Leitfaden für Mieter: welche Mieterhöhung zulässig ist

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Viele Mieter haben vor einer drastischen Mieterhöhung Angst. Allerdings dürfen Vermieter die Miete nicht einfach nach Belieben in die Höhe treiben. Sie müssen sich an klare gesetzliche Regelungen halten. So prüfen Mieter, ob die Mieterhöhung zulässig ist.

Mieterhöhung, Miete erhöhen, Foto: iStock/g-stockstudio
Welche Mieterhöhung ist zulässig? – Vor einer drastischen Mieterhöhung sind Mieter gut geschützt. Es gibt aber Fälle, in denen sie eine Erhöhung dulden müssen. Foto: iStock/g-stockstudio

Das deutsche Mietrecht schützt Mieter vor drastischen Mieterhöhungen und stellt klare Regelungen auf, wann die Miete erhöht werden darf. Sieht sich der Mieter mit einer Mieterhöhung konfrontiert, sollte er deswegen in jedem Fall genau prüfen, ob die gesetzlichen Vorgaben vom Vermieter eingehalten werden.

Erhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete

Eine Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558 BGB) muss der Mieter üblicherweise zulassen. Das Gesetz schränkt aber ein, um wieviel die Miete erhöht werden darf und gibt unter anderem eine Kappungsgrenze vor. Das bedeutet, die Miete darf sich innerhalb von drei Jahren nicht über 20 Prozent erhöhen, in angespannten Wohnungsmärkten liegt die Grenze bei 15 Prozent. Der Mieter muss außerdem nur alle 15 Monate eine Mieterhöhung dulden. Eine Mieterhöhung des Vermieters muss sich also innerhalb dieser Grenzen bewegen.

Experten-Tipp

Die Mietpreisstatistiken von immowelt.de liefern einen ersten Anhaltspunkt, wie hoch die Mieten in verschiedenen Städten sind.

Mieter muss Schreiben zur Mieterhöhung erhalten

Bevor die Miete auf die ortsübliche Vergleichsmiete erhöht werden kann, muss der Mieter vom Vermieter ein Mieterhöhungsschreiben in Textform erhalten. Ein solches Schreiben kann also nicht nur als Brief, sondern auch als Fax oder E-Mail beim Mieter ankommen. Doch es gilt: Ohne Begründung geht es nicht. Im Schreiben muss dargelegt sein, warum die Miete erhöht wird. Der Vermieter kann sich dabei auf verschiedene Punkte beziehen:

  • Mietspiegel: Der Vermieter kann unter anderem auf den Mietspiegel der Kommune Bezug nehmen. Dann sollte der Mieter in jedem Fall nachprüfen, ob der angegebene Mietpreis auch tatsächlich in der für die Wohnung geltenden Preisspanne liegt. Wie Sie einen Mietspiegel richtig lesen, erfahren Sie in diesem Artikel. 
  • Auskünfte aus einer Mietdatenbank
  • Gutachten eines Sachverständigen
  • Der Benennung von drei Vergleichswohnungen, aus denen die neue Miete berechnet wird.

Existiert ein qualifizierter Mietspiegel in der Kommune, muss der Mieter diese Angaben in jedem Fall erhalten, auch wenn die Erhöhung anders begründet wird.

Das Gesetz setzt zudem Fristen zur Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete: Die Miete kann sich erst mit Beginn des dritten Monats nach dem Zugang erhöhen. Allerdings hat der Mieter in diesem Fall auch eine Pflicht: Ist das Mieterhöhungsschreiben inhaltlich und formal richtig, muss er der Erhöhung spätestens bis Ende des zweiten Monats nach Zugang des Erhöhungsschreibens zustimmen. Stimmt der Mieter nicht zu, kann der Vermieter auf Zustimmung klagen.

Beispiel:

Das Mieterhöhungsschreiben bekommt der Mieter am 15. Januar 2016. Damit muss er frühestens ab dem 1. April 2016 mehr Miete zahlen. Zustimmen muss er der Mieterhöhung bis spätestens zum 31. März 2016.

Hält der Vermieter sich nicht an die gesetzlichen Regelungen, ist das Mieterhöhungsschreiben formell unwirksam. „Der Mieter muss dann theoretisch gar nichts machen, das Erhöhungsschreiben ist überflüssig“, sagt Siegmund Chychla, Vorsitzender des Mietervereins Hamburg.

Mieterhöhung wegen Modernisierungsmaßnahmen

Mieterhöhung, Mieterhöhung zulässig, Modernisierung, Foto: cameris / fotolia.com
Wird das Gebäude, in der sich die Mietwohnung befindet, beispielsweise saniert, kann der Vermieter bis zu elf Prozent auf die Jahresmiete aufschlagen. Foto: cameris / fotolia.com

Der Mieter muss in der Regel auch eine Mieterhöhung nach Modernisierungsmaßnahmen zulassen. Dafür benötigt der Vermieter– anders als bei der Erhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete – keine Zustimmung. Elf Prozent der entstandenen Modernisierungskosten können dem Mieter so auf die Jahresmiete umgelegt werden.

Mieter muss in Textform informiert werden

Stehen Modernisierungsarbeiten an, muss der Mieter zunächst drei Monate vor den Arbeiten in Textform in Kenntnis gesetzt werden. Der Vermieter muss darin nähere Auskünfte zu den Modernisierungsmaßnahmen geben: 

  • Art und Umfang der Maßnahmen
  • Beginn und Dauer der Modernisierung
  • die zu erwartende Mieterhöhung und die voraussichtlichen künftigen Betriebskosten in absoluten Beträgen
  • Hinweis auf die Möglichkeit, wegen eines Härtefalls zu widersprechen

Dazu sollten Mieter auch prüfen, welche Arbeiten als Modernisierungsmaßnahmen angegeben werden.„Modernisierungen gehen immer mit einer Wohnwertverbesserung einher, im Gegensatz dazu sind Instandhaltungsmaßnahmen beispielsweise klassische Reparaturen“, sagt Chychla. Renoviert der Vermieter also das alte Bad nicht nur, sondern baut Badewanne und Sauna ein, obwohl davor nur eine Dusche darin war, ist das eine Modernisierung, die auf den Mieter anteilig umgelegt werden kann. 

Erst wenn die Modernisierungsmaßnahmen abgeschlossen sind, kann die Miete erhöht werden. Dazu muss der Mieter nochmals per Mieterhöhungsschreiben in Textform informiert werden. Mit Beginn des dritten Monats nach Zugang ist die neue Miete fällig. Ausnahme: Wenn die Arbeiten davor nicht ordnungsgemäß angekündigt wurden oder die Mieterhöhung zehn Prozent teurer ist, als im Ankündigungsschreiben vermerkt, verlängert sich die Frist um sechs Monate.

Beispiel:

Das Mieterhöhungsverlangen wegen einer abgeschlossenen Modernisierung bekommt der Mieter am 15. Januar 2016. Somit muss er frühestens ab dem 1. April 2016 mehr Miete zahlen. Wurden Modernisierungsmaßnahmen nicht ordentlich angekündigt oder die neue Miete ist um mehr als zehn Prozent teurer als zuvor angekündigt, muss der Mieter erst ab dem 1. Oktober 2016 mehr Miete zahlen.

Während Arbeiten an der Immobilie stattfinden, hat der Mieter zudem ein Recht auf Mietminderung, wenn die Nutzbarkeit der Wohnung eingeschränkt ist. „Ausnahme: Bei einer energetischen Modernisierung darf man die ersten drei Monate die Miete nicht mindern“, erklärt Chychla.

Ist die Modernisierungsmieterhöhung fehlerhaft erklärt, muss der Mieter die höhere Miete letzten Endes trotzdem zahlen. „Deswegen können wir nicht empfehlen, eine fehlerhafte Mieterhöhungsankündigung einfach zu ignorieren“, sagt Angelika Brautmeier, Geschäftsführerin des Mietervereins Stuttgart. Stattdessen solle man als Mieter den Vermieter darauf hinweisen, dass die Mieterhöhung sechs Monate später in Kraft tritt, wenn sie fehlerhaft erklärt wurde.

Härtegrund als Ausnahmefall

Mieterhöhung, Härtefall, Foto: iStock/kieferpix
Eine fortgeschrittene Schwangerschaft kann unter Umständen ein Härtegrund sein. Mieter können dann den Modernisierungsmaßnahmen schriftlich widersprechen. Foto: iStock/kieferpix

Nur wenn ein Härtegrund vorliegt, können Mieter den Modernisierungsmaßnahmen schriftlich widersprechen. „Man muss hier unterscheiden zwischen einem Härtegrund hinsichtlich der Duldung der Modernisierung (§ 555 d II BGB), zum Beispiel bei einem schlechten Gesundheitszustand eines Mieters, und hinsichtlich der zu erwartenden Mieterhöhung (§ 559 IV BGB)“, erklärt Brautmeier.

Härtegrund nach § 559 IV BGB: neue Miete für Mieter zu teuer

Wenn die Miete nach der Modernisierungsumlage mehr als 50 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters betragen würde. Dann muss der Mieter zwar die Modernisierung dulden, nicht aber die höhere Miete. „Diesen Grund können Mieter aber nicht vorbringen, wenn durch die Modernisierung die Mietwohnung nur in einen allgemein üblichen Zustand versetzt wird“, sagt Brautmeier.

Grundlegende Formalien beachten

Grundlegende Formalien sind bei einem Mieterhöhungsschreiben ebenso wichtig – werden diese nicht eingehalten, kann ein Schreiben formell unwirksam sein.

Grafik: immowelt.de

Erhöhungen durch Staffel- oder Indexmietverträge

Eine Mieterhöhung kann auch direkt im Vertrag vereinbart werden – diese muss der Vermieter dann auch nicht mehr gesondert ankündigen. Bei einer Staffelmiete erhöht sich die Miete jedes Jahr um einen davor festgeschriebenen Betrag. Die Kappungsgrenze gilt bei einer solchen Vereinbarung nicht – einzig die Mietpreisbremse kann die Staffeln nach oben begrenzen.

Achtung

Wichtig: Bei einem Staffelmietvertrag müssen Mieter keine Mieterhöhungen auf ortsübliche Vergleichsmiete oder wegen Modernisierung fürchten. Diese darf der Vermieter dann nicht verlangen.

Wenn der Mieter einen Indexmietvertrag unterschreibt, kann sich seine Miete ebenfalls erhöhen. Dieser orientiert sich an der Entwicklung des Verbraucherpreisindex. Steigt dieser also enorm an, ist auch eine Mieterhöhung um denselben Prozentsatz zulässig.

Achtung

Wichtig: Eine Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete ist hier verboten. Höhere Mietpreise aufgrund von Modernisierung muss der Mieter aber dulden.

Sonderkündigungsrecht des Mieters

Wird die Miete aufs ortsübliche Niveau oder wegen Modernisierungsmaßnahmen erhöht, hat der Mieter ein Sonderkündigungsrecht. Bis zum Ablauf des zweiten Monats nach Zugang der Mieterhöhung kann sich ein Mieter überlegen, ob er zum Ablauf des übernächsten Monats davon Gebrauch machen will.

Beispiel:

Das Mieterhöhungsschreiben des Vermieters geht dem Mieter am 15. Januar 2016 zu. Dann muss der Mieter seine Kündigungserklärung bis 31. März 2016 (Ablauf des zweiten Monats nach dem Zugang) zum 31. Mai 2016 (Ablauf des übernächsten Monats) erklären. Er muss in der verbleibenden Zeit dann keine höhere Miete zahlen.

Zusätzlich hat der Mieter bei einer Modernisierungsmieterhöhung ein weiteres Kündigungsrecht (§ 555 e BGB), das durch die Modernisierungsankündigung an sich ausgelöst wird. „Geht eine Modernisierungsankündigung am 15. Januar 2016 ein, kann der Mieter zum 31. März 2016 kündigen. Diese Sonderkündigung muss der Vermieter bis zum 29. Februar 2016 erhalten“, informiert Brautmeier.


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Miethöhe & MieterhöhungTipps für Mieter

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77 Kommentare

Berlinerin am 20.11.2018 18:34

Sehr geerte Damen und Herren,

ich wohne im 3. Stock eines Altbaus in Berlin. Zur Zeit haben wir keinen Aufzug. Der Vermieter hat vor, das Dachgeschoss auszubauen und deshalb einen Aufzug anzubauen. Dass wir alte Mieter dann die Betriebskosten zahlen müssen verstehe ich. Aber kann der Vermieter die Kosten für das Anbau selbst an uns durch Mieterhöhung auf Grund einer "Modernisierungsmaßnahme" erhöhen? Meine Wohnung ist deshalb nicht energetisch modernisiert, oder?

Meine 2. Frage wäre: bezieht sich die Härtefall bei einer neuen Miete von 50 % des Nettoeinkommens auf Netto- oder Bruttokaltmiete oder sogar Warmmiete?

