Streitfall Garten: Was Mieter dürfen – und was nicht

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Sträucher pflanzen, Gemüsebeete anlegen und den Sandkasten für die Kinder aufbauen: sobald das Wetter schön wird, geht es in vielen Gärten hoch her. Mieter, die einen Garten nutzen dürfen, können zwar über Blumenbeete selbst entscheiden und dürfen bestimmen, wie oft sie den Rasen mähen. Alles dürfen Mieter aber nicht.

Mieter, die einen Garten nutzen dürfen, haben dort in der Regel relativ viel Freiraum – sie dürfen sich sonnen, ihre Kinder spielen lassen oder feiern, solange sie dabei die Ruhezeiten einhalten. Auch Gartenmöbel und Spielgeräte für die Kinder dürfen Mieter aufstellen, solang sie beides beim Auszug wieder abbauen.

Garten, gemieteter Garten, Foto: iStock / vgajic
Einen Garten zu hegen und zu pflegen ist für viele ein geliebtes Hobby. Im Mieter-Garten ist jedoch nicht alles erlaubt. Foto: iStock / vgajic

Jäten, Hecken schneiden, Rasenmähen: Wer den Garten pflegen muss

Natürlich ist ein Garten aber kein reiner Vergnügungspark – er muss auch regelmäßig gepflegt werden. Im Regelfall finden sich dazu entsprechende Vereinbarungen im Mietvertrag. Steht dort nichts, ist der Vermieter für sämtliche Arbeiten zuständig.

Garten, Grafik: immowelt.de

Allgemein  gehaltene Klauseln im Mietvertrag wie „Der Mieter ist für die Gartenpflege zuständig“ haben zur Folge, dass der Mieter lediglich einfache Tätigkeiten erledigen muss. Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden (Az.: 10 U 70/04). Dazu zählen insbesondere solche Arbeiten, die er ohne größere Fachkenntnisse oder zusätzliche Kosten erledigen kann: Unkraut jäten etwa, aber auch Laub zusammenrechen oder Rasenmähen. Alle umfangreicheren Aufgaben sind dagegen Aufgabe des Vermieters – dazu zählen beispielsweise das Fällen eines Baumes oder das Düngen und Vertikutieren des Rasens. Ausnahme: Es steht anders im Mietvertrag. Hat sich ein Mieter darin verpflichtet, auch solche Aufgaben zu übernehmen, ist er an diese Abmachung gebunden.

Wer die Gartengeräte stellen muss

Garten, Grafik: immowelt.de

Haben sich die Mietparteien darauf geeinigt, dass die Gartenarbeiten Mietersache sind, ist der Vermieter nicht verpflichtet, Gartengeräte zur Verfügung zu stellen. Der Mieter muss sie in diesem Fall auf eigene Kosten besorgen und unterhalten. Ist die Gartenpflege dagegen Vermietersache, hat auch dieser die Kosten für Werkzeug und Geräte zu tragen.

Rasen oder Wiese: Der Mieter entscheidet selbst

Garten, Grafik: immowelt.de

Bei den Arbeiten, die der Mieter übernehmen muss, muss er sich nicht an detaillierte Vorschriften halten. Der Vermieter darf nicht bestimmen, in welchen zeitlichen Abständen das Laub beseitigt oder der Rasen gemäht werden muss. Allerdings darf ein Mieter den Garten auch nicht allzu sehr verwildern lassen – wer das Grün vor der Haustür durch allzu lange Untätigkeit zum Feuchtbiotop umwandelt, hat im Streitfall vor Gericht schlechte Karten.

Blumen und Bäume pflanzen

Garten, Grafik: immowelt.de

Ist ein Garten bereits bei Abschluss des Mietvertrags bepflanzt und will der Mieter einzelne Sträucher, Büsche oder Bäume entfernen, muss er dies grundsätzlich mit dem Vermieter absprechen. Das Gleiche gilt, wenn er eigene Bäume oder Sträucher pflanzen möchte. Blumen- und Gemüsebeete kann der Mieter hingegen ohne Absprache anlegen.

Pflanzt ein Mieter tatsächlich neue Bäume und Sträucher gehören ihm diese auch nach dem Auszug – er darf sie also mitnehmen. Allerdings: Sind die Pflanzen so tief verwurzelt, dass sie sich nicht mehr entfernen lassen, hat er keinen Anspruch auf einen finanziellen Ausgleich, hat der Bundesgerichtshof entschieden. (Az.: VIII ZR 387/04). Auch hat das Landgericht Detmold entschieden, dass ein Mieter verpflichtet werden kann, den ursprünglichen Zustand des Gartens beim Auszug wiederherzustellen (Az.: 10 S 218/12).

Wann der Mieter Kosten tragen muss

Garten, Grafik: immowelt.de

Wenn der Hauseigentümer eine Firma mit der Pflege des Gartens beauftragt, hat er übrigens das Recht, die Kosten dafür in der Betriebskostenabrechnung auf den Mieter umzulegen. Das gilt auch dann, wenn der Mieter seinen vertraglich vereinbarten Pflichten zur Gartenpflege nicht nachkommt. In einem Urteil hat der Bundesgerichtshof sogar entschieden, dass der Vermieter auch dann die Kosten für die Gartenpflege auf den Mieter umlegen kann, wenn er die Gartennutzung verboten hat (Az. VIII ZR 135/03).

Zusammenleben im Gemeinschaftsgarten

Garten, Grafik: immowelt.de

All diese Regeln gelten übrigens nur, wenn der Vermieter einem Mieter allein die Nutzung des Gartens gestattet hat. Ist der Garten mehreren Mietern vorbehalten, müssen diese sich neben der Absprache mit dem Vermieter grundsätzlich auch untereinander absprechen, wenn sie etwas verändern wollen. Wie der Mieterverein Köln berichtet, darf auch nicht ein Mieter allein einen Teil des Gartens für sich abgrenzen.

Markus Grundmann23.03.2016

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34 Kommentare

Bernecker, Harald am 19.05.2022 18:52

Genau das ist nun bei uns geschehen! Wir sind drei Mietparteien und eine Mieterin ist die Mutter des Vermieters. Im Mietvertrag ist bei allen Gartennutzung beinhaltet. Die Mutter des Vermieters grenzt nun einen Teil des Gartens ab und baut Barrieren auf, die den Durchgang für uns unmöglich macht. Wir wohnen 28 Jahre in dem Haus und nun das. Was können wir unternehmen? Den Vermieter haben wir schon informiert, aber keine Veränderung. Diese Dame, welche diesen Ärger verursacht, ist 87 Jahre alt und sicher kann man das auf das hohe Alter zurückführen. Trotzdem sehen wir das nicht ein. Was können wir unternehmen?

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Dielena am 10.05.2022 09:15

Hallo, unser Gärtner stellt oft die rasensprenger so auf das die wohnungsfenster auch gewässert werden. Im Fall das gerade frisch geputzt sind extrem ärgerlich.Was kann ich dagegen tun?

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rainer16x am 28.04.2022 09:39

Hallo,

wir wohnen in einem Mietshaus mit vier Parteien. Vor Jahren wurde im Garten ein Brunnen gebohrt und gemeinsam genutzt. Jetzt ist nur noch einer der "Brunnenbauer" im Haus, der Rest ist verstorben. Geht das Nutzungsrecht an die Nachmieter über oder kann das durch den einen Mieter verwehrt werden.

MfG

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Sabrina W.. am 31.03.2022 09:56

Hallo

Wir haben eine Erdgeschoss Wohnung um 2Familienhaus gemietet, wo der Eigentümer über uns wohnt !

Im Mietvertrag steht - "zusätzlich wird ohne separaten mietvertrag der garten mit vermietet" ( Garten ist angekreuzt).

Haben wir das alleinige nutzen dieses Gartens? Darf er einfach einen Gärtner beauftragen ohne uns zu fragen ?

LG Sabrina

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bambam am 27.03.2022 21:16

Moin, wir wohnen in einer Doppelhaushälfte mit Garten. Da beim Ansähen nicht sehr sauber gearbeitet wurde und nachträglich noch mal eine schwerere Maschine stand, ist der Garten uneben und enthält noch viele Pflasterstein- und Scherbenreste sowie divereses anderes. Dürfen wir unseren gemietet Garten fräsen und neu ansähen, oder zählt das als bauliche Änderung? Wir wollen den Garten ja nicht vergrößern oder sonstiges, sonder nur wieder eben und Mülllos machen!

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redaktion.immowelt.de am 28.03.2022 14:06

Moinmoin Bambam,

Sind sie Mieter der Doppelhaushälfte? Dann schauen Sie zunächst im Mietvertrag, wer für Gartenarbeiten zuständig ist. Und dann sollten Sie bei großen Arbeiten wie diesen alles abklären, vor allem wer die Kosten tragen wird.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Nicole am 27.03.2022 18:58

Hallo, ich muss monatlich 40€ für die Gartenpflege an eineandere mitpartei bezahlen. Davon steht aber nichts im Mietvertrag und ich bekomme auch keine Abrechnung. Habe dies schon öfters angefragt. Ist das rechtlich erlaubt? Oder kann ich die Zahlungen verweigern?

Ich habe keine Gartenpflege im Mietvertrag drin stehen, lediglich die Erlaubnis das ich ihn benutzen darf. Wir sind eim 3 Parteien Haus

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Ilona am 27.03.2022 22:39

Du musst schon die Wahrheit sagen . Das du die 40 Euro zwei Jahre lang gezahlt hast. Und das würde mit dem Vermieter mündlich abgesprochen ,damit warst du einverstanden . Bis aufeinmal Dein Freund eingezogen ist . Nicole immer die Wahrheit sprechen und es gibt Zeugen dafür das du die Gartenarbeit bezahlt hast .


Ilona am 28.03.2022 08:31

Nicole du musst die Wahrheit schreiben . Du hast nie eine Abrechnung verlangt . Du hast zwei Jahre ohne mekern die 40Euro bezahlt. Du zahlstsie seit den 1.3.22 noch cht mehr da dein Freund das sagt . Und es würde mit dem Vermieter mündlich abgesproch das du und die andren Parteien die 40euro zählen . Immer schön die Wahrheit sprechen .


redaktion.immowelt.de am 28.03.2022 14:08

Hallo Nicole, es gilt immer nur, was im Mietvertrag steht. Mündlich geschlossene Klauseln oder Gegebenheiten, die Vormieter unter einander ausgehandelt haben, sind nicht gültig.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

heidrun am 23.02.2022 16:11

Wir wohnen in einem 2Familienhaus --unser Vermieter verlangt 568Euro für Gartenarbeit ,Anfahrt von seiner Wohnung und Abfahren von Schnittgut.Er arbeitet mit dem Strom ,den wir mit Allgemeinstrom bezahlen und Wasser benutzt er ,was wir mit Gemeinschaftswasser bezahlen müssen.

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Helmut am 08.02.2022 18:59

Hallo zusammen Frage:

Ich als Vermieter habe im Mietvertrag wortwörtlich folgendes geschrieben:

Garten (300 m²) und Durchgang zum Garten wird für die Häuser Gartenstr. 6 und Gartenstr. 4 zur gemeinsamen Nutzung bereitgestellt.

Es sind insgesamt drei Wohneinheiten und eine davon ist zur Zeit nicht vermietet.

Nun arbeite ich an der noch nicht vermieteten Wohneinheit in der Gartenstr. 6.

Komme also auch ohne Anmeldung bei den Mieter in den Garten und habe auch im Garten zu tun. Nun will mich einer der Mieter anzeigen, da es sich um "Hausfriedensbruch" handeln würde.

Hintergrund ist, ich habe mich bei diesem Mieter beschwert, dass seine beiden Hunde diesen Garten als Hundklo nutzen und dieser auch genau so aussieht, was ich hier nicht näher beschreiben möchte.

Wer ist denn nun im Recht?

auf Kommentar antworten

Helmut am 08.02.2022 18:59

Hallo zusammen Frage:

Ich als Vermieter habe im Mietvertrag wortwörtlich folgendes geschrieben:

Garten (300 m²) und Durchgang zum Garten wird für die Häuser Gartenstr. 6 und Gartenstr. 4 zur gemeinsamen Nutzung bereitgestellt.

Es sind insgesamt drei Wohneinheiten und eine davon ist zur Zeit nicht vermietet.

Nun arbeite ich an der noch nicht vermieteten Wohneinheit in der Gartenstr. 6.

