Energieeffizient sanieren: So funktioniert die Förderung mit der KfW

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Zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse: Wer seine Immobilie energieeffizient sanieren will, kann von der KfW-Bank eine Förderung bekommen. Dabei gilt: Je energieeffizienter, desto höher ist der KfW-Kredit für die Sanierung. Auch Einzelmaßnahmen werden unterstützt. Ein Überblick über die Förderprogramme zur Sanierung und Modernisierung.

energieeffizient sanieren, KfW, Sanierung, Modernisierung, Foto: herreneck/ fotolia.com
Wer nachträglich die Fassade dämmt oder auf andere Art energieeffizient sanieren will, kann sich das Modernisieren und Sanieren von der KfW fördern lassen. Foto: herreneck/ fotolia.com

Die KfW-Bank fördert das energieeffiziente Modernisieren und Sanieren mit zinsvergünstigten Darlehen und Zuschüssen. Es gilt: Je besser die Energieeffizienz, desto höher die Förderung. Derzeit bietet die KfW vier Förderprogramme für Sanierer an.

Das Programm „Energieeffizient Sanieren - Kredit“

 Energieeffizient sanieren, Dachdämmung, Foto: Highwaystarz-Photography/iStock.com
Wer nachträglich Dach oder Geschossdecke seines Hauses dämmt, kann vom KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren - Kredit“ profitieren. Foto: Highwaystarz-Photography/iStock.com

Das Programm „Energieeffizient Sanieren - Kredit“ soll durch Gewährung eines zinsvergünstigten Darlehens Anreize bieten, den Gebäudebestand auf ein energetisch hohes Niveau zu hieven.

Wer die Förderung beantragen kann

Prinzipiell jeder, der seine Immobilie gemäß den Effizienzvorgaben der KfW saniert oder eine solchermaßen frisch sanierte Wohnung erwirbt, kann Gelder aus dem Programm „Energieeffizient Sanieren“ erhalten.

Was gefördert werden kann

Die KfW fördert einerseits die energetische Komplettsanierung alter Gebäude, andererseits aber auch Einzelmaßnahmen und Maßnahmenpakete, die zu einer Verbesserung der Energieeffizienz führen.

Gefördert werden unter anderem folgende Einzelmaßnahmen:

  • die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken
  • die Erneuerung von Fenstern und Außentüren
  • die Erneuerung oder der erstmalige Einbau einer Lüftungsanlage
  • die Erneuerung der Heizungsanlage oder die Optimierung einer bestehenden Heizungsanlage

Förderfähig sind zudem folgende Maßnahmenpakete:

  • Heizungspaket: Erneuerung der Heizungsanlage im Zusammenhang mit der Optimierung der Wärmeverteilung
  • Lüftungspaket: Erneuerung oder erstmaliger Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung im Zusammenhang mit mindestens einer Maßnahme zur Verbesserung der Energieeffizienz – zum Beispiel dem Einbau neuer Fenster oder einer Fassadendämmung.

 

Ebenso gefördert wird die Komplettsanierung zum KfW-Energieeffizienzhaus: Solche Gebäude orientieren sich an den in der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) festgeschriebenen Grenzwerten und Richtlinien. Das sind entweder bestimmte Anforderungen an technische Geräte wie die Heizanlage, oder aber die Gesamtanforderungen an Neubauten. Daraus leitet die KfW verschiedene Effizienzhaus-Standards ab, die bei der energieeffizienten Sanierung in Frage kommen – von KfW 55 bis 115. Die Zahl 55 gibt dabei an, dass das Gebäude nach der Sanierung maximal 55 Prozent der Energie verbraucht, die ein Neubau gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) maximal verbrauchen darf. Ein KfW-115-Haus verbraucht demnach etwas mehr Energie als ein zeitgemäßer Neubau. Je kleiner die Zahl, desto niedriger der Energieverbrauch und umso umfangreicher die Förderung. Zudem gibt es Sonderregeln für Gebäude unter Denkmalschutz.

Höhe und Konditionen der Förderung

Im Rahmen des Programms „Energieeffizient Sanieren - Kredit“ vergibt die KfW Förderkredite über bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit gewährt, bei Einzelmaßnahmen und Maßnahmenpaketen beläuft sich die maximale Darlehenshöhe auf bis zu 50.000 Euro pro Maßnahme. Die Laufzeit der Darlehen beträgt zwischen vier und 30 Jahren, wobei nur für die ersten zehn Jahre eine Zinsverbilligung aus Mitteln des Bundes möglich ist. Die ersten ein bis fünf Jahre sind tilgungsfrei.

Das Programm „Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss“

Energieeffizient sanieren, Fenster, Foto: Robert Kneschke/fotolia.com
Bei einer energetischen Sanierung ist der Einbau neuer, wärmedämmende Fenster empfehlenswert: Auch das fördert die KfW – zum Beispiel mit einem Investitionszuschuss. Foto: Robert Kneschke/fotolia.com

Mit dem Programm „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ werden grundsätzlich die gleichen Sanierungsmaßnahmen und die gleiche Personengruppe gefördert, wie beim Kreditprogramm. Um den Zuschuss erhalten zu können, muss ein Sachverständiger eingebunden werden, der berät und prüft, ob die Sanierungsmaßnahmen förderfähig sind. Er erstellt dann auch eine Bestätigung zum Antrag der Förderung. Der Zuschuss lässt sich nicht mit dem Kreditprogramm kombinieren.

Höhe und Konditionen der Förderung

Die Höhe des möglichen Zuschusses ist abhängig davon, welche Energieeffizienz erreicht wird. Erreicht der Altbau nach der Sanierung den Standard eines KfW-Effizienzhauses 55, so sind dies pro Wohneinheit bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten von bis zu 100.000 Euro – insgesamt wird in diesem Fall ein Zuschuss von bis zu 30.000 Euro gewährt. Wird ein nicht so hoher Standard erreicht, sinken die Förderhöchstbeträge stufenweise. Für den Effizienzhausstandard 115 gibt es beispielsweise noch bis zu 15.000 Euro.
Alternativ werden auch Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenpakete bezuschusst: Für Einzelmaßnahmen gibt es zehn Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens allerdings 5.000 Euro, für Maßnahmenpakete bis zu 15 Prozent, höchstens 7.500 Euro.

Das Programm „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“

Energieeffizient sanieren Wärmepumpe, Foto: Intelligent heizen
Heizen mit erneuerbarer Energie, zum Beispiel mit einer Wärmepumpe: Wird ein Haus dergestalt energetisch aufgewertet, gibt’s von der KfW günstige Kredite. Foto: Intelligent heizen

Für Bauherren, die eine auf erneuerbare Energien basierende neue Heizungsanlage einbauen wollen, stellt die KfW ein Ergänzungsprogramm bereit. Der Name ist allerdings irreführend, denn das Programm kann auch für sich alleine in Anspruch genommen werden.

Wer kann die Förderung beantragen?

Wer seine Bestandsimmobilie mit einer auf erneuerbaren Energien basierenden Heizungsanlage ausrüstet, oder eine solchermaßen sanierte Immobilie erwirbt, kann vom Kredit der KfW profitieren. Der Kredit kann sowohl mit dem Marktanreizprogramm des BAFA als auch mit den beiden KfW-Programmen „Energieeffizient sanieren“ kombiniert werden.

Was kann gefördert werden?

Nur dann, wenn die bestehende Heizungsanlage vor dem 1. Januar 2009 eingebaut wurde, können folgende Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien gefördert werden:

  • Solarkollektoranlagen bis 40 Quadratmeter Kollektorfläche
  • Biomasseanlagen wie zum Beispiel Pelletheizungen oder Holzhackschnitzelheizungen
  • Wärmepumpen
  • kombinierte Heizungsanlagen (erneuerbar und fossil)

 

Höhe und Konditionen der Förderung

Die Förderung für die energieeffiziente Sanierung wird in Form eines zinsvergünstigten Darlehens gewährt. Finanziert werden hundert Prozent der Kosten für die neue Heizungsanlage, aber maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit. Die Laufzeit beträgt zwischen vier und zehn Jahren. Die ersten ein bis zwei Jahre sind tilgungsfrei, danach werden monatlich sowohl Zinsen als auch die Tilgung fällig.

Die Summe aus dem KfW-Kredit und einem etwaig vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) gewährten Zuschuss darf die Investitionskosten nicht übersteigen.

Achtung

Wird eine Bestandsimmobilie mit einer auf erneuerbaren Energien basierenden Heizungsanlage erworben, müssen die Kosten für die Erneuerbare-Energien-Heizung gesondert im Kaufvertrag ausgewiesen werden.

Das Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung“

Energieffizient sanieren, Baubegleitung, Foto: auremar/fotolia.com
Professionelle Baubegleitung: Wer für sein Sanierungsvorhaben professionelle Hilfe in Anspruch nimmt, kann die KfW an den Kosten dafür beteiligen. Foto: auremar/fotolia.com

Wer sich für eine Förderung im Rahmen der Programme „Energieeffizient sanieren“ oder „Energieeffizient bauen“ entscheidet, kann zusätzlich einen Zuschuss für eine professionelle Baubegleitung erhalten.

An der Rechnung des Baubegleiters für die Detailplanung, Unterstützung bei der Ausschreibung und Angebotsauswertung, Kontrolle der Bauausführung, Dokumentation und Abnahme der Sanierungsmaßnahmen beteiligt sich die KfW. Der Zuschuss beträgt höchstens 50 Prozent der Kosten und maximal 4.000 Euro pro Wohneinheit.

Fazit: Eine energieeffiziente Sanierung lohnt sich gleich mehrfach

Wer energieeffizient sanieren will, kann von den KfW-Darlehen und -Zuschüssen profitieren. Maßnahmen für eine verbesserte Wärmedämmung oder die eigene Solaranlage lassen zudem im Vergleich zu den bisherigen Heiz- und Stromkosten auf lange Sicht die Ausgaben schrumpfen. So lohnt sich der Umbau für Eigentümer auch in dieser Hinsicht.

Link-Tipp

Neben der KfW-Förderung gibt es für Käufer und Bauherren noch weitere Förderprogramme:

Mit dem Wohn-Riester kann man von der Eigenheimrente profitieren.
Das Wohnraumförderungsgesetz erleichtert einkommensschwachen Familien den Eigenheimkauf.


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