Für Ihre Antwort bedanke ich mich herzlich!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.11.2018 09:53

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

der Einbau eines Fahrstuhls kann eine Modernisierungsmieterhöhung rechtfertigen, allerdings nur dann, wenn er auch im Stockwerk des entsprechenden Mieters hält. Das hat das Landgericht Berlin entschieden (Az.: 67 S 81/17). Die von Ihnen genannte 50-Prozent-Regelung ist so nicht gesetzlich festgeschrieben, sondern wird von der Rechtsprechung so gesehen. Das geschieht unter Würdigung des Einzelfalls, also auch davon ausgehend, wie viel jemand überhaupt verdient. In der Regel dürfte hier die Kaltmiete inklusive Nebenkosten betrachtet werden. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und die Sachlage daher nicht abschließend beurteilen können. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ban am 11.11.2018 12:19

Guten Tag,

die Miete wurde im September bei dem jetzigen Mieter um 5% erhöht. Ich werde dort in 3 Monaten einziehen. Aufgrund der Neuvermietung und Anpassung an den Mietspiegel, haben sie die Mieter nochmal um 10% erhöht. Ich kenne den jetzigen Mieter, daher weiß ich von der Mieterhöhung. Ist diese Mieterhöhung so kurz hintereinander erlaubt, da ich ein neuer Mieter bin? Falls nicht, kann ich auch noch nach meiner Unterschrift die Mieterhöhung verweigern? Will die Wohnung auf jeden Fall haben.

Vielen Dank im Voraus für eine Rückmeldung.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.11.2018 11:06

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn Sie neu in eine Wohnung einziehen und die Miete dann höher ist als bei Ihrem Vormieter, handelt es sich dabei um keine Mieterhöhung im eigentlichen Sinne, weil hier ein gänzlich neues Mietverhältnis begründet wird. In Gebieten, in denen die Mietpreisbremse gilt, darf die Miete bei Neuvermietung maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, in allen anderen Gegenden darf sie relativ frei vereinbart werden. Wenn Sie einen Mietvertrag unterschreiben und die darin vereinbarte Miete diesen gesetzlichen Vorgaben entspricht, müssen Sie diese Miete auch bezahlen, unabhängig davon, was der Vormieter gezahlt hat.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

KevinW am 02.11.2018 12:49

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vermieter hat vor 5 Jahren das Dach energetisch aufwerten lassen. Dies ist vor dem Unterzeichnen des Mietvertrag geschehen.

Jetzt verlangt er Jahre Später eine Moderniesierungserhöung aufgrund der Maßnahme.

Wie viele Jahre später darf diese über erhoben werden und wir sind es viel später eingezogen.

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen

MfG

Kevin W

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.11.2018 13:17

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Modernisierungsmieterhöhung kann zwar grundsätzlich auch längere Zeit nach der eigentlichen Modernisierung mit den gesetzlichen Fristen noch durchgeführt worden. Wenn ein Mieter aber erst nach der Fertigstellung der Maßnahme eingezogen ist, so liegen die Voraussetzungen für eine Modernisierungsmieterhöhung nicht vor. Grund: Der Vermieter hat die Modernisierungsmaßnahme nicht während des Mietverhältnisses modernisiert, der Mieter also bei Anmietung schon den bereits modernisierten Zustand vorgefunden.

Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

zockerklaus am 23.10.2018 10:29

Hallo Immowelt,

ich lebe in Regensburg und zu unserer Wohnung wurde bei Umbauarbeiten ein weiteres Zimmer angefügt. (Umstrukturierung des Hauses)

Wir haben keine schriftliche Benachrichtigung für die Baumaßnahme und nach Fertigstellung auch kein Schreiben für eine Mieterhöhung bekommen.

Der Vermieter will nun die Miete um 350€ kalt erhöhen. (neues Zimmer hat 16m²)

Nun weiß ich, dass der Vermieter bei Modernisierung die Kosten dessen mit 11% jährlich umlegen darf. (er will es aber einfach pauschal machen)

Nun meine Frage.

Darf der Vermieter im einen die Miete auf die ortsübliche Vergleichsmiete bzw. um 15% erhöhen und zugleich die 11% auf die Miete aufschlagen?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.10.2018 12:07

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Erhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete und eine Modernisierungsmieterhöhung sind theoretisch schon gleichzeitig möglich. Erstens müsste der Vermieter die Modernisierungsmieterhöhung aber so durchführen, wie vom Gesetz vorgesehen, also mit Ankündigung. Das wäre auch nachträglich noch möglich. Im vorliegenden Fall stellt sich aber die Frage, ob der Anbau eines weiteren Zimmers überhaupt eine Modernisierung im Sinne des Gesetzes ist. Eine pauschale Mieterhöhung um 350 Euro ohne Bezugnahme auf die Modernisierung oder die ortsübliche Vergleichsmiete dürfte also unwirksam sein. Aus der Ferne können wir die Sache allerdings nicht abschließend beurteilen. Beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir würden daher zum Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt raten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

hitachi am 20.10.2018 07:58

Hallo immowelt,

kann ein Vermieter die Miete erhöhen und sich auf 3 Vergleichswohnungen berufen wenn es einen qualifizierten Mietspiegel gibt? Die Erhöhung wäre höher als im Mietspiegel errechnet.

Wenn das rechtich zulässig ist, ist auch ein qualifizierter Mietspiegel wikungslos und wird somit umgangen und ausgehebelt.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.10.2018 10:10

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

für qualifizierte Mietspiegel gilt eine Richtigkeitsvermutung, die auch im BGB verankert ist (§ 558d). Das hat zur Folge, dass die Gerichte überwiegend davon ausgehen, dass der qualifizierte Mietspiegel so auch korrekt ist und dass ein Vermieter, will er die Miete trotz Vorhandensein eines solchen Mietspiegels aufgrund dreier Vergleichswohnungen erhohen, dennoch zumindest auf den Mietspiegel hinweisen muss. Auch muss er in der Regel darlegen, weshalb er der Auffassung ist, dass der qualifizierte Mietspiegel im fraglichen Fall eben nicht die ortsübliche Vergleichsmiete widerspiegelt. Es sei allerdings angemerkt, dass es zu dieser Frage noch kein letztinstanzliches Urteil gibt, je nach Einzelfall können die Gerichte also auch etwas anderes entscheiden. Sollten Sie das Mieterhöhungsverlangen anzweifeln, würden wir Ihnen daher die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Happy am 02.10.2018 15:43

Hallo immowelt,

ich habe vom Anwalt des Vermieters ein schreiben bekommen, in dem er mich informiert, dass der Vermieter die Nutzungsentschädigung von aktuell 200€ (80qm Wohnung) erhöhen will, und zwar zum Ortsüblichen Mietspiegel.

Er möchte von mir einen Vorschlag dazu innerhalb von 12 Tagen haben.

Meine Frage: Da es in Frankfurt eine Kappungsgrenze von 15% gibt, könnte ich den Vorschlag machen ab 01.01.2019 15% bzw. ab 01.01.2019 jedes Jahr 5%?

Oder müsste ich einer Erhöhung zur Ortsüblichen Miete von ca. 670€ zustimmen?

Mit freundlichem Gruß

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.10.2018 15:55

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

aus welchem Grund wurde in besagtem Mietverhältnis denn bislang keine reguläre Miete bezahlt sondern lediglich die doch ziemlich geringe Nutzungsentschädigung?

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Happy am 02.10.2018 16:34

Es handelt sich um ein Mutter Sohn Verhältnis. Also die Überlassung der Wohnung von der Mutter an den Sohn.

Plötzlich will die Mutter die "miete" an den ortsüblichen Mietspiegel anpassen.

Mit freundlichem Gruß


Immowelt-Redaktion am 04.10.2018 08:51

Hallo Happy,

wenn jemand ein regelmäßiges Entgelt für die Nutzung von Wohnräumen an den Eigentümer dieser Wohnräume bezahlt, ist in der Regel von einem Mietverhältnis auszugehen, unabhängig davon, ob diese Zahlungen nun Nutzungsentschädigung oder anders genannt werden. In diesem Fall gelten die gesetzlichen Regelungen zur Kappungsgrenze genauso wie für jedes andere Mietverhältnis auch. Mieter sind auch nicht verpflichtet, Anwälten Vorschläge zur Mieterhöhung zu machen, letzten Endes kommt es nur darauf an, ob der Vermieter ein wirksames Mieterhöhungsverlangen verschickt oder nicht. Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bennnjii am 20.09.2018 18:28

Hallo immowelt,

ich bin am 25.07.18 zu meiner Frau nach Regensburg gezogen. Sie wohnt dort seit dem 01.09.17. Nun kam bereits am 08.08.18 die Mitteilung dass „die Miete zum August 2018 erweitert werden würde“ von 570€ Kaltmiete auf 650€ und von 185€ NK auf 200€.

Es ist kein Grund angegeben es steht lediglich dass der Mietvertrag erweitert wurde und dass doch bitte der Dauerauftrag geändert werden soll.

Ich bitte um Ihre Hilfe wie ich mich verhalten kann/soll und ob das alles rechtmäßig geschehen ist

Ich danke bereits im Voraus für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen

Benjamin

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.09.2018 09:10

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Die Erhöhung der Nebenkosten könnte wirksam sein. Für den Fall, dass der Vermieter bestimmte Posten bislang nach Personenzahl auf die Mieter umgelegt hat, ändert sich der Umlageschlüssel durch Ihren Einzug. Eine Erhöhung der Kaltmiete ist ohne Begründung allerdings unwirksam. Zudem darf der Vermieter die Zustimmung zu einer Erhöhung der Kaltmiete laut § 558 BGB erst dann verlangen, wenn der Mietzins seit mindestens 15 Monaten unverändert bestanden hat. Darauf können Sie Ihren Vermieter hinweisen. Sollte es zum Konflikt kommen, empfehlen wir die rechtliche Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Juxer am 13.09.2018 09:41

Hallo Immowelt

Gibt es bei Mieten so etwas wie einen Bestandsschutz? Wenn man zum Beispiel 14 Jahre lang keine Mieterhöhung hatte?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.09.2018 10:12

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grundsätzlich kann sich die monatliche Miete auch nach 14 Jahren erstmals erhöhen. Das Gesetz schränkt aber ein, um wieviel die Miete erhöht werden darf und gibt unter anderem eine Kappungsgrenze vor. Das bedeutet, die Miete darf sich innerhalb von drei Jahren nicht über 20 Prozent erhöhen, in angespannten Wohnungsmärkten liegt die Grenze bei 15 Prozent. Zudem darf die Miete nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Nimsaj am 28.08.2018 16:40

Ich hab im Juli mündlich zu erfahren bekommen, dass meine Miete erhöht wird. Heute bekomme ich den neuen Mietvertrag. Ich soll schon im September die neue Miete zahlen. Alte Miete lag bei 500€ warm und die neue Miete jetzt auf 590€. Vermieterin und ich teilen uns den Strom und Wasser. Ich überweise monatlich 340€ und händige 160€ so auf die Hand aus. Bekomme auch keine Nebenkostenabrechnung. Vom Rechtsweg ist dieses doch alles gar nicht zulässig oder?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.08.2018 09:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grundsätzlich sei erwähnt, dass sich die gesetzlichen Regelungen zur Mieterhöhung immer auf die Erhöhung der Kaltmiete beziehen. Demnach ist eine Erhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete möglich, allerdings darf sich die Miete innerhalb von drei Jahren nicht über 20 Prozent erhöhen, in angespannten Wohnungsmärkten liegt die Grenze bei 15 Prozent. Verwunderlich finden wir, dass Ihnen ein neuer Mietvertrag zugegangen ist. Dieses Vorgehen ist für eine Mieterhöhung nicht notwendig. In Zweifamilienhäusern, in denen eine Wohnung vom Vermieter selbst bewohnt wird, gelten zwar vereinfachte Regelungen zur Nebenkostenabrechnung, so dass die Vereinbarung einer Pauschale möglich ist. Eine jährliche Nebenkostenabrechnung muss der Vermieter aber dennoch anfertigen. Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ferrara am 05.08.2018 23:09

Der Vermieter hat schon nach 3 Monate,die Miete er hört,und befor das Jahr 2017 die letzten 3 Monate mir eine Jahresbetribskostenabrechung für das Jahr 2017 ,eine Summe von über 380 e .

Ob will er sagte die nächsten 3 Jahre wird er die Miete nicht er Höhen,was den noch um 60% gemacht würde.

Ist das Gesetz zu lästig?es würde am Haus nix geh macht ohne was schriftliches er halten zu haben.

Über eine Nachricht von Ihnen.

Mfg Daniela

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.08.2018 10:39

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558 BGB) muss der Mieter üblicherweise zulassen. Das Gesetz schränkt aber ein, um wieviel die Miete erhöht werden darf und gibt unter anderem eine Kappungsgrenze vor. Das bedeutet, die Miete darf sich innerhalb von drei Jahren nicht über 20 Prozent erhöhen, in angespannten Wohnungsmärkten liegt die Grenze bei 15 Prozent. Der Mieter muss außerdem nur alle 15 Monate eine Mieterhöhung dulden. Eine Mieterhöhung des Vermieters muss sich also innerhalb dieser Grenzen bewegen. Das bezieht sich allerdings auf die Kaltmiete. Der Abschlag für die Betriebskosten kann sich unabhängig davon durch die jährliche Betriebskostenabrechnung erhöhen. Modernisierungsmieterhöhung sind ebenfalls unabhängig von dieser Regelung möglich.