Komme also auch ohne Anmeldung bei den Mieter in den Garten und habe auch im Garten zu tun. Nun will mich einer der Mieter anzeigen, da es sich um "Hausfriedensbruch" handeln würde.

Hintergrund ist, ich habe mich bei diesem Mieter beschwert, dass seine beiden Hunde diesen Garten als Hundklo nutzen und dieser auch genau so aussieht, was ich hier nicht näher beschreiben möchte.

Wer ist denn nun im Recht?

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Mieter 007 am 25.01.2022 22:21

Mein Mieter hat den Garten zu einem jungel verkommen lassen obwohl im Mietvertrag steht das der Garten gepflegt werden muss.überall sind wild Pflanzen( gewachsen und die Wurzeln sind tief im boden so das ich es selber nicht wegmachen kann.duch die zu lang gewachsenen Brombeer Pflanzen sind die sichtschutz Zäune aus Holz kaputt gegangen.die Mieterin zieht aus und will den garten totall verwildert zürück lassen.was kann ich tun.der garten war in einem guten Zustand wo der Mieter eingezogen ist und es stand immer im Mietvertrag das der Garten sauber gehalten muss.was kann ich tun?Bitte um Hilfe.

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Elke am 30.11.2021 08:34

Hallo wir sind nach 14 Jahren aus unserer Wohnung ausgezogen, diese war mit Garten. Uns wurde mündlich auf Eigenbedarf gekündigt. Wir haben eine Laube gebaut und diese auf einem betonrahmen gesetzt. Wir haben die Erlaubnis dafür vom Vermieter bekommen und er hat selber mit geholfen damals in zu Gießen. Wir haben die Wohnungsabnahme gehabt und nun im Nachhinein will er das wir den Betonsockel entfernen oder er macht das und stellt uns dieses in Rechnung. Im Vertrag steht nirgends das der Garten im ursprünglichen Zustand zurück gegeben werden muss. Wir haben ihn übernommen da war nur Acker und bißchen Wiese. Müssen wir das entfernen obwohl wir schon ausgezogen sind und die Abnahme der Wohnung erledigt ist?

auf Kommentar antworten

redaktion.immowelt.de am 30.11.2021 13:11

Hallo Elke,

das erscheint uns ein besonderen Fall, wir dürfen Ihnen allerdings keinen Rechtsbeistand leisten. Dennoch gibt es einige Dinge zu erwähnen.

1. Im Grunde hätten Sie nicht mal ausziehen müssen. Mündliche Kündigungen sind nicht gültig.

2. Dasselbe gilt allerdings auch für die Laube. Wenn Sie keinen schriftlichen Beweis haben, dass die Laube gebaut werden durfte, haben sie auch keine Möglichkeit, sich der Entfernung zu widersetzen. Es sei denn: 3. Wenn aber bei der Wohnungsübergabe (inklusive) Garten keine Beanstandungen seitens des Vermieters gemacht wurden, können sie sich auf das Protokoll berufen. Spätestens dort hätte der Vermieter erwähnen müssen, dass die Laube entfernt werden muss.

Wie das aber ein Anwalt oder gar ein Richter wertet, können wir nicht vorhersehen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Elke am 20.05.2021 06:48

Ich habe mal eine Frage..wir wohnen gut 10Jahre in einer Doppelhaushälfte..der Vermieter verlangt von uns das wir den Schuppen streichen müssen..im Mietvertrag ist nichts von dieser Pflicht zu lesen..müssen wir das???

auf Kommentar antworten

Windrose11 am 15.06.2021 12:32

Die Antwort von Immowelt ist schlicht und ergreifend falsch. Für jegliche Außenanstriche ist nicht der Mieter sondern der Vermieter zuständig und das auch, wenn es im Mietvertrag dem Mieter auferlegt worden ist.

Hier bricht das Gesetz den Vertrag. Gesetzlich ist festgelegt, dass alle Außenanstriche Sache des Vermieters so ind.


immowelt Redaktion am 21.05.2021 12:41

Hallo Elke,

wir kennen Ihren Mietvertrag nicht, da sie aber die Mietsache künftig auch unbeschädigt bleiben sollten, kann das Streichen eines Schuppens bedingt durch Witterungseinflüsse generell schon zu ihren Pflichten gehören. Dasselbe gilt beispielsweise für Türrahmen, bei denen der Lack splittert.

Da wir ihnen aber keine Rechtshilfe leisten können, sind sie beim Mieterverein oder einem Anwalt auf der sicheren Seite.

Leonie am 24.04.2021 12:15

Ich bin in eine Mietwohnung eingezogen. Oktober 18.im Juli 2020 habe ich dann Nebenkostenabrechnung bekommen und mein Vermieter will 720 Euro von 3 Mietern im Jahr haben.

Meine Frage ist. Hätte es in meinem Mietvertrag stehen müssen wieviel ich im Jahr an Garten zahlen muss? Bzw. Hätte er es mir sagen müssen, dass ich für Garten ohne Nutzung bezahlen muss bzw. Wieviel?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 26.04.2021 09:18

Hallo Leonie,

alles was sie an den Vermieter zahlen müssen, ist im Mietvertrag geregelt. Lassen Sie sich vom Vermieter gerne erklären, wie die Kosten für den Garten zustande kommen und wo sie im Vertrag stehen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion


Leonie am 26.04.2021 13:23

Danke für die schnelle Antwort.

Im Mietvertrag ist nichts geregelt.. Nur unter Nebenkosten Gartenpflege aber nicht wieviel, obwohl er es ja wusste.

Der Garten wurde von der Mutter und Nachbarn im Nebenhaus genutzt und auch das Geld geht an die Mutter.Nur hätte ich den Garten auch selber machen können, wenn ich es gewusst hätte.


immowelt Redaktion am 26.04.2021 14:35

Hallo nochmal,

dann lassen Sie sich gerne die Kostenaufstellung zukommen, um das nachprüfen zu können. Grundsätzlich ist Gartenpflege als umlagefähige Nebenkosten im Mietvertrag festzuhalten. Dort müssen die Kosten auch nachvollziehbar dargestellt werden.

