Mietvertrag: Vorsicht Fallen

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Wer einen Mietvertrag voreilig unterscheibt, ohne ihn gründlich zu lesen, dem können viele Nachteile entstehen. Das sind die sieben häufigsten Fallen im Mietvertrag.

Fallen im Mietvertrag, Mann hat Vertrag in der Hand und schaut kritisch auf einen Laptop, Foto: fizkes / stock.adobe.com
Bevor ein Mietvertrag unterschrieben wird, sollte er gründlich gelesen werden, um böse Überraschungen im Nachhinein zu vermeiden. Foto: fizkes / stock.adobe.com

Gerade in Ballungsgebieten ist die Wohnungssuche oft nicht einfach. Ist die passende Mietwohnung gefunden, lässt die Freude darüber so manchen unvorsichtig werden und er unterschreibt nahezu blind den Mietvertrag.

Genau davor warnt Gunther Geiler , Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes (DMB) in Nürnberg: „Mit einer vorschnellen Unterschrift unter einem ungeprüften Mietvertrag hat der Mieter im Nachhinein vielleicht einen fatalen Fehler gemacht.“ Denn: viele vertragliche Vereinbarungen sind zwar rechtlich in Ordnung, aber schlecht für den Mieter. Je nach Klausel können dem Mieter Kosten und Pflichten auferlegt werden, die er so noch nicht auf dem Schirm hat. Auf diese Fallen sollten Mieter deshalb achten:

Falle 1: Kündigungsverzicht vereinbart

Fallen im Mietvertrag, Umzugskartons stehen in einer leeren Wohnung, Foto: Patrick Daxenbichler / stock.adobe.com
Will ein Mieter trotz Kündigungsverzicht, muss der Vermieter ihn nicht vorzeitig aus dem Mietverhältnis entlassen. Foto: Patrick Daxenbichler / stock.adobe.com

Wer einen Mietvertrag mit gegenseitigem Kündigungsverzicht unterschreibt, verpflichtet sich dazu, seine Wohnung eine bestimmte Zeit lang nicht zu kündigen, kann in diesem Zeitraum aber auch nicht zum Beispiel wegen Eigenbedarfs gekündigt werden. Dr. Klaus Lützenkirchen , Fachanwalt für Mietrecht in Köln, erklärt: „Der Mietvertrag wird für die vereinbarte Dauer von bis zu vier Jahren unkündbar.“

Geiler vom Mieterbund erklärt: „Die Kündigung ist ein existentielles Recht, das sich niemand beschneiden lassen sollte, der sich nicht sicher sein kann, die Wohnung für lange Zeit zu halten.“

Mieter sollten bedenken, dass es einige Kündigungsgründe gibt, die nicht vorhersehbar sind: ein neuer Job, Arbeitslosigkeit oder pflegebedürftige Eltern. Gerade in solchen Situationen hat der Mieter dann ein Problem, wenn er einem gegenseitigem Kündigungsverzicht zugestimmt hat. Geiler erklärt: „Raus zu kommen ist nur möglich, wenn der Vermieter geneigt ist. Er kann im Gegenzug Forderungen stellen, zum Beispiel die Zahlung einer Ablösesumme, um vorzeitig auszuziehen.“  Wenn der Vermieter jedoch nicht mit sich reden lässt, beleibt der Mietvertrag bis zum Ende des Kündigungsverzichts gültig und die Miete muss weiterhin bezahlt werden.

Will ein Mieter vorzeitig aus der Wohnung raus, so sollte er prüfen, ob der Kündigungsverzicht wirksam vereinbart wurde. Denn an diese Klauseln werden strenge Anforderungen gestellt. Laut geltender Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) sind folgende Faktoren für die Wirksamkeit des Kündigungsverzichts wichtig:

  • Es muss sich um einen beidseitigen Kündigungsverzicht handeln, eine Klausel, die nur dem Mieter die Kündigung untersagt, ist nicht wirksam.
  • Ist ein Staffelmietvertrag vereinbart, so darf der einseitige Kündigungsausschluss nicht über die ersten vier Jahre hinausgehen, ansonsten ist die Klausel unwirksam.
  • Der Kündigungsverzicht darf generell maximal auf vier Jahre vereinbart sein. Geht es darüber hinaus, ist die Klausel unwirksam.

Doch Achtung! Dies gilt nur bei sogenannten Formularklauseln. Wurde eine Individualvereinbarung mit dem Vermieter getroffen, kann sowohl ein einseitiger Kündigungsverzicht als auch eine längere Dauer als vier Jahre möglich sein. Derlei individuelle Vereinbarungen unterliegen jedoch so strengen Regeln, dass sie nur selten in Mietverträgen zu finden sind. Ein Hauptmerkmal ist, dass Mieter und Vermieter tatsächlich verhandelt haben und die Klausel nicht nur vorgelegt und abgenickt wurde.

Link-Tipp

Sie wollen raus aus dem Mietvertrag: Hier gibt es Informationen zu Kündigungsfristen und eine Muster-PDF für ein Kündigungsschreiben.

Falle 2: Staffelmiete vereinbart

Fallen im Mietvertrag, eine Frau holt einen 50-Euro-Schein aus einem Portemonnaie, Foto: sebra / stock.adobe.com
Bei einer Staffelmiete steigt die Miete zu festgelegten Zeitpunkten automatisch an. Foto: sebra / stock.adobe.com

ird im Mietvertrag eine Staffelmiete vereinbart, dann bedeutet das, dass die Miete zu festen Zeitpunkten automatisch um einen bestimmten Betrag steigt. Eine solche Mieterhöhung darf laut Gesetz höchstens einmal jährlich stattfinden und schließt weitere Mieterhöhungen, auch aufgrund einer möglichen Modernisierung, aus.

Wenn die Miete jedes Jahr steigt, die Finanzen des Mieters aber nicht, kann er mit der Zeit in finanzielle Not geraten. Der Geschäftsführer des Mieterbundes in Nürnberg warnt außerdem: „Oft ist die Staffelmiete auch mit einem Kündigungsverzicht verbunden.“ Wird der Mieter arbeitslos, kann ihn die Staffelmiete zusammen mit dem Kündigungsverzicht umso härter treffen.

Aber: Nicht jede Staffelmiete ist schlecht. Lützenkirchen meint: „Wo der Wohnungsmarkt angespannt ist, kann eine Mietstaffel von ein bis zwei Prozent im Jahr sogar von Vorteil sein.“ Denn wenn der Mieter keine Staffelmiete vereinbart hat und die ortsübliche Vergleichsmiete steigt, ist es möglich, dass die Standardmiete auf die vor Ort übliche Miete steigt. Eine solche Mieterhöhung muss der Mieter laut Bürgerlichem Gesetzbuch in der Regel hinnehmen (§ 558 BGB).

Falle 3: Betriebskosten zu niedrig angesetzt oder pauschal

Fallen im Mietvertrag, Frau sitzt mit einer Tasse Tee vor einer Heizung und hat die Füße auf der Heizung abgelegt, Foto: weixx / stock.adobe.com
Ist im Mietvertrag eine Betriebskostenpauschale vereinbart, kann es passieren, dass Mieter mehr bezahlen müssen, als sie verbraucht haben. Foto: weixx / stock.adobe.com

Zusätzlich zur monatlichen Nettokaltmiete müssen Mieter auch Betriebskosten zahlen. Dazu zählen zum Beispiel Ausgaben für Heizung, Strom, Wasser oder Hausmeisterdienste.

In der Regel begleicht der Mieter die Betriebskosten in Form einer monatlichen Vorauszahlung. Hat er am Ende des Jahres zu viel gezahlt, bekommt er das Geld wieder zurück. Hat er mehr verbraucht, als die Vorauszahlung abdeckt, muss er nachzahlen. Wer eine Vorauszahlung mit dem Vermieter vereinbart, sollte darauf achten, dass diese nicht zu niedrig angesetzt ist, weil sonst am Ende des ersten Abrechnungszeitraums das böse Erwachen und eine hohe Nachzahlung warten können.

Link-Tipp

Die Betriebskostenabrechnung ist da, aber Sie haben Zweifel an der Richtigkeit? Jetzt die Abrechnung in 8 einfachen Schritten prüfen!

Wenn der Mieter unterschreibt, dass er diese Kosten dem Vermieter nicht als Vorauszahlung, sondern als Betriebskostenpauschale zahlt, tappt er damit unter Umständen in eine andere Kostenfalle. Bei einer Pauschale muss der Vermieter keine Abrechnung erstellen, es gibt keine Nachzahlung und auch keine Rückerstattung. Ist die Betriebskostenpauschale zu hoch, wird sie zum Nachteil für den Mieter. Geiler erklärt: „Wenn der Mieter geringere Betriebskosten verursacht, bekommt er sein Geld trotzdem nicht zurück.“

Eher unwahrscheinlich, aber möglich ist jedoch auch, dass die Kostenpauschale vom Vermieter zu niedrig angesetzt wurde. In dem Fall profitiert der Mieter davon, weil er mehr verbraucht, als er bezahlen muss. Die Differenz muss in dem Fall der Vermieter übernehmen.

Link-Tipp

Auch wenn Vermieter Betriebskosten auf ihre Mieter umlegen dürfen, so ist doch längst nicht jede Formulierung im Mietvertrag klar und rechtens. Auf unserer Themenseite zu Nebenkosten & Betriebskosten haben wir alle Informationen zusammengefasst.

Falle 4: Wohnungsgröße ist unverbindlich angegeben

Fallen im Mietvertrag, Mann und Frau vermessen gemeinsam den Boden, Foto: iStock.com / didesign
Wohnung zu klein? Ohne verbindliche Größe im Mietvertrag ist eine Mietminderung nicht möglich. Foto: iStock.com / didesign

Wenn dem Mieter wichtig ist, dass die Wohnungsgröße stimmt, sollte er darauf achten, dass sie verbindlich im Mietvertrag steht. Nur wenn das der Fall ist, kann sich der Mieter auf sie berufen. Eine Größenangabe ist auch dann verbindlich, wenn sie im Vertrag nur ungefähr, in „ca.“, angegeben wird (BGH VIII ZR 144/09).

Wird jedoch beispielsweise der Zusatz „diese Angabe dient wegen möglicher Messfehler nicht zur Festlegung des Mietgegenstandes“ hinzugefügt, so gilt die Angabe, obwohl sie im Mietvertrag festgeschrieben wurde, als unverbindlich (BGH VIII ZR 306/09). In diesem Fall und auch wenn die Wohnungsgröße nur mündlich mitgeteilt wurde, kann der Mieter im Nachhinein keinen Ausgleich fordern. Das ist nur mit einer verbindlichen Angabe im Mietvertrag möglich.

Lützenkirchen erklärt: „Der Mieter muss nachweisen, dass die Wohnung kleiner ist als im Mietvertrag angegeben. Erst dann, und wenn die Größenabweichung der Wohnung zehn Prozent überschreitet, kann er die Miete mindern.“

Link-Tipp

Wohnungsgröße steht im Mietvertrag? Dann lohnt es sich einmal nachzumessen. Informieren Sie sich hier, wie die Wohnung richtig gemessen wird.

Falle 5: Bemerkte, aber unangesprochene Mängel

Fallen im Mietvertrag, Fenster mit großem Riss in der Scheibe, Foto: Lina / stock.adobe.com
War das Fenster bereits bei der Besichtigung sichtbar gesprungen, kann es im Nachhinein nicht als Mangel gemeldet und die Miete gemindert werden. Foto: Lina / stock.adobe.com

Mit seiner Unterschrift bewirkt der Mieter etwas, das er aus dem Mietvertrag nicht herauslesen kann: Er akzeptiert die Wohnung so, wie er sie gesehen hat. Wenn der Mieter also bei der Besichtigung einen Sprung im Fenster gesehen hat oder gemerkt hat, dass die Türgriffe wackeln, gelten diese Mängel als vertragsgemäßer Zustand der Wohnung und damit als hingenommen. „Dann kann der Mieter hinterher zwar Reparaturen vom Vermieter fordern, nicht aber die Miete mindern“, verdeutlicht Lützenkirchen.

Gunther Geiler vom Mieterbund rät daher, schon bei der Besichtigung Mängel anzusprechen und zu regeln, dass der Vermieter sich um die Reparatur kümmert.

Link-Tipp

Tritt ein Mangel erst im Laufe der Zeit auf, sollten Mieter ihren Vermieter informieren und nicht einfach die Miete mindern. Hier erfahren Sie, wie diese Mängelanzeige funktioniert – und was am Ende bei der Mietminderung alles zu beachten ist.

Falle 6: Kleinreparaturklausel vereinbart

Fallen im Mietvertrag, Mann schraubt Siphon von einer Spüle ab, Foto: iStock.com / lovro77
Wer eine Kleinreparaturklausel unterschreibt, muss kleinere Reparaturen zum Beispiel am Wasserhahn selbst bezahlen. Foto: iStock.com / lovro77

Wenn diese Klausel im Mietvertrag steht, muss der Mieter regelmäßig die Kosten für kleinere Reparaturen selbst zahlen. Diese Art von Reparaturen betreffen alle direkt und häufig genutzten Bestandteile der Wohnung, etwa einen tropfenden Wasserhahn, ein klemmendes Türschloss oder ein undichtes Fenster (§ 28 Abs. 3 S.2, II. Berechnungsverordnung).

Wie viel der Mieter höchstens für eine solche Reparatur ausgeben muss, ist auf bestimmte ortsübliche Höhen begrenzt. Lützenkirchen sagt: „Von Ort zu Ort sehen die Gerichte die Kostenobergrenze anders. In Köln sind es 150 Euro, in Hannover weniger.“ Der Mieter muss also vor Ort schauen, welche Grenze üblich ist. Geiler meint: „Die gesamten Kosten sollten zudem im Jahr nicht mehr als eine Nettokaltmiete betragen.“

Wichtig dabei: Ist die Kleinreparaturklausel im Mietvertrag falsch formuliert, wird sie ungültig. Ist beispielsweise eine zu hohe Kostenobergrenze vereinbart oder der Mieter soll auch Reparaturen an Elektrik oder Ähnlichem vornehmen, so kann er diese Klausel ignorieren.

Link-Tipp

Reparaturen oder Haustierhaltung – viele Mietvertragsklauseln sind ungültig. Hier erfahren Sie welche Klauseln im Mietvertrag Sie ignorieren können.

Falle 7: Haftungsfrage bei mehreren Mietern

Fallen im Mietvertrag, ein Mann unterschreibt ein Dokument an der Stelle, auf die eine Frau deutet, Foto: fizkes / stock.adobe.com
Ziehen mehrere Personen in eine Wohnung ein, sollte vorab geklärt werden, wer Hauptmieter ist und damitet. Foto: fizkes / stock.adobe.com

Wenn eine Wohnung von mehr als einer erwachsenen Person bezogen wird, muss im Mietvertrag deutlich vereinbart sein, ob es einen Hauptmieter mit mehreren Untermietern gibt oder ob alle gleichberechtigte Hauptmieter sind. Beides kann Vor- und Nachteile haben.

Variante 1 – alle unterschreiben als Hauptmieter: Wenn alle Mitbewohner den Mietvertrag unterschreiben, kann ein einzelner Mieter die Wohnung nur kündigen, wenn alle anderen Vertragspartner – also seine Mitmieter und der Vermieter – die Kündigung ebenfalls unterschreiben. Zudem haften die Mitbewohner gesamtschuldnerisch für die Miete. Das heißt, wenn einer seinen Anteil nicht zahlt, stehen dennoch alle Mitbewohner in der Pflicht, dass die Gesamtmiete stimmt.

Variante 2 – einer unterschreibt als Hauptmieter: Wer den Mietvertrag allein unterschreibt, kann darüber entscheiden, wer Untermieter in der Wohnung wird. Hierbei muss er aber unter Umständen die Zustimmung seines Vermieters einholen. Geiler erklärt den Nachteil dieser Variante: „Der Hauptmieter haftet gegenüber dem Vermieter als einziger auf die volle Mietschuld.“ Das heißt, wenn ein Mitbewohner seine Miete nicht zahlt, muss der Hauptmieter trotzdem für die volle Miete beim Vermieter einstehen und sie notfalls selbst zahlen.

Link-Tipp

Wer nicht alleine in eine Mietwohnung zieht, sollte diesen Artikel zu den verschiedenen Mietvertragsarten lesen. Unverheiratete Immobilienkäufer informieren sich hier.

Fallen vermeiden: Mietvertrag gründlich lesen

Bevor der Mieter den Mietvertrag unterschreibt, sollte er laut Geiler vom Mieterbund zwei Fragen klären:

  • Abhängigkeit: Komme ich raus aus dem Mietvertrag, wenn ich will und muss?
  • Kosten: Wie hoch sind die Kosten für die Wohnung, kann und will ich sie tragen?

Geiler erklärt: „Vorsicht bei Kündigungsverzicht und der Art der Betriebskosten ist besonders wichtig.“ Die doppelte Dosis an Fallen kann den Mieter umso härter treffen: Im Extremfall zahlt er zu hohe Betriebskosten und kann die Wohnung nicht einmal kündigen. Wer den Mietvertrag genau durchliest, fällt nicht so leicht auf diese Fallen herein.

17.02.2021


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MietvertragTipps für Mieter
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49 Kommentare

Eidechse am 10.04.2021 17:37

Eigenbedarf....

Liebes immoteam,

In unserem Mietvertrag ist Eigenbedarf ausgeschlossen, da

nun einiges Vorgefallen ist , wir uns das nicht gefallen lassen was dem Herrn Vermieter nicht passt, möchte er erneut Eigenbedarf ankündigen, mit dem Hinweis, dass er einen anderen Mietvertrag hat als wir. Unser Mietvertrag ist von beiden Seiten unterschrieben.

Ich vermute nun, das der Vermieter nicht locker lassen wird und sich nun eine Schweinerei einfallen lassen um noch ein Schlupfloch zur Eigenbedarfskündigung finden.

Wenn dem Herrn was nicht passt, kündigt er seine Wohnung mit Eigenbedarf und vermiete diese dann wieder erneut.

Wir sind ruhige Mieter haben auch keine Mietschulden o.ä.....

Meine Frage wieviel mal kann ein und die selbe Wohnung wegen Eigenbedarf gekündigt werden ?

Was ist bei verschiedenen Verträgen 1x mit und 1x ohne Eigenbedarfskündigung?

Was ist wenn der Herr jetzt ein auf Depressionen macht. ?

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immowelt Redaktion am 15.04.2021 12:59

Hallo Eidechse,

bei einer Kündigung wegen Eigenbedarf muss die Wohnung auch tatsächlich als Eigenbedarf genutzt werden. Andernfalls wäre er schadenersatzpflichtig. Mehr dazu können Sie in unserem Artikel nachlesen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine rechtsgültige Beratung leisten können oder dürfen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Umzugswillig am 28.12.2020 18:08

Alles Gut bis jetzt

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CLietz am 27.11.2020 21:06

Sehr geehrtes Immowelt-Team,

zunächst DANKe für die sehr umfangreichen Informationen.

Nun einige Fragen von mir, in der Hoffnung auf Ihre zeitnahe Beantwortung.

1. Gerade hat meine Tochter ihre BK-Abrechnung für das Jahr 2019 erhalten.

(Dazu die Info, dass sie in der Wohnung seit 03/2020 auf Grund Umzugs nicht mehr Mieterin ist).

In der Abrechnung wurde der Posten Hauswart/Winterdienst für ihre Wohneinheit wie folgt berechnet:

in 2018: 191,23 Euro

in 2019: 320,79 Euro

Wir empfinden diese Steigerung innerhalb eines Jahres sehr hoch. Zumal im Jahr 2019 kein wirklicher Winterdienst eingesetzt werden musste, da sehr mild. Zum anderen, genau in dem Jahr ließ im Flur und auch vor der Haustür die Reinigung ‘zu wünschen übrig’.

Können wir hierfür vom Vermieter eine Begründung für die Steigerung erfahren?

2. Muss man für Kabelfernsehen zahlen, auch wenn man den Anschluss gar nicht genutzt hat?

3. Für die Monate 01 und 02/2020 wurde ein verhältnismäßig hoher Anteil der Mietkaution einbehalten. Kann man diesen bereits jetzt einfordern und nicht erst zum Ende 2021?

Wir wären Ihnen dankbar, für die Beantwortung.

Beste Grüße

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eono am 27.11.2020 14:32

Gibt es für Vermieter, Hausmeister keine Kurse? wie man sich benimmt z.B.

Oder darf da Jeder wie er will.

Kein Wunder dass die Gerichte "überlastet" sind.

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Hans Rammig am 27.11.2020 12:18

muss der Mieter bei einer Wohnung mit Gasetagenheizung das Auffüllen des Heizungswassers bezahlen oder muss dies der Vermieter übernehmen. Einweisung erfolgte und Schlauch ist auch vorhanden, der Mieter könnte es eigentlich selbst vornehmen. Wer ist für diese Kosten zuständig. Schaltet man eine Heizungsfirma ein kann dies schon etwas über 100 Euro mit Anfahrt kosten.

auf Kommentar antworten

eono am 27.11.2020 23:36

Was heisst denn: ", der Mieter könnte es eigentlich selbst vornehmen."?

"Einweisung erfolgte und Schlauch ist auch vorhanden,"

Ich verstehe Ihre Zeilen so: Dass der Vermieter raus ist.

Wenn der Mieter sich nicht traut, kann er einschalten wen er will auf seine Kosten.

Vielleicht finden Sie Gebrauchsanweisungen zusätzlich im Internet. mal googeln.

Ich wohnte auch einmal mit Gasetagenheizung. Mit der Wartung hatten wir m.W.

m.E. nach nichts zu tun. Da kam mal irgendwer ...

eono am 27.11.2020 00:00

Frage: Wie ist es denn, wenn 2 Mieter von 2 Wohnungen Besuch aufnimmt eine Person > in die eine 1 Zi-Wg. Infolge wird der Besuch krank - eine Erkrankung

schliesst sich übergangslos an die nächste an. Besuch ist längst über die Zeit.

Vermieter ist wütend. - Wie ist das denn z.Zt? Senioren sollen in den Wohnungen

bleiben - mit Fieber 38+ auch nicht zum Arzt ... oder sonst ...

Der Vermieter will: "raus" per Email.

Er wäre wohl gerne vorher gefragt worden. Aber das musste nicht sein.

Was gilt denn jetzt? Bundes-Landes- Covid 19 oder Mietrecht des Vermieters?

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Steve Hatton am 26.11.2020 15:52

Meines Erachtens sollte ein Mietverhältnis ein Vertrauensverhältnis zwischen Mieter und Vermieter darstellen - dieser einseitige Bericht scheint nur die Mieter und deren vermeintliche Nachteile im Sinn zu haben. Nur an ein zwei Stellen taucht auf, dass eine Regelung auch für den Mieter sinnvoll sein kann (Staffelmiete 2% p.a. - statt 15% potentielle Erhöhung alle 3 Jahre !!!) Der Mieter hat planbare Größen, der Vermieter muss kein Mieterhöhungsbegehren formulieren, was wiederum an Formfehlern scheitern kann. Somit ein Vorteil für beide Seiten !

Ein Kündigungsverzicht ist m.E. heute sehr oft unter anderem deshalb üblich, da z.B. bei jährlichem Mieterwechsel, der Vermieter dann jedes Jahr den Makler bezahlen muss, obwohl er diesen Turnus kaum beeinflussen kann. Auch das ist eine Auswirkung des "Bestellerprinzips" - es hat nicht nur Vorteile für Mieter - gerecht wäre eh eine Teilung der Provision gewesen, so wie jetzt im Kauf (ab 23.12.2020) gesetzlich geregelt.

Wir empfehlen deshalb jedem Vermieter 2 Jahre Kündigungsverzicht zu vereinbaren - wenn ein Mieter in Not geriet, fanden wir bisher immer eine praktikable Lösung - was nutzt schon ein Mieter der nicht mehr bezahlen kann ?

Pauschale Nebenkosten haben auch für den Vermieter Konsequenzen - steigen die Kosten, kann er die Pauschale zwar im Folgejahr erhöhen, aber er kann nicht die höheren Kosten des laufenden Jahres einfordern. Die sind damit verloren - aufgrund vielfacher Einsprüche gegen "falsche Abrechnungen" verstehen wir dies im Einzelfall - aber es ist sehr selten, dass NK pauschal aufgelistet werden.

Ein Mieter sollte sich sowieso bei Mietvertragsunterzeichnung die letzte Abrechnung vorlegen lassen!

Gibt ein Vermieter viel zu niedrige Nebenkosten an, so kann hieraus auch gerne mal eine Haftung entstehen - klug ist das nicht !

Die Kleinreparatureregelung dient m.E. auch dazu den Mieter dazu zu bewegen pfleglich mit der Mietsache umzugehen. Andererseits sollte man bei der Besichtigung generell darauf achten, dass man nicht wackelige uralte, tropfende Wasserhähne vorfindet - hier muss man eben die Augen auf machen - ich jedefalls kenne keinen einzigen Vermieter, der seine Wohngen via Kleinreparaturen von den Mietern sanieren lässt - das ist schon weit hergeholt. Behandelt man die Mietsache ordentlich, kommt da i.d.R. eher selten eine Kostenbelastung für Mieter zustande.

Ich wünsche allen gute Mietverhältnisse, ordentliche gepflegte Wohnungen und ein friedvolles Miteinander! Sehr den Vermieter als Partner nicht als Gegener !

Der Anwalt möge nie gebraucht werden !

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Bono am 26.11.2020 11:40

NK+Hz Vermieter schreiben in aller Regel nicht dazu ob es sich um eine Pauschale

handelt oder um eine Vorauszahlung.

Sie schreiben z.B. einfach 40E + 40 E = 80 Euro

dann könnte der Mieter annehmen, dass sich die Vermieter dabei etwas gedacht haben, dass sie rechnen können - dass das tatsächlich die NK + Hz sind. Punkt.

Stattdessen sind das Lockvögel-Preise. Aufmerksam sollte man spätestens dann

werden um nicht zu sagen alarmiert, wenn der Vermieter vor der Unterzeichnung

des Mietvertrages die "Höhe der Ersparnisse" wissen will > m.E. vorsätzliche Abzocke. Man muss sich schon sehr bedrängt fühlen, wenn man da noch mietet.

auf Kommentar antworten

eono am 26.11.2020 11:25

Vielen Dank - diese offenkundig zu niedrigen NK+Hz wunderten mich immer -

dass es sich dabei um "Pauschalen" handelt - kapierte ich noch nicht einmal

als ich den Ärger wegen diesen maßlos überhöhten Nachzahlungen hatte ...

Ich hätte im Gegenteil etwas zurück kriegen müssen ...

Von anderen Mietern hörte ich dann etwas von "Guthaben" - beim Vermieter

haben müssen ... was es nicht alles gibt ...

Ich werde immer gewarnt und verstehe gar nicht was mich warnt oder wovor.

Danke - wieder etwas schlauer.

auf Kommentar antworten

Krüger am 25.11.2020 22:07

Wieder einmal frage ich mich, was diese dümmlichen Überschriften sollen? “Fallen” im Mietvertrag - zwar rechtens, aber mies, als wenn Vermieter nur Schlimmstes im Sinn hätten und Mieter arme Opfer seien. Hier wird ständig auf diesem alten Klischee der bösen Vermieter herumgeritten und morgen oder übermorgen bekomme ich genau den gleichen Newsletter von Ihnen für Vermieter, wo dann von vorn bis hinten suggeriert wird, die Mieter seien alle potenzielle Messies und Mietnomaden. Vielleicht sollte ihre Redaktion mal am Menschenbild arbeiten, denn die absolut allermeisten Mieter und Vermieter sind ganz normale, völlig rechtschaffene Menschen.

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eono am 26.11.2020 22:28

Na - "Vermieter werden ist nicht schwer - Vermieter sein, dagegen sehr"

Die erben heute Alle. Kommen schneller zu einem Haus als ihnen lieb ist,

und: Haben keine Ahnung was sie tun sollen/müssen und wie man sich benimmt.

Was ihre Pflichten sind, was wichtig/unwichtig ist - wie man dieses oder jenes regeln kann ... ein Geschrei und ein Gebrülle - ist auch was - Theater.


Krüger am 26.11.2020 23:05

Bitte noch mehr Stereotypen. Solche Sprüche sind einfach unreflektiert. Ich bin selbst Vermieter und habe nichts geerbt und ich wohne selbst zur Miete. Meine Mieter behandele ich freundlich und werde von meinen Vermietern auch ganz normal behandelt. So geht es vermutlich über 90 Prozent aller Menschen in diesem Land.

Woher kommt dieser seltsame Wunsch, alles und alle immer zu spalten?

Peter K. am 25.11.2020 17:01

Diese ratschläge sind sicher gut gemeint und sollen die Mieter auf solche fallen sensibilisieren. Wenn man allerdings das heutige knappe Wohnangebot anschaut, wird ein Vermieter bei solchen Änderungswünschen eher geneigt sein, sich einen anderen Mieter zu suchen. Dies wäre dann kein Einzelfall, sondern ist häufige Praxis.

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Butterfly48 am 25.11.2020 14:19

Ich hatte auf ein sehr reizvolles Angebot reagiert, jedoch kamen mir aufgrund der sehr positiven Angaben im Hinblick auf Fotos, Mietpreis sowie "Einladung", für einen Monat die Wohnung gg. Mietpreis zu bewohnen/testen; bei Nichtgefallen der geleistete Betrag zurückgezahlt werden würde. Die Anbieterin korrespondierte in engl. Sprache aus Madrid... Ich habe es der Polizei gemeldet, zum Glück die Korrespondenz unmittelbsr abgebrochen. Leserzuschriften aus ganz DeutschlandButtergfly48 beklagten sehr diesen Betrug mit finanziellen Verlusten. Also Achtung!!!

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Bono am 26.11.2020 22:30

Ja das - oder ähnliches geht schon lange. Davor wird auch immer gewarnt.

Kiri am 25.11.2020 13:17

Hallo zusammen,

ich wohne seit September 2018 zu Miete in ein Altbau Wohnung mit Infrarot-Elektroheizung. Der Vermieter hat mir während die Besichtigungstermin gesagt dass eine normale Heizung wird in 2 Jahren installiert. Ich war damit einverstanden, habe aber festgestellt dass schon im Oktober 2018 die Wohnung kalt ist. Der Vermieter wollte aber nichts davon hören. Alle Schreiben von Mieterschutzbund und Anwalt haben nichts gebracht dann habe ich die Miete gemindert. Der Vermieter hat mich sofort geklagt und will mich rausgeschmissen haben (Räumung). Der Fall liegt immer noch beim Gericht und wir haben schon wieder Winter. Kein Heizung im Badezimmer außer ein Heizlüfter (ist aber im Übergabeprotokoll) nicht geschrieben! Ich wurde einfach reingelegt und nun stecke ich in Schulden mit die Stromanbietern wegen die Höhe Stromverbrauch.

Kann jemanden mit ein Rat geben? Es ist einfach schwierig als erwerbstätig alleinerziehende Mutter mit Immigrationshintergrund die ganze betrügerischen Bürokratie/Papiere Kram zu beherrschen. Echt Schade.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 27.11.2020 08:16

Hallo Kiri,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Leider können wir Ihre Situation aus der Ferne nicht beurteilen. Da Sie bereits mit Mieterschutzbund und Anwalt in Kontakt sind, können wir Sie nicht besser beraten, als diese es bereits tun. Bitte haben Sie Verständnis.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Max am 29.10.2020 11:39

Hallo bin Seit neustem Vermieter .Mieter sind schon 3 Jahre im Haus.Mietvertrag wurde nicht unterschrieben vom ehem.Vermieter wie vom Mieter.Hab mit diesem Mieter richtige Probleme.Ist dieser nicht unterschriebene Vertrag vom ehem.Vermieter und zwischen dem Mieter gültig? Habe ich da die Möglichkeit dem Mieter zukünftigen,da mir das Haus erst seit Juni gehört?Um eine Antwort wäre ich dankbar.

Blume

auf Kommentar antworten

Sigulappa am 30.09.2020 15:16

Zu meiner Wohnung gehört ein Ca.150qm grosser Garten.Der wurde installiert übergeben und für die weitere Bewirtschaftung ( Blumen etc) bin ich allein zuständig. Der Garten ist ringsum von einer Ca 2m hohen Tujahecke umgeben. Klimabedingt ist ein Teil der Hecke jetzt verwelkt und müsste ersetzt werden.Der Vermieter ist nicht bereit hier zu investieren und überlässt es mir hier etwas zu verändern (ohne Druck)

Wer muss sich denn jetzt um die Hecke kümmern?

auf Kommentar antworten

Troglio72 am 29.11.2020 13:05

Hallo Sigulappa,

in meinem Vertrag steht: "Gartenpflege: Ist dem Mieter ein Garten überlassen, ist er verpflichtet, diesen ständig zu plegen. Ein Ziergarten ist als solcher zu erhalten. ... Kommt der Mieter dieser Verpflichtung (...) nicht nach, kann der Vermieter Schadenersatz verlangen ".

Dann bin ich als Mieter für Schäden an der Mietsache haftbar. Da Sie die Tujahecke nicht regelmäßig gewässert haben, sind Sie für den `Schaden´ meiner Ansicht nach verantwortlich.

Nun Ihren Vertrag durchlesen und ggf. darauf hoffen, dass der Vermieter weiterhin keinen Druck aufbaut.

Ich drück´ die Daumen

Steffi60 am 22.07.2020 07:49

Hallo, mein Sohn ist in Hamburg auf Wohnungssuche. Er hat einen Besichtigungstermin einer kleinen Wohnung in einem 4-Familien-Haus bei der in der Anzeige Folgendes stand:

Kaltmiete 645,00 Euro, Nebenkosten 115,00 zuzüglich Strom, was für 45 qm passt.

Den Verbrauch von Strom, Gas und Wasser rechnet der Mieter direkt mit dem Versorger ab. Diese sind in der Nebenkostenvorauszahlung nicht enthalten.

Wofür dann 115, Euro?

Freundlichst K. Eberle

auf Kommentar antworten

Caty am 25.11.2020 19:30

Hallo,

es gibt natürlich noch andere Nebenkosten, Gärtner, Hauslicht, Hausmeister, Antenne, Versicherungen usw usw. - das muß der Vermieter jährlich genau abrechnen mit Ihrem Sohn. Da dürfte es eine Rückzahlung geben.

Hanna


Charlotte Keller am 26.11.2020 11:09

Die Nebenkosten sind für: Heizung, Hausstrom, Versicherungsanteil, Grundsteuer-Anteil, eventl. Hausreinigung, wenn vorhanden * Hausmeister-Anteil *, wenn nötig * Gartenarbeiten-Anteil usw.


Zeiberzwerg am 07.09.2020 15:52

Die Nebenkosten entstehen aus z.B. Hausmeisterdienst, Müllabfuhr u.v.m

Die Nebenkosten müssen von dem Vermieter aufgelistet werden, dadurch versteht man besser was alles bezahlt werden muss.


immowelt Redaktion am 09.09.2020 10:00

Hallo K. Eberle,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Es gibt zahlreiche Nebenkosten neben Strom, Gas und Wasser, die der Vermieter auf den Mieter umlegen kann. Eine Übersicht über die regulären Nebenkosten finden Sie hier: https://ratgeber.immowelt.de/a/umlagefaehige-nebenkosten-das-duerfen-vermieter-abrechnen.html 

Um eine vollständige Übersicht zu bekommen, wie sich die Nebenkosten für die Wohnung aufschlüsseln, empfehlen wir Ihnen, am besten direkt beim Vermieter nachzufragen.

Bitte verstehen Sie, dass wir selbst keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollten Sie diese benötigen, empfehlen wir Ihnen, sich durch einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Mieterverein beraten zu lassen.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

Rebecca0797 am 05.03.2020 10:17

Hallo,

ich beziehe seit 01.01.2020 eine kleine Wohnung alleine. Da es meine erste Wohnung ist und weit weg von zuhause habe ich gemerkt, dass es die falsche Entscheidung war. Ich bin wirklich unglücklich. Dazu kommt das ich Tiere auf dem Dachboden und in den Wänden höre. Tag und Nacht. Dies beeinträchtigt mich sehr. Mein Vermieter weiß bescheid, hat aber bis jetzt nur Haare auf dem Dachboden ausgelegt. Leider ohne Erfolg. Mein Hinweis, dass man das Haus dicht machen muss, ignoriert er. Es ist ein älteres Haus und er sagt es sei nicht möglich. Wenn dies aber nicht geschieht, kommen immer wieder neue Tiere rein. Ich habe auch gesagt man solle einen Kammerjäger beauftragen um erst einmal zu schauen was da überhaupt rumläuft.

Nun fühle ich mich so unwohl und bin total unglücklich, dass ich einfach nur aus der Wohnung raus will. Mein Vermieter besteht auf einen Kündigungsverzicht bis zum 01.01.2021. Es ist ihm egal ob ich unglücklich bin oder nicht.

Er hat versucht es vertraglich festzuhalten. Jedoch meiner Meinung nach falsch. Er hat im ersten Punkt angekreuzt und ausgefüllt das ich nach gesetzlichen Fristen kündigen kann. Der Punkt darunter wäre für den Kündigungsverzicht gewesen. Den hat er nicht angekreuzt, lediglich den 01.01.2021 hingeschrieben.

Meiner Meinung nach kann ich trotzdem nach gesetzlicher Frist kündigen weil das ja schließlich angekreuzt und ausgefüllt wurde. Selbst wenn er den Punkt 2., den Kündigungsverzicht, ausgefüllt hätte, wäre es ungültig. Er kann ja nicht sagen ich kann nach ges. Fristen kündigen und im nächsten Satz sagt er ich kann erst ab 01.01.21 kündigen. Dann wäre der Vertrag sowieso ungültig oder nicht?

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter und will einfach nur aus dieser Wohnung raus.

Liebe Grüße

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eono am 26.11.2020 22:34

-was die "Tiere" anbelangt, könnte man sich vielleicht an das Ordnungsamt wenden. Vielleicht wissen die einen Rat - oder weiter?


Immowelt-Redaktion am 05.03.2020 15:16

Hallo Rebecca,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Da wir keine individuelle Rechtsberatung leisten dürfen, können wir diesen Fall leider nicht abschließend für Sie beurteilen. Allerdings ist zumindest ein einseitiger Kündigungsverzicht unwirksam, laut Urteil des Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 30/08). Wenn also Ihr Vermieter nicht ebenfalls für diese Dauer auf eine Kündigung verzichtet, ist die Vereinbarung unwirksam. Auch so haben wir Zweifel daran, dass eine solche Vereinbarung gültig ist. Wir würden Ihnen daher empfehlen, den entsprechenden Abschnitt im Mietvertrag einmal einem Mieterverein oder einem Fachanwalt für Mietrecht zu zeigen, der Ihnen dazu eine konkrete Einschätzung geben kann und Sie zum weiteren Vorgehen berät.

Mit besten Grüßen

die Immowelt-Redaktion

J@sk@ am 27.02.2020 23:00

Hallo, ich habe ein Zimmer mit eigenem Bad und Küchenmitbenutzug und einen Kelleranteil von einem Freund gemietet. Zusätzlich berechnet er aber noch 5 € pro Waschmaschinenladung und Trochnerbenutzung (zusammen). Das Zimmer ist teilweise möbliert. Im Mietvertrag steht eine Kündigungsfrist zum 3. eines Monats und Ende des Mietverhältnis zum Ende des übernächsten Monats. Es wurde im Mietvertrag auch alles aufgelistet, was im Zimmer und Bad mit vermietet wird. Ist der Mietvertrag tatsächlich so gültig?

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Immowelt-Redaktion am 28.02.2020 09:26

Hallo J@sk@,

für (Teil-)möblierte Zimmer in Wohnungen, in denen der Mieter/Eigentümer selbst wohnt, definiert § 549 BGB Einschränkungen des Mieterschutzes. Insbesondere ist dann die von Ihnen genannte kurze Kündigungsfrist zulässig. Eine Vereinbarung, wonach 5 € für die Waschamschinen- und Trocknermitbenutzung pro Ladung zu zahlen sind, dürfte zulässig sein, zumal solche Gerä#te viel Strom verbrauchen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Andreas am 20.01.2020 10:54

Hallo, ein Mietvertrag weist zwei Mieter auf. Bei Mieter 1 stehen beide Namen, unter 2 steht nochmals der Name meiner Lebensgefährtin. Jetzt hat meine Lebensgefährtin nicht unterschrieben ich jedoch schon, da ich von ihrer Unterschrieft ausgegangen bin. Ist der Vertrag rechtsgültig? Gruß

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Immowelt-Redaktion am 21.01.2020 11:23

Hallo Andreas,

ein schriftlicher Mietvertrag ist erst mit der Unterschrift aller beteiligten Vertragsparteien gültig. Jedoch kann ein Mietvertrag auch mündlich gültig geschlossen werden. Ob das bei Ihnen der Fall ist, können wir nicht beurteilen. Im Zweifel sollten Sie sich durch einen Fachanwalt oder eine Mietervereinigung rechtlich beraten lassen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Valentina Nolden am 15.11.2019 18:03

Guten Tag,

wie haben gestern neuen Mietvertrag bekommen, in dem wird die Mitte um 50 Euro teurer und zu dem möchte der Vermieter das wir die Grunderwerbsteuer für das Jahr 420 tragen. Angeblich ist es rechtens. Ist das wirklich so?

Wäre sehr dankbar für die Antwort

Freundliche Grüße

Valentina

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.11.2019 08:39

Hallo Valentina,

aufgrund Ihrer knappen Angaben können wir leider keine abschließende Antwort geben. Grundsätzlich gilt aber folgendes: Wenn Sie bereits Mieter einer Wohnung sind, zählt das, was im ursprünglichen Mietvertrag vereinbart wurde. Ein (Miet-)Vertrag ist eine Willenserklärung, auf die sich beide Vertragsparteien geeinigt haben. Demzufolge hat ein Vermieter keinen Anspruch darauf, dass ein neuer Vertrag mit geänderten Konditionen abgeschlossen wird. Der Vermieter hat lediglich das Recht, einseitig um Zustimmung zu einer Mieterhöhung zu bitten, wenn die Miete unterhalb des ortsüblichen Niveaus liegt. In solchen Fällen muss der Mieter dieser Vertragsänderung zustimmen. Andere einseitige vertraglichen Änderungen sind im Allgemeinen nicht möglich. Wurde zum Beispiel im ursprünglichen Mietvertrag die Umlage von Nebenkosten auf den Mieter nicht vereinbart, so ist daszwar nachteilig für den Vermieter, aber letztlich sein Pech. Sofern der Vermieter dies "korrigieren" möchte, ist er darauf angewiesen, dass der andere Vertragspartner - also hier der Mieter - mitspielt. Ein Anrecht darauf, dass der Vertrag modifiziert, bzw. ein neuer Vertrag geschlossen wird, besteht in solchen Fällen nicht. Sofern Sie in einen Konflikt mit dem Vermieter geraten, können wir hier an dieser Stelle allerdings keine individuelle rechtliche Beratung leisten. In diesem Fall kann es ratsam sein, sich vor Ort von einem Mieterverein oder Fachanwalt für Mietrecht beraten zu lassen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Gisela Tromsdorf am 13.11.2019 13:49

Die Prüfung des Mietvertrages hat den Nachteil, dass der Vermieter den Interssenten nicht als Mieter haben will.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.11.2019 08:28

Hallo Gisela Tromsdorf,

es ist wohl richtig, dass manche Vermieter es als Misstrauensvotum interpretieren, wenn ein Mietinteressent einen Vertrag vorab en Detail prüfen (lassen) will. Allerdings ist es schon üblich, dass ein designierter Mieter den Formularmietvertrag vor der Unterschrift durchliest. Dabei kann er - wie im Artikel beschrieben - durchaus prüfen, ob z.B. ein Kündigungsausschluss oder nachteilige Regelungen zu den Betriebskosten enthalten sind.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

manaug am 30.10.2019 14:55

Wohne in einer WG,- sind beide eingetragene Hauptmieter. Dieser bezahlt aber nun lange Zeit mit Vorsatz seinen Anteil nicht oder nicht in voller Höhe. Was ist mit der gegenseitigen Haftung also bei Vorsatz,dem anderen Hauptmieter zu erpressen und vorsätzlich die Zahlungen nicht oder nur geringer leistet? Muß ich mich erpressen lassen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.10.2019 09:42

Hallo manaug,

Wenn beide Mieter den Mietvertrag unterschrieben haben, haften beide gesamtschuldnerisch. Das bedeutet, dass der Vermieter etwaige Mietrückstände von allen Vertragspartnern einfordern kann. Auf die Intentionen des vertragsbrüchigen Vertragspartners kommt es dabei nicht an. Allerdings kann in solchen Fällen derjenige Mieter, der durch den anderen (vertragsbrüchigen) Vertragspartner geschädigt wurde, zivilrechtlich gegen diesen vorgehen. Sollte die Situation akut werden, wäre es deshalb sicher ratsam, wenn Sie sich vor Ort fachkundig von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt für Mietrecht beraten lassen würden.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Miss undercover am 30.10.2019 13:18

Mein Waschbecken ist nach 14 Jahre kaputt ,muss ich jetzt wieder ein neues Waschbecken kaufen???oder ist das Sache des Vermieters??!!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.10.2019 14:17

Hallo Miss undercover,

grundsätzlich ist der Vermieter verpflichtet, die vermietete Wohnung im vertragsgemäßen Zustand zu überlassen und sie während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten (§ 535 BGB). Das heißt, er ist in der Regel auch für Reparaturen an der Wohnung und am mitgemieteten Zubehör zuständig. Jedoch ist es unter Umständen möglich, dass der Mieter die Kosten dafür tragen muss - nämlich dann, wenn er den Schaden selbst verursacht hat, weil beispielsweise ein schwerer Gegenstand ins Waschbecken fiel. Ob das bei der von Ihnen beschriebenen Situation der Fall ist, können wir nicht beurteilen.

Bitte haben Sie zudem Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Im Zweifel sollten Sie sich Rat bei einem Fachanwalt oder einer Mieterschutzvereinigung einholen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Sandra am 13.06.2019 23:39

Hallo,

Eine Frage zur Kleinreparaturklausel.

Diese ist im unserem Mietvertrag (Mustermietvertrag) enthalten, allerdings wurden die Kästchen vor den Klauseln nicht angekreuzt. Ohne gesetztes Kreuz gilt die Klausel doch dann NICHT, oder?

Viele Grüße

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Hausverwalter am 30.10.2019 12:27

....Unklarheiten im Mietvertrag gehen immer zu Lasten des Vermieters!


Immowelt-Redaktion am 14.06.2019 08:28

Hallo Sandra,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Das ist je nach Beschaffenheit des Mietvertrags sicher interpretationswürdig. In der Regel dürfte eine nicht angekreuzte Klausel aber so behandelt werden, als sei sie nicht im Mietvertrag vorhanden. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Wischa am 07.02.2019 20:52

Hallo,

meine Tochter hat einen Mietvertrag mit einer Abtretungserklärung an den Vermieter für Ihre Zahlungsanspücheb aus Wohngeld, anderen sozialen Leistungen sowie Arbeitseinkommen erhalten. (Tochter steht im einem festen Arbeitsverhältnis) Ist dieses inzwischen üblich? Ich habe ihr von der Unterzeichnung abgeraten. Wie beurteilen Sie diese Abtretungserklärung? Wären dann noch Kürzungen des Mietzins wegen Mängel möglich?

Viele Grüße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.02.2019 11:20

Hallo Wischa und vielen Dank für Ihren Kommentar.

Eine solche Abtretungserklärung ist zwar möglich aber nicht zwingend wirksam. Der BGH hatte in einem (inzwischen älterem) Urteil geurteilt, dass die Höhe drei Monatsmieten nicht übersteigen darf (Az.: IX ZR 212/88). Allgemein wird die Auffassung vertreten, dass die Höhe der Kaution und die Abtretung insgesamt drei Monatsmieten nicht übersteigen darf. Ob die Vereinbarung in ihrem konkreten Fall wirksam ist oder nicht, können wir aus der ferne allerdings nicht beurteilen. Im Streitfall sollten Sie einen Mieteverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht konsultieren.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Gerardo am 09.01.2019 16:54

Hallo,

wohne seit fast sieben Jahre in einem gemieteten Haus ohne Mietvertrag. Am 30.12.18 kam mein Vermieter mit einem total inakzeptalen Mietvertrag ( Mieterhöhung über 30% usw. ). Habe ihm Anfang des Jahres mitgeteilt, dass ich diesen umfangreichen Vertrag

( 17 Seiten ) prüfen lasse. Termin für Antwort wurde nicht vereinbart.

Wie lange habe ich Zeit für die Vertragsprüfung ?

Grüße ( keine e-Mail Adresso bei Antwort angeben ! )Danke !

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.01.2019 09:49

Hallo Gerardo und vielen Dank für Ihren Kommentar.

Auch ein mündlicher Mietvertrag ist wirksam. Mieter sind nicht verpflichtet, einen anderen/weiteren Mietvertrag mit ihrem Vermieter abzuschließen, wenn es bereits einen wirksamen Vertrag gibt. Insofern stellt sich die Frage, wie lange man Zeit hat, ein solches Ansinnen des Vermieters zu prüfen, eigentlich gar nicht.

Würde man das Vorgehen des Vermieters dahingehend auslegen, dass er eine Mieterhöhung begehrt, so gelten die gesetzlichen Regelungen: Die Miete darf maximal auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete angehoben werden. Zudem darf die Miete innerhalb eines Dreijahreszeitraums um maximal 20 Prozent, in Gebieten mit Wohnungsknappheit um maximal 15 Prozent, steigen.

Sollte sich die Angelegenheit nicht gütlich mit Ihrem Vermieter klären lassen, raten wir, sich von einem örtlichen Mieterverein oder einbem Fachanwalt für Mietrecht beraten zu lassen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

lenagiessmann@web.de am 21.12.2018 13:35

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe eine Frage bezüglich eines Mietvertrages, der über einen Makler vermittelt wurde. Ist es üblich, dass der Vermieter nicht namentlich und mit Anschrift im Mietvertrag erwähnt wird? In unserem Vertrag steht lediglich die Immobilien-Verwaltungsgesellschaft, wobei uns mitgeteilt wurde, dass man auch dorthin eine etwaige Kündigung senden soll.

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen,

Lena Giessmann.

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Hausverwalter am 30.10.2019 12:33

....es kann durchaus sein, dass der Wohnraum einer Gesellschaft gehört, dann ist sie auch als Vermieter im Vertrag aufzunehmen.

Auch ist es möglich, dass es sich um eine gewerbliche Zwischenvermietung handelt, wobei der Eigentümer die Miete von der Vermietungsgesellschaft erhält, die wiederum mit einem Aufschlag an den Endmieter vermietet.

Auf gar keinen Fall ist es richtig, dass "nur" der Verwalter und gar nicht der Eigentümer im MV genannt ist!


Immowelt-Redaktion am 21.12.2018 13:49

Sehr geehrte Frau Giessmann,

der Vermieter muss nicht zwangsläufig eine Einzelperson sein, auch ein Unternehmen kann als Vermieter auftreten. In diesem Fall müssten Sie in der Tat auch eine etwaige Kündigung an besagtes Unternehmen senden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

mahafram am 28.11.2018 23:03

ich habe mal eine Frage kann der Vemieter nach justus von jetzt auf gleich fristlos kündigen ?? danke für ihre antwort

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.11.2018 10:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

er kann, wenn er dafür einen guten Grund hat. Ein solcher Grund kann beispielsweise nicht gezahlte Miete oder eine Störung des Hausfriedens durch den Mieter sein. Details hierzu und weitere Gründe haben wir in folgendem Artikel zusammengefasst: ratgeber.immowelt.de/a/wann-der-vermieter-dem-mieter-fristlos-kuendigen-kann.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

flodder1950 am 28.11.2018 15:09

Hallo, ich hab da mal ne Frage die meine Tochter betrifft. Sie ist mit ihren Noch-Ehemann vor 9Jahren in die derzeitige Wohnung gezogen. Nun kommt der Haken: meine Tochter steht nicht im Mietsvertrag drin. Mieter ist mein Schwiegersohn der aber vor einem Jahr ausgezogen ist. Jetzt meine Frage: wenn er jetzt die Wohnung kündigt muss meine Tochter ausziehen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.11.2018 15:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn der Mietvertrag tatsächlich nur zwischen dem Ehemann Ihrer Tochter und dem Vermieter geschlossen wurde und die Kündigung wirksam (also begründet) ist: ja.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Claudia K. am 27.11.2018 21:57

Ich lebe seit 10 Jahren eine 53qm große 2 zimmerwhg.In dieser Zeit gab es einen vermieterwechsel, von dem weder ich noch andere Parteien im Haus informiert wurden.Der neue Vermieter ist die leg und es ist kaum möglich diese telefonisch zu erreichen.Wenn man so wie ich nicht so gut mit dem computer oder Internet Bescheid weiß ist dies nahezu unmöglich.Die Vormieter wohnte 40 Jahre in dieser Wohnung und dementsprechend sind gewisse Dinge wie Fliesen in Bad und Küche Heizung die fast jedes jahr nur in Bad und Schlafzimmer funktioniert sowie der sicherungskadten und Einbauschränke abgenutzt kaputt und veraltete. Die gesamte Wohnung läuft über 2 Sicherungen die beim einschalten der Mikrowelle oder anderen elektrischen Geräten rausfliegen nicht nur qx sind Glühbirnen impliziert als ich den Schalter betätigte.Den Verbrauch an Glühbirnen kann ich gar nicht mehr nach halten. Egal ob sparbirnen oder normale.Die Betriebskosten steigen jahr für Jahr aber die Leistungen immer weniger. Gartenarbeiten bestehen nur noch aus Rasen mähen die Sträucher Baumäste und anderes Gestrüpp wurden seit Vermieter Wechsel komplett ignoriert. Ich wohne im Erdgeschoss mit Balkon und hatte noch nie so viel Ungeziefer wie seit 2 Jahren. Was den Strom betrifft. Anfangs betrug der monatliche Abschlag 48€ dann stieg er jahr für Jahr bis hin zu 80€. Trotz anbieterwechsel hatte ich dennoch immer höhere Abschläge wobei ich jedoch kaum noch Geräte besitze die diese Erhöhung rechtfertigen. Da ich die Wohnung renovieren und mir auch eine neue Küche andchaffen wollte,habe ich seit fast 2 Jahren weder Herd noch andere Geräte. Mein Kühlschrank ging vor einigen Wochen kaputt aber abgesehen von einer Waschmaschine und einem fernsehen habe ich keinerlei Geräte die den jährlichen immer wieder viel zu hohen Stromverbrauch rechtfertigen oder erklären. Leider wurde ich ziemlich krank und konnte die Renovierung nicht zu Ende bringen wobei die Schäden der Wohnung an sich mir auch die Lust und Freude und den Sinn genommen haben. Ich lebe von Hartz IV muss schon zur Miete zuzahlen die in diesem Jahr 2x erhöht wurde von 285 auf300 und jetzt im Oktober auf 325 €.Dem Mieterschutzbund beitreten kann ich mir aufgrund der hohen Gebühr die über 100€ liegt nicht leisten. Welche Möglichkeiten habe ich ubd wo bekomme ich Hilfe denn alleine schaffe ich es nicht.

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Immowelt-Redaktion am 28.11.2018 11:38

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

generell sind Sie bei Mängeln in der Wohnung unter Umständen zu einer Mietminderung berechtigt. Diese sollten Sie aber nicht ohne vorherige Rechtsberatung vornehmen. Wenn ein Mieterverein vor Ort für Sie nicht in Frage kommt, können Sie sich unter Umständen an die Verbraucherzentrale Ihres Landes wenden. Eventuell kann man Ihnen dort weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

sabine78 am 12.11.2018 13:05

Das Haus wurde auf die Tochter überschrieben. Die Mutter hatte das aber bei Mietvertrag verschwiegen und wir wurden stutzig, dass eine andere Vermieteradresse im Mietvertrag stand. Die Mutter hatte ohne Vollmach der Tochter(Vermieterin) uns die Wohnung vermietet.

Die Mängel, die in der Wohnung waren, konnten auch bei der Besichtigung nicht ersehen werden. Die kaputten Türen wurden verschwiegen. Es gab auch noch keine Anschlüsse im Keller, die noch nachträglich installiert werden sollten. Auf Treu und Glauben sind wir eingezogen. 8 qm mehr im Mietvertrag angegeben, NK stimmt von vorne bis hinten nicht.

Also, jetzt gibt es einen Mieterkrieg. Man kann sich kaum einigen.

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Hausverwalter am 30.10.2019 13:02

Es ist möglich, dass die Eltern der Tochter das Haus überschrieben haben, aber trotzdem den Niessbrauch hieraus haben, d.h. sie die Vermieter sind und ihnen auch die Miete zusteht.

Die Anderen Punkte werden Sie wohl kaum so vom Tisch bekommen....

...hatten Sie beim Nachmessen der Wohnfläche ggf. eine anteilige Terrassenfläche berücksichtigt?

Muckelhaus am 06.12.2017 17:28

Mietvertrag prüfen wird kein Vermieter zustimmen

Es stehen 50andere hinter ihnen

Wenn Sie nicht nehmen dann der nächste

Da s ist die wxohnungsnot

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Klaus Nöthen am 18.10.2017 19:22

"Vorsicht Falle": Aus meiner Sicht ein irreführender Titel. In der Praxis werden zwischen Vermieter und Mieter Vereinbarungen getroffen und im Streitfall entscheiden die Gerichte in den meisten Fällen zugunsten der Mieter. Wer eine Vereinbarung nicht einhalten möchte, der sollte den Vertrag eben nicht unterschreiben.

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Grylla,Jutta am 05.10.2017 12:22

Diesen Artikel finde ich sehr gut,gerade junge Leute sind sehr naiv und brauchen ein paar Hinweise !

Danke !

Also aufgepasst und lesen !Es geht immer ums Geld, wer zahlt !

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Roland am 04.10.2017 19:11

Ich finde es schon bedenklich, das man mit der Wortwahl Mietvertrag : Vorsicht Fallen jedem Vermieter pauschal unterstellt, er möchte den Mieter bewusst über den Tisch ziehen. Ein vom Vermieter z.B. gewünschter Kündigungsverzicht, auf den wird ja schließlich berreits bei der Wohnungssuche bzw. bei der Besichtigung hingewiesen. Niemand möchte ja seine Zeit verschwenden, wenn aufgrund von unerwarteten Details nachher kein Mietvertrag zu Stand gekommt. Im übrigem ist auch jeder Mieter selber g0rß.

auf Kommentar antworten

Marc am 04.10.2017 16:44

Ich wundere mich immer wieder, dass Ihre website pro-mieter ist, wogegen Ihre Kunden ja die Vermieter sind, von denen sie ihr Honorar bekommen.