Bitte beachten Sie abschließend, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie im Streitfall von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Claudia500 am 02.08.2018 13:13

Hallo

Ich habe seit 2007 eine Miete von 610€ und Stellplatz 20€ der Stellplatz gehört zur Wohnung und die Gesamtmiete beträgt 630€ .

Wir haben zum 1.4 2017 eine Mieterhöhung von 70€ Grundmiete und 5 € Stellplatz erhalten die ich auch jetzt bezahle ich musste da auch keine Zustimmung geben sondern wurde sofort auf Verzug gesetzt da ich den Dauerauftrag zu spät geändert habe .Letzten Donnerstag kam wieder eine Mieterhöhung zum 1.10 18 auch wieder 70€ Grundmiete und 5 € Stellplatz aber diesmal mit Hinweis auf den Mietspiegel in unserer Stadt und das ich dieser Erhöhung schriftlich zustimmen muss .Den Mietspiegel kann ich aber nicht im Internet finden .Ich weiß das es eine Grenze von 20% gibt die bei mir ja auch überschritten wäre .Soll ich den Vermieter um eine Kopie des Mietspiegels beten und ihn auf die Grenze hinweisen ? Oder soll ich einfach nichts tun und warten ob er dann Klage einreicht.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.08.2018 13:34

Hallo Claudia,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Generell gilt, dass der Vermieter die Kaltmiete innerhalb von drei Jahre nicht über 20 Prozent erhöhen darf. Macht er das doch, muss der Mieter der Mieterhöhung nicht zustimmen. Um einer gerichtlichen Auseinandersetzung vorzubeugen, ist es sicher sinnvoll, den Mieter auf diese Regelung hinzuweisen. Wenn das ebenfalls nicht fruchtet, empfiehlt sich die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Der Mietspiegel definiert unabhängig davon eine maximale Obergrenze der Miete, je nach Art und Ausstattung der Wohnung. Nicht jede Stadt veröffentlicht den Mietspiegel aber frei zugänglich im Internet, bisweilen muss man ihn auch für eine geringe Gebühr bestellen. Hier hilft im Zweifelsfall eine kurze Nachfrage bei der Stadt weiter.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Leslie am 05.06.2018 22:08

Hallo, vor 7 Jahren ist eine dreiköpfige Familie in eine Mietwohnung mit grosser Terrasse gezogen. Vor der Mietvertragsunterzeichnung erklärte die Vermieterin, daß die Terrasse zwar genutzt werden darf, aber nicht zur Mietsache gehört(die Terrasse steht auch nicht im Mietvertrag) Jetzt ist die Vermieterin tot und ihre Tochter möchte jetzt einen neuen Mietvertrag machen und die Terrasse mit vermieten. Die Terrasse hat 91qm, da sie sie mit 50 Prozent berechnen will, sind das ohne Mieterhöhung der restlichen Miete, ca 400 Euro mehr die die die Familie bezahlen soll. Ist das rechtens?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.06.2018 09:21

Hallo Leslie und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grundsätzlich hat Ihre neue Vermieterin kein Anrecht auf einen neuen Mietvertrag. Dieser geht bei Erbe (und auch bei Verkauf) auf den neuen Eigentümer über, Kauf bricht Miete nicht. Darüber hinaus könnte man argumentieren, dass die Terrasse zur Wohnung gehört, auch wenn dies nicht im Mietvertrag vereinbart ist, zumal es hierzu offenbar eine mündliche Vereinbarung gab. Abschließend beurteilen können wir das aus der Ferne allerdings nicht. Möglicherweise rechtfertigt die dadurch entstehende höhere Wohnfläche allerdings eine Mieterhöhung durch die Vermieterin, denn: Der BGH hat entschieden, dass es bei der Berechnung der zulässigen Miethöhe auf die tatsächliche Wohnungsgröße ankommt, nicht auf etwaige Zahlen im Mietvertrag (Az.: VIII ZR 266/14). Aus einer Vielzahl von weiteren Urteilen ergibt sich aber, dass eine Terrasse nicht zur Hälfte, sondern üblicherweise nur zu einem Viertel zur Wohnfläche gezählt werden darf. Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Daniela am 16.05.2018 22:30

Hallo.

Ich habe während meines Urlaubs eine schriftliche Mitteilung zur Mieterhöhung bekommen. Zurück aus dem Urlaub war ich am 16.5.

Der Brief ist datiert auf den 30.4.

Die Erhöhung soll schon am 1.6. in Kraft treten. Das kann doch so nicht richtig sein?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.05.2018 09:19

Hallo Daniela,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir können aus der Ferne zwar keine konkreten Aussagen treffen, allgemein gilt aber folgendes:

- Der Vermieter muss die Mieterhöhung begründen.

- ist die Mieterhöhung begründet, muss der Mieter zwar zustimmen, er schuldet die erhöhte Miete aber erst mit Beginn des dritten Kalendermonats nach dem Zugang des Erhöhungsverlangens (BGB, § 558b (1)).

- Sollte das Mieterhöhungsbegehren den Anforderungen des § 558a nicht entsprechen, schuldet der Mieter (zunächst) nicht die erhöhte Miete. Er kann in einem Rechtsstreit allerdings die Begründung nachholen (BGB; § 558b (3)). Ansonsten gilt: Soweit der Mieter der Mieterhöhung nicht bis zum Ablauf des zweiten Kalendermonats nach dem Zugang des Verlangens zustimmt, kann der Vermieter auf Erteilung der Zustimmung klagen. Die Klage muss vom Vermieter innerhalb von drei weiteren Monaten erhoben werden (BGB; § 558b (2)).

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mona Klingel am 11.03.2018 00:30

Hallo ihr Lieben, ich hatte eine Wohnung gemietet. Kurz vor Einzug hat sich beim Auszug der Vormieter ein Wasserschaden im Boden gezeigt. Geplanter Einzug war 1.8., jetzt nach Aufwendungen Renovierungen sollte der Einzug zum 1.4 endlich erfolgen. Nun wurde mir die Miete um 400€ erhöht. Ist das zulässig?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.03.2018 09:55

Sehr geehrte Frau Klingel,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ohne weitere Informationen lässt sich diese Frage leider nicht beantworten. Läuft ihr Mietvertrag denn bereits seit 1. August oder wurde er erst jetzt mit Beginn des Mietverhältnisses zum 1. April geschlossen?

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Moni am 03.03.2018 15:55

Hallo, unsere Tochter hat seit Ende letzten Jahres einen neuen Vermieter. Dieser hat ihr nun mitgeteilt, dass er die Miete ab 01.06.2018 um 55 Euro erhöht und eine Staffelmietvereinbarung (ab 01.06.2019 - 01.06.2028 jedes Jahr 10 Euro mehr) zur Unterschrift vorgelegt. Die Mieterhöhung kann man ja noch anhand des Mietpreisspiegels nachvollziehen, aber ist eine jährliche Erhöhung von jeweils 10 Euro noch akzeptabel?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.03.2018 10:33

Hallo Moni,

aus dem Mieterhöhungsschreiben des Vermieters muss in der Regel hervorgehen, auf welche Rechtsgrundlage er sich dabei stützt. Also, ob die Miethöhe an die ortsübliche Vergleichsmiete angepasst werden soll oder ob die Miete aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen erhöht werden soll. Dies kann Ihre Tochter anhand des Mieterhöhungsschreibens überprüfen.

Die Staffelmietvereinbarung ist eine andere Art der automatischen Mieterhöhung, die bereits im Mietvertrag vereinbart worden sein müsste. Wurde dies nicht bereits im Mietvertrag vereinbart, so wäre eine Vertragsänderung nötig, damit der Vermieter eine Staffelmiete fordern kann. Diese Vertragsänderung muss der Mieter jedoch nicht unbedingt annehmen.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserem Ratgeber: https://ratgeber.immowelt.de/a/staffelmietvertrag-mieterhoehung-nach-plan.html

Um abzuklären, auf welche konkrete Rechtsgrundlage sich die Mieterhöhung stützt und ob sie berechtigt ist, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Mieterverein zu wenden.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

estel am 27.02.2018 09:53

Ich habe einen Pauschalbetrag als Miete (alles inklusive), seit ca. 2 Monaten ist mein Freund jeden Tag bei mir, schläft auch bei mir, seine Sachen sind aber noch in seiner Elternwohnung, er bring immer nur das mit, was er grad braucht, ist auch nicht bei mir angemeldet. Im Mietvertrag steht, dass es erlaubt ist jederzeit einen Lebensgefährten aufzunehmen, vom Mieterhöhung für dem Fall steht nichts.

Letztens war der Vermieter bei mir und meinte, da wir zu zweit jetzt mehr Strom und Wasser verbrauchen, soll ich mehr Miete zahlen... Kann der Vermieter das verlangen?

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.02.2018 11:04

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

solche Pauschalmieten sind in der Regel nur bei möblierten Zimmern oder bei Wohnungen in Zweifamilienhäusern zulässig, wenn der Vermieter eine der beiden Wohnungen selbst bewohnt. Unabhängig davon kann der Vermieter aber die Miete im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen. Ob die Mieterhöhung in ihrem Fall zulässig ist, lässt sich aber ohne Kenntnis des Mietvertrags und ohne ein Erhöhungsschreiben nicht abschließend klären. Beachten Sie bitte auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifelsfall empfehlen wir daher, das Erhöhungsschreiben zusammen mit dem Mietvertrag einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorzulegen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Estel am 28.02.2018 07:43

Hallo,

ja, das ist der Fall. In dem Haus sind sogar vier Wohnungen, eine davon belegt der Vermieter. Die Miete ist, so weit ich beurteilen kann, schon ortsüblich für die Größe (50 m2), im Vertrag steht kein Preis für Strom und Wasserverbrauch, nur eine Gesamtsumme für alles. Schriftlich habe ich bis jetzt nichts bekommen, da der Vermieter mich aufgefordert hat selbst den Vorschlag zu machen. Darf ich in dem Fall seine Unterlagen nachsehen ob der Verbrauch wirklich so gestiegen ist?

Zweite Sache kommt auch noch dazu: nebenbei hat der Vermieter ausbau seiner alten Wohnung angemeldet, daraus werden monteurswohnungen gemacht. Die Treppe würde an der Wand entlang nach oben gehen zu dem Balkon. Der balkon war bis jetzt unbenutzt, hat keine Gelände und endet bei der Hälfte meines Wohnzimmerfensters. Das heißt für mich, jeder der hoch kommt wird vorbei spazieren und reinschauen können... Vielleicht wird da auch geraucht... Kann man ohne weiteres so was bauen?


Immowelt-Redaktion am 28.02.2018 08:28

Als Mieter haben Sie das Recht, die Belege einzusehen, aus denen sich die Abrechnung der Nebenkosten ergibt, ja. Warmwasser und Heizung müssen aber laut Heizkostenverordnung anteilig nach Verbrauch abgerechnet werden. Schon allein deshalb würden wir dazu raten, auf einen schriftlichen Mietvertrag zu bestehen. Eine kostenlose Vorlage finden Sie unter folgender Adresse: www.immowelt.de/anbieten/mietvertrag-muster

Was das Bauvorhaben angeht, können wir leider keine abschließende Auskunft geben. Ob so etwas gebaut werden darf, hängt vom Bebauungsplan ab, der sich von Ort zu Ort unterscheidet. Auch hier würden wir Ihnen also letztlich zu einer Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt raten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

bastet am 21.02.2018 13:42

hallo,

seit 2 Monaten wohnt meine Mutter bei mir. Ich habe das dem Vermieter nicht mitgeteilt. Nun hat der Vermieter mich aufgefordert, unverzüglich dafür zu sorgen, dass meine Mutter die Wohnung verlässt. Welche Handhabe hat er?

Danke für eure Hilfe.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.02.2018 14:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Mieter müssen Ihren Vermieter zumindest um Erlaubnis bitten, wenn ein neuer Bewohner in eine angemietete Wohnung einzieht. Diese Erlaubnis kann der Vermieter aber in der Regel nicht verweigern, es sei denn, die Wohnung wäre durch den zusätzlichen Bewohner überbelegt oder der neue Bewohner stört den Hausfrieden massiv. Sollte Ihr Vermieter weiterhin darauf beharren, dass Ihre Mutter ausziehen soll, empfehlen wir Ihnen, die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Dano am 20.02.2018 23:38

Hallo Immowelt,

ich will eine Wohnung kaufen und einen neuen Mietvertrag mit den Mieter unterzeichnen, ist das möglich oder kann der Mieter auf seinen alten Mietvertrag bestehen?

Die letzte Mieterhöhung ist am 01.01.2017 vom Vorbesitzer erhört worden, wann kann ich die nächste Mieterhöhung und um wie viel Prozent erhöhen?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.02.2018 08:59

Hallo Dano,

es gilt der Grundsatz: Kauf bricht Miete nicht. Das bedeutet, dass der Mietvertrag eines Mieters auch dann unverändert fortbesteht, wenn die Mietwohnung verkauft wird. Darauf kann der Mieter in der Tat bestehen. Auch die Regelungen zu etwaigen Mieterhöhungen ändern sich durch den Verkauf einer Wohnung nicht. Das bedeutet: Die Miete darf nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden, diese ergibt sich in der Regel aus dem örtlichen Mietspiegel. Zudem gilt die sogenannte Kappungsgrenze. Mieterhöhungen sind demnach nur alle 15 Monate möglich und die Mieterhöhung darf in drei Jahren nicht mehr als 20 Prozent betragen. Die Bundesländer haben darüber hinaus die Möglichkeit, Gebiete auszuweisen, in denen die Erhöhung nicht mehr als 15 Prozent betragen darf.

Details zur Frage, wie Vermieter die Miete erhöhen können, finden Sie auch in diesem Artikel: ratgeber.immowelt.de/a/mieterhoehung-richtig-formulieren-so-gehts.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mietkauf am 10.02.2018 07:18

Hallo,

bei einer geerbten Immobilie zahlt der Mieter nur 500 EUR Kaltmiete. Die Nachbarhäuser (baugleich) sind alle mit zirka 800 EUR Kaltmiete vermietet. Um wieviel EUR kann ich die Miete in diesem Fall bei meinem Objekt anheben? (Kappungsgrenze 20% in diesem Gebiet) Und kann ich zusätzlich durch Modernisierungsmaßnahmen die Miete um einen weiteren Prozentsatz anheben um mich langsam dem "normalen" Mietspiegel anzupassen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.02.2018 09:59

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ausgehend von der Annahme, dass die Miete in den vergangenen drei Jahren nicht erhöht wurde und dass es sich bei den 800 Euro tatsächlich um die ortsübliche Vergleichsmiete handelt, könnte die Miete in diesem Fall um 20 Prozent erhöht werden. Modernisierungsmieterhöhungen wären unabhängig davon auch möglich, wenn durch die Modernisierung der Wohnwert in der fraglichen Immobilie tatsächlich erhöht wird.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

sageinfachja am 02.02.2018 12:25

Hallo, ich zahle seit Juni 2006 Kalt 410,00 € Miete.

Ich bekam am im Juli 2017 eine schriftliche Mitteilung, dass ich ab Januar 2018 nun 500,00 € Kaltmiete zahlen muss, dies sind über 20 % Erhöhung, Begründung: Seit über 10 Jahren keine Mieterhöhung. Meine Frage ist das so zulässig.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.02.2018 13:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Mieterhöhung über 20 Prozent ist aufgrund der Kappungsgrenze nicht zulässig. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Vermieter kommen, empfehlen wir die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

redstripe am 22.01.2018 14:14

Hallo ich bin Vermieter und möchte auf Grundlage eines Indexmietvertrages nach einem entsprechenden Anstieg des VPI die Miete dementsprechend erhöhen.

Meine Mieter meinen aber diese Erhöhung sei unzulässig weil sie im Sommer des letzten Jahres schriftlich einer Vereinbarung zugestimmt haben, das alle Nebenkosten nach der Betriebskostenverordnung nun auch von mir auf die Mieter umgelegt werden könnten. Ich hatte im Vertrag vergessen die Grundsteuer mitanzukreuzen. Sie werten dies als Mieterhöhung, faktisch steigen die Nebenkosten damit auch geringfügig im Vergleich zu dem Betrag ohne die Grundsteuer. Aber kann eine rechtmäßige Umlage aller Nebenkosten in einer Zusatzvereinbarung zum Mietvertrag als Mieterhöhung gewertet werden? Im Text der Vereinbarung war davon auch nicht die Rede. Und ein Indexmietvertrag bezieht sich ja denke ich vor allem auf die Grundmiete und weniger auf die Nebenkosten.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.01.2018 15:40

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

tatsächlich sind Anpassungen bei den Nebenkosten und Mieterhöhungen im Sinne eines Index- oder Staffelmietvertrags oder auch einer Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete getrennt voneinander zu betrachten. Eine Erhöhung der Miete im Rahmen eines Staffelmietvertrags sollte daher auch möglich sein, wenn erst im vergangenen Jahr eine Erhöhung der Nebenkosten erfolgte.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren individuellen Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Streitfall empfehlen wir daher die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Kati am 10.01.2018 16:30

Hallo. Wir wohnen in einer 3-Personen-WG mit Staffelmietvertrag (Erhöhung aller 2 Jahre). Die letzte Erhöhung erfolgte im August 2017 und die nächste wäre im Aug. 2019. Durch meinen Auszug will die Hausverwaltung die Art des Mietvertrags ändern (keine Staffelung), dafür aber die Miete erneut um 45€/ Monat erhöhen (Anpassung Mietspiegel) und dies schon zum 1.2. Die Mitteilung erfolgte heute. Ist dies zulässig? Darf die Miete nochmals erhöht werden, obwohl die letzte Erhöhung erst 4 Monate zurückliegt? Muss nicht außerdem eine Frist von drei Monaten gewährt werden?

Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.01.2018 09:04

Hallo Kati und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine solche Veränderung des Mietvertrags ist üblicherweise nicht möglich. Wenn der alte Mietvertrag nicht gekündigt und ein neuer abgeschlossen wird, bleibt der alte Vertrag daher in der Regel ohne Veränderungen bestehen.

Bitte bedenken Sie jedoch, dass wir die genauen Vereinbarungen in Ihrem Mietvertrag nicht kennen und sie daher aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Auch dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Streitfall empfehlen wir daher die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Claudia am 28.12.2017 21:45

Hallo, meine Vermieterin schrieb mir gerade über Whatsapp das es zwar leid täte, sie aber die Miete erhöhen müsste. Ihre Begründung ist, das sie jetzt eine höhere Erbpacht zahlen müsste. Ist das ein legaler Grund die Miete erhöhen zu dürfen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 29.12.2017 10:49

Hallo Claudia,

eine Erhöhung des Erbpachtzinses ist in der Regel kein Grund für eine Mieterhöhung.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wenn Sie sich wegen des weiteren Vorgehens unsicher sind, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Mieterverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mieter am 18.12.2017 18:21

Hallo,

Wir haben am 18.12.17 ein Schreiben unseres Vermieters im Briefkasten gehabt, indem er uns eine Mieterhöhung um 50 € zum 01.01.18 aufgrund von Modernisierungsarbeiten mitteilt.

Unser Vermieter wohnt im Haus und hat uns immerkt wieder beiläufig (meist eine Woche vor Bauarbeitsbeginn) mündlich über Arbeiten informiert, aber nie von einer anstehenden Mieterhöhung gesprochen. Schriftlich wurden wir nie informiert.

Wie verfahren wir als Mieter nun am Besten. Steht uns nicht mindestens ein Monat zur Prüfung und Beantwortung zu?

Vielen Dank im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.12.2017 08:59

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar.

zunächst ist zu unterscheiden, ob Ihr Vermieter Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt hat, die ihn zu einer Modernisierungsmieterhöhung berechtigen.

Ist dies der Fall, muss er die Modernisierungsmaßnahmen und die voraussichtliche Modernisierungsmieterhöhung drei Monate im Voraus erklären. In § 559b, (2) BGB heißt es dazu: "Der Mieter schuldet die erhöhte Miete mit Beginn des dritten Monats nach dem Zugang der Erklärung. Die Frist verlängert sich um sechs Monate, wenn der Vermieter dem Mieter die Modernisierungsmaßnahme nicht nach den Vorschriften des § 555c Absatz 1 und 3 bis 5 angekündigt hat oder die tatsächliche Mieterhöhung die angekündigte um mehr als 10 Prozent übersteigt."

Zusätzlich ist zu beachten, dass der Vermieter in diesem Fall auch nur 11 % der Kosten auf die Jahresmiete aufschlagen darf.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Susi 58 am 08.12.2017 18:20

Hallo , ich habe eine Mieterhöhung zum 01.02.18. über 49€ bekommen mit der Information die Nettokaltmiete auf den ortsüblichen Stand anzupassen. Mehr wurde als Grund nicht angegeben einen Mietspiegel gibt es für meinen Ort nicht und für eine normal 56 qm große Wohnung dann 650€ zu zahlen ist schon heftig ..wie soll ich wissen ob das auch gerechtfertigt ist...habe keine Vergleichsmöglichkeiten. MfG Susi

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.12.2017 09:10

Hallo Susi und vielen Dank für Ihren Kommentar,

für einen Bezug auf die ortsübliche Vergleichsmiete muss der Vermieter nicht zwangsläufig einen Mietspiegel heranziehen, er kann sich auch auf vergleichbare Wohnungen oder ein Gutachten heranziehen. Kann er das nicht, kann er die Mieterhöhung auch nicht rechtfertigen. Wir würden Ihnen empfehlen, Ihr Erhöhungsschreiben einem Mieterverein vorzulegen. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung und erfahren, wie Sie sich gegebenenfalls gegen die Mieterhöhung wehren können.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Kassand am 02.12.2017 11:42

Hallo Immowelt Team,

ich hab meinem Mieter fristgerecht mein Mieterhöhungsverlangen schriftlich zukommen lassen.

Zwei Tage vor Fristablauf für die Zustimmung erhalten ich einen Brief vom Mieterverein, die bei den Vergleichswohungen angegebenen Mieternamen stimmen laut Recherche meiner Mieter nicht mit denen auf meinem Schreiben überein. Der Anwalt vom Mieterverein sieht deshalb ein nicht rechtswirksames Mietererhöhungsverlangen. Ich habe zwischenzeitlich die Mietverträge mit den neuen aktualisierten Mieternamen und deren Telefonummern besorgt. Welche Fristen muss ich jetzt einhalten? Darf ich den Mieterhöhungstermin im ersten Mieterhöhungsverlangen beanspruchen?

Vielen herzlichen Dank für ihre Hilfe

Alex

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.12.2017 10:25

Hallo Kassand und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ist ein Mieterhöhungsschreiben inhaltlich und formal nicht korrekt, wird es unwirksam und rein rechtlich so behandelt, als hätte es nicht existiert. Dies hätte zur Folge, dass der Vermieter ein neues Erhöhungsverlangen schicken müsste, die Frist bis zur Erhöhung würde dann erneut beginnen zu laufen. Leider können wir allerdings aus der Ferne nicht beurteilen, inwieweit der Bezug auf falsche Mieternamen im Erhöhungsverlangen zur kompletten Unwirksamkeit des Schreibens führt. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Wir würden Ihnen daher empfehlen, diese bei einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverband wie Haus & Grund in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tanzmaus am 02.12.2017 10:58

hallo

mein Vermieter hat mir am 01.12.17 einen brief zur mieterhöhung mit 20% ab 01.01.18 gegeben.

ich war nicht einverstanden und man hat sich auf 10% geeinigt.

einige stunden später hatte ich das neue schreiben im briefkasten mit dem betrag von 10% erhöhung.

das schreiben ist auf den 22.11.17 datiert.

ist das schreiben wirksam? (falsches datum + erhöhung ab nächstem 1. fällig?

ab wann muss ich nun tatsächlich die neue miete zahlen.

zudem gibt es einige mängel die theoretisch mietmindernd wirken.

-5 parteien haus ohne abschliessbare haustüre

- Mäuse in der wand und jede menge mäusekot auf dem balkon

- rostiges wasser (teilweise muss ein bad 3 mal in der wanne neu eingelassen werden weil es manchmal nur braun-schwarz runter kommt)

-feuchte wand im treppenhaus die sich wölbt und an der der putz abbröckelt

-> genau diese wand ist auf der innenseite eine meiner Küchenwände an der sich schwarzer schimmel gebildet hat

- altbauwohnung: massive lärmbelästigung durch gehen in der wohnung der mieter oberhalb

- an der hausfassade am balkon bröckelt die mauer ab und hat Löcher

-im winter trotz lüften ständig extrem nasse und beschlagene fenster an denen das wasser regelrecht runter läuft und sich auf dem Fensterbrett sammelt.

hoffe auf hilfreiche antworten

dankeschön

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.12.2017 09:51

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Miete kann sich erst mit Beginn des dritten Monats nach dem Zugang des Mieterhöhungsverlangens erhöhen, eine kürzere Frist kann der Vermieter nicht festlegen. Insofern schulden Sie dem Vermieter frühestens ab diesem Zeitpunkt eine höhere Miete. Das gilt zumindest dann, wenn das Erhöhungsverlangen nicht auch aus anderen Gründen gänzlich unwirksam ist. Ob dies bei Ihnen der Fall ist, können wir allerdings aus der Ferne nicht beurteilen. Insofern würden wir Ihnen empfehlen, das Erhöhungsverlangen einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorzulegen.