Steffi D. am 26.03.2021 10:07

Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus und bezahlen monatlich 10 Euro Gartennutzung. Leider können wir keinen Garten nutzen, weil dieser komplett verwuchert ist, dort wurde jahrelang nichts gemacht. Wir wohnen nun 2 Jahre dort und niemand hat den kleinen Hinterhof jemals genutzt. Auf der einen Seite stehen ein paar Fahrräder und Stangen zur Befestigung von Wäscheleinen.

Nun stellt sich die Frage, ob man auf dem Hinterhof in der gegenüberliegenden Ecke ein paar Gartenmöbel und einen Pavillon aufbauen kann und ob das erlaubt ist.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 26.03.2021 14:17

Hallo Steffi,

haben Sie denn den Besitzer, also den Vermieter, schonmal darauf angesprochen? Der kann unter Umständen eine bessere Antwort geben als wir. :)

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Dieter Gögler am 18.01.2021 12:45

Bin ich verpflichtet von einem Nachbarn gepflanzt Sträucher die auf meinen Bereich Treppe usw das Laub und Blüten ständig zu entfernen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 19.01.2021 15:11

Hallo Dieter,

dass der Nachbar Laub von der Treppe des anderen fegen muss, ist uns unbekannt. Vermutlich hilft es hier mehr das persönliche Gespräch zu führen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

LaDame10 am 13.01.2021 13:54

Hallo. Wir wohnen in einem 3-Parteien Haus zur Miete. Wir bewohnen die Wohnung im EG. Nachdem die beiden anderen Parteien kein Interesse mehr am Garten haben, der direkt an unserer Terrasse liegt, haben wir den Garten zur Alleinnutzung übernommen. Der Vermieter genehmigte uns zuerst den Bau eines Zauns, damit unsere kleine Tochter nicht immer vom Garten einfach die Einfahrt runter auf die Straße läuft. Wir wollen zwischen Einfahrt und Garten den Zaun aufstellen, die anderen Parteien werden somit nicht eingeschränkt, der Garten ist ja mittlerweile zur Alleinnutzung für uns und damit von ihnen nicht mehr zu betreten. Da der Vermieter nun jedoch in einer anderen Sache seinen ungerechtfertigten Willen nicht bekommen hat, hat er aus Trotz die Genehmigung für den Zaun schriftlich widerrufen. Der Zaun ist leider noch nicht vorher gebaut worden, sonst wäre das vermutlich eine andere Sache. Nun stellt sich die Frage, ob wir trotzdem irgendeine Art Zaun aufstellen dürften, die er nicht genehmigen bzw die er dulden muss. Gibt es hier Möglichkeiten? Wir erwarten das zweite Kind, daher wäre eine Absicherung des Gartens für uns schon wichtig.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 15.01.2021 10:28

Hallo LaDame10,

unserer Auffassung nach gibt es hier leider keine Möglichkeit. Der Vermieter muss den Zaun genehmigen. Weiter können wir die Lage aus der Ferne nicht beurteilen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wie keine rechtsgültige Beratung leisten können oder dürfen, wenden Sie sich im Zweifel an einen Mieterschutzbund.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Ramona Krause am 12.10.2020 15:58

Hallo wir wohnen seid 16 Jahren in unserer Mietwohnung und haben vor 14 Jahren von unserem Vermieter das mündliche Ok bekommen die Terrasse mit Holzplatten zu erweitern. Jetzt sollen wir alles abreißen. Das machen wir auch um Stress zu vermeiden. Das Problem ist das unsere Terrasse höher ist als der Garten und an der Erweiterung eine Treppe angebracht ist. Beim Einzug hatten die Vormieter schon eine Treppe an einer anderen Stelle gebaut. Wir kommen nicht gefahrlos ohne Treppe in den Garten. Was können wir jetzt machen? Bez. was ist erlaubt

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 12.10.2020 16:04

Hallo Frau Krause,

aus der Ferne ist das schlecht zu beantworten. Im Zweifel muss der alte Zustand wieder hergestellt werden. Also bestenfalls muss die (alte) Treppe an die Stelle angebracht werden, an dem Sie zuvor verbaut war. Oder eine neue Treppe. Oder Sie vereinbaren mit dem Vermieter eine gemeinsame Regelung.

Beste Grüße

Bev am 20.09.2020 12:39

Hallo schönen guten Tag,

Mein Mann und ich ziehen in 5 Tagen in eine neue Wohnung. Sie wurde erst erbaut und wir waren heute schon schauen da, dann der Schock. Der Garten wurde um die Hälfte verkleinert und ein Zaun wurde gezogen. So wurde uns das alles nicht erklärt. Im Mietvertrag wird der Garten nur kurz aufgeführt aber nicht genau genannt. Was machen wir denn jetzt bloß? Bitte um Hilfe. Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 21.09.2020 10:27

Hallo Bev,

wenn im Mietvertrag der Garten nicht erwähnt wird, ist es problematisch das Gegenteil zu beweisen.

Hier sollten Sie überlegen, Rechtsbeistand einzuholen.

Liebe Grüße

Fecula am 19.07.2020 08:09

Hallo,

mein Mieter in einer Einliegerwohnung hat einen Gartenanteil zur eigenen Nutzung überlassen bekommen. Nun hat er damit begonnen einzelnen Pflanzen an der Haus- und Garagenwand zu setzen. Dieses sehe ich als problematisch, da ich erstens Feuchtigkeitsschäden durch das regelmäßige gießen befürchte und ich andererseits nicht mehr ein Gerüst aufstellen kann um nötige Wartungs- und Reperaturarbeiten an der Hauswand und dem Dach auf der betroffenen Seite ausführen kann. Ist es rechtlich möglich diese Bepflanzung zu untersagen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 20.07.2020 17:47

Hallo Fecula,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider dürfen wir selbst keine Rechtsberatung leisten. Als erster Schritt empfiehlt es sich oft, das Gespräch mit dem Mieter zu suchen. Sollte er kein Verständnis für Ihre Situation haben, so können Sie sich durch einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Eigentümerverein wie Haus und Grund beraten lassen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

ftrprf am 13.07.2020 11:59

Hallo zusammen. Wir wohnen in einer Wohnung, die zusätzlich einen Hinterhof Garten besitzt. Es hat sich zur jetzigen Kündigung rausgestellt, dass der Garten nur ein Nutzungsrecht beinhaltet. Bei Einzug war dieser Garten verwuchert, mit giftigem Feuerdorn bewachsen etc. Wir haben den Garten gepflegt und dementsprechend zugeschnitten, damit er einfach nach was aussieht. Jetzt droht uns unsere Vermieterin mit Beauftragung einer Gartenfirma und Abzug der Kosten über unsere Kaution, damit der Garten wie auf Fotos von 2011 aussieht. Darf sie das so einfach?

auf Kommentar antworten

ftrprf am 13.07.2020 12:00

Anmerkung: der Hinterhofgarten ist zugleich der Fluchtweg des Nachbarns und gehört diesem auch. Unsere Vermieterin hat nur ein Nutzungsrecht mit dem Besitzer des Hinterhofs vereinbart.


tano am 23.07.2020 07:36

Das selbe Problem hab ich auch 8 Monate habe ich mich im garten aufgehalten und gepflegt auf einmal gibt der den garzen weiter und sagt wir dürfen nicht mehr rein und will uns die Kosten anrechnen

Ich bin echt sprachlos


immowelt Redaktion am 23.07.2020 10:09

Hallo ftrprf und tano,

danke für Ihre Kommentare. Die Situation, die Sie beschreiben, klingt strittig. Allerdings dürfen wir selbst keine Rechtsberatung leisten und würden Ihnen gerade wenn es zu einer Auseinandersetzung kommen könnte, hierzu einen Mieterverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht zu kontaktieren. Diese können Sie zur Rechtslage und dem weiteren Vorgehen beraten.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

mabro63 am 09.07.2020 19:37

Hallo,

Ich wohne hier einen acht parteienhaus und wir haben einen ganz einfachen Garten mit Rasen.

Wie verhält sich das jetzt was den Rasenmäher betrifft.

Bisher hatte ein Mitbewohner sein zur Verfügung gestellt aber der zieht jetzt aus.

Müssen wir jetzt einen neuen Rasenmäher kaufen? Ich möchte eine schnellstes Jahr umziehen und die Wohnung bleiben oft nicht lange vermietet.

die aktuellen Mieter müssen ihn dann bezahlen und die Nachmieter haben dann halt Glück gehabt?

Liebe Grüße

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 10.07.2020 15:24

Hallo mabro63,

wer sich um den Garten zu kümmern hat, sollte im Mietvertrag stehen. Steht dort nichts, ist es die Aufgabe des Vermieter selber.

Beste Grüße

ihre immowelt Redaktion

Fici Mehmet am 05.07.2020 07:54

Darf ich wo ich Alleinige Nutzungsrecht habe ( Garten ) Solar Panel aufstellen. Oder muss es von der Gemeinschaft Erlaubnis geholt werden

auf Kommentar antworten

Solarstromer18 am 06.10.2020 16:40

Die Immowelt Redaktion hat keine Ahnung.

wenn hier Solarpanele die als Plug & Play Balkonkraftwerke verkauft werden (wichtig max. 600W) gemeint sind, werden diese normalerweise mit Dreiecksaufständerung verkauf und sind nicht fest mit dem Boden verankert, wo soll das also bitte eine bauliche Veränderung sein. Sonst dürfte man auch keinen Gasgrill, Stühle , Tische im Garten aufstellen.


immowelt Redaktion am 06.07.2020 12:01

Hallo Fici Mehment,

Nutzungsrecht heißt nicht, dass Sie das Recht haben bauliche Änderungen vorzunehmen. Demnach ist die Antwort wohl eher "Nein".

Beste Grüße

Ihre immowelt Redaktion

Hallo am 21.05.2020 20:55

Hallo, wir wohnen in einer Doppelthaushälfte die wir gemietet haben. Seit längeren haben wir große Probleme mit dem Vermieter was aber bereits auch schon vor Gericht endete. Beim Mieterschutzbunf sind wir auch. Jetzt hat er aber ohne was zu sagen das Gartentörchen ausgehängt ( Grundstück endet ohnen Bürgersteig direkt an der Straße). Unteranderem hat er das Türchen zum Kellerabgang außen am Haus auch einfach entfernt. Wir haben einen Sehbehinderten 4 Jähriges Kind ( Behinderung dadurch 80%) er sieht wirklich schlecht.

Was sollen wir noch tun? Unser Sohn findet sich im Grundstück gut zurecht aber jetzt ist es nicht mehr sicher. Und wir haben keinen Schutz mehr zu Straße hin. Das ist für unsere Kleinen echt gefährlich ( Haben mehr Kinder).

Bis das alles gerichtlich geklärt ist dauert zu lang.

Vielen Dank schon mal für eine Antwort.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 25.05.2020 11:45

Hallo,

wir können und dürfen keine Rechtsberatung leisten. Wenn Sie ohnehin in Verbindung mit einem Anwalt bzw. dem Mieterschutzbund sind, sollten Sie sich an diese wenden. Der Zaun samt Tor dürfte zur Mietsache gehören, der Vermieter hat kein Recht, Teile der Mietsache einfach zu entfernen. Teilen Sie dem Vermieter mit, das Tor umgehend wieder einzuhängen. Ggfs. können Sie einen Handwerker beauftragen, ein neues Tor einzubauen und dem Vermieter dies in Rechnung stellen. Das sollten Sie aber zunächst mit einem Anwalt besprechen.

Herzliche Grüße,

die immowelt Redaktion

Barbara am 21.05.2020 17:29

Hallo zusammen ,

Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus zur Miete. Dazu gehört ein Gemeinschaftsgarten. Letztes Jahr kam eine neue Mierterin da zu. Mit einem Hund der den Garten voll kotet und seinen Urin ablässt. Den Kot entfernt sie grob, was mit dem Urin leider nicht zumachen ist. Mehrmalige Ansprachen haben nichts gebracht. Sie leugnet alles ab. Ein Brief vom Vermieter hat sie zerrissen und behauptet, sie hätte auch rechte. Habe sie danach noch 2 mal darauf angesprochen und wieder sagt sie es stimmt nicht. Dann habe ich an 2 Tagen Fotos von der Verunreinigung gemacht. Habe sie wieder angesprochen und ihr mitgeteilt das beim nächsten mal ich die Bilder ohne Vorwarnung der Vermieter schicke. Das habe ich dann auch getan. Nun erzählt die Dame im Haus rum ich würde sie erpressen! Ich möchte nur nicht neben Hundekotresten und eingetrockneten Hundeurin sitzen! Ihr Verhalten hat sich leicht geändert, lässt aber immernoch ab und zu sich den Hund entleerten. Hat der Vermieter nicht soetwas wie eine Fürsorgepflicht den anderen Mietern gegen über? Wir sind 8 Wohnparteien 5 stört dies nicht, weil sie den Garten selten nutzen . Auch hat die Dame fast täglich Besuch von ihren Enkelinder ca 3 J und 6 J alt,und Töchtern und Schwiegersöhnen. Normaler spiellärm wäre ja in Ordnung, die beiden schreien und zanken sich aber fast nur. So das an Erholung leider nicht zudenken ist.. auch mache ich mir Gedanken über die Betriebskostenabrechnung . Da ist ja mit einem enormen Mehrverbrauch an Wasser und Allgemeinstrom zurechnen. Ein nochmaliges Gespräch würde es nicht weiter bringen, da die Dame nicht mehr mit mir redet. Soll ich jetzt des Hausfriedenwillen den Hund den Garten überlassen? Und Kotreste selbst entfernen? Und den Garten auch nicht mehr benutzen? Das möchte ich eigentlich nicht! Ach hat die Dame schon eine Verurteilung wegen Volksverhetzund. Was ein Gespräch noch schwieriger macht, da die Freundin meines Sohnes Italienerin ist und diesen Monat mit in seine Wohnung zieht. Diese ist in den Selben Haus, wo auch ich wohne. Wie kann man dies in einer ruhigen und gesitteten Form lösen.

Vielen Dank vorab für Ihre Meinung

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 25.05.2020 11:33

Hallo Barbara,

wir kennen keine Details aus der Hausordnung oder den Mietverträgen, ohnehin können und dürfen wir keine Rechtsberatung leisten, aber hier einige allgemeine Dinge:

Selbst wenn Hundehaltung in einem Haus und Garten erlaubt, bzw. nicht verboten ist, gehört ein Gemeinschaftsgarten allen. Hundekot geht gar nicht. Wenn Sie den Garten aufgrund der Verunreinigung nicht nutzen können, weisen Sie den Vermieter doch darauf hin. Wenn Sie Druck machen möchten, setzen Sie ihm eine Frist und drohen Mietminderung an. Wie hoch diese sein darf, können wir nicht sagen. Vielleicht 5 oder maximal 10 Prozent. Wirkt auf Dauer besser, je mehr Mietparteien sich beteiligen. Der Vermieter wiederum kann die Mieterin dazu auffordern, Hundekot umgehend zu entfernen. Lässt sie das bleiben, kann er ihr möglicherweise kündigen.

Was den Kinderlärm angeht, ist es was anderes. Die Mieterin darf Besuch empfangen, Kinder dürfen lärmen. Die Betriebskosten werden dadurch für Sie eher nicht steigen, eine Erhöhung der Nebenkosten für die Mieterin wäre ohnehin Aufgabe des Vermieters. Ob die Zustände unzumutbar sind, können wir nicht sagen, dazu könnten Sie sich von einem Anwalt beraten lassen.

Herzliche Grüße,

die immowelt Redaktion

Mia am 21.05.2020 15:31

Schönen guten Tag und vielen Dank für Ihre Antwort vom 06.Mai 2020. Eine Nachfrage habe ich dazu - Sie schreiben hier auf Ihrer Website: "Ist der Garten mehreren Mietern vorbehalten, müssen diese sich neben der Absprache mit dem Vermieter grundsätzlich auch untereinander absprechen, wenn sie etwas verändern wollen. Wie der Mieterverein Köln berichtet, darf auch nicht ein Mieter allein einen Teil des Gartens für sich abgrenzen."

Wir wohnen ja in einem 2-Familienhaus mit Gemeinschaftsgarten. Es erfolgte seitens der anderen Mietpartei keine Absprache mit uns, dass ein Pool aufgestellt werden soll bzw. ob wir einverstanden sind, sondern wir wurden nur in Kenntnis gesetzt. Müsste die zitierte Aussage Ihrer Website nicht ebenso für uns gelten? Dass wir gefragt werden und einverstanden sein müssen, wenn die andere Partei einen Teil des Gartens für sich abgrenzt, indem sie dort einen Pool aufstellt? Auch wenn der Vermieter sein Einverständnis dazu gab, ebenfalls ohne uns zu fragen?

Danke nochmals vorab, Mia

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 22.05.2020 10:56

Hallo Mia,

wenn im Mietvertrag vereinbart wurde, dass s sich um einen Gemeinschaftsgarten handelt und eine Abgrenzung nicht statthaft ist, sehen wir die Sache schon so, dass Ihnen ein Teil der zugesicherten Nutzung entzogen wird, wenn der Nachbar eine individuelle Stellfläche für den Pool für sich beansprucht. Vielleicht sollten Sie den Vermieter schriftlich für dei Problematik sensibilisieren, oder versuchen einen Kompromiss auszuhandeln.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Kathrin und Maik am 18.05.2020 20:38

Hallo zusammen,

wir wohnen zusammen mit dem Vermieter in einem Mehrparteienhaus. Mit dem Einzug 2008 wurde im Mietvertrag bei Garten/Gartenanteil eine 1 eingetragen. Eine genaue Beschreibung der Rechte und Pflichten gibt es nicht. Es gibt einen Hauswart mit nicht definierten Aufgaben.

Die Grundstücksfläche ist sehr groß und das Problem ist, dass der Gartenanteil darin nicht genau abgetrennt ist. Es existiert kein Zaun oder dgl. auch keine m²-Zahl. Jetzt haben wir einen Konflikt mit dem Vermieter, der bei allem gefragt werden will. Wir möchten unser Leben samt Garten aber nach eigenen Vorstellungen gestalten. Was sind unsere Optionen im Hinblick auf die ungeklärte Grunstücksabgrenzung.

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immowelt-Redaktion am 19.05.2020 11:16

Hallo Kathrin und Maik,

wenn im Mietvertrag zwar der Gartenanteil benannt, aber nicht näher bestimmt ist, sollten SIe den Vermieter schriftlich auffordern, dies zu konkretisieren, damit es später nicht zu Streitereien kommt.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion


Kathrin und Maik am 19.05.2020 11:45

Hallo liebe immowelt-Redaktion,

danke für die schnelle Antwort. Das wir unbedingt ein konkretere Aussage brauchen, wird aktuell deutlich. Wir befürchten, dass wenn wir den Vermieter zur Konkretisierung auffordern, dieser weniger Fläche bemisst. Aktuell will er seinen Pool zumindest Teilweise bei uns reinstellen, gefragt hat er nicht. Wie schützen wir uns an dieser Stelle vor Willkür bei der "Konkretisierung"?


immowelt-Redaktion am 20.05.2020 08:14

Hallo Kathrin und Maik,

da es im Vertrag ja keine konkreten Angaben dazu gibt, welche Fläche Ihnen zusteht, dürfte das ganze im Streitfall darauf hinauslaufen, dass ein Richter ermittelt, was der mutmaßliche Wille der Vertragsparteien zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses war. Konkrete Anhaltspunkte in einem Gesetz dafür, welche konkrete Fläche ihnen zusteht, gibt es leider nicht.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Marleen 89 am 18.05.2020 18:55

Hallo, wir haben vor zwei Jahren eine Doppelhaushälfte gemietet. Der Garten wurde damals neu angelegt, der Vermieter hat auf seine Kosten einen Rollrasen angelegt. Gartenpflege ist unsere Aufgabe als Mieter. Nun bemängelt der Vermieter, dass Klee im Rasen wächst. Und stört dieser aber nicht. Sind wir verpflichtet, den Rasen zu düngen und den Klee zu entfernen? Wir bevorzugen eher einen naturnahen Garten.

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immowelt-Redaktion am 19.05.2020 11:08

HalloMarleen 89,

wenn Gartenbenutzungund Pflege vereinbart wurde, muss sich der Mieter zwar um die Gartenpflege kümmern, allerdings darf der Vermieter hier keine zu hohen Ansprüche stellen. Der Garten darf nicht verwahrlosen, aber es muss auch kein englischer Rasen sein.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

hana2056 am 16.05.2020 13:56

Hallo, wir wohnen seit 17 Jahre in einer Mehrfamilienhaus im Erdgeschoss der gemeinsame kleine Garten (Wiese) grenzt an unserem Balkon, jetzt wollen die Mieter im oberen geschossen, Sandkasten Planschbecken, Trampolin aufstellen, somit hätten wir keine Privatsphäre mehr. es soll abgestimmt werden aber die im Erdgeschoss wohnende Personen die es betrifft stimmt nicht zu aber die es gibt mehr Parteien im Haus die stört es nicht weil niemand in die Wohnung rein starren. Wir haben die Befürchtung das die Familien alle permanent auf der Wiese sein werden mit freunden und Nachbarn. Können wir so eine Entscheidung unterbinden? Danke für eure Unterstützung

Viele Grüsse, Hana

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immowelt-Redaktion am 19.05.2020 09:15

Hallo hana2056,

hier kommt es darauf an, ob es ein Gemeinschaftsgarten ist oder ob den Mietern einzelne Parzellen zugeteilt sind. Bei einem Gemeinschaftsgarten müssen alle Eigentümer zustimmen, da die WEG als dann Betreiberin des Spielplatzes ist und für die Betriebssicherheit verantwortlich ist, somit besteht ein Haftungsrisiko für die gesamte WEG, entschied das Landgericht Hamburg (Az. 318 S 5/15). Handelt es sich um den Einheiten zugeweisene Gartenparzellen, so ist das Aufstellen nicht fest befestigter Spielgeräte zulässig, da dann auch keine bauliche Veränderung vorliegt (was bei befestigtem Gerät der Fall wäre) und auch kein Haftungsrisiko für die WEG besteht.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Momo1407 am 15.05.2020 19:19

Habe heute von meinem Vermieter schreiben bekommen das wir den Garten nicht mehr betreten dürfen weil wir seit Winter im Garten nichts gemacht haben. Hecken sterben ab weil sie keine bewässerung bekommen da Vermieter nen Anschluß nicht sinnvoll empfindet. Im Mietvertrag steht Garten nutzen erlaubt ist. Pflege haben wir letzten 3 Jahre übernommen und auch für Werkzeug und ähnliches selbst gesorgt. Pflanzen wie Erdbeeren und andere Beeren darf ich nun nicht mehr pflegen und ernten. Diese Reaktion kommt jetzt nur weil ich Vermieter angeboten habe mit zu helfen aber finanziell nicht alles selbst bezahle. Nun will er nen Hausmeister besorgen und der soll alles machen. Ne idee was ich jetzt machen soll und darf?

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immowelt-Redaktion am 18.05.2020 10:02

Hallo Momo140,

wenn im Mietvertrag steht, dass Sie den Garten nutzen dürfen, so gilt das, was vertraglich vereinbart wurde. Der Vermieter kann Ihnen dies nicht einfach entziehen. Eventuell sollten Sie schriftlich dem Gartenverbit widersprechen und auch darauf hinweisen, dass Sie auch nicht für Hausmeisterkosten im Rahmen der Betriebkostenabrechnung aufkommen, da dies nicht der vertraglichen Vereinbarung entspricht.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Kersten am 12.05.2020 07:57

Hallo. Ich wohne seit ca13 Jahren in einer Mietwohnung inc. Carport. Der Nachbar neben mir wirft mit Absicht gefallenes Laub von seiner Einfaht über die Mauer in mein Carport. Was kann ich dagegen tun?

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immowelt-Redaktion am 12.05.2020 11:33

Hallo Kersten,

dies sollten SIe dem Vermieter/Verwalter melden, damit dieser den Mitmieter auffordern kann, dieses Verhalten zu unterlassen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Vordergarten am 10.05.2020 00:10

Hallo,

ich vermiete das OG meines Zweifamilienhauses zusammen mit dem Vordergarten (im Mietvertrag vereinbart). Jedoch kümmern sich die Mietern bzw. die junge Familie nicht ausreichend d. h. es wird in den trockenen Tagen nicht bewässert und der Rasen wird nur nach meiner mündlichen Erinnerung gemäht. Wir haben uns mündlich bereits geeinigt, dass der Rasen bzw. der Garten regelmäßig, mindestens 1x pro 2 Wochen, gemäht und in den trockenen Tagen regelmäßig bewässert wird, jedoch wird dies von den Mietern nicht umgesetzt. Alle Gartengeräte (Gartenschlauch, Rasenmäher, Trimmer, Axt, usw.) sind vorhanden und für die beide Parteien frei zugänglich. Der Vordergarten hat einen Wasserhahn mit eigenem Zähler. Es wurde viel Zeit und Geld im Garten in den letzten zwei Jahren investiert (Schattenrasen, Drainage, neuer Boden usw.). Da ich auch im derselben Haus wohne, ist der ungepflegte und trockene Vordergarten ein schlechtes Image für mich. Kann ich dann:

1. eine Firma für die Gartenpflege beauftragen und die Kosten auf die Mietern umlegen?

2. oder, die Mietern mahnen den Garten besser zu pflegen, wenn nicht dann tritt Punkt 1. in Kraft?

3. andere Lösungen?

Vielen Dank im Voraus

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immowelt-Redaktion am 18.05.2020 10:54

Hallo,

bei unserer Antwort ist ein kleiner Fehler drin (Wort vergessen).

Es muss heißen: "Insofern kann NICHT verlangt werden, dass der Rasen in festen, kurzen Intervallen gemäht werden muss, wohl aber, dass er bewässert wird, um nicht zu vertrocknen. "


immowelt-Redaktion am 12.05.2020 08:16

Hallo Vordergarten,

im Mietvertrag kann Gartennutzung vereinbart werden, wobei der Mieter dann auch für eine gewisse Pflege verantwortlich ist. Die diesbezüglichen Verpflichtungen dürfen aber nicht zu weit gehen, es kann nicht verlangt werden, dass der Mieter z.B. einen englischen Rasen erhalten muss. Allerdings darf er den Garten dann auch nicht völlig verwahrlosen lassen. Insofern kann verlangt werden, dass der Rasen in festen, kurzen Intervallen gemäht werden muss, wohl aber, dass er bewässert wird, um nicht zu vertrocknen. Sie sollten den Mieter am besten schriftlich auf seine Verpflichtungen hinweisen. Ob in dem Falle, dass Sie eine Gartenfirma beauftragen die Kosten ganz umgelegt werden können, können wir aus der Ferne nicht beurteilen, da dies sicher auch von der Shcwere der Pflichtverletzung abhängt.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion


schura am 16.05.2020 14:59

Naja, das sehe ich anders, Sie dürfen dem Mieter nicht vorschreiben wann der Rasen zu mähen bzw. zu Bewässern ist.

Ines am 09.05.2020 13:51

Moin, wir wohnen seit letzten Jahr Oktober in einem 4-Parteien Haus im Obergeschoss. Die Mieter im Erdgeschoss haben von der Terasse aus Zugang zu einer sehr großen Rasenfläsche über die gesamte Haushälfte, die diesen komplett für sich einnehmen. Leider ist dies bezüglich im Mietvertrag nichts zu lesen das die Fläche nur für diese Mieter gedacht ist. Laut der Wohnungsgesellschaft haben diese Mieter eine mündliche Sonderstellung, da diese auch Hausmeister sind und den Rasen pflegen. Doch stimmt das so? Haben wir gar kein Anrecht auf ein Stück für uns zur Nutzung ( unser Haushalt mit Schwerstbehinderter Tochter).

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immowelt-Redaktion am 11.05.2020 08:49

Hallo Ines,

ob Sie eine Handhabe dagegen haben, hängt davon ab, ob im Mietvertrag konkret oder nachträglich die Gartennutzung bezogen auf die von Ihnen genutzte Fläche vereinbart wurde. Sollte die Nutzung vom Vermieter nur geduldet worden sein, so dürften Sie eher keine Möglichkeiten haben, dies zu verhindern.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Jasmin am 08.05.2020 16:36

Guten Tag,

wir wohnen in einem 4-Parteien Haus im EG mit Terrasse und Garten. Dieser Garten wurde nur von uns genutzt. (Der Mieter neben uns hat seinen eigenen Gartenanteil.) Nun haben wir ein Schreiben bekommen, dass von unserem Garten eine Ecke für die Obere Partei geschaffen wird mit Sichtschutz.

Das Schreiben wurde so formuliert, als hätten wir darauf überhaupt keinen Einfluss und nichts zu melden. Wie ist das? Haben wir darauf wirklich keinen Einfluss?

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immowelt-Redaktion am 12.05.2020 08:24

Hallo Jasmin,

hier kommt es darauf an, ob es vertragliche oder konkludente Vereinbarungen gibt, die Ihnen die alleinige Nutzung zusichern. Wurde dies bisher nur geduldet, so ist es gut möglich, dass SIe keine Handhabe dagegen haben.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Kaki am 08.05.2020 01:06

Hallo. Wir haben einen gemeinsamen Garten (3 Mieter) der Garten wurde von einem ehemaligen Mieter angelegt und die Hausverwaltung hat es geduldet. Keiner der anderen Mietparteien kümmerte sich um den Garten so hab ich das übernommen (auch alleine genutzt, inkl Stromkosten fürs mähen und Wasser) besteht denn die Möglichkeit das ich den Garten übernehmen kann? Im Mietvertrag steht nichts die Hausverwaltung meinte damals da müsst ihr Mieter euch einigen. Durch die vielen Wechsel ist das nie fest möglich. Es gibt nichts im

Mietvertrag o.ä. Andere Mieter nutzen den 1-2 mal und ich durfte danach aufräumen ebenso meinen Schirm dann mal schließen usw so langsam nervt mich das. Ich bin schließlich kein Hausmeister.

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immowelt-Redaktion am 08.05.2020 10:42

Hallo Kaki,

wenn es keine Regelungen im Mietvertrag gibt, feht auch die Rechtsgrundlage dafür, dass Sie den Garten exklusiv nutzen dürfen. Offensichtlich ist es seitens der HV/Vermieterseite ja so geregelt, dass es eine konkludente Zustimmung zur Gartennutzung durch alle Mieter gibt. Sie sollten deshalb die anderen Mieter ansprechen, bzw. notfalls schriftlich aufordern, im Garten nach der Nutzung wieder Ordnung zu halten.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion