Mietschulden: Erste Hilfe für Mieter

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Das Auto muss in die Werkstatt, hohe Nachzahlungen von Betriebskosten und Strom stehen an – schneller als gedacht ist das Konto im Minus und der Mieter kann die Miete nicht mehr bezahlen. Die Konsequenz: Mietschulden. Tipps, wie Mieter dann vorgehen sollten.

Mietschulden, Mietrückstand, Mieter, Geldbeutel, Foto: Photographee.eu / fotolia.com
Wenn der Geldbeutel leer ist, können Mieter häufig ihre Miete nicht mehr bezahlen. Mietschulden sind dann die Folge. Foto: Photographee.eu / fotolia.com

Die wichtigste Vertragspflicht des Mieters ist es, die Miete pünktlich zu zahlen. Ist das nicht der Fall, spricht man vom Mietrückstand. Der kann schlimme Konsequenzen haben: Ist der Mieter mit der Zahlung im Verzug, kann ihm die Wohnung fristlos gekündigt werden und eine Räumungsklage droht – deswegen sollte er schnell handeln.

Ab wann sich der Mieter in Mietrückstand befindet

„Ein Mieter gerät in Mietrückstand, wenn er seine Miete nicht bis zum dritten Werktag eines Monats im Voraus entrichtet“, sagt Jürgen Schirmacher, Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied vom Mieterschutzbund Berlin. Laut BGH reicht es, wenn er die Überweisung am dritten Werktag des Monats bei seiner Bank anweist, sofern das Konto ausreichend gedeckt ist. Entgegenstehende Bestimmungen in Formularverträgen, dass es nämlich für die Rechtzeitigkeit der Zahlung nicht auf die Absendung, sondern auf den Eingang des Geldes ankommt, sind unwirksam (BGH VIII ZR 222/15). Wichtig: Der Samstag zähle hierbei nicht als Werktag.

Zahlt der Mieter zwei Monate hintereinander keine Miete oder einen erheblichen Teil nicht, kann der Vermieter ihm fristlos kündigen. Das Gleiche gilt dann, wenn der Mieter über einen längeren Zeitraum nur teilweise zahlt und im Gesamten über zwei Monatsmieten in Verzug ist.

Ausnahme: Mindert der Mieter berechtigt wegen Wohnungsmängeln seine Miete, gerät er nicht in Zahlungsverzug.

Mietschulden: wie Mieter vorgehen sollten

Wer in Mietrückstand gerät, sollte vor allem erst einmal nicht in Panik verfallen. Tipps für betroffene Mieter:

Persönlich mit dem Vermieter reden
Mieter sollten in so einem Fall den Vermieter so schnell wie möglich persönlich kontaktieren. Vielleicht lässt sich eine Einigung finden – Mieter können beispielsweise anbieten, die fällige Monatsmiete in Raten abzubezahlen.

Hilfe von Mietervereinen
Mieter können sich Hilfe bei Mietervereinen holen, die verschiedene Möglichkeiten aufzeigen und den Mieter beraten.

Geld leihen
Mieter sollten sich außerdem in ihrem Verwandten- und Freundeskreis erkundigen, ob ihnen jemand ein Darlehen gewähren würde.

Mietzahlung von Jobcenter
Sind Mieter arbeitslos und beziehen Arbeitslosengeld II (ALGII), können sie ihren Mietrückstand sowie die künftige Miete nach § 34 Abs. 1 SGB XII unter Umständen vom Jobcenter bezahlen lassen. Dazu müssen sie einen Antrag auf Mietschulden-Übernahme stellen. Die Übernahme der Mietschulden kann entweder bei Beihilfe oder Darlehen erfolgen – Letzteres müssen Mieter wieder zurückzahlen.

Unterstützung vom Sozialamt
Können Mieter von ihrem geringen Lohn die Miete nicht vollständig zahlen, können sie beim Sozialamt einen Antrag auf Mietschuldenübernahme stellen. „Das Sozialamt übernimmt in der Regel Mietschulden als Hilfe zum Lebensunterhalt, wenn dies gerechtfertigt und notwendig ist – und der Mieter ansonsten auf der Straße sitzt“, erklärt Rechtsanwalt Schirmacher. Wenn man bedürftig ist, sollte auf jeden Fall ein Antrag gestellt werden. Wird dieser abgelehnt, solle der Mieter das in jedem Fall durch einen Experten überprüfen lassen.