Unabhängig davon sind die von Ihnen genannten Mängel zu betrachten. Jeder davon kann unter Umständen eine Mietminderung rechtfertigen. Wie hoch diese ausfällt, ist jedoch stark vom Einzelfall abhängig. Auch hier würden wir Ihnen dringend zu einer Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt raten. Dieser kann die Höhe der Mietminderung eventuell auch nach einer Ortsbegehung genauer feststellen. Von einer eigenmächtigen Mietminderung raten wir ab.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Julia am 30.11.2017 19:07

Hallo Immowelt,

mein Vermieter hat erst im September meine Miete um rund 26 Euro erhöht. Nun soll ich im Dezember weitere 20 Euro mehr bezahlen. Eigentlich widerspricht das doch dem Gesetz, oder?

Danke schonmal und liebe Grüße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.12.2017 09:18

Hallo Julia und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete ist in der Tat nur alle zwölf Monate mit einer Frist von drei Monaten möglich. Der Vermieter darf allerdings unabhängig von dieser Regel den Abschlag für die Betriebskosten im Rahmen der Betriebskostenabrechnung anpassen. Modernisierungsmieterhöhungen sind ebenfalls unabhängig davon möglich.

Bitte beachten Sie, dass wir Ihren Fall nicht genau kennen und nicht wissen, wie Ihr Vermieter Ihre Mieterhöhung begründet. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

roerdi am 15.11.2017 15:24

Hallo Immowelt, der Vermieter des Studentenwohnheims unseres Kindes droht mit Kündigung (des befristeten, sich automatisch verlängernden) Mietvertrags, wenn wir der Mieterhöhung nicht zustimmen. Geht das? Danke für eine Antwort, liebe Grüße

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.11.2017 08:55

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in Studentenwohnheimen gelten große Teile des Mietrechts nicht, die ansonsten für Wohnraummietverhältnisse gelten. Demzufolge ist die Einforderung der Zustimmung zu einer Mieterhöhung und hilfweise das Aussprechen einer Änderungskündigung im Prinzip möglich. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall nicht genau kennen und ihn daher aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Im Streitfall raten wir zur Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

CV am 02.11.2017 18:34

Hallo,

wir haben ein Schreiben „Mieterhöhungsbegehren“ von unserem Vermieter bekommen. Wir sollen einer Erhöhung der Miete einhergehend mit einem neuen Mietvertrag zustimmen. Begründung für die Mieterhöhung sind Merkmale, die laut Mietspiegel zu einer höheren Miete berechtigen würden, die aber auf die von uns gemietete Wohnung nicht zutreffen. Zudem sind die aktuellen Mietkosten bzw. die Nebenkosten in dem Schreiben nicht korrekt angegeben. Ist das Mieterhöhungsbegehren dennoch zulässig.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.11.2017 10:24

Hallo CV,

eine Mieterhöhung ist nur aus triftigem Grund möglich, zum Beispiel zur Anpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete. Jedoch ist dafür in der Regel keine Änderung des Mietvertrages nötig.

Gerade wenn es bei den Angaben des Mieterhöhungsschreibens Abweichungen gibt, wie in Ihrem Fall bezüglich der Ausstattungsmerkmale und der Angaben der aktuellen Mietkosten, sollten Sie im Zweifel einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Mieterverein mit der Überprüfung beauftragen. Diese können Sie auch zum weiteren Vorgehen beraten.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Frauke am 25.10.2017 20:13

Hallo Immowelt,

ich habe vor, unser Badezimmer behindertengerecht umzubauen. D.h. die Badewanne soll raus und eine Duschwanne rein. Unser Vermieter lehnt die Maßnahme ab, weil er beabsichtigt das Haus zu verkaufen. Für die Pflege meiner gehbehinderten Mutter wäre der Umbau aber sehr wichtig. Darf der Vermieter seine Zustimmung verweigern?

Danke für eine Antwort

Frauke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.10.2017 09:34

Hallo Frauke,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB), und hier im § 554a, kann ein Mieter vom Vermieter die Zustimmung zu baulichen Veränderungen oder sonstigen Einrichtungen verlangen, die für eine behindertengerechte Nutzung der Mietsache oder den Zugang zu ihr erforderlich sind, wenn er ein berechtigtes Interesse daran hat.

Allerdings schänkt dersyelbe Paragraph dieses Mieterrecht gleich wieder ein. Etwas nebulös heißt es im folgenden Satz des Gesetzestextes: "Der Vermieter kann seine Zustimmung verweigern, wenn sein Interesse an der unveränderten Erhaltung der Mietsache oder des Gebäudes das Interesse des Mieters an einer behindertengerechten Nutzung der Mietsache überwiegt. Dabei sind auch die berechtigten Interessen anderer Mieter in dem Gebäude zu berücksichtigen."

Außerdem kann der Vermieter seine Zustimmung von der Leistung einer angemessenen zusätzlichen Sicherheit für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes abhängig machen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

ChristianeN am 25.10.2017 19:31

Liebes Immowelt-Team,

ich habe eine Mieterhöhung für eine preisgebundene Wohnung erhalten und diese wurde mit der ortsüblichen Vergleichsmiete (Bezug auf §558 BGB) begründet. Dazu ein Formular, dass ich der Mieterhöhung zustimmen soll.

Überall lese ich, dass §558 BGB nicht für preisgebundenen Wohnraum gilt. Nirgends wird erwähnt, was passiert, wenn ich der Erhöhung nicht zustimme.

Muss ich zustimmen? Würde die Erhöhung nicht auch ohne meine Zustimmung gelten?

Insbesondere verwundert mich die Begründung in diesem Fall.

Über eine kurze Rückmeldung freue ich mich sehr!

Viele Grüße

Christiane

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.10.2017 09:25

Hallo ChristianeN,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Im Allgemeinen gilt, dass bei preisgebundenen Wohnungen nur eine Mieterhöhung bis zur sogenannten Kostenmiete zulässig ist, die Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete kann anders als bei nicht preisgebundenem Wohnraum also nicht als Begründung für eine Mieterhöhung herangezogen werden.

Wird die Mieterhöhung mit einer Erhöhung der Kostenmiete begründet, so bedarf es - anders als bei preisfreiem Wohnraum - nicht einer Zustimmung des Vermieters: War die Mieterhöhung in diesem Sinne also zulässig, so ist sie wirksam.

Bei nicht preisgebundenem Wohnraum bedarf es einer Zustimmung des Mieters, allerdings wäre der Mieter dazu verpflichtet, einer Mieterhöhung zuzustimmen, solange diese zulässig ist. Und das ist sie dann, wenn die neue Miete nicht die Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete übersteigt.

Abschließend können wir Ihren Fall aus der Ferne allerdings nicht beurteilen. Gegebenenfalls sollten sie prüfen, ob ihre Wohnung zwischenzeitlich aus der Preisbindung herausgefallen ist. Im Zweifel raten wir dazu, die Hilfe eines Fachanwalts oder eines Mietervereins in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


ChristianeN am 26.10.2017 23:06

Liebes Immowelt-Team,

herzlichen Dank für diese Informationen! Das hilft mir weiter.

Hinweis: Wahrscheinlich meinen Sie im zweiten Abschnitt die Zustimmung des Mieters (nicht Vermieters).

Viele Grüße

Christiane


Immowelt-Redaktion am 27.10.2017 11:43

Hallo ChristianeN,

sorry, es sollte an der Stelle "Mieter" und nicht "Vermieter" heißen.

Viele Grüße

die Immowelt-Redaktion

Frauke am 23.10.2017 12:45

Hallo Immowelt,

Wenn mein Freund als Lebenspartner bei mir einzieht, muß ich das dem Vermieter anzeigen?

Kann er dann eine höhere Miete verlangen?

Ich würde mich über eine Antwort freuen.:

Frauke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.10.2017 14:13

Hallo Frauke und vielen Dank für Ihren Kommentar,

neue Bewohner müssen Mieter Ihren Vermietern mitteilen, ja. Seine Erlaubnis verweigern kann der Vermieter aber nur in Ausnahmefällen, etwa bei Überbelegung einer Wohnung. Die Miete erhöht sich durch Zuzug einer weiteren Person nicht automatisch, unter Umständen steigen jedoch die Nebenkosten. Das ist zumindest dann der Fall, wenn der Vermieter diese nach Zahl der Personen auf die Mieter umlegt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Muster-Mieter am 18.09.2017 08:18

Hallo Immowelt,

wir haben mit unserem ehemaligen Vermieter (ehemaliger Hauseigentümer) einen beidseitigen Kündigungsverzicht über 5 Jahre im Mietvertrag verankert. Zwischenzeitlich wurde das Mehrfamilienhaus, in dem sich die Mietwohnung befindet an einen neuen Eigentümer verkauft. Andere Wohnungen (mehr als drei Stück) im Haus wurden vom neuen Eigentümer renoviert (bzw. saniert: neue Böden, Heizung etc.) und für eine wesentlich höhere Kaltmiete (deutlich über ortsüblichem Niveau) weiter vermietet. Meine Frage: Bin ich durch den Kündigungsverzicht für den vereinbarten Zeitraum vor einer Mieterhöhung geschützt?

Über eine kurze Antwort würde ich mich freuen!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.09.2017 09:40

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein beidseitiger Kündigungsverzicht hat keine Auswirkungen auf den rechtlichen Rahmen, in dem der Vermieter die Miete erhöhen kann, es sei denn, es handelt sich um einen Index- oder Staffelmietvertrag.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

NM am 13.09.2017 21:49

Hallo

Ich habe eine Frage

Ich wohne seid fast 4 Jahren in meiner 1Zimmer Wohnung

Nun habe ich meinen Vermieter gefragt wie es aussieht mit einer neuen Küche da die die ich habe eben schon sehr sehr alt ist.

Darauf hin machte er mir lauter angebote .. 1.er zahlt die Hälfte 2.dann waren es 100€ mehr 3. nun sind es 200€ mehr kauft aber im Endeffekt die Küche komplett für 1,300€ und möchte von mir 550€ zurück dafür geht er bis 31.12.18 mit der miete nicht höher..

Ich müsste dann schauen ob der oder diejenige wo nach mir einzieht mir Wiederum die Küche ablösen würde für einen bestimmten Betrag ...

Ich bin total ratlos was ich genau tun soll und auf was ich eingehen soll

Oder doch nicht drauf eingehen und was anderes aushandeln soll/kann

Kann mir vielleicht jemand helfen?

auf Kommentar antworten

Bea am 11.09.2017 15:41

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe am 09.09.2017 von dem neuen Eigentümer eine Indexmieterhöhung von 16,63 % bekommen, da meine Miete von dem alten Eigentümer seit 2006 nicht erhöht wurde.

Gibt es eine Obergrenze der prozentualen Mieterhöhung?

Ab welchen Monat ist die Mieterhöhung möglich?

Mit freundlichen Grüßen

Bea

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.09.2017 09:21

Hallo Bea und vielen Dank für Ihren Kommentar,

ein neuer Eigentümer kann im Grunde sofort die Miete erhöhen nachdem er im Grundbuch eingetragen worden ist. Erhöhen kann er sie jedoch nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete, die sich in der Regel aus den örtlichen Mietspiegeln ergibt. Zudem gilt eine Kappungsgrenze: Die Kaltmiete darf innerhalb von drei Jahren um nicht mehr als 20 Prozent erhöht werden. Die Bundesländer sind zudem ermächtigt, Gebiete zu bestimmen, in denen eine Kappungsgrenze von lediglich 15 Prozent gilt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

ansusann am 11.09.2017 09:57

Hallo,

wir hatten 2 undichte Dachfenster mit entspr. Wasserschäden in den Räumen. Vermieter hat neue Fenster einbauen lassen, im Zuge dessen gleich alle anderen ( 3) mitmachen lassen. Keine Andeutung der Mehrkosten für uns. Nun, nach 2 Jahren , nach kleinem Rechtsstreit wegen Nebenkosten, kriegen wir eine Mieterhöhung und zusätzlich mit entsprechendem Zeitabschnitt eine 2. Erhöhung durch Moderniserungsarbeiten.

Darf er nach 2,5 Jahren dieser " Modernisierung " Kosten verlangen,

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.09.2017 11:01

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Mieterhöhung wegen Modernisierung ist auch nachträglich noch möglich, allerdings in der Regel nur mit einer Frist von sechs Monaten. Hinzu kommt, dass es sich auch wirklich um eine Modernisierung handeln muss, durch die der Wohnwert deutlich verbessert wurde. Wenn der Vermieter nur undichte Fenster ausgetauscht hat, handelt es sich dabei in der Regel um eine Reparatur, nicht um eine Modernisierung.

