Corona im Mehrfamilienhaus: Antworten auf die wichtigsten Fragen

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Social Distancing ist wichtig – aber im Mehrfamilienhaus oftmals schwer umzusetzen. Was gilt, wenn der Nachbar Corona hat? Haben Mieter Anspruch auf Schutzmaßnahmen? Hier gibt es Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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Gerade im Mehrfamilienhaus gestaltet sich das Zusammenleben in Zeiten von Corona oftmals schwierig. Foto: iStock.com/alvarez Foto: iStock.com/alvarez
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Dr. Jutta Hartmann, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Mieterbundes. Foto: DMB
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Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins. Foto: BMV

Wer sich mit dem Coronavirus infiziert, merkt es anfangs oftmals gar nicht – kann aber trotzdem seine Mitmenschen damit anstecken. In Zeiten von Corona drückt sich darum die Fürsorge für andere vor allem dadurch aus, möglichst viel Abstand zu ihnen zu halten. Soweit die Theorie, doch gerade im Mehrfamilienhaus ist das kompliziert: Im Treppenhaus, im Fahrstuhl oder beim Herausbringen des Mülls lassen sich Begegnungen mit den Nachbarn kaum vermeiden.

Was sollten Mieter und Vermieter jetzt beachten?

Antworten auf die wichtigsten Fragen geben der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins (BMV), Reiner Wild und die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Mieterbundes (DMB) Dr. Jutta Hartmann.

Zusammenleben mit Corona im Mehrfamilienhaus

Haben Mieter Anspruch auf Schutzvorkehrungen gegen Covid-19 im Mehrfamilienhaus?

In der Regel nicht. Der Vermieter ist laut Reiner Wild, dem Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, nicht verpflichtet, Treppenhaus und Gemeinschaftsräume außerordentlich zu reinigen und zu desinfizieren. Und auch wenn Eingangsbereiche, Treppenhäuser oder Kellerzugänge in der Regel sehr eng sind: Auf bauliche Veränderungen oder organisatorische Maßnahmen des Vermieters, die einen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter sicherstellen sollen, haben Mieter in der Regel keinen Anspruch. „Einfach, weil sie in der Regel nicht durchführbar sind“, so Wild. Daran ändert sich auch nichts, wenn ein Mieter im Mietshaus an Covid-19 erkrankt und unter Quarantäne steht. Denn: „Das allgemeine Infektionsrisiko ist als Lebensrisiko hinzunehmen.“

Umstritten sei hingegen, ob der Vermieter nicht zwingend erforderliche Gemeinschaftsflächen, wie zum Beispiel einen Kinderspielplatz oder den Innenhof, für den Aufenthalt sperren dürfe. „Man wird dies auf jeden Fall bejahen müssen, wenn Bewohner auf diesen Flächen die Abstandsregeln nicht einhalten“, sagt der Mieterexperte. Aber: Wenn Flächen gesperrt werden, die Mieter laut Mietvertrag nutzen dürfen – etwa Innenhof, Kinderspielplatz oder Gemeinschaftsgarten –, so kann dies nach Auffassung des BMV für Mieter ein Grund zur Mietminderung sein.

Darf der Vermieter eigene Regeln für die Zeit von Corona aufstellen?

Zur Anordnung von Quarantäne und weiteren gesundheitlichen Schutzmaßnahmen ist laut dem Eigentümerverein Haus und Grund Hanau nur das örtliche Gesundheitsamt und nicht der Vermieter berechtigt und verpflichtet.

Allerdings kann der Vermieter zur Absicherung der bestehenden Regeln nach Auffassung des Deutschen Mieterbundes (DMB) Nutzungsregeln einführen. „Das Nutzen der Gemeinschaftsflächen ließe sich beispielsweise durch die Hausordnung regeln“, sagt Dr. Jutta Hartmann, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des DMB. Mögliche Vorschriften in der Hausordnung seien zum Beispiel:

  • In den Gemeinschaftsräumen und –flächen soll der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.
  • Je nach Größe der Waschküche soll sich darin nur eine bestimmte Anzahl an Personen auf einmal aufhalten.

Wirksam werde dies nur, wenn die Hausordnung ausdrücklich Bestandteil des Mietvertrags ist und der Vermieter die neue Hausordnung per Aushang bekanntgibt.

In der Hausordnung für die Zeit der Coronapandemie darf der Vermieter allerdings nicht frei schalten und walten. „Die Hausordnung darf nur allgemeine Rechte und Pflichten aus dem Mietvertrag konkretisieren“, sagt Hartmann. Zu weit ginge es, wenn strikt geregelt würde, welcher Mieter die Räume wann nutzen darf. Auch dass Mieter im Stile einer Coronakehrwoche verpflichtet werden könnten, den Hausflur regelmäßig zu desinfizieren, schätzt die Expertin des DMB eher als unzulässig ein. Bislang gibt es hierzu allerdings noch keine höchstrichterlichen Urteile. 

Lesen Sie hier mehr dazu, welche Regeln und Verbote in der Hausordnung erlaubt sind.

Welche Schutzmaßnahmen kann die Hausgemeinschaft eines Mehrfamilienhauses treffen?

Mieter können zwar nicht dazu verpflichtet werden, Treppenhaus, Waschküche und Co. regelmäßig zu desinfizieren. Generell hält Hartmann vom Deutschen Mieterbund es aber für empfehlenswert, wenn die Mieter eines Mehrfamilienhauses mit ihrer Hausgemeinschaft darüber reden, freiwillig Schutzroutinen einzuführen, „zum Beispiel, dass jeder Mieter in der eigenen Etage regelmäßig Türgriffe und Handläufe desinfiziert.“

Wie sollten Begegnungen in Treppenhaus und Flur ablaufen?

Nachbarn sollten stets einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Wenn ein Nachbar im Treppenhaus entgegenkommt, sollten Mieter am besten im Zwischengeschoss stehen bleiben, damit der Nachbar mit ausreichend Abstand vorbeigehen kann. Zur Begrüßung reicht es in der Coronakrise auch, ihm im Vorübergehen freundlich zuzunicken.

Sollten Mieter noch Fahrstuhl fahren?

Die meisten Fahrstühle sind so klein, dass die Benutzer darin dicht zusammenstehen. Dadurch ist eine Infektion mit dem Coronavirus durchaus einfach möglich. Dazu kommt, dass sich die Viren auch auf den Fahrstuhlknöpfen befinden können und dort eine Zeit lang überleben. Durch das Berühren der Knöpfe ist so eine Schmierinfektion möglich. Deshalb sollten Mieter nach Möglichkeit den Fahrstuhl meiden und erst recht nicht einsteigen, wenn sich bereits eine weitere Person darin befindet.

Sollte man Türklinken im Mehrfamilienhaus noch anfassen?

Besser nicht. Wenn möglich, sollten Mieter nur mit Handschuhen oder dem Ärmel Türklinken betätigen. Um sich vor einer Virusübertragungen über kontaminierte Oberflächen zu schützen, sollten Mieter es vermeiden, sich nach dem Betätigen der Türklinke ins Gesicht zu fassen und sich danach umgehend gründlich die Hände waschen.

Können Mieter die gemeinschaftliche Waschküche weiterhin nutzen?

„In der Regel ja“, sagt Jutta Hartmann vom Deutschen Mieterbund. Dabei sollten Mieter jedoch einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten. Gelten außerdem weitere Verhaltensregeln, etwa durch die Hausordnung, so müssen auch diese in der Regel eingehalten werden – zum Beispiel, dass nur eine bestimmte Anzahl an Personen auf einmal in der Waschküche sein darf.

Wichtig außerdem: Wenn die Waschmaschine von mehreren Personen genutzt wird, sollten Knöpfe und Griffe nach Möglichkeit nur mit Handschuhen betätigt werden. Zum Schutz vor einer möglichen Infektion sollten Mieter sich danach nicht ins Gesicht fassen und sich gründlich die Hände waschen.

Konkrete Hygienemaßnahmen für den Haushalt gibt es aktuell nicht. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt allerdings Tipps dazu, wie die Wäsche keimfrei wird:

  • Handtücher, Waschlappen, Bettwäsche und Unterwäsche sowie Spüllappen und Putztücher sollten bei mindestens 60 Grad Celsius und mit einem bleichmittelhaltigen Vollwaschmittel gewaschen werden.
  • Für normale Oberbekleidungen wie Pullover, T-Shirts und Hosen reichen in der Regel niedrigere Temperaturen.
  • Wichtig: Waschmaschine regelmäßig reinigen. Denn in dem Gerät sammeln sich auch Keime. Beim Privatgebrauch rät die BZgA, die Waschmaschine einmal die Woche bei mindestens 60 Grad laufen zu lassen, damit sich kein Biofilm mit angesiedelten Mikroorganismen bildet.
    Im Mehrfamilienhaus könnte es daher sinnvoll sein, dass sich die Mieter der Hausgemeinschaft absprechen und zum Beispiel einen Dokumentationszettel aufhängen, wann und wie oft bei wie viel Grad die Wäsche gewaschen wurde.

Was ist, wenn Geräte wie Waschmaschine oder Rasenmäher vom Vermieter zur Verfügung gestellt werden, aber nicht da sind oder ausfallen?

Mieter haben mehrere Möglichkeiten.

Miete mindern
Laut Hartmann vom Deutschen Mieterbund dürfen Mieter dann die Miete mindern, wenn der Ausfall des Gerätes eine Beeinträchtigung in der Nutzung der Mietwohnung darstellt. Zum Beispiel, wenn die mitvermietete Waschmaschine defekt ist. Der Mieter darf dann für die Dauer des Ausfalls die Miete mindern. „Dafür reicht es aus, den Schaden dem Vermieter zu melden“, so Hartmann. Der Mieter müsse dem Vermieter dabei keine Beseitigungsfrist setzen, sondern könne ab dem Moment der Schadensanzeige die Miete mindern. Verschiedene Gerichte sahen hier je nach Einzelfall fünf bis zehn Prozent Mietminderung für eine nicht benutzbare Waschmaschine als angemessen an.

Selbst Ersatz beschaffen
Ist das Gerät, zum Beispiel die Waschmaschine, mitgemietet, muss der Vermieter laut dem Berliner Mieterverein (BMV) bei Ausfall einen Ersatz stellen. „Der Ausfall muss dem Vermieter unter Fristsetzung zur Schadensbehebung mitgeteilt werden“, rät Wild vom BMV. Eine Ersatzvornahme durch den Mieter sollte ebenfalls vorher angekündigt werden. Die Folge: „Verstreicht die Frist, kann der Mieter selbst eine Waschmaschine erwerben.“ Den Kaufpreis könne sich der Mieter vom Vermieter erstatten lassen oder bei dessen Weigerung einen Monat später eine Aufrechnung mit der Miete vornehmen. Wichtig hierbei: Die Qualität der alten und der neuen Maschine sollte auf einer Ebene sein. Fällt eine eher mittelpreisige Waschmaschine aus, kann sich der Mieter dafür natürlich kein Luxusgerät kaufen.

Bevor Mieter zu Maßnahmen wie der Mietminderung oder Ersatzvornahme greifen, sollten sie im Zweifel Rechtsberatung einholen. Diese bekommen sie von einem Fachanwalt für Mietrecht oder einem Mietverein.

Weiterführende Informationen zur Mietminderung und Schadensmeldung finden Sie hier.

Covid-19-Fälle und Quarantäne im Mehrfamilienhaus

Muss ein Mehrfamilienhaus in Quarantäne, wenn ein Nachbar Corona hat?

Eine allgemeine Quarantäne für ein ganzes Mehrfamilienhaus wird in der Regel nicht verhängt, wenn eine einzelne Person mit Corona infiziert ist. „Das hängt aber von den Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes ab“, meint Hartmann vom Deutschen Mieterbund.

Muss ich in Quarantäne, wenn ich Kontakt zu einem an Covid-19 erkrankten Nachbarn hatte?

Nur weil ein Nachbar positiv getestet wurde, heißt das nicht zwangsläufig, dass man selbst in häusliche Isolation muss. Entscheidend ist dabei, wie lange und wie intensiv man Kontakt zu der erkrankten Person hatte.

Wer sich zum Beispiel im Treppenhaus mit dem Betroffenen unterhalten hat oder mit ihm im Fahrstuhl gefahren ist, kann unter Umständen als Kontaktperson ersten Grades gelten. Betroffene Mieter sollten sich in diesem Fall umgehend telefonisch bei ihrem Hausarzt, dem Gesundheitsamt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst (unter der 116 117) melden. In solchen Fällen werden in der Regel 14 Tage Quarantäne zwingend notwendig. Die Entscheidung darüber liegt beim Gesundheitsamt, das sich nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts richtet.

Wer keinen direkten Kontakt zu dem Nachbarn hatte, der positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, hat ein geringeres Ansteckungsrisiko. Ausgeschlossen ist eine Infektion aber dennoch nicht. Denn der Erreger kann laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung zufolge einige Stunden oder Tage auf bestimmten Oberflächen überleben. Sichere Richtwerte fehlen aber noch. Darum sollten Betroffene im Zweifel immer vorsichtig sein und auf eventuelle Symptome achten.

Wenn mein Nachbar an Covid-19 erkrankt ist, darf ich die Miete mindern?

Nein. Die Erkrankung eines Nachbarn stellt laut dem Deutschen Mieterbund (DMB) keinen Mangel der Mietsache dar und ist somit kein Grund zur Mietminderung.

Wird allerdings die Nutzung der Mietsache durch Engpässe bei der Versorgung mit Energie oder Wasser beeinträchtigt, so kann dies laut DMB durchaus ein Grund zur Mietminderung sein. „Darauf, ob der Vermieter den Versorgungsengpass vertreten muss, kommt es bei der Minderung nicht an“, sagt Hartmann vom DMB.

Weiterführende Informationen zur Mietminderung finden Sie hier.

Darf ich einen kranken Nachbarn fragen, ob er Corona hat?

Nur weil der Nachbar trocken hustet oder andere Symptome zeigt, die auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 hindeuten, muss er die anderen Mieter nicht darüber informieren. Auf die Frage danach, ob er infiziert ist, muss er auch nicht antworten.

Im Gegensatz dazu besteht eine Informationspflicht für Infizierte zum Beispiel auf der Arbeit, wenn eine Ansteckung möglich ist oder war. Sprich: Wenn in den vorangegangenen 14 Tagen ein direkter Kontakt bestand. Dann informiert das Gesundheitsamt die entsprechenden Personen, die womöglich ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert sein könnten.

Müssen Infizierte ihre Nachbarn oder ihren Vermieter benachrichtigen, dass sie erkrankt sind?

Laut dem Berliner Mieterverein muss eine Coronainfektion in der Regel nicht dem Vermieter gemeldet werden und auch nicht den Nachbarn. Kann wegen des Coronafalles eine Gefährdung der Nachbarn, Dienstleister oder Besucher des Gebäudes nicht ausgeschlossen werden, müssen Mieter den Vermieter und dieser eventuell andere Mieter entsprechend informieren.

Darüberhinausgehende Schutzpflichten, wie zum Beispiel die Desinfektion von Gemeinschaftsflächen, bestehen laut BMV höchstens im Einzelfall.

Häusliche Quarantäne: Was dürfen Betroffene noch tun?

Quarantäne bedeutet, dass der Betroffene vollständig in der Wohnung bleibt und für mindestens 14 Tage jeglichen Kontakt meidet. Das heißt: Er darf nicht zum Briefkasten gehen, keinen Müll herausbringen und keine Wäsche in die Waschküche tragen. Auch darf er nicht in den Gemeinschaftsgarten des Mietshauses gehen oder auf den gemeinschaftlich geteilten Balkon mit den Nachbarn gehen.

Betroffene sollten ausschließlich durch die geschlossene Wohnungstür mit den Nachbarn kommunizieren, falls sie klingeln. Falls der Nachbar Pakete angenommen hat, sollten diese nicht direkt übergeben, sondern vor der Wohnungstür des Empfängers abgestellt werden. Mietern, die ihre Wäsche nur in der gemeinschaftlichen Waschküche waschen können, rät Hartmann: „Sie können auch einen ihrer Nachbarn darum bitten, dass er für sie die Wäsche in der Waschküche macht.“ Der Erkrankte und auch der Nachbar sollten dabei darauf achten, das Infektionsrisiko zu minimieren und die Wäsche zum Beispiel nur mit Handschuhen anfassen.

Wenn der Nachbar unter Quarantäne steht, wie können Mieter helfen?

Helfen können Mieter nur mit Abstand, indem sie zum Beispiel für die betroffenen Nachbarn einkaufen und die Einkäufe vor die Türe stellen. Auch können sie das Leeren der Briefkästen übernehmen. Dafür sollten sie sich von ihrem Nachbarn den Briefkastenschlüssel geben lassen und ihn direkt nach der kontaktlosen Übergabe desinfizieren. Die Post sollten sie dann ebenfalls vor die Türe legen.

Den Müll sollten sie allerdings nicht für ihre Nachbarn herausbringen. Denn durch die darin enthaltenen Coronaviren ist eine Ansteckung möglich. Der infizierte Nachbar sollte den Müll stattdessen in fest verschlossenen Säcken in der Wohnung oder auf dem Balkon oder der Terrasse lagern.

Foto: zarijel/stock.adobe.com

Näher zusammenrücken, trotz Abstand halten

Für uns alle heißt es gerade #stayathome – zumindest, wenn es möglich ist. Doch einkaufen, mit dem Hund raus oder auch nur der Gang zu den Mülltonnen ist für jene, die zu einer Risikogruppe gehören oder in einem systemrelevanten Job arbeiten nicht immer einfach. Immer mehr junge gesunde Menschen bieten sich daher an, ihre Nachbarn in diesen turbulenten Zeiten zu unterstützen: Eben näher zusammenrücken, trotz Abstand halten.

Wer mitmachen will, kann sich jetzt kostenfrei einen Flyer für den Hausflur herunterladen, um seinen Nachbarn die Hilfe anzubieten.

Jetzt PDF downloaden!

28.04.2020


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5 Kommentare

Weltverbesserer am 28.05.2020 15:32

Guter und informativer Artikel, vor allem auch wegen der vielen links - vielen Dank.

Zu den Kommentatoren kann man allerdings nur den Kopf schütteln... Jede Sprache verändert sich nunmal stetig, zumal in einer digitalen und globalen Welt. Und wer - als Vertreter einer zum Glück ausgestorbenen "Rasse" (!) - versucht, seine eigenen Minderwertigkeitskomplexe über eine weltfremde und rückwärtsgewandte Deutschtümelei zu verdrängen - zumal noch, wenn derartige "Beiträge" dann auch von Deutsch-Unkenntnis in Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung nur so strotzen - sollte sich am besten hilfesuchend an das Reichskulturministerium unter Herrn Minister J.G. (ach ne, der hat sich ja rechtzeitig verdrückt) oder behelfsweise an die AfD wenden. Viel Erfolg!

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Bernd Schneider am 29.04.2020 19:17

Ich freue mich, wenn ich solche seltenen Kommentare einer aussterbenden Rasse lese.

Aber ... Das ist die Sprache der Straße, des einfachen Volkes, die sich damit selbst aufwerten wollen.

Und die Regierungen (und die Presse...) leben von dieser Masse.

Deshalb werden sich auch die nächsten Rechtschreib- und Sprachreformen diesem Druck immer weiter anpassen und die deutsche Sprache wird irgendwann nur noch heimlich gesprochen werden.

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Puppala am 29.04.2020 15:23

Als ich „Social Distancing“ gelesen habe, hatte ich schon keinen Bock mehr, den Rest zu lesen. Meeting, Jourfix, Frontcooking, Homeoffice, Homescool... Ich kann’s nicht mehr hören! Was müssen wir uns noch alles auf „Denglisch“ anhören, Homefucking, Homecleaning, Homesmoking, Homecooking und Homeeating??? Redet denn keiner mehr verständliches Deutsch oder bin ich mit 52 einfach nur zu alt für den schei...

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Bipo am 27.05.2020 16:25

Gebe Ihnen zu 100% recht.

Es gibt Leute die sich anscheinend durch die ( Verdenglischung ) der deutschen Sprache , dem Leser solcher Artikel überlegen fühlen.

bajuware am 29.04.2020 12:30

Sehr gut. 100 Punkte. Erst stößt der Verfasser Seinen abstoßenden Anglizismus hervor, dann muß er im Text doch schreiben "Abstand halten". Wahnsinn. Es gibt absolut keinen Grund für diese ständige flächendeckende devote Kriecherei. Weder England noch die usa sind uns wohlgesonnen, seit mehr als 100 Jahren.

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Harwo am 29.04.2020 11:53

Es gibt Leute, die glauben besonders intelligent zu sein, wenn sie ihren MItmenschen denglisch kommen.

Social distancing, besser einfach soziale Distanz sagen, klintt zwar nicht so überwichtig ist aber unsere Muttersprachge. Nur Spinner verstecken sich hinter schlechtem Englisch und davon gibt es leider immer mehr!

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Wohnen2014 am 29.04.2020 14:25

stimmt leider - wir leben in Deutschland und somit erwarte ich auch Infos und dergleichen in deutscher Sprache.