Wohngeld beantragen
Mieter sollten sich bei der zuständigen Stadt- und Gemeindeverwaltung erkundigen, ob sie Anrecht auf Wohngeld haben.

Fristlose Kündigung oder Räumungsklage: Schulden müssen beglichen werden

Doch manchmal ist es bereits zu spät und der Mieter hält die fristlose Kündigung oder die Räumungsklage bereits in den Händen. „Bei einer Kündigung sollten Mieter überprüfen, ob sie wirksam ist, also ob sie den formalen Anforderungen genügt“, sagt Schirmacher. Doch meistens hilft nur noch eines: den Mietrückstand ausgleichen.

Achtung

Auch regelmäßige unpünktliche Zahlungen rechtfertigen eine fristlose Kündigung. Davor muss der Vermieter dem Mieter allerdings eine Abmahnung schicken. Das hat der Bundesgerichtshof (Az. VII ZR 364/04) beschlossen.

Eine fristlose Kündigung wird nur unwirksam, wenn:

  • der Mieter den Mietrückstand unverzüglich nach Erhalt der Kündigung bezahlt (§ 543 Abs. 2 Nr. 3, Satz 2 BGB).
  • der Mieter den Betrag innerhalb von zwei Monaten bezahlt, nachdem die Räumungsklage rechtshändig ist (§ 569 Abs. 3 Nr. 2 BGB). Wichtig: nur eine vollständige Zahlung kippt die Kündigung (BGH, VIII ZR 261/15).
  • eine öffentliche Stelle die Schulden übernimmt. Zwei Monate, nachdem die Räumungsklage zugestellt wurde, muss eine dementsprechende Erklärung vorliegen (§ 569 Abs. 3 Nr. 2, S. 1 BGB).

Der Mieter kann diese Optionen aber nur alle zwei Jahre nutzen. Wer ständig in Mietrückstand gerät, soll nicht geschützt werden.

Muss der Mieter seine Wohnung verlassen, sitzt er nicht sofort auf der Straße. Gerichte informieren die zuständige Stadt und Gemeinde über eine Räumung. Die Behörden nehmen dann in der Regel Kontakt zu den Betroffenen auf, um ihnen bei der Wohnungssuche weiterzuhelfen. Viele Städte haben für diese Fälle auch Übergangswohnungen.

Mieter sollten außerdem nicht vergessen: Eine fristlose Kündigung ist auch für Vermieter mit finanziellem Aufwand verbunden – das heißt, auch er will so eine Situation regeln. Daher sollten Mieter im Mietrückstand immer zunächst versuchen, sich mit ihrem Vermieter persönlich zu einigen.


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20 Kommentare

Sarah am 27.11.2018 12:41

Hallo

Und zwar das Jobcenter hat meine Wohnung gezahlt bis auf 2 Monate meine Vermieterin will 1000 Euro von mir haben bei der Wohnungs Übergabe da ich diese Woche umziehe . Wenn ich ihr das Geld nicht gebe nimmt sie diese Wohnung nicht und verlängert das Missverhältnis obwohl die Wohnung schon gekündigt ist . Was soll ich jetzt tun

Mit freundlichen grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.11.2018 12:52

Hallo Sarah und danke für Ihren Kommentar.

Wenn Sie die Wohnung fristgerecht gekündigt haben, so ist diese Kündigung wirksam, denn laut § 573c BGB können Mieter spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats kündigen, sofern keine sonstige Bestimmung dem entgegensteht (z.B. qualifizierter Zeitmietvertrag, zeitlich befristeter beidseitiger Kündigungsverzicht).

Eine einseitige "Verländerung" des Mietverhältnisses durch den Vermieter sieht das Gesetz nicht vor.

Grundsätzlich sind Sie allerdings zur Zahlung der Miete verpflichtet, es ist nicht zulässig, die Mietkaution am Ende des Mietverhältnisses abzuwohnen.

