Covid 19: Was Immobilienprofis jetzt beachten müssen

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Das Coronavirus legt gerade weite Teile der Gesellschaft lahm: Soziale Kontakte sollen gemieden werden. Was das für Immobilienmakler bedeutet und wo es Soforthilfen gibt?

Corona, Coronavirus, Immobilienprofi, Makler, Mann sitzt mit Kopfhörer vorm Laptop, Foto: Djile/stock.adobe.com
Für Immobilienprofis muss es auch während der Coronakrise weitergehen. Videokonferenzen und Telefonate können da Abhilfe schaffen. Foto: Djile/stock.adobe.com

Die Nachrichten über das neue Coronavirus Sars-CoV-2 haben sich in den vergangenen Tagen überschlagen. In vielen europäischen Ländern ist das gesellschaftliche Leben durch Ausgangssperren nahezu komplett lahmgelegt. Soweit ging die Regierung in Deutschland noch nicht, aber es gilt bundesweit ein Kontaktverbot und je nach Bundesland noch weitere Ausgangsbeschränkungen.

Für viele Geschäfte heißt das jetzt Zwangspause. Auch für Immobilienmakler? Dürfen überhaupt noch Wohnungen oder Häuser besichtigt werden? Die immowelt möchte Sie als Partner gern dabei unterstützen, gut durch diese unstete Zeit zu kommen, und Ihnen die wichtigsten Fragen beantworten.

Soforthilfen für Kleinstunternehmen und Selbstständige

Bund

Das Bundeskabinett hat Eckpunkte für Soforthilfen für Kleinstunternehmen und Selbstständige im Volumen von 50 Milliarden Euro beschlossen. Schnelle und unbürokratische Hilfe soll es demnach für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten geben. Das Paket beinhaltet folgende Maßnahmen:

  • Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) erhalten einen einmaligen Zuschuss bis zu 9.000 Euro für drei Monate.
  • Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) erhalten einen einmaligen Zuschuss bis zu 15.000 Euro für drei Monate.
  • Sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 Prozent reduziert, kann der gegebenenfalls nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.

Grundlegendes zu allen Soforthilfen

  • Der Antragsteller muss versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist. Unternehmen, die zum 31. Dezember 2019 bereits in Schwierigkeiten gemäß Art. 2 Abs. 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung gewesen sind, erfüllen nicht die Kriterien.
  • Die Obergrenze der Förderung entspricht dem unmittelbar infolge der Coronapandemie verursachten Liquiditätsengpass oder entsprechenden Umsatzeinbußen.
  • Die Zuschüsse werden über die Länder ausgeschüttet und dürfen mit anderen Hilfen beantragt werden. Darlehen zum Beispiel können zusätzlich beantragt werden. Eine Überkompensation ist aber zurückzuzahlen.
  • Anträge sind bis spätestens 31.05.2020 bei der zuständigen Landesbehörde zu stellen.
  • Als Vollzeitäquivalent zählt ein Beschäftigter über 30 Wochenstunden. Teilzeitkräfte müssen umgerechnet werden. Mitarbeiter bis 30 Stunden machen 0,75 eines Vollzeitäquivalenten aus. Bis 20 Stunden 0,5 und Beschäftigte auf 450-Euro Basis 0,3.
  • Alle Zuschüsse, die über die zehn Personen hinausgehen, werden von den jeweiligen Ländern bezahlt.

Alles Weitere können Sie hier nachlesen.

Baden-Württemberg

Das baden-württembergische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat ein Soforthilfeprogramm für gewerbliche und Sozialunternehmen mit bis zu 50 Erwerbstätigen und Freiberufler mit Sitz in Baden-Württemberg gestartet. Davon profitieren jene, die sich aufgrund der Coronapandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe haben. Selbständige und Kleinstunternehmen mit unter fünf Beschäftigten sind nur insoweit antragsberechtigt, als dass sie mit ihrer selbstständigen Tätigkeit das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens eines Haushalts bestreiten. Es handelt sich um einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss.

Die Höhe des Zuschusses bemisst sich an der Zahl der Beschäftigten:

  • Bis fünf Beschäftigte: maximal 9.000 Euro für drei Monate
  • Bis zehn Beschäftigte: maximal 15.000 Euro für drei Monate
  • Bis 50 Beschäftigte: maximal 30.000 Euro für drei Monate

Mehr über die Antragsstellung erfahren Sie hier.