Wann schreiben sie mal über Mietnomaden die über Monate hausen ohne Miete zu zahlen, oder ausziehen 2 Monate vor Mietende mit der Aussage die Kaution als Miete anzurechnen aber hinterlassene Schäden nicht zu reparieren oder Einrichtungsgegenstände mitgenommen ...und und und.

Das sind dann Kosten auf denen der Eigentümer sitzenbleibt.

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Lena am 28.11.2018 14:45

Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Es ist eine gnadenlose Hetzjagd auf die bösen Vermieter. Ich habe selbst einige Immobilien, die ich nur noch an Geschäftsleute vermiete. Der private Wohnungsmarkt ist mir viel zu risikobehaftet. Viele meiner Bekannten und Verwandten lassen ihr Eigentum lieber leer stehen als sich diese Hasstiraden der Mieter anzutun. Ich wundere mich, dass überhaupt noch Privatleute vermieten und sich dieses Desaster antun.


E.schroeter am 28.11.2018 16:23

Hallo lieber Marc, einfach das Portal kündigen. Habe ich gemacht. Es gibt so viele andere Portale, da muss man sich das Vermieter Bashing nicht antun. Vielleicht ändert sich ja was, wenns ans Geld geht. Elisabeth


Marc am 29.11.2018 11:49

Ich möchte auf die Bemerkung von @jck zurückkommen:

"Die Gier dieser Vermieter ist unersättlich"

Vielleicht haben sie auch mal genug gespart, sich eine Wohnung als Altersvorsorge gekauft - und brauchen die Miete als kleinen Zusatz zu ihrer auch nicht so üppigen Rente. Wenn sie dann einen Mietzins von etwa 4 bis 5% pa des investieren Kapitals erwarten -- ist das "unersättlich"?

Ihre Bemerkung zeugt von beleidigender Ignoranz.


jck am 05.10.2017 11:22

Das Thema Mietnomaden ist weislich überstrapaziert. Diese liegen unter 1 Prozent der Mieter. Die abzockenden Vermieter ( 94 Prozent der Mietwohnungen befinden sich inPrivatbesitz) verursachen die exorbitanten Mieterhöhungen auf dem deutschen Wohnungsmarkt.Die Gier dieser Vermieter ist unersättlich . Aber es reicht nicht nur die Hohe Miete nein es wird munter abgezockt mit den Nebenkosten , und wenn das nicht klappt schmeist man den Mieter mit einer Eigenbedarfskündigung raus (40 Prozent werden davon dann nicht umgesetzt), und die Richter entscheiden zur Zeit nur zu 25 Prozent für die Mieter. Ein Schelm der da denkt - sind die Richter nicht auch nur arme Vermieter.

jck


Immowelt-Redaktion am 05.10.2017 08:56

Hallo Marc und vielen Dank für Ihren Kommentar,

natürlich sind Vermieter und Makler unsere wichtigste Zielgruppe. Allerdings müssen wir trotzdem auch Themen speziell für Mieter behandeln: Einerseits um einen umfassenden Überblick über rechtliche Themen bieten zu können, andererseits um Wohnungssuchende auf unser Portal zu holen. Desto mehr Wohnungssuchende dort unterwegs sind, umso mehr Anfragen können am Ende generiert werden.

Einen umfassenden Artikel zum Thema Mietnomaden finden Sie unter folgender Adresse: ratgeber.immowelt.de/a/mieter-weg-miete-futsch-was-tun-gegen-mietnomaden.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Andrea Merten am 04.10.2017 14:08

Gilt das oben Beschriebene auch für Gewerbe- oder Praxisräume?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.10.2017 14:40

Sehr geehrte Frau Merten,

Teile davon sind sicher auf Gewerbemietverträge übertragbar, unser Artikel beschäftigt sich aber mit Wohnraummietrecht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Charly am 04.10.2017 11:55

Guten Tag,

Ich wohne seit 12 Jahren in meiner Wohnung und habe sie seither mehrfach renoviert, also die Wände und Türen gestrichen usw.

Jetzthatte dich mein Vermieter kürzlich die Wohnung angeschaut und angemahnt, ich müsse wieder renovieren!

Außerdem müsse ich als langjähriger Mieter, die Wohnung ja inzwischen so als die meine empfinden, dass ich die Wasserschenkel an den Altbaufenstern, als auch die verzogene Wohnungstür auf meine Kosten selbst repariere!

Er sieht sich nicht in der Pflicht.

Meine Frage nun, kann er bestimmen dass ich und wann ich renoviere?

Und wie ist das mit der Erhaltung der Fenster und der Wohnungstür geregelt.

Ich freue mich auf ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Charly

auf Kommentar antworten

Cassina am 04.10.2017 12:39

Hallo, wenn sie selbst renovieren dann machen sie das aus einem bestimmten Grund. Z. Bsp. wenn die Wände vergilbt sind oder die Türen. Dann ist das ok. Wasserschenkel an den Altbaufenstern, verzogene Wohnungstür, dafür können sie nichts. Das muss meines Erachtens der Vermieter tragen. Hier spielt es keine Rolle wie lange sie in dieser Wohnung wohnen. Lassen sie sich doch einfach mal von einem Anwalt der auf Mietrecht spezialisiert beraten. Vl. bekommen sie Beratungsschein (kommt auf das Einkommen an). Oder werden sie Mitglied beim örtlichen Mieterschutzbund. Das ist jährlich eine geringe Gebühr, aber dafür setzen diese auch Schriftstücke auf und haben ihre eigenen Anwälte. Außerdem wenn es Mietvertrag nicht schriftlich festgelegt das sie renovieren und dann wie oft und wann, müssen sie auch nicht renovieren. Sie sollten einmal ihren Mietvertrag überprüfen lassen. Freundliche Grüße


Immowelt-Redaktion am 04.10.2017 13:46

Hallo Charly und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ob und wann ein Mieter renovieren muss, ist von den entsprechenden Klauseln im Mietvertrag abhängig. Sogenannte starre Klauseln, die den Mieter dazu verpflichten sollen, in bestimmten Zeitabständen zu renovieren, sind unwirksam. Wirksam sind nur flexible Klauseln, die typischerweise meist Formulierungen wie "falls nötig" oder "in der Regel" enthalten. Ist im Mietvertrag diesbezüglich nichts geregelt, muss der Mieter auch nicht renovieren. Wenn ein Teil der Wohnung beschädigt ist, etwa die Wasserschenkel oder die Wohnungstür, ist der Vermieter in der Pflicht, sie zu reparieren. Er kann nicht vom Mieter verlangen, dass er diese Aufgaben übernimmt. Im Gegenteil hat der Mieter hier unter Umständen sogar das Recht, die Miete um einen gewissen Betrag zu mindern, wenn er den Mietgegenstand nicht bestimmungsgemäß verwenden kann. Bevor Sie diesen Schritt wagen, würden wir Ihnen aber eine Rechtsberatung empfehlen. Diese erhalten Sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Peter am 26.09.2017 15:53

Guten Tag

Ich habe das Problem das mein Vermieter von Montag bis Donnerstag bei uns im Garten und in der Garage am arbeiten ist. Darf er das ? Für die Garage bezahlen wir nichts

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.09.2017 09:02

Hallo Peter und vielen Dank für Ihren Kommentar,

vermietet ein Vermieter ein Einfamilienhaus und gehören dabei Garten und Garage laut Mietvertrag auch ausdrücklich zum Mietgegenstand, hat er kein Recht, sich ohne vorherige Ankündigung und Terminabsprache mit dem Mieter in Garten oder Garage aufzuhalten. Werden Garten und Garage jedoch nicht mitvermietet, sind sie weiterhin im Besitz des Vermieters. Er darf sich dann auch nach Belieben dort aufhalten.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir die genauen Regelungen in Ihren Mietvertrag nicht kennen und darüber hinaus keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Leroy am 12.08.2017 07:07

Bei der pauschalen Nebenkostenabrechnung heißt es aber doch dann auch im Umkehrschluss, das ich - theoretisch - Feuer frei hätte und soviel verbrauchen kann, wie ich will. Es gibt ja keine Nachzahlung...

auf Kommentar antworten

E. A. am 05.10.2017 08:43

Korrekt! Aber es nennt sich "Nebenkosten Pauschale"..... pauschale Nebenkostenabrechnung ist nicht korrekt, da es wie gesagt zu keiner Abrechnung kommt.

Andree am 30.07.2017 14:59

Hallo, ich habe zu schnell einen Mietvertrag unterschrieben und muss nun doch feststellen das die Wendeltreppe ein großes Problem für den Transport meiner Möbel wird. Hinzu kommt das ich langfristig die Wohnung nicht mieten kann da ich nicht weiß wie ich in Jahren Gesundheitlich da stehe. Kann ich den Mietvertrag kurzfristig noch Stornieren , und gibt es dafür eine Frist?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.07.2017 10:50

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

den Mietvertrag kurzfristig zu stornieren ist leider nicht möglich. Sie müssen sich also wahrscheinlich an die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten halten falls im Mietvertrag keine abweichende Regelung getroffen wurde.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie im Zweifel von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

DerUnwissende am 12.06.2017 14:14

Hallo, wir sind vor 4 Jahren in ein EFH mit Garten eingezogen. Im Mietvertrag steht, dass die Pflege der zukünftigen natürlichen Einzäunung die Pflicht des Mieters ist. Der Vermieter hat m Anschluss Eiben (Höhe 15 cm) gepflanzt. Diese sind aber nur zur Hälfte angewachsen der Rest ist eingegangen (im Garten gibt es keinen Wasseranschluss nur im Keller). Da wir jetzt ausziehen verlangt er das wir für jetzt neue Eiben mit einer Höhe von 1 Meter setzen. Er vertritt die Auffassung, dass wenn richtig gepflegt wäre, die Eiben eine solche Höhe hätten. zu erwähnen ist, dass er nebenan wohnt und noch nie etwas gesagt hat, erst nach der Kündigung. Kann er den Anspruch durchsetzen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.06.2017 15:32

Hallo DerUnwissende,

besten Dank für Ihren Kommentar. Inwieweit der Mieter die Kosten für den Ersatz kaputter Pflanzen übernehmen muss, hängt davon ab, was im Mietvertrag vereinbart ist. Demnach kann diese Verpflichtung in einem individuellen Mietvertrag unter Umständen wirksam sein. Da wir Ihren Fall aus der Ferne ohne Einsicht in die Unterlagen leider nicht konkret beurteilen können und wir zudem keine Rechtsberatung leisten dürfen, möchten wir Ihnen den Gang zum Rechtsanwalt oder Mieterverein empfehlen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

degsyde1 am 04.02.2017 10:15

Kann man eine Nebenkostenabrechnung als Vermieter erstellen auch wenn eine Pauschale Warmmiete vereinbart wurde?

auf Kommentar antworten

degsyde1 am 06.02.2017 13:37

Vielen Dank für die schnelle Antwort.


Immowelt-Redaktion am 06.02.2017 09:00

Hallo degsyde1,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ein Vermieter muss zumindest für die sogenannten warmen Betriebskosten, also Heizung und ggf. Warmwasser, eine Abrechnung erstellen. Einzige Ausnahme: Der Vermieter ist Eigentümer eines Zweifamilienhauses, vermietet eine Wohnung und bewohnt die andere selbst.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Günther Möller am 25.01.2017 18:59

Gibt es eine zeitliche Frist für die Jahres-Nebenkosten-Abrechnung.

Wann spätestens muss die Abrechnung z.B. 2016 mir zugestellt sein?

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Hausverwalter am 30.10.2019 13:12

...er kann die Abrechnung auch verspätet noch vorlegen, allerdings hat er dann keine Ansprüche mehr auf Nachzahlungen! Guthaben hingegen sind erst nach 3 Jahren verjährt und müssen auch nach der verfristet vorgelegten Abrechnung an den Mieter ausgezahlt werden!


Immowelt-Redaktion am 26.01.2017 09:22

Sehr geehrter Herr Möller,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Nebenkostenabrechnung muss spätestens zwölf Monate nach dem Ende des Abrechnungszeitraums beim Mieter sein. Läuft also beispielsweise ein Abrechnungszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016, muss dem Mieter die Abrechnung spätestens am 31. Dezember 2017 vorliegen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Günther Möller am 26.01.2017 12:55

Danke für die mehr als schnelle Reaktion!

Charly am 17.01.2017 13:55

Hallo,

kann ein Mietvertrag der 1989, noch zu D-Mark Zeiten, gemacht wurde und heute noch so besteht, bei einer Neuberechnung der Nebenkosten, ungültig werden ?

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Immowelt-Redaktion am 17.01.2017 14:08

Hallo Charly,

nein. Allerdings müssen Vermieter die Nebenkosten spätestens ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums abrechnen. Forderungen aus vorherigen Abrechnungszeiträumen, die über den bereits geleisteten Abschlag hinausgehen, muss der Mieter bei einer verspäteten Nebenkostenabrechnung nicht mehr zahlen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir Ihnen daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mario Fischer am 13.06.2016 01:03

Hallo,

was kann ich denn tun,wenn mein Vermieter trotz Auforderung mir keine Jahresabrechnung zukommen lässt (Müll,Wasser usw.)

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Hausverwalter am 30.10.2019 13:14

...darüberhinaus kann der Mieter sogar für das Jahr, für das der Vermieter keine Abrechnung erstellen will, die geleisteten Vorauszahlungen zurückverlangen!!


Immowelt-Redaktion am 13.06.2016 09:18

Sehr geehrter Herr Fischer,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Nebenkosten müssen einmal jährlich abgerechnet werden und die Abrechnung muss einen Zeitraum von zwölf Monaten umfassen. Der Vermieter hat allerdings ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums Zeit, die Nebenkostenabrechnung zu erstellen. Ein Beispiel: Die Abrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 muss dem Mieter spätestens am 31. Dezember 2016 zugegangen sein. Erhält der Mieter die Nebenkostenabrechnung in diesem Zeitraum nicht, kann der Vermieter keine Nachforderungen mehr stellen.

Wenn der Vermieter auch längerfristig keine Nebenkostenabrechnung erstellt und nicht mit sich reden lässt, kann der Mieter laut Bundesgerichtshof die Nebenkostenvorauszahlung unter Umständen so lang einstellen bis der Vermieter abrechnet (Az.: VIII ZR 191/05). Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Vor einem solchen Schritt empfehlen wir daher immer, einen Fachanwalt oder einen Mieterverein zu konsultieren.

Weitere Informationen zur richtigen Nebenkostenabrechnung finden Sie in diesem Artikel:
ratgeber.immowelt.de/a/umlageschluessel-fristen-und-co-wie-vermieter-nebenkosten-abrechnen.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

immo52 am 01.06.2016 15:07

Wenn dem Mieter wichtig ist, dass die Wohnungsgröße stimmt, sollte er darauf achten, dass sie verbindlich im Mietvertrag steht.

Denn wenn ihm die Wohnungsgröße nur mündlich mitgeteilt wurde und die Wohnung in Wahrheit kleiner ist, kann er keinen Ausgleich fordern.

Dr. Lützenkirchen erklärt: „Der Mieter muss nachweisen, dass die Wohnung kleiner ist, als im Mietvertrag angegeben. Erst dann, und wenn die Größenabweichung der Wohnung zehn Prozent überschreitet, kann er die Miete mindern.“ peinlich -> es gibt ein neuen BGH Urteil, wonach auch kleinere Abweichungen zur Minderung führen

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Immowelt-Redaktion am 01.06.2016 15:40

Lieber immo52,

vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihren Hinweis. Tatsächlich gibt es ein Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem November 2015, in dem die Richter entschieden haben, dass eine Mieterhöhung sich an der tatsächlichen Wohnungsgröße orientieren muss. Die Zehn-Prozent-Regelung haben die Richter in diesem Zusammenhang für Mieterhöhungen gekippt, aber keine Aussage zu Mietminderungen getroffen. Der Rechtsanwalt Dr. Lützenkirchen interpretiert dies so, dass die Regelung bei Mietminderungen weiterhin gilt.

Mehr zum damaligen BGH-Urteil können Sie auch in diesem Artikel nachlesen:
news.immowelt.de/n/3157-mieterhoehung-entscheidend-ist-die-tatsaechliche-wohnungsgroesse-nicht-was-im-vertrag-steht.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jannchen am 01.06.2016 11:19

Hallo,

wir haben unser Mietverhältnis mit der alten Wohnung gekündigt und nun meine frage, kann der Vermieter von uns Verlagen die Wohnung ganz neu zu Renovieren, da wir in eine unrenovierte Wohnung vor 5 Jahren eingezogen sind. Das Schlafzimmer war teilweise in rot. Wir haben das rot dann nochmal neugestrichen. Und im Wohnzimmer hatten wir erst alles neu gemacht. Zwar mit eine Muster Tapete, die auch mit rotem Muster ist. Aber nur auf zwei Seiten in der Mitte. Dann hätten wir erst jetzt im Februar die Küche und den Flur im leichten grau gestrichen. Das möchte er jetzt alles wieder in weiß haben. Und die Türen, Fenster und Heizkörper sollen wir auch ganz neu inweiß streichen. Nur war das alles in einem altweiß , und nicht neu gestrichen. Müssen wir das jetzt alles so machen wie der Vermieter es möchte? Haben auch sogar schon 3 Tage nachdem wir ihm die Kündigung gegeben haben Post von seiner Anwältin bekommen.

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Immowelt-Redaktion am 01.06.2016 11:52

Liebe Jannchen,

Ob ein Vermieter eine Renovierung verlangen kann oder nicht, kommt unter anderem darauf an, was im Mietvertrag steht. Laut Bundesgerichtshof sind solche Renovierungsklauseln allerdings nur dann gültig, wenn der Mieter zum Mietvertragsbeginn auch eine renovierte Wohnung übernommen hat (Az.: VIII ZR 242/13). Es gibt aber Einschränkungen: Denn „renoviert“ bedeutet laut BGH nicht, dass die Wohnung direkt vor dem Einzug frisch gestrichen wurde. Stattdessen reiche es aus, wenn die Wohnung den Gesamteindruck einer renovierten Wohnung vermittelt – von geringfügigen Gebrauchsspuren abgesehen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch in diesem Artikel:
ratgeber.immowelt.de/a/renovierungsklausel-im-mietvertrag-nicht-immer-wirksam.html

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Reinhold Thomas am 16.04.2016 10:59

Unser Vermieter ist die Wohnungsbaugenossenschaft. Meine und weitere zwei Familien wohnen im Erdgeschoß des Hauses mit angrenzenden Balkon, der durch ein ca. 3 meter großes Fenster und einer Tür Glas mit Rahmen die Grenze zum WZ bildet.

Da keinerlei Einbruch-Schutzmaßnahmen hierzu vorhanden sind, resultiert meine Frage

"Ist der Vermieter verantwortlich bzw. verpflichtet solche anzubringen"?

Das Haus ist ein Neubau aus dem Jahr 2003.

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Immowelt-Redaktion am 18.04.2016 09:23

Sehr geehrter Herr Thomas,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Mieter haben keinen gesetzlichen Anspruch auf den nachträglichen Einbau bestimmter Einbruchschutzmaßnahmen. Der Mieter darf allerdings selbst Sicherheitsvorkehrungen treffen, wenn diese nicht in die Bausubstanz eingreifen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion