Zwangsversteigerung – Immobilien unterm Hammer

Eine Zwangsversteigerung ist eine Möglichkeit, günstig zu einem Eigenheim zu kommen – sie birgt aber auch Risiken. Das wichtigste zum Ablauf der Versteigerung, der optimalen Bieterstrategie und wann betroffene Eigentümer eine drohende Zwangsversteigerung noch abwenden können.

Zwangsversteigerung, Foto: Chodyra-Mike/fotolia.com

Die Zwangsversteigerung ist eine besondere Art des Immobilienerwerbs: Auf der einen Seite steht der Traum von der günstigen Immobilie – auf der anderen Seite eventuell ein persönliches Schicksal. Hier erhalten Sie Informationen, wie eine Versteigerung abläuft und wo Risiken für Bieter lauern. Außerdem Rat für Betroffene, was sie tun können, wenn der Verlust der Immobilie droht.

Zur Zwangsversteigerung ausgeschriebene Immobilien finden Kaufinteressenten hier.

Ablauf einer Zwangsversteigerung: So können Käufer mitbieten

An einer Zwangsversteigerung teilnehmen oder nicht? Wer das noch abwägt, der sollte schon einmal im Vorfeld einen Versteigerungstermin besuchen. So kann er den Ablauf kennen lernen. Unerfahrene oder angehende Bieter können zudem das Bieterverhalten anderer Teilnehmer beobachten und daraus eine eigene Strategie entwickeln. Über anstehende Termine und Objekte informieren Amtsgerichte oder die Lokalpresse.

Wird es dann ernst, sollten Bietinteressenten aber auch die Risiken einer Zwangsversteigerung bedenken: Nicht immer sind verlässliche Auskünfte über den Zustand der Immobilie möglich. Zum Teil vergehen zwischen dem Erstellen des offiziellen Wertgutachtens und dem Versteigerungstermin Jahre. Gewährleistungen für Mängel gibt es keine. So kann nicht ausgeschlossen werden, dass Altlasten wie etwa Asbest vorhanden sind und der neue Eigentümer hohe Renovierungskosten auf sich nehmen muss.

Lesen Sie hier alles zu Ablauf, Kosten, Risiken – und der optimalen Bieterstrategie:

Was tun, wenn der Immobilienverlust droht?

Krankheitsfall, Jobverlust und andere Schicksalsschläge können dazu führen, dass Immobilieneigentümer ihren Kredit bei der Bank nicht mehr bedienen können. Spätestens wenn diese mit der Kündigung des Darlehens droht, sollten Eigentümer tätig werden. Sonst wird das Zwangsversteigerungsverfahren eingeleitet. Hier gibt es Hilfe, was zu tun ist:

Schnäppchen oder teure Immobilie: Beides ist möglich

Durch eine Zwangsversteigerung kann eine Immobilie eventuell zu einem günstigen Preis erworben werden – das muss aber nicht die Regel sein. Gibt es mehrere Bieter und ist die Immobilie attraktiv, so kann der Preis auch deutlich über den festgestellten Verkehrswert hinausschießen.

Andererseits sollten aber auch Betroffene, denen der Verlust der eigenen Immobilie droht, frühzeitig gut abwägen, welche Möglichkeiten ihnen noch bleiben: Die Zwangsversteigerung über sich ergehen lassen, oder selbst handeln. Oft lässt sich durch den freihändigen Verkauf ein höherer Erlös erziehen.

Isabel Naus

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