Sie sollten gegebenenfalls die Hilfe eines Mietervereins oder eines Fachanwalts für Mietrecht in Anspruch nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 27.11.2018 12:59

Hallo Sarah , noch eine Ergänzung:

Verweigert der Vermieter die Rückgabe der Wohnung, so gerät er nach Urteil des Landgerichts Bonn (Az.: 6 S 173/13) in Annahmeverzug und kann keine Nutzungsentschädigung für die Zeit nach Ende des Mietverhältnisses verlangen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Timo am 14.11.2018 12:19

Guten Tag,

meine Mutter (bei der ich wohne) hat beim Vermieter über 3000 Euro schulden da einiges schief lief mit dem konto.. Meine Frage ist da es so aussieht das wir nix vom amt bekommen weil uns der antrag versagt wurde und meine Mum eh noch arbeitet wir irgendwie hilfe bekommen können durch irgendwas? Meine Mutter hat versucht Ratenzahlung vorzuschlagen aber der Vermieter ließ uns über den Anwalt wissen das jetzt wohl Klage eingereicht wurde was heisst das?

Grüße Timo

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.11.2018 12:51

Hallo Timo,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn der Vermieter Ihrer Mutter aufgrund der Mietschulden schon eine Kündigung zukommen hat lassen, heißt das vermutlich, dass er jetzt auf Räumung klagt. Auf diese Weise kann der Vermieter vom Gericht einen Räumungstitel erwerben und die Wohnung durch einen Gerichtsvollzieher räumen lassen. Sollten Sie die Mietschulden nicht begleichen oder sich anderweitig mit dem Vermieter einigen können, würden wir Ihnen dringend empfehlen sich rechtlich beraten zu lassen, beispielsweise von einem Mieterverein oder direkt von einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Halilnot am 19.07.2018 00:06

Hallo Leute, bin nach längerem Zeit wieder nach Deutschland gezogen, da ich keine Arbeitserlaubnis hatte, dürfte ich nicht arbeiten obwohl ich einen festen Platz hatte. Ich bekomme keine Hilfe, dürfte letzte Monat keine Miete bezahlen und für diesen Monat kann ich auch nicht. Habe schon Erwähnung bekommen und wenn ich bis Monatsende beide Monatsmiete nicht bezahle, werde ich fristlos gekündingt. Problem ist habe erst heute Brief von ausländerbehörde bekommen das ich Aufenthalttitel verlängert bekomme, darf aber erst am 23. anfangen zu arbeiten. Vorschuss sieht grad unmöglich aus. Was könnte man an meiner Stelle machen? Sorry wegen Rechtschreibung.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.07.2018 10:59

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn ein Mieter die Miete nicht zahlt, wird es grundsätzlich schwer, eine fristlose Kündigung abzuwenden. Sie sollten sich deshalb rechtzeitig bei der Stadt oder Gemeinde erkundigen, ob diese für solche Notfälle Wohnungen bereitstellt. Um eventuell finanzielle Unterstützung zu erhalten, sollten Sie auch beim Jobcenter vor Ort nachfragen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Marc am 14.07.2018 18:44

Hallo Ich habe eine fristlose Kündigung erhalten man sagte mir da ich Arbeitslosengeld II beziehe das es das sozialrathaus übernimmt und mir ein Darlehen gibt es handelt sich dabei um 2 Monats mieten übernehmen sie das wirklich obwohl ich das geld vom jobcenter erhalten habe aber nicht weiter geleitet hab wegen privaten Schulden?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.07.2018 10:19

Hallo Marc und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ob das Sozialrathaus in Ihrem Fall für Ihre Mietrückstände aufkommt, können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. HIer kommt es sicher immer auch auf den Einzelfall an. Wir würden Ihnen daher empfehlen, direkt beim Sozialrathaus nachzufragen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

K.w am 08.07.2018 00:20

Hallo, bin Azubi habe die fristlose Küdigung bekommen undwurde aufgefordert die ganze Kaution zu bezahlen ob wohl ich mit dem Vermieter vereinbart habe das ich auszieh er hat schon die schriftliche Kündigung bekommen hat sie aber nicht unterschrieben

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.07.2018 08:49

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn der Vermieter Ihnen wirksam gekündigt hat, müssen Sie selbst nicht mehr kündigen. Warum möchte der Vermieter denn die Kaution einbehalten?

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mike am 04.07.2018 17:19

Habe meine Mietrückstände bezahlt, vor Gerichtstermin, was kann ich jetzt tun?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.07.2018 08:39

Hallo Mike,

wenn Sie die Mietrückstände vor der Verhandlung zu einer Räumungsklage bezahlt haben, wird eine fristlose Kündigung in der Regel unwirksam, nicht jedoch eine behelfsweise fristgerechte, falls der Vermieter eine solche ausgesprochen hat.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihre Situation nicht genau kennen und sie daher aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Andi am 07.06.2018 16:13

Mein Vermieter hat mir mit einer fristlosen Kündigung gedroht, ich habe noch eine Rest mietschuld von 350€ die Miete wurde immer pünktlich über wiesen. Ich fange nun eine neue Arbeit an und muss 4 Wochen warten bis ich die Miete zahlen kann. Meine Frage kann er mich nun einfach so fristlos kündigen? Was haben sie für tipps mit meinen Vermieter kann man nicht reden.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.06.2018 08:47

Hallo Andi und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine fristlose Kündigung bei Zahlungsverzug ist laut Gesetz nur gerechtfertigt, wenn der Mieter seine Miete mindestens zwei Monate hintereinander gar nicht oder nur teilweise zahlt. Dabei muss der Rückstand laut Bürgerlichem Gesetzbuch einen "nicht unerheblichen Teil der Miete" ausmachen. Sollte der Mieter über einen längeren Zeitraum immer mal wieder oder nur teilweise zahlen, muss der Rückstand die Höhe von zwei Monatsmieten erreichen. In diesem Fall wäre eine fristlose Kündigung wirksam.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Remo am 28.04.2018 09:42

Hallo Redaktion,

ich habe die Kündigungen erhalten, Räumungsklage ist unterwegs, Ich erhalte 1000 Euro Arbeitslosengeld, Miete ist 700 Euro, 4 Monatsmiete Rückstände. Fachstelle Wohnen will mir finanziell helfen und hat den Vermieter angeschrieben, der lässt mit dem Antwort Zeit. Wenn ich jetzt das Geld leihen würde, würde mir das Amt trotzdem helfen um das geliehene Geld zurückzuzahlen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.04.2018 16:38

Hallo Remo,

ob das Amt Ihnen trotzdem noch hilft, das Geld zurückzuahlen, wenn Sie das Geld in der Zwischenzeit woanders auftreiben, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Am besten nehmen Sie nochmal Kontakt zum Amt beziehungsweise Ihrem Sachbearbeiter auf und besprechen die Details.

Wir wünschen Ihnen viel Glück.

Viele Grüße

Ihre Immowelt-Redaktion

Jennifer am 17.04.2018 16:52

Hallo ich habe eine dringende Frage und ich hoffe es gilt auch für österreich bzw steiermark

Ich könnte diese monat einfach nicht die Miete zahlen weil es finanziell einfach nicht ginge das problem ist aber das ich noch 500€ in Rückstand bin.... Und meine frage wäre können sie mich da einfach kündigen? Habe sehr große angst das ich... Mein Kind und meine tiere aif der straße landen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.04.2018 08:59

Hallo Jennifer und vielen Dank für Ihren kommentar,

in Österreich ist eine sofortige Kündigung möglich wenn ein Mieter länger als einen Monat mit der Zahlung der Miete im Rückstand ist. Insofern würden wir Ihnen raten, Ihre Mietschulden so schnell wie möglich zu begleichen und/oder sich durch die österreichische Mietervereinigung beraten zu lassen.

Weitere Informationen zur sofortigen Kündigung durch den Vermieter finden Sie auch in unserem österreichischen Ratgeber unter folgender Adresse: ratgeber.immowelt.at/a/sofortige-kuendigung-so-sollten-vermieter-vorgehen.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

marita am 06.04.2018 20:05

Wie kann ich als Vermieter meine Rechte war nehmen Mietschulden etwa 10000 € und noch etweilige Schäden in der Wohnung ,endlich nach vielen Gerichtsverhandlungen sind sie nun endlich ausgezogen auf den Kosten bleibt man dann sitzen . Den Mietern wird vom Gericht noch Prozeßkostenbeihilfe gewährt, uns Vermieter treibt man in den Ruin. Das war mal meine Altersversorgung. Warum geht man so mit braven Steuerzahlern um, denn auch die Gerichte werden von uns Steuerzahlern finanziert. Nur wie lange noch.

auf Kommentar antworten

leo lobito am 23.05.2018 11:41

Benötigen Sie einen dringenden Kredit, um Ihre Schulden abzubezahlen und ein neues Geschäft aufzubauen, ein Haus zu kaufen oder für Ihre Kinder Krankenhausrechnungen zu bezahlen, wenn ja, kontaktieren Sie uns über leolobitohelpfunds@hotmail.com für weitere Informationen

Pati am 15.03.2018 15:38

Hallo,

Eine Frage , habe eine Kündigung bekommen und die Restschulden beglichen . Muss ich trotzdem die Wohnung verlassen ?

Mit freundlichen Grüßen

Patrizio

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.03.2018 08:52

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

sie beziehen sich auf die sogenannte Schonfristzahlung. Wenn ein Mieter binnen zweier Monate, nachdem ein gerichtlicher Räumungstitel rechtskräftig wurde, die Mietrückstände begleicht, wird eine außerordentliche Kündigung unwirksam und der Mieter hat das Recht, weiterhin in der Wohnung zu bleiben. Hat der Vermieter allerdings nicht nur fristlos, sondern hilfsweise auch ordentlich gekündigut, muss der Mieter trotzdem raus aus der Wohnung. Das dann zwar nicht fristlos, aber nach Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist. Unabhängig von den gesetzlichen Regelungen ist es natürlich zudem immer möglich, dass sich Mieter und Vermieter gütlich einigen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Chris am 13.03.2018 16:47

Guten tag

Ich habe mal eine frage ich habe ein fristlose Kündigung bekommen und will am Donnerstag zum sozialamt gehen und lieb nach fragen ob die meine mietschulden übernehmen aber das doofe ist bin aber teils auch schuld und da wollte ich wiesen ob die das trotzdem übernehmen bedanke mich schon mal für die Antwort

MFG chris

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.03.2018 11:46

Hallo Chris,

ob das Amt Ihre Mietschulden letztlich übernimmt, können wir vorab nicht sagen. Möglich ist das aber vor allem dann, wenn jemand durch eine Kündigung aufgrund von Mietschulden akut von Obdachlosigkeit bedroht ist.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

David am 09.03.2018 12:35

Hallo ich hab schon die schriftliche Kündigung und bkn schob raus aus der Wohnung das Sozialamt würde meine Mietschulden über nehmen nur ich brauch ein schreiben von nonovia wenn die mietschulden unbenommen würde das ich wieder als Mieter unterkommen kann das braucht das Sozialamt aber nonovia macht faxen ich warte 4 Monate auf Brief jedes mal sagen sie kümmern sich aber passiert nix was kann ich tun brauche Hilfe

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.03.2018 13:34

Hallo David und vielen Dank für Ihren Kommentar,

warum Ihnen Ihr Wohnungsunternehmen das benötigte Schreiben nicht zukommen lässt, können wir aus der Ferne leider schlecht beurteilen. Unter Umständen erhalten Sie Hilfe beim örtlichen Mieterverein oder bei einem Schuldnerberater.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Stefanie am 03.01.2018 11:01

Hallo guten Tag,

Habe eine Frage

Mir wurde zum 27.12.2017 fristgemäß gekündigt. Bin erst am 1.12.2017 eingezogen.

War beim Vermieter und wollte Rückstand bar bezahlen. Am 29.12.2017

Er lehnte es ab. Was kann ich tun???

Mit freundlichen Grüßen Stefanie

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.01.2018 11:30

Hallo Stefanie und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine nachträgliche Zahlung eines Mietrückstands kann zwar eine fristlose Kündigung aufheben, nicht jedoch eine fristgemäße. Ob diese allerdings in Ihrem Fall rechtswirksam ist, können wir aus der Ferne nur schwer beurteilen. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Wir würden Ihnen daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Klara am 16.12.2017 13:41

hallo guten Tag .

ich hätte Mal eine Frage kann der Vermieter bei 165 Euro Schulden kündigen .

und wenn die Miete statt Ende des Monats erst am 15 eingeht kündigen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.12.2017 10:44

Hallo und Danke für Ihren Kommentar,

für eine fristlose Kündigung muss der Mieter in der Regel für zwei aufeinander folgende Termine mit der Entrichtung der Miete oder eines nicht unerheblichen Teils der Miete in Verzug sein oder in einem Zeitraum, der sich über mehr als zwei Termine erstreckt, mit der Entrichtung der Miete in Höhe eines Betrages in Verzug sein, der die Miete für zwei Monate erreicht (BGB, § 543).

Eine ordentliche Kündigung (also mit Fristsetzung) ist allerdings schon möglich, wenn der Mieter seine vertraglichen Pflichten schuldhaft nicht unerheblich verletzt hat, heißt es in § 573 BGB.

Ob die Kombination aus einem geringen Mietrückstand (165 €) plus regelmäßiges Zuspätzahlen der Miete bereits eine Kündigung rechtfertigt, fordert regelmäßig eine Beurteilung des konkreten Einzelfalls. Wir raten Ihnen darauf zu achten, künftig (auch kleinere) Mietrückstände und Zahlungsverzögerungen zu vermeiden, denn je nach Häufgkeit von Vertragsverletzungen könnte bei der Beurteilung summarisch eine nicht mehr nur unerhebliche Vertragsverletzung abgeleitet werden.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

fussmass am 07.12.2017 13:16

Hallo, ich habe eine Frage.

Kann ein Mieter der gekündigt hat und letzten Monat bezahlen muss die Kaution eigenwillich einbehalten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.12.2017 14:25

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Mieter müssen die Monatsmiete bis zum letzten Monat bezahlen. Eine Verrechnung mit der Kaution ist allenfalls in Abstimmung mit der Vermieter zulässig.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lillebror1969 am 27.07.2017 08:07

Ist die Kündigung automatisch hinfällig sobald die Mietrückstände gezahlt wurden, oder müssen weitere Schritte eingeleitet werden?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.07.2017 09:27

Hallo Lillebror,

ja. Wenn der Vermieter allerdings neben der fristlosen Kündigung hilfsweise eine fristgerechte Kündigung ausgesprochen hat, bleibt diese laut einem Urteil des BGH wirksam (Az.: VIII ZR 6/04 ).

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

lasvegas211 am 06.06.2017 15:05

Ich beziehe Sozialhilfe und bekomme die Miete auch vom Sozialamt. Ich habe nun mein ganzes Geld verloren und kann die Miete nicht bezahlen. Was soll ich bloß machen???Kann mir jemand helfen????

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.06.2017 15:46

Hallo lasvegas211,

vielen Dank für Ihren Kommentar. In einem ersten Schritt sollten Sie mit Ihrem Vermieter sprechen. Vielleicht können Sie ja auf diesem Wege schon eine unbürokratische Einigung finden und sich beispielsweise auf eine Ratenzahlung einigen. Hilfe können Sie sich darüber hinaus von den örtlichen Mietervereinen holen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Holy357 am 19.05.2017 16:21

Was ist, wenn der Mieter 3x keine Miete bezahlt hat (Feb, Maerz und April), weil er es vergessen hat, er dann, nachdem er es bemerkt hat die Maimiete verspätet bezahlt hat und den dauerauftrag fuer die Mietzahlung ab Juni wieder fristgerecht eingerichtet hat, der Vermieter aber nichts gesagt hat (Keine Mahnung, Anruf etc.). Muss der Mieter die drei Monatsmieten dann trotzdem von sich aus begleichen oder gilt es als 'akzeptiert', dass drei Monatsmieten nict bezahlt wurden, weil der Vermieter nichts gesagt hat?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.05.2017 09:04

Hallo Holy357,

vielen Dank für Ihren Kommentar. In dem von Ihnen geschilderten Fall schuldet der Mieter dem Vermieter auch weiterhin die nicht gezahlten Monatsmieten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Sabine am 09.04.2016 00:12

Ich habe im Haus defekte Stromleitungen falsch gepolt. Schimmel Feuchtigkeit Rückstau von der wc Anlage und soll 720_Euro zahlen. Jetzt habe ich die Miete einbehalten und bekomme nun Ärger. Was ist nun richtig

auf Kommentar antworten

tom.stein am 10.09.2017 15:01

Für Schäden darf man nur einen (dem Schaden entsprechenden) Teil der Miete einbehalten, nicht die ganze Miete! Bei Stromleitungen kommt es auf die Art des Fehlers an: Keine Funktion oder lebensgefährliche 230 V auf dem Erdleiter? Bei Schimmel muss ermittelt werden, ob falsch gelüftet wird (sehr häufig ist das so!) oder Feuchtigkeit eindringt. Davon hängen dann die Maßnahmen ab. Ich würde einen Anwalt fragen, für hier erscheint mir das zu komplex!


Immowelt-Redaktion am 11.04.2016 08:58

Liebe Sabine,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wann einem Mieter eine Mietminderung zusteht und wie hoch diese ausfallen kann, lässt sich leider pauschal nicht beantworten. Hierzu muss stets der Einzelfall beurteilt werden. Informationen zum Thema finden Sie in folgenden Artikeln: ratgeber.immowelt.de/mietminderung.html

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen
die Immowelt-Redaktion