Bitte beachten Sie abschließend jedoch, dass wir den genauen Sachverhalt nicht genau kennen und ihn aus der Ferne daher nur schwer beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Im Streitfall empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Aruecki am 02.08.2017 16:19

Hallo,

In unserem sehr veralteten Haus, das nicht energiesparend modernisiert ist, möchte unsere Vermieterin die Miete erhöhen um 20%. Begründung ist das der wbs und Auflagen der Stadt beendet sind und daher die Miete erhöht werden dürfe. Das Haus ist jedoch in einem recht veralteten Zustand. Von der klingelanlage über alte Holzfenster mit papierdünner einmal Verglasung. Auch die Nebenkosten sollen erhöht werden um ein Drittel. Ist das so in Ordnung?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.08.2017 09:27

Hallo Aruecki,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete ist in der Regel zulässig. Das Gesetz schränkt lediglich ein, um welchen Prozentsatz die Miete erhöht werden darf. Innerhalb von drei Jahren darf sich die Miete nicht über 20 Prozent erhöhen, in angespannten Wohnungsmärkten nicht über 15 Prozent.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Aruecki am 04.08.2017 14:34

Ja, die Erhöhung der Kaltmiete ist ok. Nur das die Nebenkosten um ein Drittel erhöht werden finde ich etwas übertrieben

Schutzengel1 am 05.07.2017 21:37

Hallo,

Habe seit Januar einen neue Vermieter. Jetzt möchte er die Miete erhöhen.

Habe jeden Monat 419,03 überwiesen.

Jetzt möchte er eine Miete von 495,72 überwiesen habe.

Wohne in hamburg niendorf und die größte der Wohnung sind 48,07m2. Baujahr ca 1970, Ölheizung, und Durchlauferhitzer.

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Ulmer am 01.07.2017 12:26

Hallo allgemeine Frage zur Teilkündigungen. Unsere Mieterin möchte Geld sparen und den Stellplatz kündigen. Es handelt sich um ein einheitliches Mietverhältnis heißt Wohnung und Stellplatz ein Vertrag. Da das Scheibchenweise kündigen aber nicht geht nun die Frage: wenn Sie das macht ist die Wohnung dann ebenfalls gekündigt? Danke für zahlreiche Antworten

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Immowelt-Redaktion am 03.07.2017 09:23

Hallo Ulmer und vielen Dank für Ihren Kommentar,

rein rechtlich gesehen können in einem solchen Fall Wohnung und Stellplatz nur gemeinsam gekündigt werden, es sei denn, Mieter und Vermieter sind sich über ein anderes Vorgehen einig. Ein etwaiges Kündigungsschreiben das sich explizit nur auf den Stellplatz bezieht, hätte dann nicht automatisch auch die Kündigung der Wohnung zur Folge, es wäre aber unwirksam. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ulmer am 01.07.2017 12:24

Hallo wir haben eine vermietete Wohnung gekauft. Mietvertrag läuft seit 15.10.2016. Nun unsere Frage wann muss das Schreiben der Mieterhöhung beim Mieter sein wenn die Mieterhöhung ab dem 15.01. 2018 gelten soll? Natürlich nur nach Zustimmung des Mieters.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.07.2017 09:14

Hallo Ulmer,

eine Mieterhöhung zum 15. Januar wäre in diesem Fall nicht möglich, sondern frühestens zum 1. Februar. In diesem Fall müsste das Mieterhöhungsschreiben spätestens am letzten Oktobertag 2017 beim Mieter sein. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir etwaige individuelle Vereinbarungen zwischen Ihnen und dem Mieter nicht kennen und den Einzelfall aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Wir empfehlen Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Michael Meier am 30.06.2017 13:01

Hallo,

wie verhält es sich den bei einer Mieterhöhung, wenn im Mietvertrag keine qm festgehalten sind?

Wie läuft dann eine Mieterhöhung ab, auf welcher Grundlage wird dann erhöht?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.06.2017 13:47

Sehr geehrter Herr Meier,

ausschlaggebend ist in diesem Fall die tatsächliche Größe der Wohnung.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

DN2017 am 27.06.2017 12:31

Hallo,

hat man als Mieter beim Inkrafttreten der Mieterhöhung die durch einen Staffel- bzw. Indexmietvertrag begründet ist auch ein Sonderkündigungsrecht?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.06.2017 14:44

Hallo DN2017,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Beim Staffelmietvertrag steht dem Mieter nach Ablauf von vier Jahren nach Abschluss des Mietvertrags ein Sonderkündigungsrecht zu. Beim Indexmietvertrag gibt es ein solches Sonderkündigungsrecht aber nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Vermieter 1963 am 27.06.2017 02:20

Hallo, ich vermiete eine Wohnung und mein Mieter bewohnt diese seit 11 Jahren.

Nun möchte ich erstmalig die Miete um 10% erhöhen. Ein amtlicher Mietspiegel existiert nicht. Reicht als Begründung, dass dies die 1. Mieterhöhung nach 11 Jahren ist? Danke.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.06.2017 11:40

Lieber Vermieter,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Begründung wie die von Ihnen genannte reicht nicht aus. Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist geregelt, dass Vermieter zur Rechtfertigung einer Mieterhöhung alternativ zu einem Mietspiegel auf eine Auskunft aus einer Mietdatenbank, ein Gutachten oder die Miethöhe dreier vergleichbarer Wohnung zurückgreifen können. Auch der Bezug auf den Mietspiegel einer vergleichbaren Gemeinde ist unter Umständen möglich. Der einfache Hinweis darauf, dass es sich um die erste Mieterhöhung nach elf Jahren handelt, genügt aber wie gesagt nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Morgenstern am 22.06.2017 19:34

Hallo, wir haben nach der Mietvertragsunterzeichnung erfahren dass der noch Mieter knapp 40 % weniger bezahlt. Es ist eine Doppelhaushälfte in Dachau. Dem Vermieter gehören in der Straße alle 4 Doppelhäuser und die Mieter zahlen auch weniger als wir dann zahlen müssten. Was gilt hier, die Miete des Vormieters plus 10 % oder die ortsübliche Miete plus 10%.

Das Haus wurde nicht renoviert und auch nicht modernisiert.

Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.06.2017 09:03

Hallo Morgenstern,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Sofern die Mietpreisbremse gilt, ist die ortsübliche Vergleichsmiete für die Feststellung der zulässigen Miethöhe relevant. Diese ergibt sich in der Regel aus dem Mietspiegel. Ist dieser nicht vorhanden, kann sich die ortsübliche Vergleichsmiete aber auch anders berechnen, beispielsweise durch die Miethöhe vergleichbarer Wohnungen oder ein Gutachten.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

fidifisch am 12.06.2017 08:00

darf men vermieter die miete bei auszug für deeee nachmieter von 650 auf 800 euro erhöhen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.06.2017 13:31

Hallo fidifisch,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Generell darf der Vermieter bei Abschluss eines neuen Mietvertrags die Miete erhöhen, dabei gilt aber, dass in Wohngebieten mit angespannten Wohnungsmarkt die Miete zu Beginn des Mietverhältnisses die ortsübliche Vergleichsmiete nach §558 Absatz 2 BGB höchstens um 10 Prozent übersteigen darf. Ein angespannter Wohnungsmarkt besteht unter anderem dann, wenn die Mieten deutlich stärker steigen als im bundesweiten Durchschnitt, die durchschnittliche Mietbelastung der Haushalte den bundesweiten Durchschnitt deutlich übersteigt oder ein geringer Leerstand bei großer Nachfrage besteht.

Hat der Vermieter in den letzten drei Jahren vor Beginn des neuen Mietverhältnisses die Wohnung modernisiert, kann er die 10-Prozent-Grenze überschreiten - allerdings muss er sich an der ortsüblichen Vergleichsmiete orientieren. Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei weiteren Fragen empfehlen wir Ihnen den Gang zum Rechtsanwalt oder zum Mieterverein.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Pentling am 10.06.2017 20:57

Darf mein Vermieter die Miete auf einmal um 15% erhöhen.

Ich habe seit 10 Jahren keine Mieterhöhung erhalten, finde den Anstieg von jetzt auf gleich um 15% doch recht hoch.

Ich habe das Schreiben Anfang Juni erhalten und er will ab August erhöhen. Ist die Frist nicht zu kurz?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.06.2017 15:44

Hallo Pentling,

besten Dank für Ihren Kommentar. Generell muss der Mieter eine Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558 BGB) üblicherweise zulassen. Das Gesetz schränkt aber ein, um wieviel die Miete erhöht werden darf und gibt unter anderem eine Kappungsgrenze vor. Das bedeutet, die Miete darf sich innerhalb von drei Jahren nicht über 20 Prozent erhöhen, in angespannten Wohnungsmärkten liegt die Grenze bei 15 Prozent. Die Ankündigung der Mieterhöhung muss schriftlich und mit Benennung von Gründen, warum eine Mietsteigerung stattfindet, erfolgen. Ist die Ankündigung inhaltlich und formal richtig, muss der Mieter der Erhöhung bis spätestens Ende des zweiten Monats nach Zugang des Schreibens zustimmen. Macht er dies nicht, kann der Vermieter auf Zustimmung klagen. Die Miete kann sich erst mit Beginn des dritten Monats nach dem Zugang erhöhen. Allerdings hat der Mieter in diesem Fall auch eine Pflicht: Ist das Mieterhöhungsschreiben inhaltlich und formal richtig, muss er der Erhöhung spätestens bis Ende des zweiten Monats nach Zugang des Erhöhungsschreibens zustimmen. Stimmt der Mieter nicht zu, kann der Vermieter auf Zustimmung klagen.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei weiteren Fragen möchten wir Ihnen den Gang zum Fachanwalt oder Mieterbund empfehlen.

Mit herzlichen Grüßen aus Nürnberg

Ihre Immowelt-Redaktion

Haley am 21.05.2017 08:21

Darf mein Vermieter die Miete um mehr als 20% erhöhen, wenn mein Mietvertrag ausgelaufen ist und ein neuer Vertrag gechlossen wird? Es geht im Speziellen um einen 5qm großen Heizungsraum, der an das gesamte Haus vermietet ist und bei dem der nette Vermieter die Miete von 50 Euro auf 200 anheben möchte.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.05.2017 11:42

Hallo Haley und vielen Dank für Ihren Kommentar,

einen Heizungsraum an alle Haushalte in einem Haus gleichzeitig zu vermieten ist zumindest recht ungewöhnlich. Wir würden Ihnen daher empfehlen, Ihren aktuellen Mietvertrag sowie das Mieterhöhungsverlangen des Vermieters einem Mieterverein oder einem Fachanwalt vorzulegen. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Rosen am 17.05.2017 11:23

Darf der Vermieter die Miete erhöhen,damit wir bei der nächsten Nebenkostenabrechnung nicht so viel nachzahlen müssen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.05.2017 15:37

Hallo Rosen und vielen Dank für Ihren Kommentar,

eine Anhöhung des Abschlags für die Nebenkosten ist möglich, wenn die Kosten das rechtfertigen. Die Hauptmiete darf der Vermieter dagegen nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen erhöhen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Joachim S. am 03.04.2017 12:33

Darf der Vermieter 2 mal die Miete in 12 Monaten erhöhen, im April wurde die Miete umm 11 % erhöht, es wurde eine neue Wohnungstüre und neue Fenster eingebaut, die Wohnungstüre war noch intakt die Fenster aus Holz waren teilweise schon sehr renoviereungsbedürftig. Im Februar wurden die Betriebskosten um 20 Euro erhöht, weil der verbrauch zu hoch war, und jetzt im März haben wir ein schreiben bekommen das die Miete um 15 % erhöht wird wegen dem Mietzins. Im Jahre 2010 einzug hat die Miete mit Nebenkosten 370 Euro gekostet jetzt müste ich nach 7 Jahren 495 Euro bezahlen. Darf der Vermieter die Miete innerhalb von 12 Monaten die Miete um 26 % durch Modernisierung und Mietzins die MIete erhöhen.

auf Kommentar antworten

Joachim S. am 03.04.2017 13:22

Ja aber Mieterhöhung und Erhöhung durch Mietzins über 20% ist doch unzulässig innerhalb von 12 Monaten, die Erhebung durch Betriebskosten seh ich ein. Und Energie spar ich nicht, weil die Fenster sehr schlecht eingebaut wurden, das hab ich leider diesen Winter erfahren.


Immowelt-Redaktion am 03.04.2017 12:45

Sehr geehrter Herr S.,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Zwar gilt generell, dass die Miete sich innerhalb von drei Jahren nicht über 20 Prozent erhöhen darf, in angespannten Wohnungsmärkten nicht über 15 Prozent. Mieterhöhungen aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen und eine Anhebung des Betriebskostenabschlags sind jedoch auch außerhalb dieser Regelung zulässig.

Ob die einzelnen Mieterhöhungen in Ihrem Fall rechtswirksam waren, können wir allerdings aus der Ferne leider nicht beurteilen. Gerade bei einer Mieterhöhung aufgrund ausgetauschter Fenster kommt es beispielsweise darauf an, ob die neuen Fenster mehr Energie einsparen als die alten. Wir empfehlen Ihnen daher, Ihre Mieterhöhungsschreiben sowie Ihren Mietvertrag einem Mieterverein oder einem Fachanwalt vorzulegen. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Verzweifelt am 21.03.2017 14:05

Hallo, wir haben eine Zustimmungserklärung unterschrieben am 21.02.

verfällt das Sonderkündigungsrecht damit?

Wir haben kurzfristig eine neue Wohnung gefunden und möchten nun Ausziehen...

Gibt es eine Möglichkeit zurückzutreten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.03.2017 12:31

Sehr geehrter Fragesteller,

gemäß § 561 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) können Sie bis zum Ablauf des zweiten Monats nach dem Zugang der Mieterhöhung das Mietverhältnis außerordentlich zum Ablauf des übernächsten Monats kündigen. Kündigt der Mieter, so tritt die Mieterhöhung nicht ein.

Der Paragraph enthält den Zusatz: "Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam."

D.h. aber auch, dass Sie auch in diesem Fall nicht sofort aus der Wohnung rauskommen, sondern die Fristen einhalten müssen. Da wir die Details nicht kennen und auch keine individuelle Rechtsberatung leisten dürfen, raten wir Ihnen im Zweifel den örtlichen Mieterverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht zu konsultieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


verzweifelt am 22.03.2017 12:56

Es steht darin dass wir diese Zustimmungserklärung binnen einer Woche zurück senden sollten. Somit ist diese Klausel also unwirksam und wir haben trotzdem noch unser Sonderkündigungsrecht vielen Dank für ihre Hilfe

Die Seele am 13.03.2017 15:27

Hallo,

Kann ein Vermieter bei Dachneueindeckung ohne Dämmung

die Kosten auf den Mieter umlegen oder dafür Mieterhöhung verlangen???

Oder bei Überschwemmung einer Wohnung ( durch Unwetter)

die daraus entstandenen Kosten auf Mieter umlegen bzw Miete dadurch erhöhen???

Denke das wäre doch Instandsetzung sowie bei der Dachneueindeckung.

Und die Kosten könnte er doch nicht umlegen, oder?

Auf eine Antwort wäre ich sehr dankbar

Lg. Die Seele

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.03.2017 15:34

Hallo Seele,

eine Mieterhöhung wegen Modernisierung ist nur dann möglich, wenn der Wohnwert deutlich verbessert wird. Aufgrund von Instandhaltungs- oder Reparaturmaßnahmen ist keine Modernisierungsmieterhöhung möglich.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir einen Einzelfall aus der Ferne immer nur schlecht beurteilen können und keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir raten daher im Streitfall immer zur Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Der Gnomi am 13.03.2017 11:35

Hallo,

Wir haben das Mieterhöhungsschreiben per Post am 10.03.2017 erhalten.

Der Poststempel ist vom 09.03.17

Das Datum des Schreiben ivom Vermieter ist aber der 28.02.2017.

Die neue Miete sollen wir aber am

01.05.2017 zahlen.

* Müsste der Zahlungstermin erst am 01.06.2017 rechtens sein?

Die begründung ist vom Vermieter:

" Auf Grund von Preiserhöhumg und den in den letzten Jahren anfallenden Kosten ist eine höhere Mietug erfordersilch." ( Sinngemäss). Mehr nicht.

Letzte Mieterhöhung war 2013.

* Ist die Begründung so vom uns als Mieter zu akzeptieren ???

LG.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.03.2017 12:45

Hallo Gnomi,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Tatsächlich ist eine Mieterhöhung, die dem Mieter am 10. März zugeht auch frühestens zum 1. Juni wirksam. Darüber hinaus darf ein Vermieter die Miete zwar auf die ortsübliche Vergleichsmiete erhöhen. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch muss er sich dabei aber auf den Mietspiegel, die Auskünfte einer Mietdatenbank, ein Gutachten oder vergleichbare Wohnungen beziehen. Eine Mieterhöhung aufgrund allgemeiner Preissteigerungen ist nicht möglich.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel raten wir daher immer zur Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

bbaammbbii13 am 19.02.2017 12:19

woh

wohne seit 44 jahren in gleicher wohnung, eine mieterhöhung,nun wird erhöhung

verlangt. in all den jahren vom vemieter nichts in wohnung gemacht! alte holzrahmen

keine doppelverglasung für fenster-putz kommt von wänden-balkon marode-was tun?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.02.2017 10:38

Hallo bbaammbbii13,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ihr Frage berührt zwei verschiedene Themenkomplexe. Einerseits geht es um die Mängel in Ihrer Wohnung. Wenn diese nicht mehr vertragsgemäßg benutzt werden kann, kann ein Mieter vom Vermieter verlangen, dass dieser etwaige Mängel beseitigt oder repariert.

Auf der anderen Seite geht es um die Mieterhöhung. Dabei gilt: Eine Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete muss der Mieter üblicherweise zulassen. Die ortsübliche Vergleichsmiete ergibt sich aus dem örtlichen Mietspiegel oder aus den aktuellen Mieten, die für vergleichbare Wohnungen gezahlt wird. Das Gesetz schränkt aber ein, um wieviel die Miete erhöht werden darf und gibt eine Kappungsgrenze vor. Das bedeutet, die Miete darf sich innerhalb von drei Jahren nicht über 20 Prozent erhöhen, in angespannten Wohnungsmärkten liegt die Grenze bei 15 Prozent. Der Mieter muss außerdem nur alle 15 Monate eine Mieterhöhung dulden.

Bitte beachten Sie noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Katja Vitt am 30.01.2017 20:33

Wer muss bei einer Sanierung der Haustür 60 Jahre alt und Flurfenster für die kosten aufkommen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 31.01.2017 09:03

Sehr geehrte Frau Vitt,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Für neue Türen und Fenster kommt zunächst der Vermieter auf. Dieser kann die Kosten aber unter Umständen in Form einer Modernisierungsmieterhöhung auf die Mieter umlegen und zwar in Form von elf Prozent der entstandenen Kosten auf die Jahresmiete. Eine solche Modernisierungsmieterhöhung ist jedoch nur dann zulässig, wenn der Wohnwert dadurch verbessert wird. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn die neuen Fenster und die neue Tür das Haus besser energetisch isolieren.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schlecht beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Heizmann Alexander am 13.01.2017 17:16

Gilt als Modernisierung Mohnungstür wechseln und miete erhöhen für Index und Staffelmietvertrag.

Wohnung war gemietet 01.08.2016 und Miete ab 01.01.2017 und 01.01.2018 noch mall erhöhen im Mietvertrag.

auf Kommentar antworten

Dr.Schmunk am 11.01.2017 17:58

Wieso muss ich einer im gesetzlichen Rahmen erfolgten Mieterhöhung auch noch zustimmen? Wer hat sich denn so einen Unsinn ausgedacht?

auf Kommentar antworten

Nico am 01.01.2017 23:22

Gelten oben genannte Regelungen zur Mietpreiserhöhung ebenfalls, beim Wechsel von Unter Mietvertrag mit einem der Mieter und darauf folgenden Neuvertragsbeginn mit dem Eigentümer? Oder kann der Vermieter bei einem Neuvertrag unbegrenzt eine neue Miete verlangen?

Mit freundlichen Grüßen.

N.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.01.2017 09:57

Hallo Nico,

welche Miete ein Vermieter bei Neuvermietung verlangen darf, ist davon abhängig, ob im jeweiligen Stadtteil oder der Gemeinde die Mietpreisbremse gilt oder nicht. Gilt die Mietpreisbremse, darf die Miete bei Neuvermietung höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Weitere Informationen darüber, ob in Ihrem Gebiet die Mietpreisbremse gilt oder nicht, können Sie hier nachlesen: ratgeber.immowelt.de/mietpreisbremse

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Essen2000 am 16.12.2016 14:09

MaryH Guten Tag,

wir beabsichtigen ab Jan.2017 eine Neubauwohnung, also Erstbezug, anzumieten.

Nettokaltmiete 1.500,-- Euro

ist hier binnen 3 Jahren eine Mieterhöhung von max. 20 % möglich?

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.12.2016 12:06

Hallo Essen2000,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Unabhängig von der Frage, ob es sich um eine Neubau- oder Bestandswohnung handelt, kann die Miete innerhalb von drei Jahren um 20 Prozent, beziehungsweise in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt um bis zu 15 Prozent (BGB; § § 558, Abs. 3) angehoben werden – allerdings nur bis zur Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

JenS am 08.12.2016 10:16

Guten Tag,

unser Vermieter überschreibt "unsere" Wohnung zum 1.1.17 seiner (Ex)Frau, die dann unsere Vermieterin sein wird. Wir haben nun ein Schreiben erhalten, dass wir ab 1.1.17 die Miete auf das Konto der Frau überweisen sollen und dass sich ab 1.4.17 die Kaltmiete um 12 % erhöhen wird (ohne eine Begründung). Das Schreiben ist vom jetztigen Vermieter und der zukünftigen Vermieterin unterschrieben. Wenn ich das richtig verstanden habe, darf die Miete nicht unbegründet erhöht werden. Sollen wir diese Erhöhung also einfach irgnorieren, Einspruch einlegen oder wie am besten verfahren? Kann die Mieterhöhung denn überhaupt in dieser "Zwischenphase" der Wohnungsumschreibung gemacht werden?

Vielen Dank!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.12.2016 10:44

Hallo JenS,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine Mieterhöhung muss tatsächlich begründet werden. Dies ist in Paragraph 558a des Bürgerlichen Gesetzbuches geregelt. Mieter, die eine unbegründete Mieterhöhung erhalten, können diese zwar theoretisch einfach ignorieren. Um späteren Streitereien vorzubeugen, ist es aber sicher sinnvoll, den Vermieter darauf hinzuweisen, dass das Erhöhungsschreiben in dieser Form nicht akzeptiert wird und dies auch zu begründen. Ob eine Mieterhöhung vor oder nach der Eigentumsübertragung einer Wohnung erfolgt, ist für dieses Verfahren unerheblich.

Bitte beachten Sie noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

elefant am 04.12.2016 18:23

Die Modernisierung wurde nicht schriftlich vorher angekündigt, sonder nur mündlich.

Ich habe folgende Berechnung vorgenommen.

Rechnung Achim Schroth Jahresmiete

05.04.2016 3398,52

26.06.2015 9800,01

20.09.2015 5862,24

Summe 19060,77

aktuelle Miete 570,00 x 12 Monate= 6840,00

Kosten der Modenisierung 19.060,77

Davon 6% 1143,65

Neue Jahresmiete 7983,65

Neue Monatsmiete 665,30

+ Nebenkosten 45,00

Miete ab.... 710,30

ich habe eine neue Heizungsanlage in 2015 und in 2016 neue Heizkörper einbauen lassen

und möchte eine Mieterhöhung mit der Nebenkostenabrechnung 2016 machen.

Wie hoch kann ich die Mieterhöhung ansetzen. Wieviel Prozent ? Die Anlage wurde nach neuerbaren Energien wie vom Staat vorgeschrieben eingebaut.

Kosten Heizung: 13.198,53 Euro Re.v. 20.09.2015

Kosten Heizkörper: 3.398,52 Euro Re. 05.04.2016

Welche Frist für die Mieterhöhung muss ich ansetzen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.12.2016 09:48

Hallo elefant,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Nach § 559 BGB darf der Vermieter die Miete nach Modernisierungsmaßnahmen erhöhen, sofern diese ordnungsgemäß angekündigt (spätestens drei Monate vor ihrem Beginn) und durchgeführt wurden. Der Vermieter kann elf Prozent der Modernisierungskosten dauerhaft auf die Jahresmiete umlegen, sobald die Modernisierung abgeschlossen ist. Ebenso kann der Vermieter erst nach Abschluss der Arbeiten das Schreiben verschicken, indem er die Mieterhöhung ankündigt. Der Mieter muss die erhöhte Miete mit Beginn des dritten Monats nach Zugang der Mitteilung, dass die Miete erhöht wird, zahlen. Daher muss der Vermieter zwei Schreiben an seine Mieter versenden:

1: Die Ankündigung der Arbeit mit Verweis auf die Mieterhöhung

2: Das Schreiben, in dem er die Miete erhöht.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Daher möchten wir Ihnen bei weiteren Fragen den Gang zum Fachanwalt empfehlen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Mazzel am 15.11.2016 20:53

Hallo zusammen,

ich habe eine etwas andere Frage.

um wieviel darf der Vermieter bzw. die Mietgesellschaft die Miete bei einem neuEinzug erhöhen bzw. jemand anderes zieht aus und wir gehen rein dürfen die dann die Miete erhöhen wenn ja um wieviel?prozentual?

Vielen Dank im voraus.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 16.11.2016 08:54

Hallo Mazzel,

in Prozentpunkten lässt sich das leider nicht angeben. Generell darf ein Vermieter die Miete bei Neuvermietung durchaus erhöhen. Je nachdem, ob in einem Gebiet die Mietpreisbremse gilt oder nicht, muss er sich dabei allerdings an der ortsüblichen Vergleichsmiete orientieren. Diese wiederum wird durch die örtlichen Mietspiegel festgelegt. Gilt in einem Gebiet die Mietpreisbremse nicht, darf der Vermieter die Miete bei Neuvermietung relativ frei bestimmen.

