Löschungsbewilligung: Grundschuld löschen lassen oder nicht?

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Ein Immobilienkredit wird meist über viele Jahre hinweg abbezahlt. Umso größer ist die Freude beim Kreditnehmer, wenn er endlich schuldenfrei ist. Ist das der Fall, kann der Immobilienkäufer zur Bank gehen und sich eine Löschungsbewilligung ausstellen lassen. Mit dieser kann er dann einen Notar aufsuchen, der dann die Löschung der Grundschuld beim Grundbuchamt in die Wege leitet. Doch nicht immer ist eine Löschung der Grundschuld sinnvoll.

Löschungsbewilligung – Vorgehen und Kosten

  • Hat ein Immobilieneigentümer sein ursprünglich aufgenommenes Darlehen bei der Bank zurückgezahlt, kann er verlangen, dass die eingetragene Grundschuld aus dem Grundbuch gelöscht wird.
  • Zunächst bescheinigt die Bank dem Eigentümer, dass er sein Darlehen komplett getilgt hat und stellt ihm die Löschungsbewilligung aus.
  • Mit der Löschungsbewilligung geht der Eigentümer dann zum Notar.
  • Der Notar veranlasst beim Grundbuchamt, dass die Grundschuld gelöscht wird.
  • Die Löschung der Grundschuld ist natürlich nicht umsonst – die Kosten setzen sich aus den Notarkosten und den Gebühren des Grundbuchamtes (in der Regel je 0,2 Prozent der Grundschuld) zusammen.
Grundschuld löschen, Löschungsbewilligung, Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com
Eine Löschungsbewilligung wird benötigt, um eine Grundschuld löschen zu lassen. Sinnvoll ist das aber nicht immer. Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com

Banken verlangen als Sicherheit für eine Baufinanzierung oder einen Kredit häufig einen Eintrag ins Grundbuch. Mit dieser sogenannten Grundschuld können sie sich gegen eine eventuelle Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers absichern. Kann der Kreditnehmer nämlich seinen Kredit nicht mehr zurückzahlen, hat die Bank somit Zugriff auf die Immobilie.

Will der Kreditnehmer die Grundschuld löschen lassen, muss er zunächst seinen Kredit abbezahlt haben. Die Bank stellt in diesem Fall eine sogenannte Löschungsbewilligung aus. Hat der Kreditnehmer diese in der Hand, kann er damit zum Notar gehen und seine Grundschuld löschen lassen.

Grundschuld löschen: So funktioniert es

Die Löschung einer Grundschuld funktioniert im Wesentlichen in drei Schritten:

  1. Die Bank bescheinigt dem Kreditnehmer, dass er sein Darlehen komplett  getilgt hat – sie stellt ihm eine Löschungsbewilligung aus.
  2. Der Immobilienkäufer geht mit der Löschungsbewilligung zum Notar.
  3. Der Notar veranlasst beim Grundbuchamt, dass die Grundschuld gelöscht wird.

Wann die Löschung einer Grundschuld mittels Löschungsbewilligung wichtig wird

Warum aber sollte ein Immobilieneigentümer eine Grundschuld überhaupt löschen lassen? Eine Löschung ist beispielsweise meist nötig, wenn ein Haus verkauft werden soll. Denn der Käufer möchte keine Immobilie erwerben, die finanziell belastet ist – er will einen „sauberen“ Grundbucheintrag. Wer also sein Grundstück verkaufen will, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit seine Löschungsbewilligung einem Notar übergeben müssen, damit dieser die Löschung der Grundschuld in die Wege leitet.

Achtung

In vielen Fällen reicht zur Löschung der Grundschuld die Löschungsbewilligung nicht aus – dann nämlich, wenn eine Grundschuld verbrieft ist. Das bedeutet, dass zusätzlich zur eingetragenen Grundschuld bei der Bank ein Grundschuldbrief vorliegt. Auch diesen wird die Bank ihrem Schuldner erst aushändigen, wenn der Immobilienkredit vollständig abbezahlt ist. Um die Grundschuld zu löschen, muss dem Grundbuchamt in diesem Fall sowohl die Löschungsbewilligung als auch der Grundschuldbrief vom Notar vorgelegt werden. Vorsicht: Geht der Grundschuldbrief verloren, kann ein Immobilieneigentümer die Grundschuld nur durch ein kompliziertes und kostenintensives Gerichtsverfahren löschen lassen.

Besser abwarten: Wann es sinnvoll sein kann, eine Grundschuld nicht löschen zu lassen

Löschungsbewilligung, Immobilie verkaufen, Grundschuld löschen, Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com
Wer sich in den eigenen Wänden noch wohl fühlt und seine Immobilie nicht verkaufen möchte, braucht auch nicht zwingend eine Löschungsbewilligung von der Bank. Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com

So lange jemand seine Immobilie nicht verkaufen will, gibt es allerdings auch Argumente, die gegen eine Löschung der Grundschuld sprechen. „Die Grundschuld sollte man fortbestehen lassen, sofern die Bank die Löschung bewilligt hat“, sagt der Vertrauensanwalt des Bauherren-Schutzbund e.V Wendelin Monz. „Der Eigentümer kann die Grundschuld nutzen, wenn er etwa später ein Darlehen für die Modernisierung aufnehmen will und dazu eine Sicherheit anbieten muss.“

Laut Heidi Müller vom Kreditvermittler Interhyp ist eine Grundschuld in der Regel auch beim Verkauf einer Immobilie kein Hindernis: „Zwar kann es im Fall eines Verkaufs wünschenswert sein, dass Haus und Grund unbelastet sind. In der Praxis ist das aber meist kein Hindernis, denn die Löschung der Grundschuld wird im Kaufvertrag eindeutig geregelt.“

Darüber hinaus entstehen dem Immobilienbesitzer Nachteile in Form von Kosten. Denn eine Löschung der Grundschuld gibt es vom Notar und vom Grundbuchamt nicht umsonst. Die Kosten hierfür gibt das Kreditinstitut an seine Kunden weiter.

Was die Löschung der Grundschuld kostet

Die Kosten für die Löschung der Grundschuld setzen sich aus den Notarkosten und den Gebühren zusammen, die das Grundbuchamt verlangt. Ein Notar darf einen Betrag in Höhe von 0,2 Prozent der Grundschuld verlangen. Das Amt nimmt noch einmal den gleichen Betrag. Gerade bei einer höheren Grundschuld kann auch weniger fällig werden, so dass für Notar und Grundbuchamt insgesamt zwischen 0,2 und 0,4 Prozent der Grundschuld anfallen.

Ob es letztlich sinnvoll ist, eine Grundschuld löschen zu lassen, obwohl eine Immobilie nicht verkauft werden soll, muss ein Immobilieneigentümer selbst entscheiden. Einige Eigentümer empfinden es als Entlastung, wenn eine Grundschuld aus dem Grundbuch getilgt ist – zwingend notwendig ist es allerdings nicht.


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19 Kommentare

Claudia am 18.04.2019 11:40

In den meisten Bundesländern gibt es das Amtsgericht, in Hessen gibt es sogenannte Ortsgerichte, dort sind die Kosten in der Regel günstiger als beim Amtsgericht bzw. Notar. Wir haben dies mal bei einer Erbsache erlebt. Da wir in Rheinland Pfalz wohnen, hatten wir bedeutend höhere Kosten für die Abwicklung bezahlt, wie vergleichsweise mein Bruder der in Hessen beim Ortsgericht war. Trifft dies auch auf die Grundschuldlöschung zu ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.04.2019 12:07

Hallo Claudia,

ja, eine Grundschuldlöschung über ein hessisches Ortsgericht dürfte günstiger sein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

sualg am 13.04.2019 08:46

Hallo,

kostet die Grundschuldlöschung im Zuge der Grundbuchberichtigung Gebühren, wann im Erbfall innerhalb von 2 Jahren umgeschrieben wird? Die Grundbuchberichtigung ist Kostenfrei. Gilt das auch für die Löschung?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.04.2019 10:19

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel wird für eine Löschung der Grundschuld auch in diesem Rahmen eine Gebühr fällig. Wir kennen jedoch die Details des Einzelfalls nicht und würden Ihnen daher empfehlen, die Sache mit Ihrem Notar zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Mira am 08.04.2019 18:17

Ich habe folgende Frage: Die Notarkosten bei meinem Kredit bzw. Hypothek über 100.000€ vor 4 Jahren waren ca. 360€ brutto. Jetzt verkaufe ich die Wohnung und die Notarin stellte mir die Rechnung für die Löschung dieser Hypothek auf ca. 840€ (berechnet nach dem Geschäftswert des Verkaufspreises der Wohnung und nicht nach dem geschäftswert des Kreidtes!) obwohl ich ihr gesagt habe, dass ich schon alleine bzw. gleich vorab den Kredit zurückzahlen kann... Sie sagte in dem Beurkundungstermin, dass ich warten soll und sie das regeln wird mit dem Kaubetrag bzw. es wird aus dem Kaufpreis abgelöst. Ist das ok oder kann ich verlangen, dass sie doch ihre Notargebührberechnung nach der Kredithöhe und nicht nach dem Wohnungverkaufspreis mir berechnet?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.04.2019 08:38

Hallo Mira und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Kosten für die Löschung der Hypothek bemessen sich in der Regel schon an der Kredithöhe. Wir können Ihre Frage aus der Ferne aber leider nicht klären, weil wir nicht wissen, was genau die Notarin in Ihrem Fall noch berechnet hat und auf welcher Grundlage. Sollte sich aus dem Gespräch mit der Notarin keine Lösung ergeben und sollten Sie weiterhin Zweifel an der Berechnung der Kosten haben, empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

eknata am 28.03.2019 15:37

Ich habe von meiner Bank nach Tilgung meines Kredites eine von einem Notar beglaubigte Löschungsbewilligung erhalten. Die Kosten für den Notar wurden mir in Rechnung gestellt. Auch wurde mir in einem Schreiben der Bank mitgeteilt, dass ich mit der notariell beglaubigten Löschungsbewilligung selbst direkt zum Grundbuchamt für die Austragung der Grundschuld gehen soll. Nun entnehme ich den bisherigen Antworten , dass ich noch mal einen Notar benötige für die Grundbuchaustragung und dann sicher noch mal Gebühren für den Notar anfallen. Was ist denn nun richtig?

auf Kommentar antworten

Hans am 30.03.2019 22:59

sie müssen nur noch ihre Unterschrift auf dem Dokument von einem Notar beglaubigen lassen (kostenpflichtig beim Notar) Mit dem so nun beglaubigten Dokument können sie direkt beim Grundbuchamt die Löschung beantragen.

Sie können den Löschungsantrag auch über den Notar laufen lassen - hierfür entstehen aber weiter Kosten.

PS - Normalerweise gehört die notarielle Löschungsbewilligung der Bank zu den Nebenpflichten des Kreditvertrages und sollte kostenlos sein.

UHBE am 23.03.2019 23:42

Ist es möglich mit allen erforderlichen Papieren beim Grundbuchamt die Grundbuchänderung selbst zu beantragen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.03.2019 09:53

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

nein, das ist aktuell nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Klaus am 20.03.2019 14:11

ich lese immer nur von Gebühren für Notar und Grundbuch. Habe eine Löschungsbewilligung, wegen Hausverkauf, bei meiner Bank beantragt und erhalten mit einer Kostenrechnung von 41 Euro. ist das Rechtens? Jetzt kommen noch Notar und Grundbuch Kosten.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.03.2019 14:25

Hallo Klaus und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Banken sind verpflichtet, die Löschung einer Hypothek oder Grundschuld zu bewilligen und dürfen daher kein besonderes Entgelt verlangen. Tatsächlich angefallene Sachkosten darf die Bank aber berechnen. Was genau bei Ihnen die Kosten von 41 Euro verursacht hat, können wir aus der Ferne nicht abschließend klären. Sollten Sie an der Rechtmäßigkeit der Kosten entfallen, empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Sunny am 16.03.2019 11:24

Sie geben an, dass Notar und Grundbuchamt jeweils 0,2% des Grundschuldwertes als Gebühr erheben - nach zwei anderen Internetportalen betragen die Gebühren jedoch zusammen knapp 0,2% inkl. der MwSt. für den Notar. ( berechnet auf 2.7Mio€ ) - Was stimmt nun ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.03.2019 09:01

Danke für Ihren Hinweis. Tatsächlich können die Kosten für Notar und Grundbuchamt auch geringer ausfallen. Wir haben das an der fraglichen Stelle im Artikel nun verdeutlicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Immowelt-Redaktion am 18.03.2019 09:01

Hallo Sunny und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die genauen Notarkosten sind in § 34 des Gerichts- und Notarkostengesetzes festgelegt. Sie dürfen bis zu 0,2 Prozent der Grundschuld betragen. Beim Grundbuchamt wird für die Löschung noch einmal der gleiche Betrag fällig. Wir würden Ihnen im Einzelfall allerdings raten, die genauen Kosten noch einmal beim Notar zu erfragen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Sunny am 18.03.2019 17:33

Sorry, aber Ihre Auskunft ist falsch. Nur bei sehr geringen Beträgen = 2.000 € betragen die Gebühren nach der Tabelle in § 34 Gerichts- und Notarkostengesetz knapp 0,2% bei größeren sinkt er auf unter 0,1%

Richard am 11.03.2019 10:20

Hallo, mein Steuerberater meinte, dass laut dt. Gesetz, vor einer Grundbuchänderung, die Grundschuld des Kreditinstitut ausgetragen sein MUSS. Ist das der Fall?

Es geht um hier um eine Änderung nach einem Erbfall.

Vielen Dank für die Info.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.03.2019 13:07

Hallo Richard und vielen Dank für Ihren Kommentar,

diese Regelung ist uns nicht bekannt. Es ist möglich und kann im Einzelfall sogar sinnvoll sein, eine Grundschuld von einem Veräußerer zu übernehmen. Können Sie uns wissen lassen, auf welches Gesetz sich Ihr Steuerberater hier konkret bezieht?

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Rita am 28.02.2019 21:00

Hallo ,ich hoffe mir kann hier jemand weiterhelfen .

Es geht um folgendes :

Wir wollen ein Haus kaufen ,dieses ist belastet mit 3Rechten Wege,Leitungs und Mitbenutzungsrecht .Der Nachbar rechts von uns hat alle 3Rechte weil unsere aktuellen Verkäufer damals einfach dämlich waren und alles blind unterschrieben haben .

Nun hat der Nachbar gesagt ,er würde eine Summe x nehmen und alle Rechte rauslöschen lassen ,natürlich übernimmt er keine Notarkosten.Nun zu meiner Frage wenn ,wir haben noch nichts unterschrieben und würden das gerne vor geklärt und gelöscht haben .Wer muss die Kosten für die Löschung tragen ?Verkäufer?Da er ja nur den Antrag für eine Löschungsbewilligung geben kann .

vielen Dank schonmal vorab ,für die hilfreichen Tipps.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.03.2019 09:47

Hallo Rita,

wer den Notar zahlt, kann in diesem Fall vertraglich frei vereinbart werden, ist also schlichtweg Verhandlungssache. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Sie hierzu nicht rechtlich beraten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir vorab das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

EAH am 03.02.2019 15:06

Habe leider zu meiner Anfrage vom 6.1.19 über den Erhalt von erforderlichen Löschungsantragsformularen noch keine entsprechende Antwort erhalten. In den hier veröffentlichen Kommentaren kommt ab und zu der Begriff "ORTSGERICHT" vor. Was ist eigentlich darunter genau zu verstehen ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.02.2019 12:30

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Ortsgerichte sind Hilfsbehörden der Justiz, die es derzeit ausschließlich in Hessen gibt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

tomwi am 10.01.2019 23:49

Es gibt keinen vernünftigen Grund eine Grundschule bestehen zu lassen. Der Zugriff der Bank besteht bei jeglicher Art von Schulden, auch wenn sie NICHT das Haus betreffen. Eine neue Kreditanfrage heisst neue Bewertung des Hauses und es gibt eben eine neue Grundschule wenn nötig. ...Ohne Probleme!!!

..und bei 200.000 betragen die Gebühren 400 fürs Grundbuchamt und 6 für das Beglaubigen der Unterschrift beim Ortsgericht. Also was sind 406 Euro im Gegensatz zu den Zinsen, die man gezahlt hat. ...oder der Sicherheit, dass man clean ist und nur noch selbst den Schlüssel zum Haus besitzt.

auf Kommentar antworten

sofa am 13.02.2019 17:52

Laut meinem (seriösen) Bankberater stimmt der Satz "Der Zugriff der Bank besteht bei jeglicher Art von Schulden, auch wenn sie NICHT das Haus betreffen" nicht.

Der Verbraucherschutz lässt nur zu, den Zugriff für das betreffende Darlehen zu währen.

EAH am 06.01.2019 11:07

Zu costaconcordia 2 am 29.05.18

Die Löschbewilligungen meiner Kreditgeber liegen vor.

Wo erhalte ich aber die Löschungsantragsformulare für die Beglaubigungen der Unterschriften ?

auf Kommentar antworten

olli am 23.11.2018 11:47

denkt bitte auch mal an Eure Erben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, man hat nach dem Tod eines Menschen viele belastende Sachen zu erledigen. Spätestens wenn man dann die geerbte Wohnung / das Haus verkaufen oder einen Erben teilauszahlen möchte / muss, ist eine nicht gelöschte Grundschuld ein Problem. Und die Ausstellung Einer Zweitschrift der nicht mehr auffindbaren Löschungsbewilligung kostet ca 250€

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costaconcordia2 am 29.05.2018 21:28

Ihr Kommentar ist Gold wert und zeigt, wen wenig rücksichtsvoll dieses Portal gegenüber den Kreditnehmern ist! Vollkommen richtig. Für die Löschung bedarf es keines Notars. Der Löschungsantrag muss aber beglaubigte Unterschriften aller Grundstückseigentümer enthalten. Dies kann jedes städt. Amt vornehmen.

auf Kommentar antworten

lg am 13.05.2018 23:29

Mit einer Löschungsbewilligung kann n u r die Löschung betrieben werden. Für eine Weiterverwendung der Grundschuld ist eine löschungsfähige Quittung in öffentl. beglaubigter Form erforderlich.

auf Kommentar antworten

anmi2 am 25.04.2018 23:25

Aus eigener erfahrung: alles nur schönreden, funktioniert nicht in der praxis. Ich hatte eine löschungsbewilligung der commerzbank und wollte die grundschuld wiederverwenden. Gleiche und dann andere bank.

Commerzbank weigert sich die Bewilligung zurückzunehmen oder grundschuld wiederzuverwenden, abtretung an andere bank geht auch nicht, weil die vollstreckbare Urkunde fehlt :-(((

Und der Kunde ist wie immer der idiot

auf Kommentar antworten

Monika Gantner am 28.08.2018 22:37

Hallo

Habe ich gerade Ärger mit Commerzbank.

Will mir Notarkosten für eine Löschungbewilligung aufs Auge drücken.

Werde mich jedoch wehren.

Vielleicht hat noch jemand einen Tip für mich.

Danke im Voraus

M.G.

stappel am 18.04.2018 09:55

Um eine Unterschrift beglaubigen zu lassen muss man nicht zwingend zu einem Notar gehen, es reicht auch wenn man zu einen Ortsgericht geht, da kostet die Beglaubigung ca. 6€.

Da hat man schon mal die Hälfte der Kosten eingespart.

auf Kommentar antworten

Uwe am 01.01.2018 22:13

@G.F.

Das Gerücht vom "Reichen Deutschland" ist nicht aus den Köpfen zu bekommen. Würden Sie siech mit 2000 Milliarden Euro Schulden als reich bezeichnen ? Nein ? Warum ist dann Deutschland mit dieser Schuldenlast reich ? Bitte um Erklärung.

auf Kommentar antworten

Kajatan am 28.01.2019 13:55

@Ferdinand Klar

Also hier wird nicht verstanden was Werte sind. Es ist unerheblich ob Ihnen jemand etwas abkauft. Dennoch hat es Wert. Erst recht wenn es auch etwas erwirtschaftet, also Mehrwert schafft. So eine Straße tut das nämlich. Die Wirtschaft fährt darauf und bringt Mehrwert mit Ihrer Leistung.


BenWish am 17.02.2018 17:30

Weil den 2000 Milliarden Schulden ca 4000 Milliarden sonstige Werte entgegenstehen (z.B. Infrastruktur).

Wenn du 200.000€ Schulden bei der Bank hast, dafür aber ein Haus im Wert von 400.000€ dein Eigentum nennst. Bist du dann reich oder arm?


Ferdinand Klar am 03.03.2018 16:25

zu BenWish: dem muß ich wiedersprechen: wer soll denn die "Werte" vom Staat kaufen ?

(z.B. die maroden Straßen, Schulen usw ?)

Der wirkliche Wert einer Immobilie misst sich im Ernstfall erst am tatsächlich möglichen Erlös.

Duncibaer am 01.04.2017 21:52

Der erste Artikel, der auch darauf hinweist, dass zur Löschung der Grundschuld neben der Löschungsbewilligung meist auch ein Grundschuldbrief existiert, der ebenfalls von der Bank mit ausgehändigt werden sollte. Es kommt aber sogar noch besser: bei meiner Löschung verlangte die Notarin sogar die "vollstreckbare Ausfertigung der Grundschuldbestellungsurkunde", um jedwede persönliche Haftung der ehemaligen Miteigentümerin auszuschließen. Und diese "vollstreckbare Ausfertigung" war weder bei der erstfinanzierenden Bank noch bei der anschlussfinanzierenden Bank auffindbar. Also brauchte ich von zwei Banken zusätzlich noch eine schriftliche Bestätigung, dass die ehemalige Miteigentümerin aus der persönlichen Haftung entlassen ist. Und das trotz vorliegender Löschungsbewilligungen und Grundschuldbriefe. "Aber hier müsse ich zwischen "dinglicher" und "persönlicher" Haftung unterscheiden", so die Notarin. "Das gäbe es übrigens nur im deutschen Recht".

Hier wird versucht, mit allen Mitteln Geld für die Staatskasse zu erwirtschaften und das Verfahren unnötig verkompliziert. Inzwischen ist manches Auto teurer als so manches Haus...und da wird kein Notar und kein Grundbuchamt, keine Löschungsbewilligung und kein Grundschuldbrief notwendig. Da geht man mit der Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II sowie dem Personalausweis zum Straßenverkehrsamt und läßt das Auto zu. Und das Verfahren beim Autokauf zieht sich auch nicht über Monate in die Länge. Es wird schon lange Zeit für eine Reform im Bereich Immobilienübertragung - aber dann gingen unserem Staat wohl zu viele Einnahmen flöten.

auf Kommentar antworten

Mentor am 12.02.2019 12:49

sehr richtig !

es wird notwendig, diese verkrustete Gesetzgebung zur Immobilienübertragung zu reformieren, um mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, Wohneigentum zu erwerben.

Dazu ist es notwendig dieses bürokratisch überzogene und kostenaufwendige Prozedere

abzuschaffen.


Nat am 25.08.2017 13:59

In England ist das alles so viel einfacher und entspannten. Da hat fast jeder ein Eigentum


G.F am 16.06.2017 12:09

Ja, eine priviligierte Gruppe bekommt das Geld per Gesetz zugescheffelt. Warum haben in solch ein reiches Land als Deutschland, so wenig Leute Eigentum im Vergleich zu den anderen westeuropäische Ländern. Warum wird öffentlich nicht ehrlich darüber gesprochen. Das Volk soll das nicht wissen, das der Staat und seine Gehilfen (Notare) die Nutznießer sind. Die Nebenklosten sind einfach viel zu hoch! Das es anders geht zeigen die Skandinavier.


imemu15!!! am 12.04.2017 09:54

Wie recht Sie haben. Das ist einfach nur Abzocke. Eine Reform wäre dringend nötig.