Bayern

Der Freistaat Bayern hat zusätzlich ein eigenes Soforthilfeprogramm gestartet, welches sich an Betriebe mit bis zu 250 Erwerbstätigen und Freiberufler mit Betriebs- beziehungsweise Arbeitsstätten in Bayern richtet, wenn sie durch die Coronakrise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und Liquiditätsengpässe geraten sind.

Bevor diese Soforthilfe in Anspruch genommen werden kann, muss jedoch erst das verfügbare liquide Privatvermögen eingesetzt werden. Nicht dazu zählen langfristige Altersversorgung, wie beispielsweise Aktien, Immobilien oder Lebensversicherungen oder Mittel, die für den Lebensunterhalt benötigt werden.

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen:

  • Bis zu fünf Beschäftigte: maximal 9.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu zehn Beschäftigte: maximal 15.500 Euro für drei Monate
  • Bis zu 50 Beschäftigte: maximal 30.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 250 Beschäftigte: maximal 50.000 Euro für drei Monate

Mehr über die Antragsstellung und wer die zuständige Behörde ist, erfahren Sie hier.

Berlin

Berlin stellt das Paket Soforthilfe II für Kleinunternehmen, Selbstständige und Freiberufler zur Verfügung. Beantragt werden kann es online bei der Investitionsbank Berlin. Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden. Die Soforthilfe wird als nicht rückzahlbarer einmaliger Zuschuss ausgezahlt und ist nach Anzahl der Beschäftigten gestaffelt:

  • Bis zu fünf Beschäftigte: maximal 14.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu zehn Beschäftigte: maximal 15.000 Euro für drei Monate

Mehr zur Antragsstellung finden Sie hier.

Brandenburg

In Brandenburg werden gewerbliche Unternehmen und Angehörige der freien Berufe mit bis zu 100 Erwerbstätigen, die ihre Betriebs- beziehungsweise Arbeitsstätte im Land Brandenburg haben, mit einem einmaligen Zuschuss gefördert, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Höhe des Zuschusses ist von der Anzahl der Beschäftigten abhängig:

  • Bis zu fünf Beschäftigte: maximal 9.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 15 Beschäftigte: maximal 15.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 50 Beschäftigte: maximal 30.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 100 Beschäftigte: maximal 60.000 Euro für drei Monate

Mehr zur Antragsstellung erfahren Sie hier.

Bremen

Um die Betroffenen in dieser Krise zu unterstützen, hat das Land Bremen bei der BAB – die Förderbank für Bremen und Bremerhaven - eine zentrale Anlaufstelle für alle (Kleinst-) Unternehmen, freiberuflich Tätige und Selbstständige eingerichtet, die durch das Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Um eine schnellere Hilfestellung für die Betroffenen zu erreichen, wird ein unbürokratischer Zuschuss im vereinfachten Verfahren bewilligt, der schnellstmöglich ausgezahlt wird.

Die Zuschüsse sind nicht zurückzuzahlen und nach Anzahl der Beschäftigten gestaffelt:

  • Bis zu fünf Beschäftigte: maximal 9.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu zehn Beschäftigte: maximal 15.000 Euro für drei Monate

Mehr über die Antragstellung und die Soforthilfe erfahren Sie hier.

Hamburg

Hamburg bietet unbürokratische Zuschüsse für kleine und mittlere Betriebe und Freiberufler an, die in eine existenzbedrohende Schieflage oder in existenzgefährdete Liquiditätsengpässe geraten sind. Beantragt werden kann der Zuschuss bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank. Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden und wird nach der Zahl der Beschäftigten gestaffelt werden:

  • Selbständige: maximal 11.500 Euro
  • Bis zu 5 Beschäftigte: maximal 14.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu zehn Beschäftigte: maximal 20.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 50 Mitarbeiter: maximal 25.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 250 Beschäftigte: maximal 30.000 Euro für drei Monate

Mehr zur Antragsstellung erfahren Sie hier.

Hessen

Hessen schnürt ein millionenschweres Soforthilfeprogramm und stockt die Mittel der Bundesregierung mit einem eigenen Zuschuss auf. Für Solo-Selbstständige, Freiberufler, Künstlerinnen und Künstler sowie Kleinst- und Kleinunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten stehen mehr als zwei Milliarden Euro von Bund und Land zur Verfügung. Der Zuschuss ist einmalig und muss nicht zurückgezahlt werden. Die Höhe inklusive der Bundesförderung ist gestaffelt je nach Menge der Beschäftigten:

  • Bis zu fünf Beschäftigte: maximal 10.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu zehn Beschäftigte: maximal 20.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 50 Beschäftigte: maximal 30.000 Euro für drei Monate

Teilzeitbeschäftigte sind in Vollzeitäquivalente umzurechnen. Anträge sind ausschließlich online zu stellen.

Mehr zur Antragsstellung erfahren Sie hier.

Mecklenburg-Vorpommern

Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt von der Coronakrise besonders geschädigten gewerblichen Unternehmen und Angehörigen der freien Berufe einschließlich Kulturschaffender Zuschüsse zur Überbrückung des Liquiditätsengpasses. Die Höhe des Zuschusses ist gestaffelt nach Anzahl der Beschäftigten:

  • Bis zu fünf Beschäftigte: maximal 9.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu zehn Beschäftigte: maximal 15.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 24 Beschäftigte: maximal 25.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 49 Beschäftigte: maximal 40.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 100 Beschäftigte: maximal 60.000 Euro für drei Monate

Das Antragsformular können Sie sich hier herunterladen.

Niedersachsen

Niedersachsen startete am 25. März das 100 Millionen Euro schwere Zuschussprogramm „Liquiditätssicherung für kleine Unternehmen“, welches sich an gewerbliche Unternehmen und Angehörige freier Berufe in Betrieben mit bis zu 49 Beschäftigten richtet. Mit der Förderung soll Unternehmen, freiberufliche Tätigen, Selbstständigen (auch Künstler und Kulturschaffende) geholfen werden, die sich wegen der Coronapandemie in einer existenziellen Notlage befinden. Die Zuschüsse sind nicht rückzahlbar und nach Anzahl der Beschäftigten gestaffelt:

  • Bis zu fünf Beschäftigte: maximal 9.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu zehn Beschäftigte: maximal 15.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 30 Beschäftigte: maximal 20.000 Euro für drei Monate
  • Bis 49 Beschäftigte: maximal 25.000 Euro für drei Monate

Diese Hilfen stehen auch Start-ups zur Verfügung, wenn diese jünger als fünf Jahre sind – selbst dann, wenn sie noch keine schwarzen Zahlen geschrieben haben. Voraussetzung ist hierbei ein tragfähiges Geschäftsmodell und eine positive Einschätzung der Unternehmensentwicklung.

Anträge stellen können sie ausschließlich online bei der NBank.

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ergänzt die Soforthilfen des Bundes für Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten. Diese können, wenn sie alle Voraussetzungen erfüllen, 25.000 Euro als Zuschuss erhalten, der nicht zurückgezahlt werden muss.  Die Voraussetzungen sind, dass Die Umsätze sich im Vergleich zum Vorjahresmonat mehr als halbiert oder die vorhandenen Mittel reichen nicht aus, um die kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen (zum Beispiel Mieten oder Kredite) zu erfüllen oder der Betrieb wurde auf behördliche Anordnung geschlossen. Der Zuschuss ist einmalig und muss nicht zurückgezahlt werden. Die Höhe inklusive der Bundesförderung ist gestaffelt je nach Menge der Beschäftigten:

  • Bis zu fünf Beschäftigte: maximal 9.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu zehn Beschäftigte: maximal 15.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 50 Beschäftigte: maximal 25.000 Euro für drei Monate

 Mehr zur Antragsstellung erfahren Sie hier.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz ergänzt die Soforthilfe vom Bund mit dem Programm "Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz". Dieses bietet günstige Sofortdarlehen für Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten und erweitert die Soforthilfen auf Unternehmen mit bis zu 30 Beschäftigten. Das bedeutet:

Selbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten (Vollzeitäquivalent):

  • bis zu 9.000 Euro Zuschuss aus dem Bundesprogramm für drei Monate
  • bis zu 10.000 Euro Sofortdarlehen des Landes bei Bedarf

Insgesamt beträgt die Soforthilfe bis zu 19.000 Euro.

Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten (Vollzeitäquivalent):

  • bis zu 15.000 Euro Zuschuss aus dem Bundesprogramm für drei Monate
  • bis zu 10.000 Euro Sofortdarlehen des Landes bei Bedarf

Insgesamt beträgt die Soforthilfe bis zu 25.000 Euro.

Unternehmen mit 11 bis 30 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent):

  • Bis zu 30.000 Euro Sofortdarlehen des Landes zuzüglich einem Landes-Zuschuss über 30 Prozent der Darlehenssumme.

Insgesamt beträgt die Soforthilfe bis zu 39.000 Euro.

Die Sofortdarlehen haben eine Laufzeit von sechs Jahren und sind bis Ende des Jahres 2021  zins- und tilgungsfrei.

Mehr zur Antragsstellung erfahren Sie hier.

Saarland

Das Saarland war neben Bayern eines der ersten Bundesländer, die eine Kleinunternehmen-Soforthilfe gestartet haben. 30 Millionen Euro stellt die Landesregierung zur Verfügung. In Absprache mit dem Bund, wird jetzt nur noch die Soforthilfe des Bundes ausgeschüttet. Beantragt werden kann sie bei der Landesregierung selbst. Es handelt sich um einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Höhe des Zuschusses bemisst sich an der Zahl der Beschäftigten:

  • Bis zu fünf Beschäftigte: maximal 9.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu zehn Beschäftigte: maximal 15.000 Euro für drei Monate

Mehr zu den Voraussetzungen und der Antragsstellung erfahren Sie hier.

Sachsen

Mit dem Soforthilfedarlehen „Sachsen hilft sofort“ unterstützt der Freistaat Selbstständige, Kleinstunternehmer und Freiberufler, die aufgrund der Coronapandemie mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind. Die Anträge können bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) gestellt werden. Es handelt sich um unverzinste, nachrangige Darlehen, die sich je nach Bedarf auf 5.000 Euro bis 50.000 Euro belaufen.

Zusätzlich wird der Soforthilfe des Bundes gestaffelt nach Mitarbeitern ausgeschüttet:

  • Bis zu fünf Beschäftigte: maximal 9.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu zehn Beschäftigte: maximal 15.000 Euro für drei Monate

Mehr zu den Voraussetzungen und der Antragsstellung erfahren Sie hier.

Sachsen-Anhalt

Zusätzlich zu den Soforthilfen des Bundes hat Sachsen-Anhalt das Soforthilfe-Programm „Sachsen-Anhalt ZUKUNFT“ ins Leben gerufen. Die Landesregierung hat sich auf ein Hilfspaket verständigt, das insbesondere Zuschüsse für Solo-Selbstständige und kleinere Unternehmen vorsieht. Der Zuschuss kann bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt beantragt werden und muss nicht zurückgezahlt werden. Die Höhe des Zuschusses ist von der Anzahl der Beschäftigten abhängig:

  • Bis zu fünf Beschäftigte: maximal 9.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu zehn Beschäftigte: maximal 15.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 25 Beschäftigte: maximal 20.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 50 Beschäftigte: maximal 25.000 Euro. für drei Monate

Mehr zur Antragsstellung finden Sie hier.

Schleswig-Holstein

Nachdem die Bundesregierung ihr 156-Milliarden-Euro-Hilfsprogramm für die Wirtschaft vorgelegt hat, sortiert die Landesregierung Schleswig-Holsteins ihr bereits beschlossenes 500-Millionen-Hilfspaket noch einmal um. Die Corona-Soforthilfe soll kleinere Gewerbetriebe und Selbständige rasch und unbürokratisch finanziell unterstützen. Beantragt werden kann der Zuschuss über die Investitionsbank Schleswig-Holstein. Die Soforthilfe wird als nicht rückzahlbarer einmaliger Zuschuss ausgezahlt und ist nach Anzahl der Beschäftigten gestaffelt:

  • Bis zu 5 Beschäftigte: maximal 9.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 10 Mitarbeiter: maximal 15.000 Euro für drei Monate

Mehr zur Antragsstellung erfahren Sie hier.

Thüringen

Thüringen unterstützt Unternehmen und Freiberufler mit Betriebsstätte in Thüringen mit bis zu 50 Beschäftigten. Der Zuschuss kann bei der Thüringer Aufbaubank online beantragt werden und muss nicht zurückgezahlt werden. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Anzahl der Beschäftigten:

  • Bis zu fünf Beschäftigte: maximal 9.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu zehn Beschäftigte: maximal 15.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 25 Beschäftigte: maximal 20.000 Euro für drei Monate
  • Bis zu 50 Beschäftigte: maximal 30.000 Euro für drei Monate

Mehr zur Antragsstellung finden Sie hier.

Gibt es für Makler ein Tätigkeitsverbot?

Am 16. März hat die Bundeskanzlerin auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass die Bundesregierung und Regierungschefs der einzelnen Länder ein einheitliches Vorgehen zur Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich angesichts des Coronavirus vereinbart haben. Darin heißt es, dass Dienstleister – also damit offenbar auch Makler – ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen dürfen. Am 22. März verschärften Bund und Länder diese Maßnahmen und führten ein Kontaktverbot ein. Das ebenso kein Tätigkeitsverbot mit sich zieht.

„Auch wenn es kein Tätigkeitsverbot per se gibt, müssen Makler – insofern sie ein Ladenlokal führen – zurzeit im Zweifel auf Publikumsverkehr verzichten“, sagt Dr. Christian Osthus, Justiziar des IVD. „Was durch digitale Prozesse ersetzt werden kann, sollte in den nächsten Tagen und Wochen auch ersetzt werden“. Denn telefonieren und E-Mails versenden ist ja jederzeit gefahrlos möglich. Zudem müsse immer auf die aktuelle Lage geachtet werden.

Können noch Besichtigungen durchgeführt werden?

Grundsätzlich ja. „Maklern ist es immer noch gestattet, ihre Tätigkeit an unterschiedlichen Orten auszuüben. Aber: Besichtigungen sind nur dann möglich, soweit seitens des Interessenten eine Notwendigkeit dargelegt werden kann. Der Termin darf also nicht aufschiebbar sein. Dies kann dann der Fall sein, wenn die alte Wohnung gekündigt oder verkauft ist und Ersatz beschafft werden muss.

Da zudem Menschenansammlungen mit mehr als zwei Personen grundsätzlich untersagt sind, müssen sich Makler hier auf Einzelbesichtigungen beschränken.“ erklärt Osthus. Eine andere Möglichkeit ist, Alternativen für Live-Besichtigungen zu nutzen. Das können sein:

Link-Tipp

Alle Informationen rund um Besichtigungen und was es dabei zu beachten gilt:

Was gibt es bei Einzelbesichtigungen zu beachten?

  • Bereits im Exposé auf Einzelbesichtigungen hinweisen.
  • Kein Körperkontakt – aufs Händeschütteln verzichten und auch auf die Nies- und Hustenetikette achten, zudem einen Abstand von ein bis zwei Metern zueinander halten.
  • Kein Austausch von Dokumenten – diese besser vorab oder direkt nach dem Termin dem Interessenten digital zukommen lassen.
  • Kontakt zu Gegenständen meiden – offene Innentüren ermöglichen eine Besichtigung, ohne ständig Klinken anfassen zu müssen. Sollte dies nicht immer möglich sein, dann sollten alle Kontaktflächen regelmäßig gründlich desinfiziert werden.

Können zurzeit Werbeflyer verteilt werden oder ist das verboten?

Da es Maklern weiterhin gestattet ist, an wechselnden Orten ihre Tätigkeit auszuüben, dürfte es auch gestattet sein, unter strenger Berücksichtigung der Abstands- und Hygienebestimmungen Flyer zu verteilen“, sagt Carolin Hegenbarth, IVD-Bundesgeschäftsführerin. Im Zweifel sollte bei der zuständigen Behörde nachgefragt werden.

Wer Flyer verteilt, muss sich aber auch hierbei an geltende Hygieneregeln halten.

Corona und das Arbeitsrecht

Viele Makler in Deutschland sind selbstständig und können somit selbst entscheiden, wie sie mit der Krise umgehen. Anders ist es bei Immobilienmaklerbüros mit festangestellten Mitarbeitern. Die wichtigsten Fragen im Überblick:

Kann ein Maklerbüro bei Arbeitsausfällen wegen des Coronavirus Kurzarbeitergeld erhalten?

Ja, laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter der Bedingung, dass behördliche Einschränkungen es unmöglich machen, die Maklertätigkeit weiterhin auszuführen. Kurzarbeitergeld muss vom Arbeitgeber bei der jeweiligen Agentur für Arbeit beantragt werden. Falls die Behörde es genehmigt, erhalten angestellte Makler 67 beziehungsweise 60 Prozent ihres pauschalisierten Nettoentgelts für zwölf Monate.

Haben angestellte Makler einen Anspruch auf Homeoffice?

Nein, das ist eine Vereinbarung, die der Arbeitnehmer mit dem Arbeitgeber treffen muss.

Was passiert, wenn ein Mitarbeiter am Coronavirus erkrankt?

Angestellte Makler erhalten sechs Wochen eine Entgeltfortzahlung und haben dann als gesetzlich Versicherte Anspruch auf Krankengeld.

Die Corona-Epidemie stellt uns alle gerade vor große Herausforderungen. Mit der Einhaltung hygienischer Richtlinien und dem Blick auf die aktuelle Lage kann sowohl die explosionsartige Verbreitung des Virus als auch dem kompletten Verlust des Alltagsgeschäfts entgegengewirkt werden. Dies wird insbesondere durch eine verstärkte Konzentration auf die Digitalisierung erreicht.

02.04.2020


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