Alle Informationen zur Mietpreisbremse und wie das Gesetz genau funktioniert, können Sie in diesem Artikel nachlesen:
ratgeber.immowelt.de/mietpreisbremse

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Moppelbella am 10.11.2016 07:55

Wir haben gestern am 9.11.16 die Ankündigung einer Mieterhöhung bekommen. Die neue Miete soll am 1.12.16 fällig sein. Ist es rechtens diese Frist von 3 Wochen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.11.2016 12:27

Hallo Moppelbella,

die Miete kann sich erst mit Beginn des dritten Monats nach dem Zugang des Erhöhungsschreibens erhöhen. Ein Kündigungsschreiben, das eine kürzere Frist enthält, ist in der Regel unwirksam.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Jan am 02.11.2016 09:20

Am 01.11. - Feiertag - wurde uns eine Miterhöhung in den Briefkasten geworfen. Datiert auf den 30.10.2016, Erhöhung der Miete von 720,00 Euro, abzüglich Nebenkosten 75,00 Euro also 645,00, auf eine neue Grundmiete von 805,00 Euro mit 75,00 Euro Betriebskostenvorschuß auf 880,00 Euro. Fällig ab dem 01.02.2017. Ob die anderen Mieter eine Erhöhung bekommen haben entzieht sich unserer Kenntnis, die Anrede war lediglich "Sehr geehrter Mieter". Für uns war es sehr überraschend und durch Todesfälle unserer Eltern finanziell so nicht zu stämmen - genauso wie ein Umzug! Ratlosigkeit und Kopflosigkeit bei uns.

Ihnen allen alles Gute!

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Philip am 25.10.2016 13:48

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir werden in kürze in ein 2 Familienhaus zur Miete einziehen. Dort haben wir die Erdgeschoss-Wohnung gemietet. Die Wohnung im Obergeschoss wird von einem Familienmitglied (80 Jahre) des Vermieters bewohnt.

Im Mietvertrag steht nun folgendes:

1. 3. Fallen einzelne Zuschläge (wie beispielsweise der Untermietzuschlag; § 15 Ziffer 6)

oder Kosten (wie beispielsweise Aufzugskosten) erst später an (insbesondere bei späterer

Untervermietung oder späterem Einbau eines Aufzuges), erhöht sich die Miete

entsprechend.

1. 4. Die entstehenden Betriebskosten können auf den Mieter unabhängig von der Lage

seiner Wohnung im Gebäude umgelegt werden. Der Vermieter ist berechtigt, eine

Änderung des Abrechnungszeitraums vorzunehmen, sofern ein sachlicher Grund für die

Änderung des Abrechnungszeitraums vorliegt.

Wir hätten überhaupt keinen Nutzen eines Aufzugs. Lediglich die obere Wohnung würde diese nutzen.

Kann mein Vermieter die Kosten für den Bau also auch die Unterhaltungskosten auf uns umlegen?

Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

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Immowelt-Redaktion am 28.10.2016 10:32

Lieber Philip,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Generell ist eine Modernisierungsmieterhöhung immer dann möglich, wenn es zu einer Verbesserung des Wohnwerts kommt. Ob in Ihrem Fall so wäre, lässt sich leider pauschal nicht beurteilen. Das Gesetz legt beispielsweise nicht explizit fest, ob ein Aufzug eine solche Mieterhöhung rechtfertigt, wenn jemand im Erdgeschoss eines Zweifamilienhauses wohnt. Bitte beachten Sie zudem, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir zu einer Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Holger am 15.10.2016 10:39

Seit 2004 wurde die miete nicht mehr erhöht, ab 2017 wird sie der ortsüblichen Miete angepasst, also von 5,00euro auf 6,00 euro. ist dies erlaubt,

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.10.2016 10:43

Lieber Holger,

besten Dank für Ihren Kommentar. Allgemein gilt, dass eine Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete zulässig ist. Allerdings darf sich die Miete innerhalb von drei Jahren nicht über 20 Prozent erhöhen. In Gebieten mit Mietpreisbremse gilt zudem eine Kappungsgrenze von 15 Prozent, ansonsten 20 Prozent.

Mit besten Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Franka am 07.10.2016 10:32

Kann der Vermieter die Miete um 14% erhöhen, obwohl wir bereits mehr als die durchschnittliche ortsübliche Vergleichsmiete zahlen? Wir wohnen in München (Stadtrand) und sind vor zwei Jahren eingezogen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.10.2016 11:13

Hallo Franka,

eine Mieterhöhung im laufenden Mietverhältnis über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus ist in der Regel nicht möglich. Ausnahmen gibt es für Modernisierungsmieterhöhungen sowie für Index- und Staffelmietverträge. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nur schwer beurteilen können und zudem keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Falls Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit Ihrer Mieterhöhung haben, empfehlen wir Ihnen daher den Gang zu einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Beakor am 26.09.2016 12:57

Bei uns hatte zum 1.7.2016 ein Vermieterwechsel stattgefunden und nun erhöht er die Miete zum 1.1.2017 auf 15%. Ich wohne schon länger hier aber das Mietverhältnis mit ihm besteht noch nicht so lange. Ist es dann rechtens, dass er die Miete gleich erhöhen darf? Dachte es gibt eine 12 Monatsgrenze. Also frühestens ab 1.7.2017.

MfG Beakor

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Immowelt-Redaktion am 28.09.2016 12:10

Hallo Beakor,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Im deutschen Mietrecht gilt der Grundsatz: Kauf bricht nicht Miete: Ob eine Mieterhöhung zulässig ist, hängt demnach nicht davon ab, ob es einen Eigentümerwechsel gab, sondern alleine davon, wie lange Sie schon in der Wohnung leben und wie hoch die Miete nach der Mieterhöhung ist.

Bitte beachten Sie, dass wir Ihren Fall aus der Ferne pauschal nicht beantworten können und wir auch keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei weiteren Fragen empfehlen wir daher den Gang zum Fachanwalt oder zum Mieterbund.

Mit besten Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Kreuzotter am 22.09.2016 13:43

Im Passus: Sonderkündigungsrecht des Mieters muss es wohl heißen: "........erhöht, hat der Mieter ein Sonderkündigungsrecht". Und nicht der Vermieter.

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Immowelt-Redaktion am 22.09.2016 16:31

Hallo Kreuzotter,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar: Sie haben natürlich Recht. Wir haben dies ausgebessert.

Mit besten Grüßen

die Immowelt-Redaktion

kubus85 am 03.09.2016 04:41

Ist es richtig, dass der Vermieter jetzt die Miete auf das Vergleichsniveau der Nachbarschaft angleicht, dies jetzt sofort 40€mehr auf die Kaltmiete sein soll und das obwohl am Haus und meiner Wohnung seit 5Jahren und mehr nichts gemacht worden ist?Altbau, keine Dämmung, abgewohnt?

In der Nachbarschaft ist viel saniert worden. Kann der Vermieter das dann trotzdem so begründen?

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Immowelt-Redaktion am 05.09.2016 11:19

Hallo kubus85,

Eine Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete muss der Mieter üblicherweise zulassen. Das Gesetz schränkt aber ein, um wieviel die Miete erhöht werden darf und gibt unter anderem eine Kappungsgrenze vor. Das bedeutet, die Miete darf sich innerhalb von drei Jahren nicht über 20 Prozent erhöhen, in angespannten Wohnungsmärkten liegt die Grenze bei 15 Prozent. Der Mieter muss außerdem nur alle 15 Monate eine Mieterhöhung dulden. Die ortsübliche Vergleichsmiete ergibt sich dabei in der Regel aus den offiziellen Mietspiegeln von Städten und Gemeinden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Siggilanghaar am 03.08.2016 16:37

vor zwei Tagen habe ich erfahren,dass meine Wohnung an einen neuen Vermieter verkauft wurde, Nun entsteht folgende Frage: ich wohne seit dem 31.12. 2010 hier - wie lange ist die Kündigungsfrist - ab wann kann die Miete erhöht werden - noch liegt keine Kündigung vor - von welcher Miete geht man aus - Kalt (ohne NK ) oder Kalt mit NK. Ich hoffe es gibt eine Lösung da ich Rentner bin und die Erhöhung incl. Stellplatz über 100 € betragen würde.

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Immowelt-Redaktion am 04.08.2016 09:50

Hallo Siggilanghaar,

wie lang die Kündigungsfrist ist, ist vom Mietvertrag abhängig. In der Regel beträgt sie für den Mieter aber drei Monate, unabhängig davon, wie lang er schon in einer Wohnung wohnt. Unabhängig davon gibt es bei einer Mieterhöhung ein Sonderkündigungsrecht. Das bedeutet: der Mieter kann bis zum Ablauf des zweiten Monats nach der Mieterhöhung das Mietverhältnis zum Ablauf des übernächsten Monats kündigen. Macht der Mieter von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch, tritt die Mieterhöhung nicht ein.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Renie am 03.08.2016 16:20

Ist ein Nutzungsvertrag das gleiche wie ein Mietvertrag ? und wie schaut es bei einer Erhöhung aus welche Kriterien zählen hier?

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Immowelt-Redaktion am 04.08.2016 09:28

Hallo Renie,

nein, Nutzungsvertrag und Mietvertrag sind nicht identisch. Ein Nutzungsvertrag kann beispielsweise auch ein Leasingvertrag für ein Auto sein. Für einen solchen Vertrag gelten je nach Art andere Regelungen als für einen Mietvertrag über Wohnraum.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

chrissi am 03.08.2016 15:24

Muss der Vermieter im Falle einer Modernisierung nach Abschluss dieser Arbeiten dem Mieter nicht eine SchlußAbrechnung der entstandenen Modernisierungskosten zukommen lassen?

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chrissi am 04.08.2016 09:53

Danke für Ihre Antwort!

Mein Einwand diesbezüglich: sind dadurch dem Vermieter nicht , Tor und Türen, geöffnet? Meines Erachtens sollte auch der Mieter wissen, wie hoch Modernisierungskosten veranschlagt bzw. dann tatsächlich angefallen sind!! Man sollte doch als Mieter auch wissen, von welcher konkreten Summe an entstandenen Modernisierungskosten jene 11%, die als Mieterhöhung anfallen berechnet werden!?

Freundliche Grüße

Chrissi


Immowelt-Redaktion am 04.08.2016 09:41

Liebe Chrissi,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Es gibt keine gesetzliche Regelung, die dies vorschreibt und daher auch keine automatische Verpflichtung für den Vermieter, eine solche Schlussabrechnung vorzulegen.

Weitere Informationen zur Mieterhöhung nach Modernisierung finden Sie auch in diesem Artikel:
ratgeber.immowelt.de/a/worauf-vermieter-bei-einer-modernisierungsmieterhoehung-achten-sollten.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

edelgard am 03.08.2016 13:08

darf auch der eigentümer oder eine dritte person .

mit einem haustürschlüssel jederzeit das haus betreten.

wir wohnen seid 25jahre als mieter in einem 2familienhaus mit tochter .

sind es seid den jahren gewohnt unsere wohnungstüren nicht zu verschließen??

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Immowelt-Redaktion am 03.08.2016 13:55

Liebe Edelgard,

Vermieter dürfen in einem Haus mit mehreren Mietparteien zwar grundsätzlich keinen Zweitschlüssel für eine Mietwohnung behalten, wohl aber für die Haustür.

Weitere Informationen zum Thema Zweitschlüssel finden Sie auch in diesem Artikel:
ratgeber.immowelt.de/a/zweitschluessel-tipps-fuer-vermieter.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

edelgard am 03.08.2016 13:05

was ist wenn der dachboden nur der fußboden, nicht der dachgaubgedämmt wurde.

auserdem ist keine dämmung im keller,wir leben hier mit nachtspeicher.........

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Immowelt-Redaktion am 03.08.2016 13:50

Liebe Edelgard,

laut Energieeinsparverordnung haben Hauseigentümer die Pflicht, die oberste Geschossdecke oder wahlweise das Dach zu Dämmen. Die Wahl obliegt den Eigentümern, zumindest sofern der Dachboden nicht auch als Wohnraum genutzt wird. Eigentümer, die schon im Februar 2002 selbst in ihrem Einfamilienhaus wohnten, sind von der Pflicht zur Dämmung ausgenommen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Barbara am 07.07.2016 13:46

Darf ich nach dem Abschluss eines Mietvertrags innerhalb der 2 Wochen, wie bei anderen Verträgen einen Rückzieher machen, wenn ich es mir anders überlege?

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zipo am 14.06.2016 08:28

was muß ich schreiben bei einer mieterhöung.

Wie muß das schreiben aussehen Bitte ein beispiel

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Immowelt-Redaktion am 14.06.2016 09:01

Lieber zipo,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Was genau möchten Sie denn schreiben? Sind Sie Mieter und wollen einer Mieterhöhung widersprechen? Oder sind Sie Vermieter und wollen die Miete erhöhen?

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion