brauchen. Und mit Herz haben wir in den letzten 4 Jahren 3 mal vermietet und sind jedesmal auf die Schnauze gefallen.


Dirk am 27.04.2018 05:31

Dem Empfänger von Leistungen aus dem ALG 2, wie die Kostenübernahme der Miete, steht es jederzeit frei, die Abtretung der direkten Mietzahlung an den Vermieter zu widerrufen. Somit kommt das Geld auf das Konto des Leistungsempfängers. "Sicherste Alternative"(?). Da wäre ich mir nicht sicher.....


Makel am 12.10.2016 06:24

Also ich würde als Vermieter die Orthographie und Grammatik meines potenziellen Mieters testen wollen. Wer da versagt, versagt auch im Leben und kann dann seine Miete nicht zahlen. Sie kämen somit nicht in Frage.


anonym2 am 05.10.2016 13:38

Auf das Herz zu hören, ist schön und gut - aber bitte nicht, wenn es um Werte von um manchmal auch mehrere 100.000 EUR geht (=Wert der Wohnung)...

Wenn jemand arbeitslos wird, bezieht er erst einmal 1 Jahr lang Arbeitsllosengeld. Erst danach käme AlgII infrage. Oft hat man bis dahin aber längst wieder eine neue Arbeit gefunden.

Auch ist die Mietzahlung übers Jobcenter keinesfalls garantiert - sobald der Mieter im Clinch mit dem Jobcenter steht, kann als Maßnahme auch die Mietzahlung durchs Jobcenter jederzeit gekürzt/gestrichen werden - oder der Mieter widerruft einfach seine Zustimmung zur Direktüberweisung.

Noch kann ein privater Vermieter selbst entscheiden, wem er sein Eigentum vorübergehend (gegen Mietzahlung) überlässt - unddas ist gut so....

Du solltest dich ggf. an die Wohnungsbaugenossenschaften wenden....

Gruß,

anonym2

Hinweis: nur meine unverbindliche, persönliche Meinung


charmed am 05.10.2016 14:06

Ich gebe dir recht...der Wert einer Wohnung ist wichtig... Aber es gibt auch Menschen die nach alg 1 keinen Job mehr bekommen, z.b.frauen die Kinder bekommen haben,weil die meisten Arbeitgeber keine Frau einstellen mit Baby ..Auch gibt es Menschen die haben einen Job und bezahlen trotzdem keine Miete, weil sie andere Prioritäten haben..auch gibt es viele die keinen Job finden nach dem Alg 1 Jahr und da würde man ins ALG2 rutschen... Und nicht jeder hat clinch mit jobcenter...Es ist richtig das der Vermieter entscheiden kann,aber dann sollten sich Vermieter und Hausverwaltung auch einig sein...Nicht daß Hausverwaltung sagt es ist kein Problem das die Miete vom Jobcenter kommt und der Vermieter sagt er will nicht vom Jobcenter Geld haben... Und auch die wohnungsgenossenschaft hat ihre Meinung über bestimmte Personenkreise( junge Leute,schwangere) . Ich bin nicht rechts,aber trotzdem bekommen unsere neuen Mitbürger sofort und ohne Probleme eine Wohnung...Und unsereins ohne mietschulden nur leider mit wenig Einkommen, trotz zwei Jobs, bekommt keine...

Trotzdem danke für deine Meinung bzw Antwort

mfG Immobilienstudio Eberhard Haberlach am 05.10.2016 11:48

Kleintiere sind nicht nur Fische sondern auch Ratten, Hamster und Mäuse. Die stören zwar nicht den den Hausfrieden von der Lautstärke her können aber einen bestialischen Gestank verursachen, der zu erheblicher Geruchsbelästigung führt.

Empfehlung: Aufnahme des folgenden Satzes im Mietvertrag unter“ sonstige Vereinbarungen“:

jegliche Tierhaltung- auch Kleintierhaltung- ist mit dem Vermieter abzustimmen.....

und dann zu den “ normalen “ Haustieren...

der Mieter sagt aus, er habe einen Hund (oder eine Katze).

im Mietvertrag sollte vermerkt sein.... “ dem Mieter ist erlaubt, einen Hund (Rasse) zu halten.

ich habe schon erlebt, dass der Mieter dann aufgrund des einfachen Vermerkes " Hundehaltung erlaubt " mit 3 Hunden Leonberger eingezogen ist.

auf Kommentar antworten

ScheißVermieter am 14.11.2018 14:22

Deshalb immer lügen. Ein Vermieter sollte kein Recht habe, nach dem Haustier zu fragen, sofern es sich nicht um drei Leonberger handelt. Wenn ein Mensch nicht duscht oder hygienisch ist, stinkt er genauso.

Ich habe beispielsweise zwei ungiftige Schlangen, die hinter einem Metallschloss im Terrarium verriegelt sind. Trotzdem gibt es einige Menschen, die sich wegen zwei ungefährlichen Seilen in die Hose pissen und mir eine Wohnung verwehren. Das ist einfach nur assozial und dumm. Da geht mir ehrlich gesagt die politische Korrektheit auch am Arsch vorbei.

katze am 09.06.2016 20:41

und wer garantiert das die Vermieter Ihren Verpflichtungen nachkommen ? Es wird so oft von Mietnomaden geschrieben ...stimmt die gibt es mit sicherheit. Jedoch wo bleibt der Mensch ...der Sozial schwach gestellt ist ..der Hartz 4 bezieht .......diese Menschen beziehen nicht ohne Grund ...Aufstockung ...Grundsicherung , sind dieses Minderwertige Menschen ........ Welcher Vermieter legt die Karten auf den Tisch , das er gerne Geld mit Mietern macht !

auf Kommentar antworten

Hund am 07.01.2018 22:53

Nicht jeder Vermieter ist ein Reicher Mann oder Frau. Ich habe das zweifelhafte Glück ein Haus mit zwei Wohneinheiten zu besitzen. Nach über 100 Jahren, das das Haus alt ist, habe ich das die zweite Wohnung für 60.000€ Saniert. Geld, dass ich nicht habe und mit teuer von der Bank leihen muß.

Mein Gehalt (Denn ich muß arbeiten gehen) reicht nicht für alles aus. Den Umbau habe ich über ein Jahr selbst gemacht. Neben Familie und Arbeit.

So bin ich auf die Einnahmen angewiesen und ehrlich gesagt, ist mir das Schicksal meiner Familie überaus wichtiger als das eines Mieters. Ich bin nicht das Sozialamt, wer nicht zahlt muß gehen. Und wer mein Eigentum kaputt macht, muß es mir ersetzten!


BKaG am 05.10.2016 18:38

ICH BIN AUCH DIE GRUNDSICHERUNG WEIL ICH EINE KL RENTE BEKOMME UND HABE HUND UND KATZE, BEKOMME KEINE WHG,SUCHE SCHON ÜBER EINEM JAHR,ABER NUR ABSAGEN,AUCH WEIL ICH NOCH 3 JAHRE LANG IN DER SCHUFA STEHE,WEGEN MEINES EX-FREUND,DER MICH AUSGENUTZT HAT. OBWOHL MEINE TOCHTER FÜR MICH BÜRGEN WÜRDE,BEKOMME ICH KEINE CHANCE AUF EINE WHG.

vandes50 am 08.06.2016 12:07

Nach dem Beschluss der Aufsichtsbehörden für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich vom 22. Oktober 2009 dürfen Vermieter erst dann eine Auskunft zu einem Mietinteressenten bei einer Auskunftei einholen, wenn der Abschluss des Mietvertrags mit diesem Bewerber nur noch vom positiven Ergebnis einer Bonitätsprüfung abhängt.

Es dürfen dabei nur folgende Datenkategorien nach Darlegung eines konkreten berechtigten Interesses an Vermieter übermittelt werden, sofern diese Daten zulässigerweise an die Auskunftei übermittelt bzw. von dieser erhoben wurden:

– Informationen aus öffentlichen Schuldner- und Insolvenzverzeichnissen;

– sonstige Daten über negatives Zahlungsverhalten, bei denen die dem jeweiligen Eintrag zugrunde liegende Forderung noch offen ist oder – sofern sie sich zwischenzeitlich erledigt hat – die Erledigung nicht länger als ein Jahr zurückliegt und

– eine Bagatellgrenze von insgesamt 1.500 € überschritten wird.

Die Übermittlung von Scoringwerten an Vermieter ist unzulässig, sofern darin andere als die oben genannten Daten verwendet werden. Vermieter dürfen bei einer Auskunftei – was in der Praxis jedoch größtenteils nicht beachtet wird – weitergehende als die oben genannten Daten grundsätzlich auch nicht im Wege einer Einwilligung des Mietinteressenten erheben. Auch die Vorlage einer Selbstauskunft darf vom Mietinteressenten nicht verlangt werden.

Einen konkreten Einkommensnachweis muss der Mieter erst dann vorlegen, wenn es bereits zu einer positiven Entscheidung über die Begründung des Mietverhältnisses gekommen ist.

auf Kommentar antworten

EinseitigeSichtweise am 14.11.2018 14:35

@kashmirsaphir

Ich stimme Dir zu, der Vermieter trägt ein sehr hohes Risiko im Vergleich zum Mieter. Gerade im Falle einer Mietnomade kann sich das ganze auch über Jahre hinweg erstrecken.

ABER:

"Und welches Risiko übernimmt der Mieter? Keins! Er geht ein Versprechen ein, aber er geht kein Risiko ein. " Das ist ganz klar der größte Schwachsinn den ich zu diesem Thema gelesen habe.

Umzüge kosten den Mieter auch viel Geld. Aber abgesehen davon stand ich des Öfteren im Streit mit meinen Vermieter, da er sich zu fein ist, nach zwei Neuen Mietern eine größere Mülltonne zu beantragen. Aus so einem kleinem Thema wird dann über Monate hinweg ein Elefant draus und belastet den gesamten Alltag. Ja, man hat keinen direkten finanziellen Verlust, aber die Belastung im Alltag grenzt einige Erfolge aus (nicht messbar heißt nicht, dass es keinen Schaden gibt).

Naja man lernt dazu: Meine Regel sind

1. Deutsche Vermieter sind mit Vorsicht zu genießen

2. Wohnt ein deutscher Vermieter direkt unter der zu vermietenden Wohnung: Schnell das Weite aufsuchen

3. Wohngenossenschaft > deutsche privat Vermieter

[Kommentar gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich, Anm. d. Red.]


kashmirsaphir am 23.07.2017 10:43

Ehrlichkeit währt am längsten. (Ein Vermieter)

Jeder Ein- und Auszug kostet den Vermieter im Schnitt 1500€. Diese Kosten kommen zustande, da er nach Ihrem Auszug die Wohnung in Stand setzen muss und sich erneut um eine Neuvermietung kümmert. Wenn Sie nach 1 Jahr wieder ausziehen, prellen Sie den Vermieter um rund 3000€, da er in Sie ebenfalls 1500€ investierte.

Antwort eines Vermieters,

1. Eine Selbstauskunft wird vom Interessenten verlangt, wenn er sich für die Wohnung INTERESSIERT! Es bleibt ihm selbst überlassen, ob er sie ausfüllen möchte oder nicht. Wenn nicht, interessiert er sich auch nicht für die Wohnung. So sehe ich das.

2. Die Bonität des Mieters weist er natürlich selbst nach. Was man behauptet, muss auch nachweisbar sein. Nicht der Vermieter kümmert sich um den Nachweis, sondern der Mieter legt diesen vor, ist doch klar. Dabei kann der Mieter selbstverständlich eine "positive Entscheidung über das Mietverhältnis" erhalten. Doch letztendlich unterschreibt der Vermieter den Mietvertrag als Zweiter.

Ein Mietvertrag ist wie ein Heiratsvertrag. Er basiert auf Vertrauen. Wenn ein Mieter seine Miete nicht zahlen kann, aus welchen Gründen auch immer, so sitzt der Vermieter mit im Boot. Der Vermieter trägt das Risiko, so ist das nun mal. Er bietet dem Mieter ein Dach über dem Kopf, das er ohne ihn nicht hätte. Schlafen sie mal draußen unter freiem Himmel. Das macht 4 Wochen Spaß, danach nicht mehr. Damit dieser Mensch ein Dach über dem Kopf hat, waren im Vorfeld hohe Risiken und Investitionen nötig, im Schnitt 70.000€. Die Teilabzahlung legt der Risiko bereite Mensch vertrauensvoll in die Hände des Mieters und teilt abermals sein Risiko und die Verantwortung. Und welches Risiko übernimmt der Mieter? Keins! Er geht ein Versprechen ein, aber er geht kein Risiko ein.

Eine Bank fragt nicht, woher die Ratenzahlungen kommen. Ein Vermieter ist im Grunde ein Geldeintreiber für die Banken, die auf Darlehn Zinsen verlangen für Geld, das sie selbst erfunden haben (Giralgeld). Wer das Geldsystem versteht, müsste eigentlich sofort seine Arbeit niederlegen und dagegen demonstrieren. Die Banken tragen auch kein Risiko, denn machen sie einen Verlust, weil Ratenzahlungen durch Vermieter nicht bedient werden, annullieren sie einfach das erfundene Darlehn aus ihren Bilanzen. Frei erfundenes Geld wird vernichtet und die Bilanz steht wieder auf null.

Fazit: Der Vermieter trägt als Einzelner die Risiken gegenüber dem erfundenen Darlehn an die Bank und gegenüber dem Mieter, der die Wohnung (das vorher investierte Kapital des frei erfundenen Geldes der Bank) abnutzt. Ein Vermieter ist somit „Vermittler“ zwischen beiden auf Jahre. Und mit der Reduzierung des Darlehns wird er immer mehr der Vermittler zwischen dem Finanzamt und dem Mieter. Im Schnitt gehen 28% der KM an die Firma "Finanzagentur GmbH". (Das Finanzamt ist eine eingetragene Firma bei der U.P.I.K. und nicht staatlich!) Weiter 35% der KM fließen zurück in die Immobilie, damit die Abnutzung refinanziert wird. Und weitere 20% der KM decken Hypotheken für größere Investitionen oder Ansparungen für Modernisierungen. Die Ansprüche sind enorm gestiegen. Und dann können Sie sich ausrechnen, wie hoch das „Gehalt“ und der Gewinn eines Vermieters sind. Denn keiner arbeitet umsonst, Sie auch nicht. Und nun fragen Sie sich mal, wer tatsächlich an Ihrer Miete verdient, ohne eine Gegenleistung zu erbringen?