Kehrwoche und Duschverbot: Was Mieter in der Hausordnung hinnehmen müssen

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Kein Besuch mehr nach 22 Uhr und nachts ist Duschen verboten: So manche Hausordnung liest sich wie ein Verbots- und Pflichtenkatalog. Mieter müssen jedoch nicht alle Regelungen hinnehmen.

Hausordnung, Mieter, schwarzes Brett, Mietshaus, Foto: iStock / PeopleImages
In vielen Mietshäusern hängt am schwarzen Brett eine Hausordnung. Foto: iStock / PeopleImages

Alles muss seine Ordnung haben – auch in Mietshäusern. Zu diesem Zweck bekommen Mieter oft eine Hausordnung gestellt. Grundsätzlich soll die Hausordnung ein harmonisches Zusammenleben zwischen den Mietern gewährleisten, indem sie alle zur Einhaltung derselben Regeln verpflichtet. Manche Hausordnungen beinhalten mehr als Informationen zu Ruhezeiten oder der Nutzung der Gemeinschaftsräume. Sie regeln auch, wann Wäsche gewaschen werden darf. Doch nicht immer sind alle Regelungen in der Hausordnung rechtswirksam.

Hausordnung: Aushang oder Teil des Mietvertrags?

Zunächst spielt es eine große Rolle, ob die Hausordnung Bestandteil des Mietvertrags ist oder ob sie lediglich im Haus aushängt. Denn eine Hausordnung darf dem Mieter grundsätzlich keine Pflichten auferlegen, die über den Mietvertrag hinausgehen.

Ist die Hausordnung ein Aushang oder hat sie der Mieter getrennt vom Mietvertrag erhalten, darf sie nur sogenannte „ordnende Hinweise“ zu bestimmten Themen des Zusammenlebens im Haus enthalten. Darunter sind etwa Regelungen zu Ruhezeiten, Schließzeiten der Haustür sowie Nutzungsbestimmungen für Gemeinschaftsräume zu verstehen. Dem Mieter dürfen keine Pflichten auferlegt werden, die vom Mietvertrag abweichen.

Gehört die Hausordnung zum Mietvertrag können bestimmte Regelungen vertraglich und somit verpflichtend festgehalten werden. Vermieter können dann zum Beispiel von ihren Mietern verlangen, das Treppenhaus zu reinigen oder im Winter Schnee zu räumen.

Was darf in einer Hausordnung stehen?

Hängt die Hausordnung lediglich im Haus aus oder wurde sie dem Mieter getrennt vom Mietvertrag überreicht, werden in ihr normalerweise folgende Punkte geregelt:

  • Ruhezeiten: Übliche Ruhezeiten sind von 22 bis 6 Uhr, von 12 bis 15 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen. Nach Auffassung vieler Gerichte sind Ruhezeiten aber keine Zeiten absoluter Stille. Normale Wohngeräusche wie Unterhaltungen in Zimmerlautstärke sind auch in Ruhezeiten zulässig.
  • Nutzung der Gemeinschaftsräume oder des Gemeinschaftsgartens: Hier wird beispielsweise geregelt, zu welchen Zeiten Mieter die Gemeinschaftswaschmaschinen in der Waschküche benutzen dürfen oder wie viel Platz jedem Mieter in den Abstellräumen zusteht. Für Gemeinschaftsgärten kann geregelt werden, ob und wann Mieter Liegestühle, Blumenkübel oder Planschbecken aufstellen dürfen.
  • Verhaltenshinweise für das Treppenhaus: Hier kann beispielsweise das Abstellen von Fahrrädern oder anderen Geräten aus sicherheitstechnischen Gründen verboten werden. Weitere Infos zum Thema Treppenhaus in Mietshäusern gibt es hier.
  • Haussicherheit: Hier können Schließzeiten für die Haustür geregelt werden. Auch können Eigentümer verbieten, bestimmte Dinge in der Tiefgarage zu lagern.
  • Hinweise zu Ordnung und Sauberkeit im Haus: Hier wird oft auf die allgemeine Einhaltung von Ordnung im Haus eingegangen. So ist es beispielsweise oft verboten, Müll vor der Wohnungstür zu deponieren.
     

