Mieterselbstauskunft: Wann Mieter lügen dürfen

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Vermieter können von Mietinteressenten eine Selbstauskunft verlangen oder einen Makler beauftragen, diese einzuholen. Mieter müssen aber nichts Persönliches offenlegen, sondern nur Informationen preisgeben, die ihre Zuverlässigkeit belegen.

Mieterselbstauskunft, Selbstauskunft Mieter, eine Mietinteressentin übergibt eine Mieterselbstauskunft, Foto: iStock.com/standard license
Die Mieterselbstauskunft hilft dem Vermieter, einen Wohnungssuchenden besser einzuschätzen. Foto: iStock.com/standard license

Dass Vermieter eine Selbstauskunft von Mietinteressenten verlangen, ist legitim. „Dabei ist allerdings zu beachten, dass Mieter nicht alle Fragen wahrheitsgemäß beantworten müssen“, erläutert Alexander Filip, Referatsleiter beim Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht. Wahrheitstreue ist nur bei solchen Fragen Pflicht, die im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis relevant sind. Ein berechtigtes Interesse an richtigen Informationen liegt in der Regel bei Fragen vor, die das Mietverhältnis betreffen können – zum Beispiel die Höhe des Einkommens und damit die Bonität des Mieters. Viele Fragen, darunter auch die nach dem Einkommen, dürfen aber nicht schon vor der Wohnungsbesichtigung gestellt werden, sondern erst, wenn der Mietinteressent hinterher seinen Willen bekundet, dass er die Wohnung anmieten möchte.

Keine Pflicht zur Selbstauskunft

Mieter sind nicht verpflichtet, eine Selbstauskunft auszufüllen. Gibt es mehrere Interessenten für die Wohnung, wird sich der Vermieter allerdings meist für denjenigen entscheiden, dessen Bonität er besser abschätzen kann. In der Praxis sind Mietinteressenten deshalb fast immer bereit, in einer Selbstauskunft Angaben zu machen.

Das dürfen Vermieter in der Mieterselbstauskunft fragen

Mieterselbstauskunft, Selbstauskunft, Vermieter fragen, zulässige Fragen, viele Fragezeichen auf Notizzetteln, Foto: LIGHTFIELD STUDIOS/stock.adobe.com
So viele Fragen der Vermieter auch gern stellen würde – erlaubt sind in der Selbstauskunft nur die nötigsten. Foto: LIGHTFIELD STUDIOS/stock.adobe.com

Nicht alle Fragen in einer Mieterselbstauskunft sind zulässig. Der Vermieter und auch der Makler dürfen nur solche Fragen stellen, die das Mietverhältnis in irgendeiner Form betreffen könnten. Laut der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt das Prinzip der Datenminimierung: Die abgefragten Informationen müssen für festgelegte, eindeutige und legitime Zwecke erhoben werden und auf das für die Zwecke der Verarbeitung notwendige Maß beschränkt sein (Art. 5 Abs. 1 DSGVO). Zudem kommt es auch auf den Zeitpunkt an, denn der Vermieter darf zu verschiedenen Zeitpunkten jeweils unterschiedliche Fragen stellen: bei der Wohnungsbesichtigung, wenn der Mieter sich entschieden hat, die Wohnung zu nehmen und beim Vertragsabschluss.

Phase 1 – Wohnungsbesichtigung

Vermieter und Immobilienmakler dürfen vor oder während des Besichtigungstermins nur wenige Informationen erfragen. Dazu gehören:

  • allgemeine Daten zur Identifikation des Interessenten. Hierzu zählen: Name, Vorname und Anschrift sowie eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, um in Kontakt mit dem Interessenten treten zu können.
  • Bei durch den sozialen Wohnungsbau geförderten Wohnungen: Angaben aus dem Wohnungsberechtigungsschein.

Vermieter dürfen bei der Wohnungsbesichtigung die Angaben zu Name, Vorname und Anschrift durch das Vorzeigen des Personalausweises überprüfen und den Umstand der Überprüfung dokumentieren. 

Eine Ausweiskopie dürfen sie allerdings nicht anfertigen, da die Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz „Einholung von Selbstauskünften bei Mietinteressentinnen“ diese als unzulässig ansieht, da sie nicht erforderlich ist.

Phase 2 – Vertragsanbahnung

Erklärt ein Mietinteressent nach der Wohnungsbesichtigung, dass er diese anmieten will, so darf der Vermieter oder Makler weitere Auskünfte verlangen. Dazu gehören:

  • die Anzahl der Personen, die in die Wohnung einziehen sollen
  • die Information, ob es sich bei diesen um Kinder und/oder Erwachsene handelt
  • die Frage, ob gegen den Mieter ein Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnet wurde 
  • Angaben darüber, ob ein Räumungstitel wegen Mietrückständen vorliegt. Angeben muss der Mietinteressent dies allerdings nur dann, wenn eine frühere Räumungsklage nicht mehr als fünf Jahre zurückliegt (LG Wuppertal, Az.: 16 S 149/98).
  • die Frage nach dem Beruf und dem derzeitigen Arbeitgeber des Mietinteressenten. Achtung: Die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses geht den Vermieter hingegen nichts an.
  • die Frage nach den Einkommensverhältnissen des Interessenten: Hier darf aber nur nach Nettoeinkommen und dem Betrag, der nach Abzug der laufenden monatlichen Kosten für die Miete zur Verfügung steht, gefragt werden. Hier würde es aber auch reichen, wenn Mietinteressenten einen bestimmten Betrag nennt, den er überschreitet.
  • Aber: Wird die Miete von der Bundesagentur für Arbeit oder einer anderen öffentlichen Stelle übernommen und der Vermieter bekommt die Miete direkt von dieser, so darf er nicht nach Einkommensverhältnissen fragen.
  • Fragen zur beabsichtigten Haustierhaltung sind in einem engen Rahmen ebenfalls zulässig: 

Fragen nach dem Haustier

Mieterselbstauskunft, Selbstauskunft, Fragen nach dem Haustier, ein Dackel schaut aus einem Karton, Foto: Erda Estremera/Unsplash
Foto: Erda Estremera/Unsplash

Fragen zu einer beabsichtigten Haustierhaltung muss der Mieter wahrheitsgemäß beantworten. 
Laut der Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz gilt das aber nur, wenn die Tierhaltung nicht zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache zählt und daher nur mit Zustimmung des Vermieters möglich ist. Das gilt bei großen Tieren, die unter Umständen Nachbarn stören könnten. Für Kleintiere gilt das nicht – für Hamster oder Kaninchen dürfen Mietinteressenten also lügen.

Lesen Sie hier, welche Haustiere Vermieter verbieten dürfen und welche nicht.

Phase 3 – Vertragsabschluss

Hat sich der Vermieter für einen Mietinteressenten entschieden, darf er oder der von ihm beauftragte Makler vor Vertragsabschluss noch folgende Details erfragen:

  • Nachweise zu den Einkommensverhältnissen, zum Beispiel Gehaltsabrechnungen, einen Kontoauszug oder einen Einkommenssteuerbescheid in Kopie – jeweils natürlich unter Schwärzung der nicht erforderlichen Angaben.
  • die Bonitätsauskunft des Mietinteressenten

Auch Bank- oder Kontodaten darf der Vermieter erst zu diesem Zeitpunkt erfragen – er benötigt sie, um zum Beispiel später Guthaben aus Betriebskostenabrechnungen an den Mieter auszuzahlen.

Das dürfen Makler und Vermieter in der Selbstauskunft nicht fragen

Mieterselbstauskunft, Selbstauskunft, unzulässige Fragen, ein Paar sitzt auf dem Sofa und hält sich X-Zeichen vor das Gesicht, Foto: Rawpixel.com/stock.adobe.com
Jede Frage, die zu weit geht, können Mieter in der Selbstauskunft auslassen. Foto: Rawpixel.com/stock.adobe.com

Unzulässig sind Fragen, die nicht im Zusammenhang mit dem Mietverhältnis stehen. Solche Fragen muss ein Mietinteressent nicht wahrheitsgemäß beantworten.
Dazu zählen unter anderem Fragen ...

  • zu Partei-, Gewerkschafts- oder Vereinsmitgliedschaften, zum Beispiel einem Mieterverein
  • zu Vorstrafen und laufenden strafrechtlichen Ermittlungen
  • nach der Religionsangehörigkeit
  • pauschale Fragen nach der ethnischen Herkunft oder Staatsangehörigkeit 
  • nach Angaben zum Vorvermieter
  • nach Heiratsabsicht, bestehender Schwangerschaft oder Kinderwünschen
  • nach sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität
  • danach, ob der Mieter raucht
  • nach Krankheiten
    nach Hobbys, etwa ob der Wohnungsinteressent ein Musikinstrument spielt

Wie ist Ihr Familienstand? - und ähnlich private Fragen

Generell sind Fragen unzulässig, die in den schutzwürdigen Bereich der Privatsphäre des Mietinteressenten eingreifen, zum Beispiel zur Familienplanung.
Nach Ansicht von Datenschützern ist auch die Frage nach dem Familienstand, die in vielen Mieterselbstauskünften enthalten ist, unzulässig. Wird der Ehepartner nicht Mietvertragspartei, so besteht keine gesamtschuldnerische Haftung. Die Auskunft zum Familienstand ist demzufolge für den Vermieter nicht von wirtschaftlichem Interesse. Wird hingegen der Ehepartner Vertragspartei, so greift ohnehin die gesamtschuldnerische Haftung, unabhängig vom Familienstand.

Den Wohnungsinteressenten zu viel gefragt: Bußgeld droht

Mieterselbstauskunft, Selbstauskunft, Bußgeld, Foto: Alexander Filip
Alexander Filip, Referatsleiter beim Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht. Foto: privat

Stellt ein Makler oder Vermieter unzulässige Fragen in der Mieterselbstauskunft, kann dies eine Ordnungswidrigkeit darstellen und ein Bußgeld zur Folge haben – „der allgemeine Bußgeldrahmen liegt bei bis zu 20 Millionen Euro, nach Artikel 83 Absatz 5 DSGVO“, sagt Datenschutzexperte Filip vom Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht. Wie hoch das Bußgeld tatsächlich ausfällt, hängt allerdings stark vom Einzelfall ab und wird nach den Kriterien der DSGVO bemessen (Art. 83 Abs. 2 DSGVO). Ein privater Vermieter, der einem Mieter ein, zwei unzulässige Fragen stellt, wird also nicht so hart bestraft, wie ein Wohnungsbauunternehmen, dass diese Daten in großem Stil erhebt und speichert.

Wird gegen einen Vermieter oder Makler, der zu viele Fragen stellt, ein Bußgeld verhängt, orientiert sich die Bußgeldhöhe laut Filip am Jahresumsatz sowie an der allgemeinen wirtschaftlichen Lage des Bußgeldadressaten – also entweder des Maklers oder des Vermieters, je nachdem, wer für den Fragebogen verantwortlich ist und gegen den deshalb das Bußgeld verhängt wird. Bei selbstständigen Maklern orientiere sich das Bußgeld wie bei einem Vermieter auch an der wirtschaftlichen Lage, also maßgeblich am Einkommen.

Wer trägt Schuld bei unzulässigen Fragen, Vermieter oder Makler?

Das kommt auf den konkreten Fall an: Hat der Vermieter dem Makler etwa lediglich gesagt, dass er Informationen zu den Mietern erheben soll, so haftet laut Filip in der Regel der Makler für die unzulässigen Fragen, so dass das Bußgeld in einem solchen Fall gegen den Makler verhängt wird. Denn er wäre dann selbst nach DSGVO die Stelle, die über Zwecke und Mittel der Verarbeitung personenbezogener Daten entscheidet, und somit im Regelfall der datenschutzrechtlich Verantwortliche (Art. 4 Nr. 7 DSGVO). „Dies auch deshalb, weil der Makler nicht nur datenverarbeitende Hilfsdienste anbietet, sondern letztlich ein Paket an Leistungen, die über die bloße Datenverarbeitung hinausgeht und für die er fachliche Kompetenz und Expertise besitzt.“

Anders sei der Fall, wenn der Makler als Dienstleister handle, der lediglich unterstützende Leistungen nach Weisung des Vermieters mit Fokus auf die Verarbeitung personenbezogener Daten erbringe. Das sei etwa dann der Fall, wenn der Vermieter dem Makler spezifische Vorgaben und Weisungen dahingehend gebe, welche Daten genau erhoben werden sollen, wie mit den Daten umgegangen wird, nach welchen Kriterien Auswahlentscheidungen getroffen werden sollen und anderes mehr. „Wenn dem Makler aufgrund solcher sehr detaillierten Vorgaben des Vermieters keine wesentlichen eigenen Spielräume belassen werden, würde es sich um ein Verhältnis der Auftragsverarbeitung handeln“, sagt Datenschutzexperte Filip. Die Konsequenz: Der Vermieter, nicht der Makler, wäre hier alleiniger datenschutzrechtlicher Verantwortlicher, der Makler wäre bloßer Auftragsverarbeiter.
„In der Konsequenz müssten Vermieter und Makler in dieser Situation einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Maßgabe von Artikel 28 DSGVO über den Umgang mit den Daten abschließen“, so Filip. Dann wären etwaige Sanktionen und sonstige datenschutzaufsichtliche Maßnahmen in einem solchen Fall gegen den Vermieter zu richten.

Zwischen beiden Fällen kann es auch Grenzfälle geben, etwa wenn der Vermieter einen Makler auffordert, bestimmte Daten mittels der Selbstauskunft zu erheben. Aber: „Nur wenn dem Makler tatsächlich kein messbarer eigener Spielraum verbleibt, würde es sich um einen Fall der Auftragsverarbeitung handeln.“ Dies geschehe dann mit der Folge, dass die beiden Beteiligten einen AVV abschließen müssten und die Verantwortlichkeit allein beim Vermieter liegen würde.

Was Mieter auch ungefragt sagen müssen: Aufklärungspflicht

Je nach Einzelfall müssen Mieter auch von sich aus Informationen an den Vermieter weitergeben, selbst wenn sie nicht gefragt wurden. Das ist dann der Fall, wenn ein Schweigen sonst den Tatbestand der arglistigen Täuschung erfüllt – mit der Folge, dass der Mietvertrag vom Vermieter angefochten werden kann oder er gar unwirksam ist (§§ 123, 124 BGB). Zum Beispiel besteht meist eine Aufklärungspflicht, wenn der Mieter arbeitslos ist und sich die Miete eigentlich gar nicht leisten kann oder gegen ihn derzeit ein Insolvenzverfahren läuft.

Falschangaben in der Mieterselbstauskunft: Folgen

Lügt ein Mietinteressent bei Fragen, die er wahrheitsgemäß beantworten muss, darf der Vermieter Konsequenzen ziehen – im Einzelfall bis hin zur fristlosen Kündigung oder Anfechtung des Mietvertrags. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Mieter in der Mieterselbstauskunft bewusst eine viel bessere als die tatsächliche finanzielle Situation vortäuscht. Das gilt nach Ansicht des Landgerichts München selbst dann, wenn der Mieter anschließend die Miete pünktlich zahlt (Az.: 14 S 18532/08). Das Gericht begründet seine Entscheidung damit, dass der Vermieter den Mietvertrag niemals abgeschlossen hätte, wenn er über die wahren Verhältnisse des Mieters von vornherein Bescheid gewusst hätte. Deshalb sei es ihm nicht zuzumuten, dass ein Schaden aufgrund der Falschangabe erst eintreten müsse, bevor er kündigen könne.

Mieterselbstauskunft, Selbstauskunft, jemand kreuzt die Finger hinterm Rücken, Foto: iStock.com/stevanovicigor
Bei unerlaubten Fragen in der Mieterselbstauskunft brauchen Mieter nichts zu sagen oder dürfen sogar lügen. Foto: iStock.com/stevanovicigor

Aber: Auch bei der Mieterselbstauskunft gilt das Recht der informationellen Selbstbestimmung des Mieters, wie das Bundesverfassungsgericht schon vor längerer Zeit klarstellte (Az.: BvR 239/90). Im verhandelten Fall war jemand zusammen mit seinem Vormund als Mieter im Vertrag eingetragen. Bei Vertragsabschluss hatte er allerdings dem Vermieter nicht mitgeteilt, dass er als Entmündigter nur beschränkt geschäftsfähig war. Als der Vermieter davon erfuhr, kündigte er das Mietverhältnis. Die Verfassungsrichter urteilten: Die verschwiegene Entmündigung alleine reiche nicht aus für eine Kündigung.

Bei allen Fragen, die der Mieter nicht beantworten muss, braucht dieser sich auch nicht an die Wahrheit halten: Ein Mietinteressent darf nicht nur verheimlichen, dass er Heavy-Metal-Musik mag und sich alsbald einen Irokesenschnitt zulegen möchte, er darf bei diesen unzulässigen Fragen auch ungestraft lügen und vorgeben, er sei ein glühender Klassik-Fan.

Auf Nummer Sicher: Bonitätsauskunft einer Wirtschaftsauskunftei

Bei Informationen zur Bonität des Mietinteressenten hat der Vermieter in einem bestimmten Umfang ein Auskunftsrecht. So dürfen Vermieter unter Umständen nach einer Mieterselbstauskunft einer Wirtschaftsauskunftei fragen, auch Bonitätsauskunft genannt. Diese werden zum Beispiel von der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA), Creditreform, Bürgel oder bonify angeboten.

Mieter sollten allerdings nicht die komplette Auskunft – inklusive Score-Werten und Konto- oder Kreditinformationen – geben, sondern nur eine abgespeckte Bonitätsauskunft. Diese enthält nur Informationen, an denen der Vermieter ein berechtigtes Interesse hat. Verschiedene Auskunfteien bieten deshalb zweigeteilte Auskünfte an: Die Ausfertigung für den Vermieter enthält bei guter Bonität nur die Information, dass ausschließlich positive Vertragsinformationen vorliegen. Der zweite Teil, der nicht an den Vermieter ausgehändigt wird, enthält weitergehende Informationen, zum Beispiel zu Konten, Leasing- oder Kreditverträgen. Diese Informationen gehen den Vermieter nichts an. 

Übrigens: Auch die abgespeckte Selbstauskunft darf der Vermieter erst unmittelbar vor Unterzeichnung des Mietvertrags verlangen, wenn der Abschluss des Mietvertrags nur noch von einem positiven Ergebnis abhängt. Weitergehende Daten dürfen vom Vermieter auch dann nicht erhoben werden, wenn eine Einwilligung des Mieters vorliegt.

Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vom Vorvermieter: Alternative zu Mieterselbstauskunft?

Mieterselbstauskunft, Selbstauskunft, Hände mit Stift füllen einen Zettel auf einem Klemmbrett aus, Foto: iStock.com/Dutko
Eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung ist nicht das gleiche wie eine Mieterselbstauskunft. Foto: iStock.com/Dutko

Neben Mieterselbstauskünften einer Wirtschaftsauskunftei ist es bei manchen Vermietern verbreitet, eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vom bisherigen Vermieter zu verlangen. Aber: Der neue Vermieter hat eigentlich kein Recht, eine solche zu fordern. Legt der Mietinteressent sie allerdings ungefragt vor, weiß der Vermieter, dass sein neuer Mieter zumindest bisher seinen Verpflichtungen nachkam. Eine fehlende Bescheinigung wäre allerdings kein zuverlässiges Indiz für eine schlechte Bonität, weil der Vorvermieter nicht verpflichtet ist, eine solche auszustellen.

Fazit: Bei der Mieterselbstauskunft besser nur sachliche Fragen

Alles darf ein Vermieter seine neuen Mieter also nicht fragen. Dennoch dürfen sich Vermieter absichern. Sie können sich von Mietinteressenten eine Selbstauskunft ausfüllen und gegebenenfalls Verdienstbescheinigungen vor Abschluss des Mietvertrags vorlegen lassen. So lässt sich gut die Frage klären, ob der neue Mieter über eine ausreichende Bonität verfügt. Weil immer wieder unzuverlässige Mieter oder gar Mietnomaden erhebliche Kosten verursachen, ist dies auch dringend zu empfehlen. Bei allzu persönlichen Fragen dürfen Mietinteressenten allerdings jederzeit zur Lüge greifen.

FAQ: Mieterauskunft – was müssen Mieter sagen?

Schufa, Selbstauskunft, Bonität – Welche Unterlagen dürfen Vermieter vom Mieter verlangen?

Vermieter haben bei allen drei Dokumenten nicht das Recht, diese zu fordern. Sie können aber danach fragen, vorausgesetzt, sie haben sich bereits für einen Mieter entschieden und stehen kurz vor Unterzeichnung des Mietvertrages.

Ich möchte vor der Vermietung eine Auskunft über einen Mietinteressenten einholen. Wie gehe ich vor?

Vermieter müssen auf den richtigen Zeitpunkt warten, um Auskünfte über Interessenten einzuholen, je nachdem, ob:

  • Phase 1 gegeben ist, das heißt, der Mietinteressent kommt erst zur Wohnungsbesichtigung.
  • Phase 2 eingetreten ist und der Wohnungsinteressent hat bereits gesagt, dass er gewillt ist, die Wohnung anzumieten.
  • Phase 3 schon da ist und der Mietvertrag kurz vor Unterzeichnung steht.

Die Mieterselbstauskunft – Was darf ein Vermieter fragen?

Vermieter dürfen nur die nötigsten Fragen stellen, da auf der anderen Seite die Rechte des Wohnungsinteressenten auf Privatsphäre stehen.

Diese Fragen sind je nach Zeitpunkt erlaubt. 

Welche personenbezogenen Daten darf der Vermieter vom Mieter verlangen?

Das hängt von der Relevanz für das Mietverhältnis ab. Laut Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gehören zu den zulässigen Daten:

  • Name und Anschrift des Mieters
  • Telefon und oder E-Mail-Adresse
  • Bankverbindung für das Abbuchen der Miete oder alternativ die Zustimmung zum Sepa-Lastschriftmandat
  • Unter Umständen das Geburtsdatum

Datenschutzrechtlich haben Vermieter aber einige Pflichten, zum Beispiel müssen sie bei Zustandekommen des Mietverhältnisses die Zustimmung des Mieters einholen, um Daten zu erheben. Lesen Sie hier, wie Vermieter mit den Daten ihrer Mieter richtig umgehen.

Darf der Vermieter eine Kopie des Personalausweises verlangen?

Laut der Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz „Einholung von Selbstauskünften bei Mietinteressentinnen“ dürfen Vermieter im Falle der Besichtigung durch die Mietinteressenten die Angaben zu Name, Vorname und Anschrift durch Vorzeigen des Personalausweises überprüfen und den Umstand der Überprüfung dokumentieren. Eine Ausweiskopie ist allerdings unzulässig, da sie nicht erforderlich ist.

Was dürfen Vermieter in der Mieterselbstauskunft nicht fragen?

Bei jeglichen Fragen nach personenbezogenen Daten gilt laut DSGVO das Grundprinzip der Datenminimierung. Das heißt, sämtliche erhobenen Daten müssen auf das notwendige Maß beschränkt werden.

Diese Fragen sind nicht erlaubt.

Ersetzt die Mieterselbstauskunft die SCHUFA-Auskunft?

Die Mieterselbstauskunft und die SCHUFA-Auskunft sind zwei verschiedene Dokumente, die sich gegenseitig nicht ersetzen können. 

Bei der Selbstauskunft füllt der Mieter das Formular selbst aus und ist verpflichtet, die zulässigen Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten. Einige Fragen können bereits beim Besichtigungstermin, einige erst nach dem Äußern des Wunsches, die Wohnung anzumieten, von Seiten des Vermieters gestellt werden.

Bei der Auskunft einer Wirtschaftsauskunftei, zum Beispiel der SCHUFA, handelt es sich um eine Auskunft, die nur die für den Vermieter relevanten Informationen enthält. Das heißt: Darin vermerkt ist kein Score-Wert und auch keine Bank- oder Kreditinformationen des Mieters. Sondern eine Einschätzung der Bonität in Form der Aussage, dass zur Person ausschließlich positive Vertragsinformationen vorliegen oder dass Informationen über Zahlungsstörungen vorliegen, die für eine Vertragsentscheidung relevant sein können. Erst kurz vor Vertragsabschluss können Vermieter eine solche Auskunft verlangen.

Mehr dazu, wie die SCHUFA-Auskunft ermittelt wird.

Sollte der Vermieter zusätzlich zur Mieterselbstauskunft eine SCHUFA-Auskunft oder einen Einkommensnachweis anfragen?

Vor Abschluss des Mietvertrages sollten Vermieter stets Einkommensnachweise anfordern, um die Einkommensverhältnisse zu überprüfen. Wer befürchtet, an einen zahlungsunfähigen oder -unwilligen Mietinteressenten zu geraten, kann den Mieter auch um Vorlage einer SCHUFA-Bonitätsauskunft bitten – oder sich bei diesem das Einverständnis abholen, als Vermieter selbst die Auskunft einzuholen.

Darf der Vermieter eine SCHUFA-Auskunft über den Mieter einholen?

Private Vermieter dürfen dies nur, wenn sie sich bereits auf einen Mieter festgelegt haben und der Mieter ihnen die Erlaubnis gibt, die Auskunft selbst bei der SCHUFA einzuholen.
Größere Wohnungsbaugesellschaften können allerdings auch ohne Einverständnis des Mietinteressenten an eine SCHUFA-Auskunft gelangen, wenn sie ein Vertragspartner der SCHUFA sind.

Dürfen Vermieter nach DSGVO-Standards eine SCHUFA-Auskunft verlangen?

Trotz DSGVO spielen Mieterselbstauskunft und die Bonitätsauskunft der SCHUFA weiterhin eine wichtige Rolle bei der Wohnungssuche. Um sie einzuholen, brauchen sie allerdings das Einverständnis des Mieters. Um die SCHUFA-Auskunft ebenso wie weitere Mieterdaten zu speichern, benötigen Vermieter zudem ebenfalls die Zustimmung des Mietinteressenten.

So erfüllen Vermieter beim Erheben und Speichern von Daten die DSGVO.
 

Muss der Mieter in der Mieterselbstauskunft die Wahrheit sagen?

Alle Fragen, die der Vermieter berechtigterweise stellt, da sie der jeweiligen Phase der Vertragsanbahnung entsprechen und unmittelbar mit der Mietsache zusammenhängen, müssen Mieter wahrheitsgemäß beantworten. Es dürfen allerdings keine Fragen gestellt werden, die Mieter in ihren Persönlichkeitsrechten verletzen. 

Fragen, die keinen Zusammenhang zur Mietsache haben, dürfen Mieter auch falsch beantworten, ohne dass sie Konsequenzen befürchten müssen.

Diese Fragen sind je nach Zeitpunkt erlaubt

Falschaussagen in der Mieterselbstauskunft: Welche Folgen kann das für einen Mieter haben?

Das hängt vorrangig davon ab, ob die Falschaussage bei einer zulässigen oder bei einer unzulässigen Frage in der Mieterselbstauskunft gemacht wurde. 

  • Bei unzulässigen Fragen müssen Mieter keine Konsequenzen fürchten, da sie diese falsch beantworten dürfen. So dürfen sie Beispiel auf die Frage, ob sie ein Musikinstrument spielen, getrost „Nein“ antworten, auch wenn sie engagierte Schlagzeuger sind.
  • Bei zulässigen Fragen ist dies jedoch anders. Denn hier können Falschaussagen den Tatbestand der arglistigen Täuschung erfüllen und eine außerordentliche, fristlose Kündigung oder die Anfechtung des Mietvertrages durch den Vermieter nach sich ziehen (§§ 123, 124 BGB). Zum Beispiel die Angabe von falschen Nettoeinkünften und sich daraus ergebende unregelmäßige Mietzahlungen.

Müssen Mieter eine freiwillige Mieterselbstauskunft abgeben?

Grundsätzlich sind Mieter nicht dazu verpflichtet, eine Mieterselbstauskunft auszufüllen.

Müssen Vermieter DSGVO-relevante Daten-Details an Mieter übermitteln?

Ja, denn die nach DSGVO „Betroffenen“ – sprich Mieter – haben einen Informationsanspruch, und Vermieter eine Informationspflicht. Dies betrifft etwa Erläuterungen dazu, warum bestimmte Informationen abgefragt werden. Zudem müssen Vermieter darüber informieren, wenn Daten nicht nur von ihnen selbst, sondern von Dritten, verarbeitet werden. Auch wenn Daten an Wirtschaftsauskunfteien wie die SCHUFA, Versorgungsunternehmen oder andere Partner weitergegebenen werden, müssen Mieter explizit darüber aufgeklärt werden.

So erfüllen Vermieter die DSGVO.


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Rechard am 21.10.2020 13:03

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Pettor am 10.10.2020 19:03

Wiso darf man nicht Fragen ob ein Mieter Raucher ist?

Einer meiner Mieter ist starker Raucher. In der Wohnung sind inzwischen alle Oberflächen vergilbt, selbst Türblätter und Fensterrahmen. Das ist ein massiver, vorhersehbarer Schaden und ich habe doch das gute Recht, mich davor zu schützen!

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Hund2010 am 09.09.2020 21:00

Warum müssen Vermieter keine SCHUFA vorlegen. Wir hatten in der Vergangenheit schon öfters, dass der Vermieter die notwendigen Reparaturen wegen Geldmangel nicht ausführen konnte. Wir mussten schon öfters im Winter mit Strom heizen und dementsprechend sah die SCHUFA aus. Dadurch ist man auf einmal ein schlechter Mieter

auf Kommentar antworten

Claudia am 05.09.2020 22:32

Mietvertrag schon unterschrieben , Kaution bezahlt.

Der Vermieter will jetzt ein schufa beleg .

Er meint der Mietvertrag kommt nur damit zustande .

Ist das richtig ?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 08.09.2020 11:50

Hallo Claudia,

vielen Dank für deinen Kommentar. Wenn der Mietvertrag bereits von beiden Seiten unterschrieben wurde, Mieter wie Vermieter, ist er in der Regel bereits abgeschlossen. Ansonsten ist der Vermieter in der Regel recht frei darin, mit wem er einen Mietvertrag abschließt und kann in der Regel vor Abschluss des Mietvertrages auch nach einer Bonitätsauskunft wie zum Beispiel jene von der Schufa fragen.

Bitte verstehen Sie jedoch, dass wir selbst keine Rechtsberatung leisten dürfen. Um die Situation rechtssicher einschätzen zu lassen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Mieterverein.

Mit besten Grüßen

die immowelt Redaktion

froschkönig am 26.07.2020 19:14

Guten Tag ,

wir wohnen seit 8 Jahren in einem Mietshaus .

Nun zur frage :

der Vermieter verlangt plötzlich ,trotz regelmäßiger Zahlung , nach 6 Lohnabrechnungen .

Darf er das ?

Das Mietsverhältnis ist bis nächstes Jahr gekündigt .

Lg und danke im Vorfeld

auf Kommentar antworten

Usedom am 21.02.2020 11:58

Möchte eine Wohnung mieten, deren Miete aber nicht von meinem Einkommen gedeckt ist. Statt dessen habe ich aus einem Immobilienverkauf Sparguthaben, von dem die Miete gedeckt werden kann. Wie kann ich den Vermieter überzeugen, dass ich solvent bin? Höhere Mietkaution?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.02.2020 12:22

Hallo Usedom,

laut Gesetz darf ein Vermieter nicht mehr als drei Monatskaltmieten Kaution fordern. Ob eine Regelung, bei der Sie freiwillig eine höhere Kaution zahlen, gerichtsfest wäre, können wir nicht beurteilen. Zudem müsste sich der Vermieter nicht auf eine solche Regelung einlassen.

In Hinblick auf Datenschutz darf ein Vermieter von Mietinteressenten nur diejenigen Informationen verlangen, die entscheidend für die Frage sind, ob es zu einer Vermietung kommt. Der Vermieter darf deshalb dann, wenn es nur noch um die Solvenz eines Interessenten geht, ob der Vertrag zustande kommt, nach den Einkommensverhältnissen eines Mietinteressenten fragen. Die Vermögensverhältnisse gehen einen Vermieter i.d.R. nichts an. Natürlich könnten Sie von sich aus hier mit offenen Karten spielen.

Allerdings sind vorhandene Vermögenswerte auch keine wirkliche Sicherheit für einen Vermieter, denn auch größere Summen ließen sich ja theoretisch zügig verprassen, ohne dass der Vermieter darauf Einfluss hätte.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

fq am 10.12.2019 16:09

Habe von einem Vermieter ein Auskunftsformular mit unzulässigen Fragen bekommen. Wie soll ich damit umgehen? Nur zulässige Fragen beantworten, unzulässige nicht oder falsch, Vermieter verklagen?

auf Kommentar antworten

Ulrich Schell am 30.01.2020 08:58

Wenn wir nicht gerade von einem großen Immobilienverwalter sprechen, könnte es auch einfach nur sein, daß der kleine Vermieter sich nicht tagelang mit dem "Bürokratenfurz" DSGVO beschäftigt hat. Wenn mich als Vermieter vlt. interessiert, ob da ein [bitte unterlassen Sie herabsetzende Titulierungen, die Red.] ... einziehen möchte, ist es mir völlig gleich, ob ich das lt. irgendeiner gesch...enen Verordnung darf oder nicht. Es ist MEIN Eigentum, da bestimme ICH alleine, wen ich da drin haben möchte und wen nicht. Wenn das nicht mehr gelten soll, darf hinterher niemand herumjammern, daß es zu wenig bezahlbaren Mietraum gibt. Also, einfach direkt den Vermieter auf die angeblich unzulässigen Fragen ansprechen, dann sieht man schnell, ob das ganze zu einem tragfähigen Mietverhältnis werden könnte oder ob wg. Lügnerei oder sonstiger Taktiererei das ganze früher oder später zum Rausschmiß des Mieters führen wird (was sicher auch nicht im Interesse des Mieters ist). Wer an ein Verklagen des Vermieters wg. angeblich unzulässiger Fragen schon VOR dem Mietverhältnis spricht, hat es verdient, künftig unter der Brücke zu schlafen!


Immowelt-Redaktion am 10.12.2019 16:35

Hallo fq,

grundsätzlich sind Sie nicht verpflichtet die Mieterselbstauskunft auszufüllen. Wenn dort unzulässige Fragen stehen, können Sie bei diesen notfalls lügen, falls Sie glauben sonst keine Chance mehr auf die Wohnung zu bekommen. Sie können natürlich den Vermieter auch einer Datenschutzbehörde melden, die den Fall dann prüft und gegebenfalls Schritte gegen den Vermieter einleiten wird.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

schlagsahne am 04.12.2019 14:23

Als Ausländer (Drittländer) werde ich oft schon beim Telefonat nach meiner Herkunft gefragt und manchmal wird der Termin abgesagt. Ein Mal wurde mir falsche Adresse zur Besichtigung mitgeteilt und einen falschen Termin ausgemacht, für den ich sogar meinen Flug umbuchen musste (weil ich zu diesem Zeitpunkt meine Familie besuchen wollte), so dass ich ihn nicht verpasse. Es war die falsche Adresse und und meine Anrufe wurden nicht beantwortet. Und das ist mir passiert nach 10 Jahren Aufenthalt in Deu.. Einfach nur schade..

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.01.2020 10:57

Sehr geehrter Ulrich Schell,

wir weisen darauf hin, dass es in Deustchland ein Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gibt und eine Diskriminierung wegen der Rasse und Ethnie unzulässig ist.

die Immowelt-Redaktion (Gutmenschen)


Ulrich Schell am 30.01.2020 09:06

Es ist der EIGENTÜMER, der über sein Eigentum entscheidet. Wenn er da keinen Ausländer drin haben möchte, dann können das irgendwelche Gutmenschen vlt. "Diskriminierung" nennen, letztendlich ist es aber persönliche Vorliebe, die zu akzeptieren ist. Wenn Sie schon 10J. in D wohnen und damit auch sicher ordentlich deutsch sprechen und sich ordentlich an die hiesigen Gepflogenheiten halten, kann man das durchaus auch einem konservativ eingestellten Vermieter erklären, und die wenigsten werden etwas dagegen haben. Wenn nicht, gibt es keinen Grund, über eine Ablehnung traurig zu sein.


Immowelt-Redaktion am 04.12.2019 15:03

Hallo schlagsahne,

es tut uns leid, dass Sie solche Erfahrungen machen müssen. Durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ist es verboten, Personen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu benachteiligen (§1 AGG). Allerdings gibt es hierfür Ausnahmeregelungen. Sie können und sollten sich mit der Problematik an eine Antidiskriminierungsstelle in Ihrer Nähe wenden.

Dort finden Sie Unterstützung und können gegen eine eventuelle Diskriminierung vorgehen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Wohnungssuche!

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Schreiber am 28.11.2019 12:06

Welche Unterlagen dürfen von einem Unternehmer erfragt/verlangt werden ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.11.2019 09:44

Hallo Schreiber,

bei gewerblichen Vermietungen darf der Vermieter andere Dinge fragen als bei einer Wohnungsvermietung. Doch auch hier gilt, dass nur diejenigen Informationen eingeholt werden dürfen, die für den Vermieter erforderlich sind, um sich ein umfassendes Bild hinsichtlich der Zuverlässigkeit des Interessenten zu machen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

kontakt@ohne-schaden.de am 27.11.2019 17:08

zwei Dinge sollte man bei dieser verpflichtende Mieterselbstauskunft berücksichtigen:

1. kein Vermieter/ kein Makler hat das Recht, aus dem politischen Versagen im sozialen Wohnungsbau, seinem Mitmenschen einen Nachteil aufzubürden; das Mietverhältnis betrachtet gleichberechtigte Vertragspartner mit allen Rechten und Pflichten.

2. Kein Mieter hat das Recht, ein Vertragsverhältnis zu beurkunden, von dem er weiß, dass er bei Nichtzahlung der Miete mindestens zwei Jahre mietfrei bis zur Zwangsräumung wohnen darf, ohne rechtliche Strafen zu erwarten. Diese Mietnomaden zwingen jeden Mieter in eine betriebswirtschaftliche Katastrophe und sie die Ursache für diese Mieterselbstauskunft.

Mietnomaden, die den Mieterschutz nur für den eigenen Vorteil nutzen, verursachen den Ärger, den jetzt alle gesamtgesellschaftlich ausbaden. Die „Rechte“ solcher Mietnomaden ad hoc außer Kraft setzen, wäre ein Schritt, um Mieter und Vermieter wieder in ein vernünftiges Miteinander zu bringen – Vermietungshaie sind hierbei ausgenommen, das sind ja auch keine normalen Menschen!

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gnukatze am 28.11.2019 15:16

Genau so sehe ich das auch, Ich habe auf beiden Seiten gestanden, bis zum Verkauf meines Hauses habe ich auch eine Wohnung vermietet und um Miete kämpfen müssen, wie ein Löwe, deswegen verstehe ich Vermieter, die wissen wollen, mit wem sie es zu tun haben.

Nur, vorführen lassen sollte man sich nicht lassen.

Ich musste mich einmal anstellen bei einer Besichtigung, die Antworten der vor mir wartenden anhören, bin dann aber demonstrativ gegangen. Etwas Diskretion ist da angebracht und Einzelladungen, es geht, das habe ich zur Genüge erlebt.

hierimnorden am 27.11.2019 15:29

Schöner Artikel.

Leider ist es allerdings so, dass jemand der ein niedriges Einkommen oder negative Schufa-Einträge hat - sowas soll es auch ohne Mutwilligkeit geben - in diesem Land eher im Lotto gewinnt als das er eine Wohnung bekommt.

Hierzu mal die Frage, Sie (Immowelt) schreiben so schön: "Die Ausfertigung für den Vermieter enthält bei guter Bonität dann nur die Information, dass ausschließlich positive Vertragsinformationen vorliegen."

Völlig unbeantwortet bleibt was im Falle von negativen Einträgen in dieser Vermieterauskunft steht - z.B. eine Restschuldbefreiung oder ein nicht bedienter Kredit mit Mahnbeschluss vorliegt.

Ich kann durchaus verstehen, dass ein Vermieter ein Interesse daran hat, dass er seine Miete bekommt, insbesondere bei privaten Vermietern - verstehen Sie mich nicht falsch.

Allerdings ist es in Deutschland auch nicht so, dass (selbst bei Arbeitsplatzverlust) sofort die Mietzahlungen nicht mehr geleistet werden können.

Dies gilt auch und insbesondere zumindest dann, wenn im Rahmen der "Angemessenheit" angemietet wurde. Die Grenzwerte sind nun wirklich öffentlich zugängliche Informationen, just saying. Insbesondere also wenn Grenzwerte eingehalten wurden kann auch ein Vermieter generell erstmal davon ausgehen, dass im Zweifel der Staat die Miete zahlt. Selbst bei Überschreitung der Angemessenheit KANN es zu einer (teilweisen) Übernahme kommen.

Wie wäre es also auf Vermieterseite mit ein wenig mehr Menschlichkeit - nicht alle Menschen mit kleinem Einkommen oder negativer Schufaeinträge sind Mietnomaden die in die Wohnung mit 5 Schafen und 3 Hunden einziehen, die sie dann allesamt auf den Teppich/den Venylboden p**** lassen....................

Auf Mieterseite bleibt letztlich wohl nur standhaft bleiben und den Vermietern nur Informationen geben auf die er Anspruch hat, wenn er Anspruch darauf hat - würden das ALLE machen würden gewisse Praktiken auch zwangsläufig ihr Ende finden.... DAS allerdings ist wohl ebenfalls nicht zu erwarten.

Stattdessen ließt man hier ja schon von völlig überzogenen Maßnahmen, die die "Machenschaften" und "Wunschlisten" der Vermieter auch noch in größerem Umfang unterstützen.

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Immowelt-Redaktion am 27.11.2019 19:41

Hallo hierimnorden,

vielen Dank für Ihren Kommentar. In einer negativen Bonitätsauskunft des Mieters stehen ebenfalls lediglich die für den Vermieter relevanten Informationen. So zum Beispiel bei der SCHUFA-Bonitätsauskunft, dass Informationen über Zahlungsstörungen vorliegen, die für eine Vertragsentscheidung relevant sein könnten. In der Auskunft stehen aber keine tiefergehenden Details wie der Scorewert des Mieters oder auch dessen Bank- und Kreditinformationen.

Mit besten Grüßen

die Immowelt-Redaktion

immobilien@klauskarwatzki.de am 27.11.2019 14:20

Wäre es erlaubt, die nicht zulässigen Fragen in einen vom Rest deutlich abgegrenzten Bereich hineinzuschreiben, wenn dieser ausdrücklich auf Freiwilligkeit des Ausfüllens hinweist?

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Immowelt-Redaktion am 27.11.2019 15:35

Hallo Herr Klauskarwatzki,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Im Verhältnis zwischen Vermieter und Mietinteressenten gehen Datenschützer in der Praxis meist von einem Kräfteungleichgewicht aus, sodass demnach keine Freiwilligkeit besteht, weil der Mietbewerber keine echte Wahl hat, die Information zu erteilen oder auch nicht. Zu diesem Thema haben wir mit dem Referenten des Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht im Interview gesprochen, das Originalinterview finden Sie hier: https://news.immowelt.de/n/3441-wohnungssuche-was-duerfen-vermieter-fragen-ein-experteninterview.html

Bitte verstehen Sie allerdings, dass wir selbst keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen, sich mit dieser Frage an die Datenschutzaufsichtsbehörde Ihres Landes zu wenden.

Mit besten Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Winter am 27.09.2019 06:55

Ich habe seit 4 Monaten eine neue Mieterin die bereits davon 2 Monate nicht gezahlt hat trotz mündlicher und schriftlicher Aufforderung. In der Zwischenzeit habe ich rausgefunden dass die Selbstauskunft falsch ist. Hier hat sie mir ihren Arbeitgeber eingetragen, war jedoch dort nie richtig beschäftigt, sondern über eine Zeitarbeitsfirma. Ich habe ihr wegen der 2 hintereinander angefallenen Mieten bereits fristlos gekündigt., da sie sich auch dem Gespräch verweigert. Kann ich das Mietverhältnis auf grund der Falschaussage für nichtig erklären?

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Fragesteller am 08.07.2020 17:54

Was hindert den Vermieter daran eine Stinkbombe durch das fenster in die Wohnung des Mieters zu schießen ? Der Schaden ist auch nicht größer als 2 Jahre Mietausfall oder ? Die Strafe dürfte, sofern kein Personenschaden vorliegt, kalkulierbar sein oder nicht ? Die Strafe für den Mitnomaden ist ja auch kalkulierbar.


Ulrich Schell am 30.01.2020 09:13

Klar sollten Sie die [Gekürzt, bitte verzichten Sie auf herabsetzende Titulierungen, die Immowelt-Redaktion] ... sofort rausschmeißen. Sich dabei des Schurkenstaats, pardon "Rechtsstaats" zu bedienen, ist müßig, teuer, erniedrigend, und den Mietschmarotzern gibt es auch die Bestätigung, alles richtig gemacht zu haben. [Gelöscht; Bitte bleiben Sie sachlich, die Immowelt-Redaktion]


Immowelt-Redaktion am 30.09.2019 12:32

Hallo Winter,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn ein Mietinteressent bei der Mieterselbstauskunft bei einer zulässigen Frage nicht wahrheitsgemäß antwortet, diese Lüge zur Vermietung führte, kann der Vermieter den Mietvertrag anfechten und/oder dem Mieter fristlos kündigen. Die fristlose Kündigung wegen Mietrückständen ist ebenfalls legitim. Sollte Ihre Mieterin dennoch nicht ausziehen, können Sie eine Räumungsklage anstreben.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Für eine rechtssichere Antwort wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt oder einen Vermieterverband wie Haus&Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ideeall am 28.07.2019 17:44

Guten Tag, ich habe gesehen, dass ein Vermieter ein Polizeiliches Führungszeugnis aller Personen die einziehen möchten verlangt. Das ist doch nicht zulässig, oder??

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.07.2019 12:21

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Tat hat der Vermieter keinen Anspruch auf Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

iris ballita am 21.05.2019 23:19

Guten Abend ich möchte da mal was wissen ich besichtige am Mittwoch mit meinem Freund eine Wohnung reicht es wenn einer von uns eine Bonitätsauskunft hat oder müssen wir beide eine haben .im Mitvertrag bin ich der Haupt Mitter

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.05.2019 12:02

Hallo und vielen Dank für Ihren kommentar,

diese Frage müssen Sie mit dem Vermieter der Wohnung klären. Nicht jeder Vermieter verlangt überhaupt eine Selbstauskunft.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Icequeen76 am 07.03.2019 19:41

Schönen guten Abend ,

Ich bin so langsam echt am verzweifeln . Ich bin vor 10 Jahren wegen einem Mann von Hannover nach Emsdetten gezogen . Vor dieser Beziehung war ich Verheiratet ( großer Fehler) . Seit Oktober 2018 bin ich wieder getrennt , und suche seitdem hier in Emsdetten oder im Umkreis von 5-10 km eine Wohnung für mich . Leider hatte ich damals wegen meinem Exmann erhebliche Schulden( hat auf meinem Namen Handyverträge abgeschlossen , das gemeinsame Konto leer gemacht das nicht abgebucht werden u.s.w) die ich mit monatlichen Raten versuchte abzuzahlen , bis mein neuer Freund sagte ich solle in die Privatinsolvenz gehen .

Kurz um , ich habe einen Negativen Schufaeintrag .

Ich bin aber ein Mensch der seiner Zahlungsaufforderungen immer nach kommt .

Ich bin auch in einem Unbefristeten Arbeitsverhältnis , nur halt LEIDER als Friseurin .

Wir verdienen nicht viel , und auf Grund dessen das ich mit meinem jetzt EX Freund auch 2 gemeinsame Kinder habe , kann ich nur Teilzeit arbeiten .

Ich habe mir schon ettliche Wohnungen angeschaut , aber sobald ich von meiner Negativen Bonität erzähle und meine Lohnabrechnungen vorlege , bekomme ich nur die Antwort '' mit der Schufa und dem Gehalt , haben Sie keine Chance ''.

Soll ich etwa auf der Parkbank schlafen ? Oder in meinem Auto ?

Es wird immer davon geredet das man seine Bonität wieder aufbauen soll , aber wie denn bitte wenn man immer absagen bekommt?

Mehr als versprechen das die Miete Pünktlich zum 1 sten des Monats auf das Konto des Vermieters eingeht kann ich doch nicht machen !!!!!

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Bernd.579 am 13.08.2019 06:54

Hallo IceQueen76,

ich empfehle dir die Beantragung eines Wohnberechtigungsscheins beim für dich zuständigen Sozialamt. Damit erhälst Anrecht auf eine Wohnung die mit staatlichen Fördergeldern gebaut oder modernisiert wurde. Die Wohnungen sind in der Regel schön und werden unter dem marktüblichen Preis ausschließlich an Personen mit WBS vermietet. Entsprechende Wohnungsangebote findest du ehr selten in Zeitungsannoncen oder den üblichen Internetportalen (hier), sondern vielmehr auf der Homepage deiner Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

Beste Grüße und viel Erfolg

Elke am 03.03.2019 16:35

Hallo,

mich hätte interessieren wo kann ich ein Bewertung abgeben über mein Mieter. Damit möchte ich die zukünftige Vermieter voraus aufmerksam machen, und fern halten von ein gleiche Reinfall, was ich mit Ihm erlebt habe.

Auf ein Antwort hätte ich mich freuen.

L.G.

Elke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.03.2019 10:46

Hallo Elke,

auf unserem Portal ist eine solche Bewertung nicht möglich. Auch andere Portale, die so etwas zulassen, sind uns aktuell nicht bekannt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Thorsten am 14.12.2018 09:04

Die EU-DSGVO gilt nicht für ausschließlich persönliche Tätigkeiten natürlicher Personen (EU-DSGVO Art. 2 Abs. 2 Lit. c). Handelt es sich also beim Vermieter um eine natürliche (und damit nicht um eine juristische) Person, und nimmt er die Vermietung persönlich (also ohne Einbeziehung von Dritten) vor, dann findet die EU-DSGVO auf das Mietverhältnis keine Anwendung.

auf Kommentar antworten

Marie am 23.11.2018 14:23

Hallo,

danke für den Artikel.

Eine Frage bleibt aber noch unklar: In vielen Mieterselbstauskünften wird nach Schulden/Krediten gefragt. Sind solche Fragen nun zulässig oder nicht bzw. müssen die wahrheitsgemäß beantwortet werden?

Ich habe z.B. von meiner Studiumsfinanzierung noch BaföG-Schulden und einen Studienkredit laufen, muss ich dies entsprechend angeben oder darf ich dies - ganz legal - weglassen ohne dass mir das später auf die Füße fällt?

Danke und Grüße

Marie K.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.11.2018 14:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Informationen zu laufenden Krediten müssen Mieter nicht machen. Auch die Schufa bietet aus diesem Grund zweigeteilte Auskünfte an. Die Ausfertigung für den Vermieter enthält bei guter Bonität dann nur die Information, dass ausschließlich positive Vertragsinformationen vorliegen. Der zweite Teil, der nicht an den Vermieter ausgehändigt wird, enthält weitergehende Infos wie zum Beispiel zu Konten, Leasing- oder Kreditverträgen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mark am 16.11.2018 16:38

Darf ich den Mietinteressenten in einer Mieterselbstauskunft fragen, ob er Raucher, Alkoholiker bzw. Drogensuchtiger ist? Eine Antwort könnte viel über das Mietverhalten bzw. gebrauch der Mietsache liefern.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.11.2018 08:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, solche Fragen werden von Datenschützern als unzulässig erachtet.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Paul Gebhard am 07.11.2018 15:18

Liebe Vermieter und Mietinteressenten,

es ist so einfach und naheliegend das man einfach nicht drauf kommt. Ich habe im letzten Jahr für eine Wohnung einen Nachmieter gesucht. Einige schauten die Wohnung an. 25% füllten eine Selbstauskunft aus mit den Angaben die sie machen wollten. Und jetzt kommt es. Eine Dame hat ein Bewerbungsschreiben abgegeben das seinesgleichen sucht. Mit allem was ein Vermieter wissen möchte, mit qualitativ hochwertigen Bildern von allen die in die Wohnung einziehen möchten, mit Hobby´s, Lebenslauf und Verdienstbescheinigungen, Schufa Auskunft und einer persönlichen Nachricht an den Vermieter warum Sie die Wohnung haben möchte.

Jetzt fragen Sie mal wer die Wohnung bekommen hat.

Mich würde es, gerade im Großraum München, nicht wundern wenn das Schule macht und sich Mietinteressenten wie Bewerber in einer Firma darstellen und vermarkten.

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Thilo Heinrichs am 09.12.2018 16:56

Ich mache das auch immer, allerdings sind die meisten Dinge völlig frei erfunden.

Und raten Sie mal wer bislang immer drum gebeten wurde einzuziehen.

Wegen Vermietern wie Ihnen wird so etwas Praxis, ein Start voller Lügen in die Miete, gezwungenermaßen. :)

Ernst Ploenes am 07.11.2018 14:22

Guten Tag, wenn ich das lese wird mir schlecht. Wer ist denn von den hier schreibenden Lesern mall seiner Miete nachgelaufen, hat eine Whg. zwangsräumen und dann komplett renovieren müssen. Bekommt man als Vermieter den falschen Mieter, dann sind auch mal schnell eine JNKM weg. Und viele Vermieter haben Häuser und Wohnungen als Altersvorsorge und leben davon. Wer schützt uns denn vor den Mietnomaden, schlecht Lüftern und Märchenerzähler. Der Staat sicherlich nicht, und wenn nur gegen Vorkasse!

MFG

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Frauke Hepo am 10.12.2018 19:22

Guten Abend, wenn es nur ein JNKM wäre, die braucht es schon um die Wohnung betreten zu können. Da ist noch nicht renoviert. Vermieten Sie mal auf dem Dorf, da gibt es auch keine Vergleichswohnungen, um die Miete erhöhen zu können

Also geht nur, nehmen was geht und genau hinschauen, sonst ist das Ersparte weg. Aufgefressen von Gesetzen, die für Spekulanten mit vielen Wohnungen gemacht sind. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich k.....

Ecce am 07.11.2018 14:18

Das ist in München vollkommen Realitätsfremd. Bei 200 Bewerbern ist es schon zeitlich nicht möglich jedem erst die Wohnung zu zeigen (außer in sinnlosen Massenbegehungen). Vor der Einladung zur Besichtigung braucht der Vermieter belastbare Informationen über den Interessenten. Werden die nicht geliefert kommt es garantiert nicht zur Besichtigung.

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Katharina am 07.11.2018 20:11

Das ist nicht nur in München realitätsfremd. Als Vermieter möchte man doch z.B. wissen, wie viele Personen in die Wohnung einziehen werden ! Und auch die Beantwortung einiger anderer Fragen sind im Vorfeld wichtig, sonst kommt es gar nicht erst zu einer Besichtigung. Ebenso wichtig ist das Spielen eines Musikinstruments. Der Vermieter kann am besten beurteilen, ob man ein Klavier in dem Haus hört, weil dieses hellhörig ist.

Die Frage nach der Religion würde ich sowieso nicht stellen.

Senta am 07.11.2018 12:59

Ich möchte als Vermieter schon genau wissen ob der neue Mieter

Schafe In der Badewanne schächten möchte oder ein neugeborenes Krokodil als Haustier hat

halten möchte. Ebenso ob er gerne mit dem Pickel Wände, Türen und Fenster einschlägt.

Daher wird die DSVGO Mietraum weiter verknappen und beliebig verteuern. Nicht anders als bei einer Risikoversicherung. Da hilft auch kein Preisstop. In Portugal gab es diesen. Dort kann man nur noch kaufen. Bei uns greift der Staat auch dort mit 2 Jahresmieten zu. Da würde an alles gedacht.

Man muss nur der Spur des Geldes folgen.

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Senta am 07.11.2018 13:02

Letzer Satz : wurde.

Erster Satz " hat" ist zu viel.

Vero am 31.10.2018 07:06

Einige Fragen sind doch schon sehr... ungewöhnlich, die man so hört. Auszug aus einem Fragebogen, den ich mal zugeschickt bekommen hab:

Gehen Sie regelmäßig nachts Duschen J/N (Optional)

Hier könnte man meinen, dass er darauf bedacht ist, dass Nachbarn nicht durch die Dusche gestört werden.

auf Kommentar antworten

Isa am 30.10.2018 15:34

Hallo.

Warum wird von immowelt zugelassen, dass die Vermieter datenschutzrechtlich falsche Selbstauskunftsbögen rausgeben? Schließlich ist es auch die Sicherheit Ihrer Kunden.

Wenn ich den falschen Bogen nicht vollständig ausfülle falle ich doch leider automatisch aus dem Ranking der Vermieter...das finde ich nicht in Ordnung...und ist diskriminierend.

Mfg

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Vero am 31.10.2018 07:15

Ich kann mir gut vorstellen, dass Immowelt lediglich die Plattform bietet, aber nicht die Inhalte. Der Kontakt zwischen Mieter in spe und Vermieter in spe läuft ja nicht über Immowelt direkt - sondern per Mail usw. In der Regel hab ich die Erfahrung gemacht, dass man Vermieter auch melden kann, wenn man merkt, dass da etwas nicht stimmt oder man den Eindruck hat, dass es sich um Betrüger handelt, was mir schon einmal passiert ist. Und ob ich dann bei solchen Leuten im Ranking stehen will, mag ich mal stark bezweifeln :D


Immowelt-Redaktion am 31.10.2018 09:39

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es tut uns leid, dass Sie schlechte Erfahrungen mit einem Vermieter gemacht haben und wir verstehen Ihren Ärger. In der Tat stellt Immowelt aber lediglich die Plattform, die dazu dient, den Kontakt zwischen Immobilienanbietern und den Suchenden herzustellen. Wir haben keinen Einfluss darauf, was Vermieter und Makler später von den Suchenden abfragen und können das auch gar nicht kontrollieren. Bei einem Verstoß gegen die Datenschutzgesetze können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten des jeweiligen Bundeslandes wählen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Gahala am 30.10.2018 09:13

Hollo zusammen.

Muß ich Angaben bei dem neuen Vermieter über meinen alten Vermieter machen?

Es ist bei mir soweit alles in Ordnung (Bonität), aber da wir befreundet waren, kann ich mir gut vorstellen, dass er negativ über mich berichtet, oder erzählt.

Das hätte natürlich Auswirkungen auf das neue Mietverhältnis.

Mfg

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.10.2018 10:49

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, es gibt keine Pflicht, solche Angaben zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Wagner am 25.09.2018 16:51

Guten Tag, folgendes Anliegen.Wir waren im Begriff eine tolle Wohnung zu mieten,hatten Besichtigungstermine usw.Dann kam die Mieterselbstauskunft.Hier wurden Fragen zu Familienstand,Anzahl der Kinder,Kredite (Ratenzahlung) und deren Höhe,Personalausweisnummer etc.gestellt.Ich habe diese (im Nachhinein offensichtlich dumm) ehrlich beantwortet.Plötzlich hieß es:Unsere Lebensverhältnisse seien zu undurchsichtig-mein Partner hat Kinder aus vorheriger Beziehung, welche NICHT mit in die Wohnung ziehen, man möchte uns nicht im Haus haben.

Ich fühle mich wie das Letze,man wird hingestellt, als wenn man sonst was wäre.Der Makler meinte dann noch,unser Einkommen wäre eigentlich mickrig.Liegt ja doch immer im Ermessen und natürlich hätten wir uns die Wohnung leisten können,auch wenn jemand ausgefallen wäre.

Muss man sich so etwas bieten lassen?

Vielen Dank für die Antwort

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kontakt@ohne-schaden.de am 27.11.2019 16:46

Diese Art der persönlichen Erniedrigung ist nachvollziehbar und nicht zu rechtfertigen. Der Makler handelt im Interesse von Mieter und Vermieter; er hätte nur im Vorfeld das recht, Ihnen zu sagen, dass eine Mietvertrag wegen zu geringer Einkünfte nicht möglich sei. Wenn man Sie nicht im Haus haben möchte, dann suchen Sie ihr eigenes Heim. Aktuell können Sie tatsächlich mit der Wohnungsmiete eine eigene Immobilie finanzieren. Finden Sie für sich positives Ergebnis aus so viel Ungemach - finden Sie Ihre Immobilie!


Immowelt-Redaktion am 26.09.2018 09:07

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wir können Ihren Ärger verstehen. Sollten Sie Verstöße gegen die Datenschutzgesetze vermuten, können Sie dies dem Datenschutzbeauftragten des jeweiligen Bundeslandes melden. Dagegen haben Sie leider bei unverschämten Bemerkungen kaum eine Handhabe gegen den Vermieter oder Makler. Er kann letzten Endes frei entscheiden, an wen er eine Wohnung vermieten möchte.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Bea. am 30.10.2018 18:17

Dass ist ja das "Letzte " ein Grund zum Auswanderung. Solche Vermieter dürfte es erst gar nicht geben ! Ist doch unter jeglicher Würde ! Wie weit dürfen Vermieter denn noch gehen ? Nicht zu fassen ! Gehört in den Medien !

Topper am 12.09.2018 17:01

Hallo,

zunächst möchte ich mich für die ganzen ausführlichen Informationen bedanken, die man auf dieser Plattform bekommt. Das hilft mir bei meiner aktuellen Wohnungssuche sehr.

Nun habe ich gelesen, dass es nicht zulässig ist, wenn Vermieter alle möglichen Unterlagen vorab von mir Verlangen. Wenn ich ich den Vermieter jetzt aber darauf hinweise (oder es nicht mache und einfach nur die zulässigen Unterlagen sende), bin ich bereits draußen und kann mir die Wohnung abschminken. Das heißt also, die meisten halten sich einfach nicht daran und man kann nichts dagegen machen.

An wen kann ich mich denn wenden, wenn ein Inserat zum Beispiel folgende Anforderungen enthält:

Erforderliche Unterlagen:

-Selbstauskunft

-Ausweiskopie Vorder- und Rückseite

-Letzte 3 Gechaltsabrechnungen

-SCHUFA Auskunft

Unvollständige Bewerbungen werden nicht berücksichtigt!

Vielen Dank für eine kurze Info!

Gruß, Marcel

auf Kommentar antworten

Thilo Heinrichs am 09.12.2018 17:02

Einfach eine Fake-Mailadresse mit Fake-Namen erstellen, den Vermieter damit über aktuelles Recht aufklären und bei Nichtachtung mit Anzeige der Ordnungswidrigkeit drohen.

LG


Immowelt-Redaktion am 13.09.2018 09:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die zuständige Stelle hierfür ist der Datenschutzbeauftragte des jeweiligen Bundeslandes.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Markus am 03.08.2018 20:19

Kann man ein Selbstauskunft Formular bei Ihnen herunterladen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.08.2018 09:55

Hallo Markus und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein solche Dokument bieten wir leider aktuell nicht an, nein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mr. JBL am 29.07.2018 19:01

Hallo Immowelt-Team,

zunächst einmal vielen Dank für die - in meinen Augen zumindest - gut aufgearbeitet Thematik DSGVO, in Verbindung mit Vermietung von Immobilien. Ich beschäftige mich jetzt seit ein paar Tagen mit der Thematik und muss mittlerweile feststellen, dass es recht schwer ist, fundierte Aussagen / Informationen zu diesem Thema zu finden – von daher, DANKE!

Meine Ausgangslage: Wir haben in einem Ballungsgebiet im Süden von Deutschland 2 Objekte in einem Haus erworben, welche wir gern schnellstmöglich vermieten wollen.

Aus diesem Grund hätte ich ein paar Fragen und hoffe auf die Expertise des Immowelt-Teams, bzw. Community.

Sofern ich alles richtig verstanden habe, starte ich, indem ich einen Text, relevante Informationen und ein paar Bilder auf einem Portal (zum Beispiel Immowelt) für einen temporären Zeitraum veröffentliche. Innerhalb dieses Zeitfensters wird sich eine gewisse Anzahl an Interessenten auf die Wohnungsanzeige bewerben – in besagtem Ballungsgebiet auch gern mal im mittleren/oberen 3-stelligen Bereich, je nach Zimmeranzahl/Wohnungsgröße, bzw. konkreter Lage.

Da wir nicht mehrere Tage für Einzelbesichtigungen zeitlich investieren können, bzw. wollen, bleibt somit nur als Lösung der Sammelbesichtigung – hurra…

Frage 1: Eine verpflichtende Vorabanmeldung der Interessenten für diesen Termin mittels Name und Kontaktdaten (E-Mailadresse) ist trotz DSGVO nach wie vor möglich – korrekt?

Frage 2: Wann darf nach dem Einkommen des Kandidaten gefragt werden? So wie ich den Text verstanden habe, erst in Phase 2 – der Vertragsanbahnung; nachdem nach der Besichtigung kundgetan hat, dass er die Wohnung anmieten will? Ist das korrekt?

Frage 3: Sofern Frage 2 mit „ja“ beantwortet wurde, besteht die Möglichkeit diesen Punkt irgendwie zu umgehen? Meine Argumentation: Da ich alle wichtigen Informationen (Lage, Ausstattung, Energieausweis, finanzielle Modalitäten, etc.) bereits vorab kundgetan hat, der potenzielle neue Mieter sich auf Basis dieser auf die Wohnung bewirbt, bin ich der Meinung, dass der Prozess einer Geschäftsanbahnung sich bereits in Bewegung gesetzt hat und somit dem Verkäufer (Vermieter) das Recht zusteht, die Bonität zu überprüfen.

Frage 4: Ich habe die Wohnung auf dem Portal ausgeschrieben und einen Termin für die Sammelbesichtigung festgelegt: Was muss ich dann machen, damit ich mich konform nach der DSGVO verhalte? Muss ich dann von allen Interessenten mir eine Erlaubnis unterschrieben lassen, dass ich ihre Daten im Rahmen des Auswahlprozesses verarbeiten/auswerten darf? Muss dann da ein Passus hinein, dass die Daten nach der Entscheidung gelöscht werden? Sollte dieser Passus in eine Absage mit hinein?

Frage 5: Nach der Auswahl von ein paar interessanten Kandidaten ist man wohl gezwungen step-by-step diese zu kontaktieren, da man nicht von (bspw. allen 5) die Einkommensnachweise auf einmal verlangen darf – korrekt so?

Frage 6: Der neue Mieter wurde gefunden und der Mietvertrag wurde ausgefüllt und steht zur Unterzeichnung bereit. Welche Daten – neben Vor- und Nachnamen – dürfen zur zweifelsfreien Identitätsfeststellung des unterzeichnenden noch mit in den Vertrag aufgenommen werden? Datum Geburt und Geburtsort? Wie schaut es mit Mobilfunknummern als Notfallkontakt aus? Möglich?

Welche durch den Mieter eingereichten Dokumente dürfen – ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Mieters – während des Mietverhältnisses gespeichert werden? Muss bereits im Mietvertrag drinstehen, an wen die Daten des Mieters weitergegeben werden (z.B. Ablesefirma, etc.)?

Allgemeine Fragen:

„Die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses geht den Vermieter hingegen nichts an“ – impliziert das ebenso die Fragen ob das Beschäftigungsverhältnis befristet ist und/oder ob sich der potentielle Bewerber noch in der Probezeit befindet?

Darf man zur zweifelsfreien Feststellung der Identität des Bewerbers eine Kopie dessen (Personal-)Ausweises verlangen? Hierzu steht nichts in Ihrem Text drin?

Wenn man gern eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung hätte, diese aber nicht verlangen darf, kann man diese bspw. unter dem Punkt sonstige Unterlagen in der Selbstauskunft erwähnen, mit dem Zusatz „freiwillig“, ohne gegen die DSGVO zu verstoßen – zum Beispiel: Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des aktuellen Mieters (freiwillige Abgabe)

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Immowelt-Redaktion am 30.07.2018 12:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bitte beachten Sie, bevor wir auf Ihre Fragen eingehen, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Gerade im Hinblick auf die DSGVO gibt es noch zahlreiche rechtliche Unklarheiten, die in den kommenden Jahren wohl die Gerichte beschäftigen werden. Insofern müssen wir Sie darauf hinweisen, dass Sie rechtlich verbindliche Auskünfte nur direkt von einem Fachanwalt oder von einem Eigentümerverband wie Haus & Grund erhalten. Nun zu Ihren Fragen:

1. Ja, tatsächlich ist eine Vorabanmeldung zu einem Besichtigungstermin nach wie vor wie gehabt möglich.

2. Korrekt. Erst im Zuge der Vertragsanbahnung dürfen Makler oder Vermieter nach dem Einkommen fragen.

3. Wann die Vertragsanbahnung tatsächlich beginnt, ist natürlich teilweise Interpretationssache. Aus unserer Sicht ist das von Ihnen beschriebene Vorgehen nicht möglich, beziehungsweise zumindest stark risikobehaftet.

4. Die DSGVO regelt, dass die Datenverarbeitung immer dann gestattet ist, wenn die Verarbeitung der Daten für die Erfüllung eines Vertrages oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich ist. Etwa, wenn ein Vermieter oder Makler im Zuge einer Wohnungsbesichtigung gewisse Daten erhebt. Eine gesonderte Erlaubnis ist in diesem Fall also nicht nötig. Eben weil es, wie eingangs erwähnt, noch einige rechtliche Unsicherheiten gibt, sichern sich viele Unternehmen derzeit allerdings ab, indem Sie sich noch einmal zusätzlich eine Erlaubnis zur Datenverarbeitung unterzeichnen lassen. Leider können wir Ihnen hier aktuell kein Patentrezept an die Hand geben.

5. Das könnte man so interpretieren, ja. Auch hier gilt aber: Abschließende Sicherheit werden in Zukunft erst Gerichtsentscheide bringen.

6. Aufgrund besagter Rechtsunsicherheit können wir leider keine abschließende und vollständige Liste jener Daten anbieten, die Makler oder Vermieter verarbeiten dürfen. Die DSGVO regelt hier lediglich sehr allgemein, dass nur solche Daten erhoben werden dürfen, die für die Vertragserfüllung notwendig sind. Welche das sind, ist leider weitgehend Interpretationssache. Eine Telefonnummer zur Kontaktaufnahme (beispielsweise bei anstehenden Reparaturarbeiten) dürfte aber eher zu den notwendigen Daten gehören als beispielsweise der Geburtsort oder der Familienstand.

Ob eine Frage nach einer Befristung des Beschäftigungsverhältnisses oder nach der Probezeit zulässig ist, ist ebenfalls Auslegungssache. Datenschützer würden das sicher verneinen, Vermieter oder Makler würden argumentieren, dass sie ein berechtigtes Interesse daran haben, zu wissen, ob der Job ihres potenziellen Mieters auch sicher ist. Ein Urteil in letzter Instanz gibt es hierzu bislang nicht.

Eine Kopie des Personalausweises dürfen Vermieter unserer Auffassung nach nicht einbehalten, schlicht weil das Dokument Daten enthält, die nicht zur Vertragserfüllung notwendig sind, beispielsweise Körpergröße oder Augenfarbe.

Zur Mietschuldenfreiheitsbescheinigung: Es kommt hier nicht darauf an, ob in den Unterlagen vermerkt wird, ob diese freiwillig dem Vermieter übergeben wurde. Entscheidend ist allein, ob das auch tatsächlich so war. Der Vermieter kann eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung also nicht pauschal verlangen.

Beachten Sie abschließend noch einmal, dass unsere Informationen keine Rechtsberatung darstellen oder diese ersetzen können. Wir hoffen dennoch, Ihnen ein bisschen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

kirikiki81 am 12.06.2018 17:09

Hallo,

darf mich der Vermieter in der Selbstauskunft nach Krediten fragen und nach der monatlichen Belastung / Restbetrag?

Muss ich hier korrekte Angaben machen, ich habe einen kleinen Privatkredit aber das geht ja eigentlich nieman etwas an finde ich. In der Schufa Auskunft sieht er diese ja auch nicht oder ?

Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.06.2018 09:23

Hallo kirikiki81,

vielen Dank fr Ihren Kommentar. Ein Vermieter darf in der Selbstauskunft nur solche Fragen stellen, die essentiell dafür sind, ob der Mietinteressent als Mieter in Frage kommt. Angaben zu einem nicht notleidenden Ratenkredit gehören nicht dazu. Ein Mieter kann vor Abschluss des Mietvertrags eine Mieterselbstauskunft z. B. der Schufa vorlegen, um seine Bonität zu belegen; diese enthält aber nur sehr wenige Daten und schon gar nicht über laufende Kredite, sondern nur die Info, dass die Bonität stimmt. Mehr geht den Vermieter nichts an.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

wiemken1 am 25.04.2018 12:19

Darf ein Vermieter auf Grund des Alters, wenn alles Andere stimmt, die Wohnung verweigern.

Das passiert uns sehr oft.

Danke.

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Immowelt-Redaktion am 25.04.2018 13:42

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das ist laut Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz nicht gestattet, nein. Es gibt jedoch Ausnahmen, etwa dann, wenn ein Vermieter eine heterogene Mieterstruktur erhalten möchte und nur aus diesem Grund bestimmte Bevölkerungsgruppen anderen vorzieht. Im Streitfall müsste der Mieter zudem nachweisen können, aus Altersgründen diskriminiert worden zu sein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Maria M. am 16.02.2018 12:56

Hallo!

Haben eine neue Wohnung über Bekannte als Vormieter bekommen. Der Vermieter ist mit unserem Einzug soweit einverstanden, hat allerdings den Mietepreis noch nicht festgelegt. Wir wissen nur den Mietpreis der Vormieter. Wir sollen nun eine Selbstauskunft mit Angaben zum Einkommen ausfüllen. Ist das zulässig?

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Immowelt-Redaktion am 16.02.2018 14:44

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

im Zuge des unmittelbar bevorstehenden Vertragsabschlusses dürfen Vermieter Nachweise über die Einkommensverhältnisse der Mieter verlangen, ja.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

E. Kalus am 02.08.2017 15:00

Sehr gut das zu wissen.

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Dogo am 27.06.2017 11:28

Eine Frage die ich noch hätte; muss ich über ein begristetes Arbeitsverhältnis informieren? Ich bin im sozialen Bereich und habe eigentlich keine Schwierigkeiten nahtlos in eine neue Stelle zu gehen. Aber wie ist das mit der Selbstauskunft? Muss ich da Wahrheitsgemäß antworten oder flunkern?

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Immowelt-Redaktion am 27.06.2017 11:33

Hallo Dogo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

uns ist aktuell kein Gerichtsurteil bekannt, dass sich schon einmal mit dieser Frage beschäftigt hat. Im Allgemeinen geht die Rechtsprechung aber davon aus, dass der Mieter bei allen Fragen nicht lügen darf, die für den Vermieter zur Wahrung seiner Interessen tatsächlich von Relevanz sind. Darunter könnte die Frage, ob ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis vorliegt, fallen. Auch weil diese Frage aber abschließend nicht geklärt ist, würden wir stark davon abraten, hier zu lügen. Vielleicht hilft es ja schon, wenn Sie auch dem Vermieter erläutern, dass Sie bei Ihren bisherigen befristeten Arbeitsverhältnissen nie Schwierigkeiten hatten, eine neue Stelle zu finden.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Dogo am 27.06.2017 11:37

Danke schön für die Antwort :)

Ja der Umzug dient eben unter anderem einer Jobsuche. Deshalb war ich etwas gespalten was das angeht.

Happy am 03.04.2017 20:01

Wie sieht es mit der Frage zur voraussichtlichen Mietdauer aus? Wenn man ehrlich ist und nur 1 Jahr dort wohnen möchte, bekommt man nie eine Wohnung, weil alle lieber langfristige Mieter suchen. Darf man bei der Frage lügen?

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kashmirsaphir am 23.07.2017 09:19

Ehrlichkeit wehrt am längsten. (Ein Vermieter)

Jeder Ein- und Auszug kostet den Vermieter im Schnitt 1500€. Diese Kosten kommen zustande, da er nach Ihrem Auszug die Wohnung in Stand setzen muss und sich erneut um eine Neuvermietung kümmert. Wenn Sie nach 1 Jahr wieder ausziehen, prellen Sie den Vermieter um rund 3000€, da er in Sie ebenfalls vor einem Jahr 1500€ investierte und nach Ihrem Auszug nochmals investieren muss.

Fae am 26.01.2017 08:38

@DGG: Ums kurz zu machen..

Ich unterstütze die Aussage von ihnen "gleiches Recht für alle".

Aber renovieren sie mal einen Neubau nach dem Auszug des Mieters. Das tut nicht nur finanziell weh! (Herausgerissene Türzargen, durchgeschnittene Rollobänder, Abgeschlagener Putz und die Fäkalien an Böden und Wänden...)

Fazit:

Zukünftig werde ich mein Recht ausschöpfen und nicht mehr nur auf den "netten" Eindruck achten. Schwarze Schafe gibt es bedauerlicherweise auf beiden Seiten, aber als Mieter kann man wenigstens die Flucht ergreifen ohne an den Rand des finanziellen Ruin getrieben zu werden...

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helga praedel am 06.07.2020 13:03

Ich gebe Ihnen ja sooo recht - aus eigener Erfahrung!!!!!

DGG am 11.10.2016 14:46

[Kommentar gelöscht, Anm. d. Red.]

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DGG am 13.10.2016 13:53

Guten Tag,

warum sollt es mich wundern, wenn die Lobby die Wahrheit nicht an die Öffentlichkeit tragen will - auch in Ihrer Reaktion zeigen Sie, dass der Mieter keinerlei Rechte hat und Gesundheit bei der Frage an den Vermieter irrelevant ist - ist eine "Vermieterselbstauskunft" so abwegig, wenn es eine Mieterselbstauskunft gibt ?

Warum soll der Mieter nicht gleiche Inhalte vom Vermieter erhalten dürfen, die von ihm gefordert werden ? Gilt nicht: "Vor dem Gesetz sind alle gleich" ?

Warum werden immer nur die Mieter benachteiligt und müssen einen "Seelenstrip" machen müssen ?

PS: Warum wird der werbende Charakter des Kommentars von "mfG Immobilienstudio Eberhard Haberlach" nicht gelöscht ? Liegt hier keine Werbung bereits in dem Namen vor ?

Handeln Sie mit 2-erlei Sichtweisen ? ..wieder zum Nachteil von Mietern ? Wahrheit nein - Lüge ja ?

Sie sind leider nicht neutral, dafür aber parteiisch! Schade!


Immowelt-Redaktion am 12.10.2016 15:19

Hallo DGG,

wir behalten uns vor, auf unserer Plattform Kommentare zu löschen, die werblich sind, nicht in Zusammenhang zum Thema des Artikels stehen oder einen beleidigenden Inhalt haben. Ihr Kommentar war werblich und stand nicht in Zusammenhang mit der Mieterselbstauskunft, um die es in diesem Artikel geht. Wir haben ihn daher gelöscht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

charmed am 05.10.2016 12:19

Was ist mit der Bonität, sie ist keine Garantie.. Denn wenn ich jetzt einen Job habe und trotzdem arbeitslos werde,beziehe ich auch Harzt 4..Und das garantiert auch nivht das ich die Miete zahlen kann....Oder warum bekommt eine schwangere keine Möglichkeit eine Wohnung zu bekommen, nur weil sie in der Zeit kein Einkommen hat?!!! Aber dafür die Garantie vom Jobcenter pünktlich regelmäßig die Miete bezahlt und sogar an den Vermieter direkt bezahlt zu bekommen. Das ist die sicherste Alternative.... Aber nein da hört man ausreden...Wir wollen keine Kinder,nicht vom Amt bezahlt werden.es stimmt es gibt Mietnomaden, aber bitte..werte Vermieter hört endlich auf alle Mietinteressenten über einen Kamm zu ziehen....Auch ihr habt in eurer Branche Schwarze Schafe.... Entscheidet doch auch mal mit Herz....

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charly am 07.11.2018 15:09

hallo, das Problem ist ja, dass manche(wir) Vermieter eine Immmobilie zur Altersrente brauchen. Und mit Herz haben wir in den letzten 4 Jahren 3 mal vermietet und sind jedesmal auf die Schnauze gefallen.


Cico am 14.11.2018 08:05

Man wünscht sich die Situation umgekehrt.

G@be es zuviele Wohnungen müssten sich die Vermieter anbiedern.

Es ist eine Farce hier in Deutschland eine Wohnung zu bekommen.

Demütigend und Erniedrigend.

Aber so einfach ist das eben ...wer das Geld hat,hat die Macht,wer die Macht hat ,hat das Recht.

Ihr armen armen Vermieter......


Dirk am 27.04.2018 05:31

Dem Empfänger von Leistungen aus dem ALG 2, wie die Kostenübernahme der Miete, steht es jederzeit frei, die Abtretung der direkten Mietzahlung an den Vermieter zu widerrufen. Somit kommt das Geld auf das Konto des Leistungsempfängers. "Sicherste Alternative"(?). Da wäre ich mir nicht sicher.....


Makel am 12.10.2016 06:24

Also ich würde als Vermieter die Orthographie und Grammatik meines potenziellen Mieters testen wollen. Wer da versagt, versagt auch im Leben und kann dann seine Miete nicht zahlen. Sie kämen somit nicht in Frage.


anonym2 am 05.10.2016 13:38

Auf das Herz zu hören, ist schön und gut - aber bitte nicht, wenn es um Werte von um manchmal auch mehrere 100.000 EUR geht (=Wert der Wohnung)...

Wenn jemand arbeitslos wird, bezieht er erst einmal 1 Jahr lang Arbeitsllosengeld. Erst danach käme AlgII infrage. Oft hat man bis dahin aber längst wieder eine neue Arbeit gefunden.

Auch ist die Mietzahlung übers Jobcenter keinesfalls garantiert - sobald der Mieter im Clinch mit dem Jobcenter steht, kann als Maßnahme auch die Mietzahlung durchs Jobcenter jederzeit gekürzt/gestrichen werden - oder der Mieter widerruft einfach seine Zustimmung zur Direktüberweisung.

Noch kann ein privater Vermieter selbst entscheiden, wem er sein Eigentum vorübergehend (gegen Mietzahlung) überlässt - unddas ist gut so....

Du solltest dich ggf. an die Wohnungsbaugenossenschaften wenden....

Gruß,

anonym2

Hinweis: nur meine unverbindliche, persönliche Meinung


charmed am 05.10.2016 14:06

Ich gebe dir recht...der Wert einer Wohnung ist wichtig... Aber es gibt auch Menschen die nach alg 1 keinen Job mehr bekommen, z.b.frauen die Kinder bekommen haben,weil die meisten Arbeitgeber keine Frau einstellen mit Baby ..Auch gibt es Menschen die haben einen Job und bezahlen trotzdem keine Miete, weil sie andere Prioritäten haben..auch gibt es viele die keinen Job finden nach dem Alg 1 Jahr und da würde man ins ALG2 rutschen... Und nicht jeder hat clinch mit jobcenter...Es ist richtig das der Vermieter entscheiden kann,aber dann sollten sich Vermieter und Hausverwaltung auch einig sein...Nicht daß Hausverwaltung sagt es ist kein Problem das die Miete vom Jobcenter kommt und der Vermieter sagt er will nicht vom Jobcenter Geld haben... Und auch die wohnungsgenossenschaft hat ihre Meinung über bestimmte Personenkreise( junge Leute,schwangere) . Ich bin nicht rechts,aber trotzdem bekommen unsere neuen Mitbürger sofort und ohne Probleme eine Wohnung...Und unsereins ohne mietschulden nur leider mit wenig Einkommen, trotz zwei Jobs, bekommt keine...

Trotzdem danke für deine Meinung bzw Antwort

mfG Immobilienstudio Eberhard Haberlach am 05.10.2016 11:48

Kleintiere sind nicht nur Fische sondern auch Ratten, Hamster und Mäuse. Die stören zwar nicht den den Hausfrieden von der Lautstärke her können aber einen bestialischen Gestank verursachen, der zu erheblicher Geruchsbelästigung führt.

Empfehlung: Aufnahme des folgenden Satzes im Mietvertrag unter“ sonstige Vereinbarungen“:

jegliche Tierhaltung- auch Kleintierhaltung- ist mit dem Vermieter abzustimmen.....

und dann zu den “ normalen “ Haustieren...

der Mieter sagt aus, er habe einen Hund (oder eine Katze).

im Mietvertrag sollte vermerkt sein.... “ dem Mieter ist erlaubt, einen Hund (Rasse) zu halten.

ich habe schon erlebt, dass der Mieter dann aufgrund des einfachen Vermerkes " Hundehaltung erlaubt " mit 3 Hunden Leonberger eingezogen ist.

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ScheißVermieter am 14.11.2018 14:22

Deshalb immer lügen. Ein Vermieter sollte kein Recht habe, nach dem Haustier zu fragen, sofern es sich nicht um drei Leonberger handelt. Wenn ein Mensch nicht duscht oder hygienisch ist, stinkt er genauso.

Ich habe beispielsweise zwei ungiftige Schlangen, die hinter einem Metallschloss im Terrarium verriegelt sind. Trotzdem gibt es einige Menschen, die sich wegen zwei ungefährlichen Seilen in die Hose pissen und mir eine Wohnung verwehren. Das ist einfach nur assozial und dumm. Da geht mir ehrlich gesagt die politische Korrektheit auch am Arsch vorbei.

katze am 09.06.2016 20:41

und wer garantiert das die Vermieter Ihren Verpflichtungen nachkommen ? Es wird so oft von Mietnomaden geschrieben ...stimmt die gibt es mit sicherheit. Jedoch wo bleibt der Mensch ...der Sozial schwach gestellt ist ..der Hartz 4 bezieht .......diese Menschen beziehen nicht ohne Grund ...Aufstockung ...Grundsicherung , sind dieses Minderwertige Menschen ........ Welcher Vermieter legt die Karten auf den Tisch , das er gerne Geld mit Mietern macht !

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Hund am 07.01.2018 22:53

Nicht jeder Vermieter ist ein Reicher Mann oder Frau. Ich habe das zweifelhafte Glück ein Haus mit zwei Wohneinheiten zu besitzen. Nach über 100 Jahren, das das Haus alt ist, habe ich das die zweite Wohnung für 60.000€ Saniert. Geld, dass ich nicht habe und mit teuer von der Bank leihen muß.

Mein Gehalt (Denn ich muß arbeiten gehen) reicht nicht für alles aus. Den Umbau habe ich über ein Jahr selbst gemacht. Neben Familie und Arbeit.

So bin ich auf die Einnahmen angewiesen und ehrlich gesagt, ist mir das Schicksal meiner Familie überaus wichtiger als das eines Mieters. Ich bin nicht das Sozialamt, wer nicht zahlt muß gehen. Und wer mein Eigentum kaputt macht, muß es mir ersetzten!


BKaG am 05.10.2016 18:38

ICH BIN AUCH DIE GRUNDSICHERUNG WEIL ICH EINE KL RENTE BEKOMME UND HABE HUND UND KATZE, BEKOMME KEINE WHG,SUCHE SCHON ÜBER EINEM JAHR,ABER NUR ABSAGEN,AUCH WEIL ICH NOCH 3 JAHRE LANG IN DER SCHUFA STEHE,WEGEN MEINES EX-FREUND,DER MICH AUSGENUTZT HAT. OBWOHL MEINE TOCHTER FÜR MICH BÜRGEN WÜRDE,BEKOMME ICH KEINE CHANCE AUF EINE WHG.

vandes50 am 08.06.2016 12:07

Nach dem Beschluss der Aufsichtsbehörden für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich vom 22. Oktober 2009 dürfen Vermieter erst dann eine Auskunft zu einem Mietinteressenten bei einer Auskunftei einholen, wenn der Abschluss des Mietvertrags mit diesem Bewerber nur noch vom positiven Ergebnis einer Bonitätsprüfung abhängt.

Es dürfen dabei nur folgende Datenkategorien nach Darlegung eines konkreten berechtigten Interesses an Vermieter übermittelt werden, sofern diese Daten zulässigerweise an die Auskunftei übermittelt bzw. von dieser erhoben wurden:

– Informationen aus öffentlichen Schuldner- und Insolvenzverzeichnissen;

– sonstige Daten über negatives Zahlungsverhalten, bei denen die dem jeweiligen Eintrag zugrunde liegende Forderung noch offen ist oder – sofern sie sich zwischenzeitlich erledigt hat – die Erledigung nicht länger als ein Jahr zurückliegt und

– eine Bagatellgrenze von insgesamt 1.500 € überschritten wird.

Die Übermittlung von Scoringwerten an Vermieter ist unzulässig, sofern darin andere als die oben genannten Daten verwendet werden. Vermieter dürfen bei einer Auskunftei – was in der Praxis jedoch größtenteils nicht beachtet wird – weitergehende als die oben genannten Daten grundsätzlich auch nicht im Wege einer Einwilligung des Mietinteressenten erheben. Auch die Vorlage einer Selbstauskunft darf vom Mietinteressenten nicht verlangt werden.

Einen konkreten Einkommensnachweis muss der Mieter erst dann vorlegen, wenn es bereits zu einer positiven Entscheidung über die Begründung des Mietverhältnisses gekommen ist.

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EinseitigeSichtweise am 14.11.2018 14:35

@kashmirsaphir

Ich stimme Dir zu, der Vermieter trägt ein sehr hohes Risiko im Vergleich zum Mieter. Gerade im Falle einer Mietnomade kann sich das ganze auch über Jahre hinweg erstrecken.

ABER:

"Und welches Risiko übernimmt der Mieter? Keins! Er geht ein Versprechen ein, aber er geht kein Risiko ein. " Das ist ganz klar der größte Schwachsinn den ich zu diesem Thema gelesen habe.

Umzüge kosten den Mieter auch viel Geld. Aber abgesehen davon stand ich des Öfteren im Streit mit meinen Vermieter, da er sich zu fein ist, nach zwei Neuen Mietern eine größere Mülltonne zu beantragen. Aus so einem kleinem Thema wird dann über Monate hinweg ein Elefant draus und belastet den gesamten Alltag. Ja, man hat keinen direkten finanziellen Verlust, aber die Belastung im Alltag grenzt einige Erfolge aus (nicht messbar heißt nicht, dass es keinen Schaden gibt).

Naja man lernt dazu: Meine Regel sind

1. Deutsche Vermieter sind mit Vorsicht zu genießen

2. Wohnt ein deutscher Vermieter direkt unter der zu vermietenden Wohnung: Schnell das Weite aufsuchen

3. Wohngenossenschaft > deutsche privat Vermieter

[Kommentar gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich, Anm. d. Red.]


kashmirsaphir am 23.07.2017 10:43

Ehrlichkeit währt am längsten. (Ein Vermieter)

Jeder Ein- und Auszug kostet den Vermieter im Schnitt 1500€. Diese Kosten kommen zustande, da er nach Ihrem Auszug die Wohnung in Stand setzen muss und sich erneut um eine Neuvermietung kümmert. Wenn Sie nach 1 Jahr wieder ausziehen, prellen Sie den Vermieter um rund 3000€, da er in Sie ebenfalls 1500€ investierte.

Antwort eines Vermieters,

1. Eine Selbstauskunft wird vom Interessenten verlangt, wenn er sich für die Wohnung INTERESSIERT! Es bleibt ihm selbst überlassen, ob er sie ausfüllen möchte oder nicht. Wenn nicht, interessiert er sich auch nicht für die Wohnung. So sehe ich das.

2. Die Bonität des Mieters weist er natürlich selbst nach. Was man behauptet, muss auch nachweisbar sein. Nicht der Vermieter kümmert sich um den Nachweis, sondern der Mieter legt diesen vor, ist doch klar. Dabei kann der Mieter selbstverständlich eine "positive Entscheidung über das Mietverhältnis" erhalten. Doch letztendlich unterschreibt der Vermieter den Mietvertrag als Zweiter.

Ein Mietvertrag ist wie ein Heiratsvertrag. Er basiert auf Vertrauen. Wenn ein Mieter seine Miete nicht zahlen kann, aus welchen Gründen auch immer, so sitzt der Vermieter mit im Boot. Der Vermieter trägt das Risiko, so ist das nun mal. Er bietet dem Mieter ein Dach über dem Kopf, das er ohne ihn nicht hätte. Schlafen sie mal draußen unter freiem Himmel. Das macht 4 Wochen Spaß, danach nicht mehr. Damit dieser Mensch ein Dach über dem Kopf hat, waren im Vorfeld hohe Risiken und Investitionen nötig, im Schnitt 70.000€. Die Teilabzahlung legt der Risiko bereite Mensch vertrauensvoll in die Hände des Mieters und teilt abermals sein Risiko und die Verantwortung. Und welches Risiko übernimmt der Mieter? Keins! Er geht ein Versprechen ein, aber er geht kein Risiko ein.

Eine Bank fragt nicht, woher die Ratenzahlungen kommen. Ein Vermieter ist im Grunde ein Geldeintreiber für die Banken, die auf Darlehn Zinsen verlangen für Geld, das sie selbst erfunden haben (Giralgeld). Wer das Geldsystem versteht, müsste eigentlich sofort seine Arbeit niederlegen und dagegen demonstrieren. Die Banken tragen auch kein Risiko, denn machen sie einen Verlust, weil Ratenzahlungen durch Vermieter nicht bedient werden, annullieren sie einfach das erfundene Darlehn aus ihren Bilanzen. Frei erfundenes Geld wird vernichtet und die Bilanz steht wieder auf null.

Fazit: Der Vermieter trägt als Einzelner die Risiken gegenüber dem erfundenen Darlehn an die Bank und gegenüber dem Mieter, der die Wohnung (das vorher investierte Kapital des frei erfundenen Geldes der Bank) abnutzt. Ein Vermieter ist somit „Vermittler“ zwischen beiden auf Jahre. Und mit der Reduzierung des Darlehns wird er immer mehr der Vermittler zwischen dem Finanzamt und dem Mieter. Im Schnitt gehen 28% der KM an die Firma "Finanzagentur GmbH". (Das Finanzamt ist eine eingetragene Firma bei der U.P.I.K. und nicht staatlich!) Weiter 35% der KM fließen zurück in die Immobilie, damit die Abnutzung refinanziert wird. Und weitere 20% der KM decken Hypotheken für größere Investitionen oder Ansparungen für Modernisierungen. Die Ansprüche sind enorm gestiegen. Und dann können Sie sich ausrechnen, wie hoch das „Gehalt“ und der Gewinn eines Vermieters sind. Denn keiner arbeitet umsonst, Sie auch nicht. Und nun fragen Sie sich mal, wer tatsächlich an Ihrer Miete verdient, ohne eine Gegenleistung zu erbringen?