Ist die Hausordnung Teil des Mietvertrags, können in ihr zusätzlich folgende Punkte geregelt werden:

  • Treppenhausreinigung: Ist die Hausordnung Teil des Mietvertrags, kann geregelt werden, wie und in welchen Abständen Mieter das Treppenhaus und andere Gemeinschaftsräume reinigen müssen.
  • Winterdienst: Vertraglich vereinbart werden kann auch, dass Mieter im Winter Schnee räumen und gegebenenfalls den Gehweg streuen müssen.
  • Gartenarbeit: Gehört die Hausordnung zum Mietvertrag können Vermieter von ihren Mietern verlangen, den Rasen zu mähen, Laub zu rechnen oder Unkraut zu jäten.
Achtung

Ist die Hausordnung Teil des Mietvertrags, ist sie rechtlich bindend. Wer gegen die Hausordnung verstößt, riskiert eine Abmahnung. Schwere Verstöße oder wiederholte Missachtungen können als Vertragsbruch gewertet werden und eine Kündigung nach sich ziehen.

Ist die Hausordnung nur ein Aushang, haben Verstöße in der Regel keine negativen Folgen für den Mieter. Bei wiederholten und schweren Verstößen kann der Vermieter aber eine Störung des Hausfriedens aussprechen – dies kann dann wiederum eine Abmahnung und schließlich eine Kündigung zur Folge haben.

Was darf nicht in der Hausordnung stehen?

Grundsätzlich gilt: Hausordnungen dürfen nicht gegen geltendes Recht verstoßen oder den Mieter in seinem Persönlichkeitsrecht einschränken. Folgendes darf die Hausordnung nicht enthalten:

  • Übernachtungsverbot für Besucher des Mieters
  • Besuchsverbot
  • Dass der Vermieter die Wohnung des Mieters jederzeit betreten darf
  • Verbot der Fahrstuhlnutzung in den Nachtstunden
  • Regelung der Zimmertemperatur in der Wohnung
  • Kinderlärm untersagen
  • Generelles Verbot, in der Wohnung zu musizieren
  • Generelles Haustierverbot

Streitfall Hausordnung

Bei einigen Themen ist die Sachlage nicht so eindeutig – Gerichte fällten in der Vergangenheit aber meist mieterfreundliche Urteile:

Ist nachts Duschen erlaubt?

Bislang waren sich die Gerichte meist einig, dass Duschen und Baden nach 22 Uhr nicht verboten werden kann. Das Landgericht Köln (Az.: 1 S 304/96) beispielsweise wies die fristlose Kündigung einer Vermieterin zurück. Diese hatte ihrer Mieterin mit der Begründung gekündigt, dass die Mieterin in zahlreichen Nächten nach 24 Uhr durch Baden und die damit verbundenen Wassergeräusche Mitbewohner gestört habe. Tatsächlich stand auch in der Hausordnung ausdrücklich, dass zwischen 22 und 4 Uhr nicht gebadet und geduscht werden darf. Die Richter hielten eine derartige Klausel aber für unwirksam, da sie den Mieter unangemessen benachteilige. Das Mietrecht erstrecke sich auf alle Teile der Wohnung und Waschen gehöre zu einem hygienischen Mindeststandard. Außerdem gehöre das Geräusch ein- und auslaufenden Wassers zu den normalen Wohngeräuschen, die von anderen Mietern hingenommen werden müssen.

Unklar sind sich die Gerichte allerdings, ob für nächtliches Baden und Duschen zeitliche Grenzen gezogen werden können. Das Oberlandesgericht Düsseldorf (5 Ss (Owi) 411/90 - (Owi) 181/90 I) hatte zum Beispiel entschieden, dass nachts 30 Minuten für duschen und baden ausreichen müssen. Ein Dauerduschen von 3 Stunden hielt das Gericht für unzulässig.

Können Vermieter eine Waschmaschine in der Wohnung verbieten?

Generell dürfen Mieter in ihrer Wohnung eine Waschmaschine aufstellen und auch benutzen – die meisten Gerichte sind sich da einig. Nach einer Entscheidung des Landgerichts Freiburg (Az.: 9 S 60/13) gehört das zumindest in Neubauten zum vertragsmäßigen Gebrauch der Mietsache. Die Geräusche seien als „sozialadäquate Lärmbeeinträchtigungen“ hinzunehmen. Das Landgericht Aachen (Az.: 7 S 46/03) betont sogar, dass Mieter selbst dann ein Recht auf eine eigene Waschmaschine haben, wenn der Vermieter eine Waschküche eingerichtet hat oder den Mietern eine Gemeinschaftswaschmaschine zur Verfügung stellt. Allerdings gab es auch Gerichte, die diese Auffassung nicht teilten. Das Amtsgericht Solingen zum Beispiel ist der Ansicht, dass der Mieter seine Waschmaschine in der Waschküche aufstellen muss, wenn das vertraglich geregelt ist.

Dürfen Mieter in der Wohnung Wäsche zum Trocknen aufhängen?

Grundsätzlich können Vermieter ihren Mietern nicht verbieten, die Wäsche in der Wohnung aufzuhängen. Auch dann nicht, wenn es im Haus spezielle Trockenräume gibt (AG Düsseldorf - Az.: 53 C 1736/08). Sollte das Trockenen der Wäsche in der Wohnung aber zur Schimmelbildung führen, ist der Mieter gegenüber dem Vermieter schadenersatzpflichtig und der Vermieter könnte in diesem Fall das Aufhängen der Wäsche in der Wohnung verbieten.

Spezialfall Wäschetrockner: Ähnlich wie die Waschmaschine dürfen Mieter grundsätzlich auch einen Trockner in der Wohnung aufstellen. Allerdings muss in der Wohnung eine ordnungsgemäße Ablüftungsvorrichtung vorhanden sein. Einen Kondensattrockner können Mieter aber einfach so aufstellen.

Darf die Waschmaschine während der Ruhezeiten laufen?

Geregelt ist in der Hausordnung oft auch, von wann bis wann Waschmaschine und Trockner laufen dürfen. Prinzipiell sollen Mieter nach Auffassung vieler Gerichte ihre Wäsche in ihrer Wohnung waschen können, wie es ihnen „zeitlich passend und erforderlich erscheint“ (LG Aachen - Az.: 7 S 46/03). Ein Zivilsenat des Oberlandesgerichts Köln entschied zum Beispiel, dass Waschmaschinen auch am Sonntag laufen dürfen (Az.: 16 Wx 165/00). Trotzdem betonen die meisten Gerichte auch, dass Mieter Waschmaschine und Trockner während der Ruhezeiten nicht in Betrieb nehmen sollten. Das Landgericht Frankfurt entschied zum Beispiel, dass die Geräte während er Nachtruhe nicht laufen dürfen (Az.: 2/25 O 359/89). Für Berufstätige können auch immer Ausnahmen gelten – ein höchstrichterliches Urteil gibt es dazu aber noch nicht.

Kann der Vermieter Kinderwagen im Hausflur verbieten?

Zahlreiche Richter fanden es unzumutbar, dass Eltern neben ihren Kindern auch noch Kinderwagen treppauf und treppab schleppen sollen. Kinderwagen dürfen daher im Hausflur stehen. Allerdings nur wenn sie kein zu großes Hindernis darstellen und genügend Platz ist, um daran vorbeizukommen (AG Düsseldorf, Az.: 22 C 15963/12; LG Berlin, Az.: 63 S 487/08). Mehr zum Thema Kinderwagen im Treppenhaus gibt es hier.

Kann mein Vermieter die Hausordnung ändern?

Ist die Hausordnung Teil des Mietvertrags, müssen Mieter vor jeder Änderung ausdrücklich zustimmen.

Ist die Hausordnung nur ein Aushang, müssen Mieter den Änderungen nicht zustimmen.

Stefanie Messelken21.04.2021

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19 Kommentare

Maik am 21.11.2022 14:12

Hallo Wir vermieten eine wohnung eine person ist im miet vertrag

nun hält sich ein dauergast schon seit juli auf ununterbrochen haben auch schon mit dem mieter gesprochen aber nix nun überlegen wir dem dauer gast hausverbot zu erteilen denn es geht in der wohnung auch oft lautstark zu streit

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Hermann am 18.11.2022 07:56

Hallo, wir nehmen an, dass man in einem Miethaus wohnt und dieses hat drei Stockwerke. Auf einmal ist eine von 5. 60 Watt Birnen kaputtgegangen und man sagte zu der Hausmeisterin. Hier sind noch drei 60 Watt Birnen und sie können die nehmen, um wieder richtiges Flurlicht zubekommen. Die Hausmeisterin hat es abgelehnt die zu nehmen und hat einfach eine Energiesparlampe in die Deckenleuchte eingesetzt. (Erste Stockwerk) Man hat zu ihr gesagt, die Energiesparlampe hat eine Verzögerung von knapp eine Minute, um die volle Leuchtkraft zubekommen.

@

Das hat Sie nicht gestört und sagte, ich bleibe bei meiner Meinung und die Energiesparlampe bleibt in der Deckenleuchte drin. Man sagte auch zu ihr gesagt: Dass die viel zu dunkel ist, wenn den Lichtschalter als Erster betätigt, um die Energiesparlampe einzuschalten. Man wohnt in dem ersten Stockwerk, wo die 60 Watt Birnen kaputtgegangen ist und jetzt ist in der Deckenleuchte die Energiesparlampe vorhanden.

@

Man geht durch das Treppenhaus, um in den Keller oder woanders gehen möchte. Jetzt ist es sehr früh dunkel und im Treppenhaus ist es auch, wenn man als Erster den Lichtschalter betätigt. Muss man jetzt erst abwarten, bis die Energiesparlampe seine volle Ausleuchtung hat oder kann man direkt gehen? und vielleicht ausrutscht oder was anderes. Der Eigentümer weiß davon und man hat ihn mitteilen, dass die Energiesparlampe nicht geeignet ist für das Treppenhaus. Der Eigentümer ist für die Hausmeisterin und hält eine Hand über Sie, was Sie macht. Es ist schon 2 Wochen her, aber es passiert nichts. Was sind meine rechte als Mieter und wie muss das Treppenhaus ausgeleuchtet sein ,wenn man den Lichtschalter betätigt. Man ist schon verzweifelt und was ist richtig.

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elscha58 am 12.04.2022 12:32

Ich bin vor 3 1/2 Jahren in eine Wohnung in der 1. Etage gezogen. Im Erdgeschoss befindet sich ein Nebeneingang bzw. Ausgang einer neurologisch/psychiatrischen Praxis. Beim Einzug wurde mir vom Vermieter und emaligem Hausmeister versichert, dass dieser nur vom Arzt selber und seinem Personal benutzt wird. Seit der Pandemie werden die Patienten statt durch den Haupteingang der Praxis durch's Treppenhaus entlassen. Ein Türen genalle und Getrampel in einer Tour. Manchmal bis zu 60 Patienten an einem Vormittag. Leider ist es so, dass die anderen Mieter berufstätig sind. Ich bin Rentner. Kontakt mit der Praxis war erfolglos: man müsse seine Patientun wegen der Pandemie schützen. Der Vermieter wurde mehrmals kontaktiert auch erfolglos: ihm wären die Hände gebunden. Ich muss mein ganzes Leben nach der Praxis richten weil der Gang im Hausflur eng ist und ich gar nicht an den Patienten vorbeikomme. Leider ist es mir finanziell nicht möglich nach so kurzer Zeit nochmal einen Umzug oder einen Rechtsanwalt zu finanzieren.Ich würde mich über eine Antwort freuen ob ich das so hinnehmen muss. Mich macht der Lärm krank.

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Rike am 16.01.2022 09:21

Bin 55 Jahre alt, und wohne seit dieser Zeit auf dem Grundstück meines Vaters im zweiten Haus. Alles war normal und gut bis vor 10 Jahren als seine neue Frau (50 Jahre Jünger als er) einzog.

Da sie mich gerne raushaben möchte, werden mir sämtliche Verbote erteilt.

Unter anderem darf ich nicht mehr durch das Haupthoftor gehen und muss durch das zweite Hoftor gehen.

Habe eigentlich kein Problem damit, aber alle 14 Tage bei der Mülleimer Leerung (meine eigenen Eimer die ich bezahle) muss ich den Weg nehmen um die Eimer rauszusellen. 1.Hoftor sind 10 Meter bis zur Straße, 2.Hoftor ca. 25-30 Meter zur Straße. Mülleimer sind nicht leicht. Ist das zumutbar?

Es herrscht seit Jahren Funkstille, reden kann man mit denen nicht

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Junimond51 am 29.12.2021 22:06

Ich bewohne seit !/2 Jahr eine Souterrainwohnung (Mietwohnung) Der nebenliegende Gemeinschaftskeller/Waschraum wird mit Waschen/Trockner bis ca.22.30 Uhr täglich von einer Mietpartei genutzt, zzgl.geräuschvollem Schleifen des Wäscheständers auf Fliesen.Da dies als störend und rücksichtslos wahrgenommen wird,wurde vom Eigentümer/Vermieter der Hinweis angebracht ab 20.00 dies bitte zu unterlassen.Leider ignoriert der Mieter (obwohl Normalschicht und ab 17.00 Dienstschluss) diesen Hinweis und unterlässt seine nächtlichen Aktivitäten nicht.Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung? Das Haus wird (nur) von 3 Parteien bewohnt.

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Rike am 16.01.2022 15:30

Da kann man folgendes machen, sprechen Sie nochmal den Vermieter an, damit er etwas unternimmt gegen den Ruhestörer. Hat das auch keine Wirkung dann gehen Sie zur Polizei und machen selbst eine Anzeige wegen Ruhestörung.

Hilde am 17.06.2021 21:49

Ich wohne nun seit 16 Jahren hier und hatte 14 Jahre lang einen Tisch mit zwei Stühlen neben meine Hauseingangstür sehen. Mein Mann ist vor zwei Jahren verstorben, und seitdem verbietet mir der Vermieter das Aufstellen meines Tisches unter Stühle mit Sonnenschirm wer kann mir sagen ob das wirklich erlaubt ist

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Rike am 24.03.2021 12:04

Hallo, ich bin Partnerin eines Mannes mit Behinderung, der seit vielen Jahren in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft wohnt, per Mietvertrag mit einem Leistungserbringer für diese ambulanten Hilfen. Eine der Mitbewohnerinnen fühlt sich allein durch den Umstand gestört, daß mein Partner mit mir (ich assistiere ihm auch in allem) erst später in der Nacht während der Nachruhezeit heimkehrt, obwohl wir uns extrem leise verhalten und alle unnötigen Geräusche vermeiden. Darf nun der Vermieter meinen Partner verpflichten, spätestens bis 22:00 in die Wohnung heimzukehren, da ihm ansonsten der Mietvertrag gekündigt oder mir Hausverbot erteilt werden könne?

Bislang wurden wir immer nur auf leise Rückkehr hingewiesen, was wir seit Jahren so auch einhalten; die anderen zwei Bewohner fühlen sich durch uns nicht gestört, solange sie nicht aufgeweckt werden, was praktisch auch nicht vorkommt. Nur seine Zimmernachbarin ist (gerade zur Zeit!) extrem empfindlich. Darf der Vermieter / Leistungsanbieter also ihre besonderen Interessen gegenüber meinem Partner und mir einseitig durchsetzen?

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immowelt Redaktion am 24.03.2021 13:22

Hallo Rike,

unseres Wissen darf niemand normalerweise in die Freiheitsrechte derart eingreifen, dass Ihnen verboten wird nach 22 Uhr nach Hause zu kommen. Auch kein Vermieter.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Ute Bernais am 05.03.2021 10:07

in der Wohnung über mir sind jetzt neue Mieter mit einem Schäferhund eingezogen und gerne spielen sie mit ihm tagsüber bis in die späten Abendstunden Ball- und sonstige Spiele durchgehend mehrere Stunden am Stück. Dazu kommt auch noch das morgendliche Wecken durch eben diese Ballspiele, pünktlich um 6.30 Uhr ! Es ist sehr ärgerlich für mich, da ich noch gerne, als Rentnerin eine Stunde Schlaf genießen würde. Verschiedene Male bat ich höflich darum das abzustellen und bekam zur Antwort, ich könne ja ausziehen wenn es mir nicht passt! Als daraufhin meine Vermieterin reagierte wurde es etwas erträglicher, jedoch beginnt der Stress jetzt erneut wieder. Meine Frage ist, welche Möglichkeiten habe ich, oder kann das nur der Vermieter regeln. Ich würde ungern umziehen da es für mich und meinen Hund hier ideal ist mit Terrasse und kleinem Gartenstück. Herzlichen Dank

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Eleonora Nagel am 26.05.2021 12:22

Gegen Rücksichtslosigkeit sollten Sie unbedingt vorgehen. Ihr Ruhebedürfnis steht über dem Spieltrieb des Hundes. Um 6.30 besteht Nachtruhe! Länger als 2 Stunden tagsüber kann Ihnen auch nicht zugemutet werden dieses Gepoltere auszuhalten. Musizieren ist auch nur 2 Stunden, nur in Ausnahmefällen auch länger, gestattet. Setzen Sie Ihrem Vermieter schriftlich eine angemessene Frist(14 Tage) den Lärm abzustellen und kündigen Sie eine Mietminderung wegen Lärmbelästigung an. Zahlen Sie ab sofort die Miete nur noch 'unter Vorbehalt'. Führen Sie unbedingt ein Lärmprotokoll, in das täglich Uhrzeit und Lärmursache aufgelistet werden. Zeugen wären von Vorteil. Wehren Sie sich gegen rücksichtslose Nachbarn. Viel Erfolg!


immowelt Redaktion am 05.03.2021 13:19

Hallo Ute,

in Mehrfamilienhäusern kommt es darauf an, dass alle auch auf die Interessen und Rechte des anderen achten. Der Weg zum Vermieter ist hier der richtige Weg, im Zweifel nochmal und nochmal. Ich lege ihnen gerne auch unseren Ratgeber "Bohren, Dröhnen, Rumgeschrei: Dann rechtfertigt Lärm eine Mietminderung" ans Herz.

Beste Grüße

Nana am 27.02.2021 09:17

Bei mir im Mietshaus sind 4 Parteien die im Keller waschen außer ich. Durch einen Zufall ist letzte Woche rausgekommen dass ein Nachbar über meine Steckdose Strom bezieht zum waschen. Daher meine Frage mir wurde gesagt das Wasser vom Keller für die Waschmaschine wäre vom allgemeinen Wasser. Allgemein bedeutet ich muss es mit Zahlen ist dies rechtens ? denn ich wasche nicht unten seit sieben Jahren nicht.

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immowelt Redaktion am 01.03.2021 16:03

Hallo Nana,

nein, es ist nicht rechtens, wenn andere Parteien ihren Strom oder ihr Wasser nutzen. Hier sollten Sie auf eine Lösung pochen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

schneckimaus08 am 24.02.2021 18:14

Wir haben einen Mieter im Haus, der uns schräg obendrüber wohnt. Beim Verlassen bzw. Eintreten in seine Wohnung wird permanent die Wohnungstür rangeschmissen, was man sehr laut hört. Wir haben den Mieter daraufhin schon mehrmals angesprochen, wird aber von ihm ignoriert. Süß man das hinnehmen oder sollen wir uns an den Vermieter wenden?

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schneckimaus08 am 09.03.2021 22:32

wann erhalte ich eine Antwort auf meine Frage?


immowelt Redaktion am 10.03.2021 13:17

Hallo schneckimaus08,

das Knallen von Türen kann störend sein, ist in der Regel aber als normales Wohngeräusch hinzunehmen. Wenn es aber das Ausmaß des Zumutbaren überschreitet, dann kann dies sogar ein Grund für eine Mietminderung darstellen. Diese sollte aber nie ohne eine rechtliche Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein vorgenommen werden. Nachdem ihr Gesprächsversuch mit dem Nachbarn nicht geglückt ist, sollten Sie das Gespräch mit dem Vermieter suchen.

Anna am 24.02.2021 12:55

Laut meinem Mietvertrag ist ab 20:00 schon Zimmerlautstärke einzuhalten. Die Lärmschutzverordnung dieser Stadt (und ja auch dieser Artikel) erlauben aber bis 22:00. Was gilt nun?

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immowelt Redaktion am 25.02.2021 10:07

Hallo Anna,

steht in Ihrem Mietvertrag diese Ruhezeit und haben Sie den Vertrag unterzeichnet, haben Sie mit Ihrer Unterschrift diese Regelung akzeptiert. Sie ist aus unserer Sicht einzuhalten.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Hermann am 03.02.2021 13:41

Hallo, ich wohne in einem Miethaus und in den Flur sind 4 Fenster vorhanden und eine unbekannte Person macht die Flurfenster immer auf eine Kippstellung drauf, sodass die dauerhaft den ganzen Tag so verbleiben. Ich habe schon 2 Briefe (per Einschreiben) an den Hauseigentümer geschrieben und geschrieben, dass diese Flurfenster bei der kalten Jahreszeit geschlossen bleiben sollten, um meine Heizkosten nicht unnötig nach oben zu treiben. Es sind 9 Mietparteien in diesem Hause und bis jetzt ist nichts von dem Hauseigentümer rübergekommen und das war vor 4 Wochen gewesen. Egal was für eine Außentemperatur es ist, die Hälfte der 4 Flurfenster bleiben auf eine Kippstellung drauf. Ab wie viel Grad dürfen die Flurfenster auf eine Kippstellung verbleiben. Wer kann mir helfen und habe ich recht.

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immowelt Redaktion am 04.02.2021 07:48

Hallo Hermann,

es gibt keine rechtliche Regelung bezüglich der Kippstellung von Hausflurfenster. Womöglich meint es ein Nachbar nur sehr gut während der Coronapandemie und möchte für ausreichend Luftaustausch im Treppenhaus sorgen. Wird es zu kalt, können Sie die Fenster selbst wieder schließen. Da das natürlich keine Dauerlösung ist, raten wir Ihnen das Gespräch mit den Nachbarn zu suchen. Eventuell hilft auch eine Mitteilung an den Fenstern, dass Sie die derzeitige Handhabung stört.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keinerlei verbindliche Rechtsberatung leisten können oder dürfen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Pamelaschroeder97 am 22.12.2020 14:45

Hallo, ich hab sehr schreckliche Nachbarn, die Eltern meiner Vermieterin Wohnen über mir, von mülltonnenstreit, bis hin das mein Besuch nicht abends zu mir darf oder mein Freund bei mir übernachten darf, gehen heimlich in meine Wohnung. Etc.

Meine eigentliche Frage, damit ich im Voraus Gewissheit habe,

Ich bin über Weihnachten jetzt verreist zu meinen großeltern,

Mein kleiner Bruder ohne Führerschein und wohnt 30km weiter weg ist an Heiligabend bei meinen Eltern die im selben Ort wie ich Wohnen. Er hat mich gefragt ob er abends bei mir schlafen kann.

Ich bin aber abwesend,

Darf ich das einfach festlegen oder muss ich damit rechnen das die Eltern meiner Vermieterin (ich habe die Einliegerwohnung) was sagen können.

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 23.12.2020 14:42

Hallo Pamela,

ein Mieter muss seinen Vermieter darüber zu informieren, wer in seiner Abwesenheit einen Ersatzschlüssel zu Wohnung besitzt (BGH, VIII ZR 164/70). Sie sollten ihren Vermieter also über längere Abwesenheiten - diese Pflicht greift schon beim Kurzurlaub - Bescheid geben.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

SteLa am 08.12.2020 11:38

Hallo, wir leben im einem 5 Parteienhaus. Es gibt einen Gemeinschaftsgarten sowie ein Fahrradhäuschen mit Steckdose. Nun haben wir eine Partei, die ohne Absprache einen Pool UND einen Whirlpool im Garten aufgestellt hat und für die Pumpe bzw. Beheizung die Steckdose im Gemeinschaftsraum (Fahrradhäuschen) nutzt. Die Stomkosten dieses Anschlusses werden aber auf alle Mieter umgelegt. Geht das? Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Eleonora Nagel am 26.05.2021 12:32

Das geht gar nicht! Abgesehen von den höheren Wasser- und Stromkosten wird der Rasen unter dem Pool beschädigt. Ihr Vermieter muss das abstellen.


immowelt Redaktion am 08.12.2020 12:17

Hallo SteLa,

das ist ein Fall für den Vermieter, der an der Stelle eingreifen sollte. Es ist fraglich, ob der Vermieter überhaupt sein Okay gegenhabt, dass solche Geräte aufgestellt und genutzt werden.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Steffi am 16.11.2020 07:37

Ich sitze im Rollstuhl und soll in bestimmten Abständen die Grüne Tonne auswaschen und von mir eine gekaufte Papiertüte hinein kleben ist das rechtens

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 20.11.2020 11:25

Hallo Steffi,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Die Reinigung der Biomülltonne durch Mieter ist in manchen Häusern gängig. Es dürfte maßgeblich darauf ankommen was im Mietvertrag steht. Sie haben die Möglichkeit auf eigene Kosten eine Reinigungsfirma zu beauftragen, die das für Sie übernimmt.

Wir verstehen wie schwierig die Situation für Sie ist, bitten aber um Verständnis, dass wir keine rechtsgültige Beratung leisten können oder dürfen. Wir raten Ihnen sich an einen Mieterbund zu wenden.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Uschi am 08.09.2020 15:01

Hallo,

Seit einiger Zeit,werde ich durch laufende Waschmaschinen von einer Rentnerin über mir in meiner Nachtruhe gestört.Das geht manchmal bis 1 Uhr Nachts,und auch schon darüber. Ein klärendes Gesprächmit der Verursacherin hat nichts gebracht,sie meinte ,ich sei nur Mieterin,und sie Eigentümerin ihrer Wohnung,und sie könnte waschen wann immer sie wollte.

Die ständige Schlaflosigkeit hat mir schon gesundheitlich geschadet,was kann ich tun?

auf Kommentar antworten

sumi79 am 29.09.2020 08:03

Über die Antwort der Redaktion bin ich etwas verwundert, denn im Artikel steht folgendes:

"Allerdings sollten die Geräte während der Nachtruhe (22 bis 7 Uhr) nicht laufen (Landgericht Frankfurt, Az.: 2/25 O 359/89). "

Es gibt also durchaus etwas handfestes dazu.


immowelt Redaktion am 10.09.2020 11:02

Hallo Uschi,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Aus der Ferne können wir den Fall leider nicht beurteilen, denn in der Regel müssen Mieter Haushaltslärm dulden. Treten diese Geräusche allerdings schon verhältnismäßig oft und zu unmöglichen Zeiten auf, so kann das Mieter zu einer Mietminderung berechtigen. Eine ausführlichere Erklärung dazu, wann Lärm ein Grund zur Mietminderung ist, finden Sie in unserem Beitrag hier: https://ratgeber.immowelt.de/a/bohren-droehnen-rumgeschrei-dann-rechtfertigt-laerm-eine-mietminderung.html 

Was Sie tun können, ist, den Lärm zu protokollieren und dabei auch beschreiben, wie laut er ist und zu welchen Zeiten er auftritt. Im Idealfall haben Sie auch Zeugen, die dies bestätigen können. Für das weitere Vorgehen empfehlen wir Ihnen, sich dann durch einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Mieterverein beraten zu lassen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir selbst keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

Petra am 03.09.2020 13:51

Neuer Vermieter seid 7 j.liess 14 Tage vor Ankündigung selbst Verfasste Mietvertrag in der Schreiben wenn man sich Weigerte drohte er mit Kündigung .Wann ist ein Vermiter im Grundbuch für Bestmmungen im Haus berechtigt .Ständige Eingriffe seid Jahren die bestand hätten ändert er aus Boshaftigkeit und Willkür.. Danke für jeglicher Hilfe was man gegen den Eigentümer zur Rensing bringen kann ..ausser Anwälte.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 04.09.2020 09:42

Hallo Petra, der Mieter kann nicht einfach den Mietvertrag ändern. Sollte dem so sein, können SIe ihn unter Umständen auch fristlos kündigen. Lesen Sie dazu mehr in unserem Ratgeber.

Liebe Grüße

immowelt Team

Frank am 31.08.2020 20:26

Fitnesscenter nutzt das Treppenhaus als zusätzlichen Zugang zum Center. Der Türschliesser wird abgeschaltet, somit ist das Treppenhaus öffentlicher Raum geworden. Zusätzlich wird die Haustür(Glas) als Werbeträger genutzt. Laut Hausordnung ist das Anbringen von Plakaten verboten. Das Center ist uneinsichtig und besteht auf die Plakate. Welche Rechte habe ich als Mieter?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 01.09.2020 17:47

Hallo Frank,

da wir die Mietverträge nicht kennen ist wohl der Vermieter der erste Ansprechpartner. Leider können wir Ihnen an dieser Stelle nicht helfen.

Liebe Grüße

immowelt Redaktion

Jay am 15.07.2020 06:54

Hallo, darf mein Vermieter mir verbieten Pakete zuhause zu empfangen? Sie sagt ich soll dier Pakete zur Post umleiten lassen. Danke!

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 20.07.2020 17:58

Hallo Jay,

auf den ersten Blick scheint es nicht nachvollziehbar, auf welcher Grundlage Ihr Vermieter Ihnen verbieten will, Pakete Zuhause zu empfangen, da dies zur herkömmlichen Nutzung der Mietswohnung gehören dürfte. Jedoch dürfen wir selbst keine Rechtsberatung leisten und würden Ihnen daher empfehlen, die Einschätzung eines Fachanwalts für Mietrechts oder eines Mietervereins einzuholen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion