Mieter stirbt: Wer zahlt die Miete?

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Stirbt der Mieter, stellt sich für Vermieter zwangsläufig die Frage, wie es mit dem Mietvertrag weitergeht. Dieser bleibt zunächst bestehen - und Hinterbliebene rücken automatisch als neue Mieter nach. Dennoch gibt es einiges zu beachten. Das müssen Vermieter wissen.

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Der Tod eines Mieters stellt Vermieter und Angehörige vor viele Fragen. Der Mietvertrag bleibt aber zunächst bestehen: Mitbewohner des Verstorbenen dürfen in der Regel in der Wohnung bleiben. Foto: zinkevych/ fotolia

Der Tod eines Mieters ist für Angehörige ein schwerer Verlust – gleichzeitig stellt er den Vermieter vor viele offene Fragen. Denn im Mietrecht gelten beim Tod des Mieters strenge Vorschriften. Der Mietvertrag bleibt zunächst bestehen. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regelt nämlich genau, wer als Nachfolger in den Mietvertrag eintritt. Dies orientiert sich vor allem daran, ob der verstorbene Mieter mit Angehörigen oder alleine in der Wohnung gelebt hat.

Mieter stirbt: Mietvertrag bleibt bestehen

Hat der Verstorbene mit mehreren Personen in der Wohnung gelebt, regelt sich die Nachfolge danach, wer außer ihm den Mietvertrag unterzeichnet hat: „Wenn beispielsweise der Ehegatte oder Lebensgefährte den Mietvertrag ebenfalls unterschrieben hat, tritt der überlebende Mieter in das Mietverhältnis ein“, erklärt Rudolf Stürzer, Vorsitzender von Haus und Grund München. 
Habe der Verstorbene den Mietvertrag aber alleine abgeschlossen, treten die Personen, die mit ihm einen gemeinsamen Haushalt führten, in folgender Rangfolge in den Mietvertrag ein

  • Ehegatte oder Lebenspartner
  • Kinder
  • Andere Verwandte oder verschwägerte Angehörige
  • Sonstige Haushaltsangehörige
Mieter stirbt, Rudolf Stürzer, Haus und Grund München, Foto: Haus und Grund München
Unser Mietrechts-Experte: Rudolf Stürzer, Vorsitzender von Haus und Grund München Foto: Haus und Grund München

Doch es ist nicht möglich, dass plötzlich ein Onkel des ehemaligen Mieters auftaucht, um sich die schicke Stadtwohnung zu schnappen. „Um den Mietvertrag zu übernehmen, müssen die jeweiligen Personen beweisen, dass sie mit dem Verstorbenen dauerhaft in einem Haushalt gelebt haben“, sagt Stürzer. Der Experte betont außerdem, dass Eintrittsberechtigte im Zweifelsfall konkrete Beweise vorlegen müssen. Sie müssen belegen, dass sie mit dem Verstorbenen länger im gemeinsamen Haushalt zusammengelebt haben.

Manchmal möchten die überlebenden Mitbewohner aber auch einfach nicht alleine in der Wohnung zurückbleiben. Sie haben dann die Möglichkeit, dem Vermieter diese Entscheidung innerhalb eines Monats nach dem Tod des Mieters mitzuteilen. Erhält der Vermieter innerhalb der sogenannten Überlegungsfrist ein Ablehnungsschreiben, bleibt der Mietvertrag dennoch bestehen. „Wenn kein Mitmieter, Lebenspartner oder Familienangehöriger die Wohnung übernimmt, tritt automatisch der Erbe in den Mietvertrag ein“, erklärt Ulrich Ropertz, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes.

Info

Form des Ablehnungsschreibens

Übrigens: Diese sogenannte Ablehnungserklärung muss in keiner bestimmten Form verfasst sein. Es genügt ein kurzes Schreiben mit eindeutigem Betreff und Unterschrift. Dieses müssen Vermieter dann als rechtskräftige Ablehnung akzeptieren.

Der Erbe übernimmt den Mietvertrag ebenfalls, wenn der Verstorbene alleine in seiner Wohnung gelebt hat.

Kündigungsmöglichkeiten für Vermieter

Laut BGB treten Personen, die mit dem Verstorbenen einen gemeinsamen Haushalt führten, automatisch und unmittelbar nach dem Ableben des Mieters in das Mietverhältnis ein – egal ob derjenige dies zunächst möchte oder nicht. Vermieter können ebenfalls keinen Einfluss darauf nehmen, wer den Mietvertrag übernimmt.

Selbst wenn zwischen dem Vermieter und dem eingetretenen Mieter keine Sympathie herrscht, sind ihm die Hände gebunden. Denn es ist ihm nicht möglich, grundlos die Kündigung auszusprechen – der Vermieter muss sich also mit dem Nachfolger arrangieren.

Doch unter bestimmten Voraussetzungen räumt der Gesetzgeber dem Vermieter ein außerordentliches Kündigungsrecht ein. „Dafür muss der Vermieter jedoch einen wichtigen Grund haben, der das Mietverhältnis unzumutbar macht“, sagt Stürzer. Beispiele wären etwa:

  • Zwischen dem Mieter und dem Vermieter herrscht eine persönliche Feindschaft.
  • Der neue Mieter ist finanziell unzuverlässig 
  • Der neue Mieter ist kriminell oder hat den Hausfrieden bereits mehrere Male gestört.
Mieter stirbt, Kündigungsmöglichkeiten, Wohnung ausräumen, Foto: iStock/ KatarzynaBialasiewicz
Kündigt der Vermieter dem Mietvertrag, müssen sich die Hinterbliebenen in der Regel um die Renovierung und Räumung der Wohnung kümmern. Foto: iStock/ KatarzynaBialasiewicz

Liegt einer oder mehrere dieser Gründe vor, darf der Vermieter dem neuen Mieter innerhalb der Überlegungsfrist außerordentlich mit gesetzlicher Frist von drei Monaten kündigen.

Info

BGH stärkt Kündigungsschutz für nachgerückte Mieter

Im Januar 2018 hat der BGH den Kündigungsschutz für nachgerückte Mieter erneut gestärkt: Im verhandelten Fall ist der Lebensgefährte einer verstorbenen Mieterin in den Mietvertrag eintreten. Der Vermieter wollte dem Lehrling daraufhin kündigen, weil er vermutete, dass er die Miete nicht zahlen könne. Die Vermutung, dass der nachgerückte Mieter nicht zahlungsfähig sei, wertete das BGH nicht als wichtigen Grund. Daher wies das Gericht die Klage des Vermieters zurück.

Übernimmt jedoch der Erbe den Mietvertrag, benötigt der Vermieter keinen besonderen Grund, um ihm zu kündigen. Es genügt, sich an die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten zu halten. Jedoch muss der Vermieter beachten, dass er sein Kündigungsschreiben an alle Erben richtet.

Übergang des Mietvertrags: Rechte und Pflichten von Vermietern

Wenn keine Partei kündigt, läuft der Mietvertrag laut BGB automatisch und unmittelbar mit dem Nachfolger weiter. „Damit sind beide Parteien geschützt: Mitbewohner des Verstorbenen dürfen in der Wohnung bleiben und der Vermieter kann seine Ansprüche aus dem Mietvertrag weiterhin geltend machen“, sagt Ropertz. Denn der Nachfolger übernehme alle Rechte und Pflichten aus dem Mietvertrag des Verstorbenen.

Vermieter müssten daher berücksichtigen, dass alle Konditionen des Altvertrages auch für den nachgerückten Mieter gelten: Abmachungen zu Schönheitsreparaturenoder Nebenkosten, die Vermieter mit dem verstorbenen Mieter getroffen haben, bleiben bestehen. Ebenfalls können Vermieter auch nicht einfach die Miete erhöhen. Möchten sie diese anheben, müssen sie dies durch eine Mieterhöhung durchsetzen, die den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

Mieter stirbt, Schönheitsreparaturen, Foto: iStock/ Tempura
Stirbt der Mieter, haften die nachgerückten Mieter für Schäden in der Wohnung – sie müssen also unter Umständen renovieren. Foto: iStock/ Tempura

Vermieter dürfen jedoch laut BGB vom neuen Mieter eine Kaution verlangen – auch dann, wenn der verstorbene Mieter keine zahlen musste (BGB § 563b Abs. 3).

Nachgerückte Mieter oder Erben müssen aber auch für die Schulden des Verstorbenen einstehen, erklärt Rudolf Stürzer: „Sie haften sowohl für Mietschulden, rückständige Betriebskosten als auch Schäden in der Wohnung.“ Problematisch könne es für Vermieter aber werden, wenn der Hinterbliebene sein Erbe ausschlägt – denn dann bleibe der Vermieter unter Umständen auf Renovierungs- und Räumungskosten sitzen.

Was passiert, wenn kein Erbe vorhanden ist?

Bei alleinstehenden Menschen kann es sein, dass es keine Erben gibt oder diese nicht auffindbar sind. Manchmal schlagen Erben ihre Erbschaft auch aus – Fälle, die für Vermieter besonders schwierig sind. Denn zum einen besteht die Gefahr, auf ausstehenden Kosten sitzen zu bleiben. Zum anderen soll die Wohnung auch schnellstmöglich weitervermietet werden. „Vermieter dürfen aber auf keinen Fall die Wohnung einfach betreten und leerräumen, wenn sich kein Erbe meldet“, warnt Mietrechtsexperte Stürzer. Denn dies käme einem Hausfriedensbruch gleich. Räumt der Vermieter außerdem die Wohnung aus und dann tauchen etwa doch noch Erben auf, könnten diese Schadensersatzansprüche geltend machen.

Melden sich keine Erben, sollten Vermieter zunächst das Nachlassgericht kontaktieren. Dort erfahren sie, ob es Erben gibt, an die sie sich wenden können.

Info

Mietvertrag nicht vergessen!

Um beim Nachlassgericht herauszufinden, wer als Erbe der Wohnung infrage kommt, benötigt der Vermieter ein berechtigtes Interesse. In der Regel genügt es dafür, den bestehenden Mietvertrag mitzubringen.

„Falls sich die Erben auch dann nicht melden, sollten Vermieter beim Amtsgericht eine Nachlasspflegschaft für Kündigung und Räumung beantragen“, rät Stürzer. Das Amtsgericht beauftragt dann einen sogenannten Nachlasspfleger. Dieser kümmert sich als Stellvertreter der Erben um den Nachlass, also auch die Abwicklung des bestehenden Mietvertrages. Außerdem kann der Vermieter ihm gegenüber die Kündigung aussprechen. Je nach Auftrag kümmert sich der Nachlasspfleger dann um folgende Dinge:

  • Zahlen der ausstehenden Miete aus dem Vermögen des Verstorbenen
  • Begleichen von entstandenen Forderungen aus der Nebenkostenabrechnung
  • Kosten für Schönheitsreparaturen
  • Räumung der Wohnung

Übrigens: Beauftragt der Vermieter einen Nachlasspfleger, entstehen ihm dadurch keine Kosten: In der Regel wird die Nachlasspflegschaft aus dem Vermögen des Verstorbenen bezahlt. Hat der Mieter kein Geld hinterlassen, kommen auf den Vermieter dennoch keine Kosten zu – die Kosten für den Nachlasspfleger trägt der Staat.

So sollten Vermieter bei ausstehenden Mietschulden handeln

Mieter stirbt, Nachlasspfleger, Foto: iStock/ georgeclerk
Der Nachlasspfleger darf die Wohnung des Verstorbenen betreten, um den Wert des Nachlasses festzustellen. Foto: iStock/ georgeclerk

Die Mietschulden des Verstorbenen zählen zu den sogenannten Nachlassverbindlichkeiten. Diese werden grundsätzlich aus dem Nachlass oder von den Erben bezahlt. Problematisch kann es jedoch werden, wenn die Schulden den Nachlass übersteigen. Haben die Erben dann beispielsweise die Haftung auf den Nachlass beschränkt und eine Nachlasspflegschaft angeordnet bleiben Vermieter möglicherweise auf einem Teil der Schulden sitzen.

Gibt es keinen gesetzlichen Erben oder schlägt der Erbe die Erbschaft aus, geht der Nachlass ebenfalls auf den Landesfiskus über. Der Nachlasspfleger besichtigt dann in der Regel die Wohnung und versucht, das Hab und Gut des Verstorbenen zu verwerten. Manchmal besitzt der ehemalige Mieter nämlich noch Wertgegenstände, Bargeld im Schrank oder aber einen Bausparvertrag. Dann haben Vermieter gute Chancen, dass entstandene Schulden beglichen werden.

Besaß der Verstorbene aber kaum oder kein Vermögen, bleibt der Vermieter auf den Mietschulden oder einem Teil davon sitzen. Denn der Staat haftet nur bis zur Höhe des Nachlasswertes.


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28 Kommentare

Jule am 07.10.2021 05:02

Guten Morgen, wir haben eine Frage. Unsere Tochter hat Suizit begangen. Wir haben die Wohnung renoviert sauber gemacht Wände gestrichen. Niergendswo waren verunreinigungen, sie lag auf der Materatze. da waren auch keine spuren, nur der Geruch . weil sie da seit ein pin paar tagen lag. Nach der renovierung ist kein geruch mehr und alles sauber, Der Vermieter hat die Wohnung überprüft und alles abgabe unterschrieben als in ordnung. Ein paar Tage spätter haben wir ein schreiben von Ihn bekommen, das wir die Wohnung Desinfizieren müssen, er braucht ein Papier für die Behörde und später für den neuen Mieter. Wir haben keine Schlüssel mehr alles haben wir ihn gegebeb und er wohnt auch wo anderers und wissen jetzt nicht was wir machen sollen. Er hat noch die kaution 900 Euro,? Wir haben alles sauber gelassen.Danke für Ire Antwort. Schöne Grüße Jule

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redaktion.immowelt.de am 08.10.2021 13:08

Hallo Jule,

unser Beileid. Wenn der Mieter das Schreiben für die Behörde wirklich braucht, hätte er das wohl vor der Wohnungsüberhabe mit Ihnen klären müssen. Nun muss er sich selber darüm kümmern. Sie haben die Wohnung inspiziert und entsprechend im Beisein des Vermieters übergeben. Nachträglich kann er keine Wünsche mehr fordern. Die Kaution kann nur genutzt werden, falls noch Nebenkosten steigen oder größere Reparaturen anstehen, die auf die ehemalige Mieterin zurückzuführen ist.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Kermit am 03.10.2021 12:11

Hallo, ich habe nirgends gefunden, was passiert, wenn ein Alleinstehender stirbt. Müssen dann die Erben weiter Miete zahlen. Es bestand ja keine Haushaltsgemeinschaft zu irgendeinem Zeitpunkt.

Eine andere Frage: erwirtschaftetes Geld, was erst 6 Monate später jeweils ausbezahlt wird, in diesem Fall Bezüge als Arzt, die die Kassenärztliche Vereinigung immer erst ein halbes Jahr später zahlt, werden die noch gezahlt an die Erben, oder erlischt der Anspruch darauf mit dem Tod .

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 05.10.2021 11:25

Hallo Kermit,

die Kinder rücken als Erben in den Mietvertrag und können ihn dann beispielsweise mit der gesetzlichen Kündigungsfrist kündigen. Letztere Frage sollten Sie besser direkt bei der KBV erfragen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion


Kermit am 05.10.2021 11:27

Vielen Dank für die Antwort. Und wenn keine Kinder bestehen, nur Brüder?


immowelt Redaktion am 06.10.2021 12:49

Hallo,

sind keine Kinder vorhanden, rücken die Verwandten in die Erbfolge, in dem Fall also die Brüder. Vermutlich müssen die sich dann einigen, wer den Vertrag übernimmt.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Sigi am 18.07.2021 20:49

Hallo,

wir haben seit 1958 von der GWG eine Wohnung in München zur Miete. Erst ist meine Mutter dort verstorben und nun meine Schwester. Ich bin der Bruder und der letzte Erbe. Ich habe früher auch in der Wohnung gelebt. Laut BGB trete ich als letzter Erbe in den Mietvertrag ein? Kann nun mein Stiefsohn in der Wohnung leben? Kann die GWG mir die Wohnung kündigen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 19.07.2021 10:15

Hallo Sigi,

was im Todesfall mit einer vermieteten Wohnung passiert, ist in Paragraf 563 des BGB geregelt. Demnach heißt es, das nur Personen in den Mietvertrag eintreten, die einen Haushalt mit der verstorbenen Person führen- also zum Zeitpunkt des Todesfalls. In diesem Fall hätten auch sie wohl nicht das Recht, den Mietvertrag weiterzuführen. Auch ihr Stiefsohn hat demnach keine rechtliche Handhabe, die Wohnung zu beziehen.

Es gibt aber durchaus Vermieter, die mit sich reden lassen. Es wird aber vermutlich ein neuer Mietvertrag entstehen müssen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Philipp T am 13.07.2021 14:02

Hallo,

ich habe einen Kellerraum vermietet. Der Herr ist nun im Mai verstorben und laut Nachlasspflegerin sind keienrlei Geldmittel da um die Tür öffnen zu lassen. Ich möchte diese Kosten nicht tragen, da ich nicht weiß was sich in dem Raum befindet. Muss die Nachlasspflegerin den Kellerraum nicht auf Ihre Kosten öffnen lassen? Den Schlüssel scheint es nicht mehr zu geben und ich habe auch keinen Ersatzschlüssel, da der Mieter ein neues Schloss eingebaut hat. Was geschieht wenn weder Sie noch ich den Raum öffnen lassen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 16.07.2021 16:47

Hallo Philip T,

grundsätzlich gilt: der Mieter, der die ihm bei Mietbeginn übergebenen Schlüssel nicht oder nicht vollständig zurückgibt, verletzt eine mietvertragliche Pflicht und ist dem Vermieter gegenüber zum Schadenersatz verpflichtet. Allerdings kommt eine Haftung nur in Betracht, wenn der Vermieter die Schließanlage austauscht (Urteil vom 05.03.2014, Az. VIII ZR 205/13 ).

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine rechtsgültigen Einschätzungen vornehmen können oder dürfen. Wir raten Ihnen, sich an einen Fachanwalt zu wenden.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

Peterle am 04.06.2021 10:35

Habe eine Wohnung an eine ältere Frau vermietet, und die Frau ist im April 2021 verstorben. Die Mietzahlungen leistete bis einschließlich April das Sozialamt an die Frau, und wurde von der per Dauerauftrag an mich überwiesen. Die Tochter hat den Tod ihrer Mutter an das Sozialamt gemeldet, und das hat dann unverzüglich die Zahlungen eingestellt. Letztendlich stehen jetzt noch 3 Monatsmieten, Mai/ Juni/ Juli, und auch die Kosten für die noch anstehende Renovierung aus. Die Tochter hat dann die Wohnung ausgeräumt, und im Anschluss das Erbe ausgeschlagen. Weitere Erben sind nicht vorhanden.

Muss jetzt das Sozialamt für die restlichen Mieten und die Renovierung noch aufkommen, oder bleibe ich da auf den Kosten sitzen?

Vorab besten Dank für Ihre Antwort

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 08.06.2021 08:03

Hallo Peterle,

nach unserer Einschätzung bleiben Sie in diesem Fall vermutlich auf den Kosten sitzen, ja.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine rechtsgültige Beratung leisten können oder dürfen. Wenden Sie sich am besten an einen Eigentümerverein oder einen Fachanwalt.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Jule am 19.05.2021 07:04

Da meine Mutter gestorben ist und die Erb Frage noch nicht geklärt war sind jetzt offene Mietforderungen von einem Jahr kurze Frage muss ich die Nebenkosten für das ganze Jahr auch nachzahlen da meine Mutter ja nicht mehr lebte und sozusagen auch kein Hauslicht und keinen Aufzug benutzt hat und so weiter?l.Gr.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 19.05.2021 12:54

Hallo Jule,

gemäß Mietvertrag müssen auch diese Kosten gezahlt werden. Die rechtmäßige Kündigung des Mietvertrages hätte diese Kosten verhindern können, so kann der Vermieter die Kosten aber einfordern.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Petra am 29.04.2021 11:37

Mein Mieter ist im April 2020 gestorben und hatte keine Erben. Ich habe noch 2x Miete per Dauerauftrag bekommen. Ende Juli habe ich vom Nachlassgericht Bescheid bekommen, dass ich die Wohnung räumen kann. Ich musste Entrümpeln und komplett Sanieren. Die Nebenkosten wurden auch nicht mehr bezahlt.

Jetzt will die Rentenversicherung die 2 Monatsmieten zurück. Ist das Rechtens? Soll ich Einspruch erheben und bringt das etwas?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 30.04.2021 15:49

Hallo Petra,

schwieriger Sachverhalt. Wir vermuten, dass der Vermieter die Forderung der Rentenversicherung begleichen muss. Zur genauen Klärung würderaten wir aber doch dazu, einen Anwalt aufsuchen.

Beste Grüße

peter am 23.03.2021 16:46

ich hattenoch 2000euro schulden aber die vermieterin ist gestorben ebenfalls ihr mann,muss ich weiter zahlen,trotz miet und renovierunskosten

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 24.03.2021 13:54

Hallo Peter,

meist rückten Hinterbliebene als neue Vermieter nach. Schulden und Mietkosten müssten demnach Ihnen überwiesen werden.

Verfallen werden die Schulden nicht.

Beste Grüße

peter am 23.03.2021 16:46

ich hattenoch 2000euro schulden aber die vermieterin ist gestorben ebenfalls ihr mann,muss ich weiter zahlen,trotz miet und renovierunskosten

auf Kommentar antworten

peter am 23.03.2021 16:46

ich hattenoch 2000euro schulden aber die vermieterin ist gestorben ebenfalls ihr mann,muss ich weiter zahlen,trotz miet und renovierunskosten

auf Kommentar antworten

Andrea am 10.02.2021 12:17

Meine Mutter ist Mitte Dezember verstorben. Ihre Wohnung, habe ich fristgemäss gekündigt und malermäßig instant gesetzt. Brauche ich einen Erbschein um die Wohnung abzugeben?

auf Kommentar antworten

Holger1 am 05.02.2021 15:04

Mein Bruder ist kürzlich verstorben. Er war allein Mieter einer Wohnung. Die Miete für Februar wurde bezahlt. Vermieter wurde über den tod in Kenntnis gesetzt. Hat der vermieter das Recht für März noch Miete zu verlangen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 05.02.2021 15:32

Hallo Holger,

ihr Verlust tut uns leid!

Das Mietverhältnis Ihres Bruders endet nicht automatisch, der Vertrag geht auf den oder die Erben über. Die Erben übernehmen die Wohnung und kommen für mögliche Schönheitsreparaturen, Räumungskosten oder fällige Mietzahlungen aus dem Nachlass auf.

Mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten können Sie den Vertrag außerordentlich kündigen, dafür haben die Erben einen Monat ab Kenntnis des Todes Zeit.

Von sämtlichen Verpflichtungen können die Erben sich entbinden lassen, wenn sie innerhalb von sechs Wochen die gesamte Erbschaft beim Nachlassgericht ausschlagen. Allerdings ginge dann auch das Recht verloren persönliche Erinnerungsstücke aus der Wohnung zu holen.

Bitte haben Sie Verständis, dass wir keinerlei rechtsgültige Beratung leisten können oder dürfen. Wenden Sie sich im Zweifel am besten an einen Fachanwalt oder einen Mieterschutzbund.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Ingrid am 25.01.2021 14:06

Allein Mieter in einem betreuten wohnen ist verstorben. Mutter 84 kleine Rente. Keine finanzielle Absicherung noch Vermögen des Sohnes muss die Mutter für weitere Miete aufkommen (Kündigungsschutz 3monate)oder endet das Mietverhältnis bei Schlüsselübergabe?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 25.01.2021 15:28

Hallo Ingrid,

das kommt auf den Mietvertrag an. Dort kann die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten auch verkürzt vereinbart worden sein. Ansonsten haben Sie aus rechtlicher Sicht wenig Spielraum - die Miete muss bis Ende des Mietverhältnisses bezahlt werden. Oftmals hilft aber ein Gespräch mit dem Vermieter, um eine Lösung zu finden.

Beste Grüße

die immowelt Redaktion

Gaert79 am 19.12.2020 16:58

Hallo. Ich bin Alleinerbin meines verstorbenen Papas. Er wohnte in einer Mietwohnung. Diese habe ich gekündigt. Nachmieter gibt es nicht. Die Wohnung soll dann saniert werden. Kann die Wohnungsgenossenschaft verlangen, dass ich 24 Jahre alte Fliesen entfernen muss? In welchen Fällen könnte sie dies verlangen?

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 21.12.2020 16:02

Hallo Gaert79,

sollte ihr Vater die Fliesen selbst angebracht haben und im Mietvertrag die Klausel enthalten sein, dass bei Auszug die Wohnung wieder auf den vorherigen Zustand zurück gebaut werden muss, dann kann die Genossenschaft dies verlangen. Egal ob 2 oder 24 Jahre alte Fliesen. Anders ist es, wenn die Fliesen schon vor dem Einzug in der Wohnung waren, und vom Vermieter sozusagen gestellt wurden und zur Mietsache gehörten.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Zuzi am 19.11.2020 16:58

Sehr geehrte Damen und Herren, wie verhält es sich wenn ein Mieter einer Genossenschaft stirbt und eines der Kinder möchte dann in die Wohnung ziehen. Kann die Genossenschaft dies ablehnen oder kann das einziehende Kind den MIetvertrag übernehmen ?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Mit freundlichen Grüßen

Corinna

auf Kommentar antworten

immowelt Redaktion am 20.11.2020 08:16

Hallo Zuzi,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Der Anspruch auf die genossenschaftliche Wohnung lässt sich nicht vererben. Maßgebend ist hier was in der Satzung der jeweiligen Genossenschaft steht.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und drüfen.

Beste Grüße

immowelt Redaktion

Tatjana am 11.11.2020 19:56

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Mama ist verstorben. Sie hat kein Testament gelassen. Sollte ich drei Monaten die Wohnung von meiner Mama zahlen? Geofag fordert es von mir. Vielen Dank für ihre Antwort und mfg

auf Kommentar antworten

Lady Lora am 17.01.2021 01:23

Hallo, Tatjana,

Ja, von dem nachlass bezahlen.

Roland am 27.07.2020 11:39

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wohne jetzt nachweislich seit mehr als 10 Jahren mit meiner Lebensgefährtin in einem gemeinsamen Haushalt, meine Lebensgefährtin ist aber nicht im Mietvertrag eingetragen. 2011 sind wir im Haus in eine größere Wohnung gezogen, der Vermieter hat damals Auskunft über uns beide angefordert und bekommen, dann aber "nur" wieder mich, den Hauptmieter der alten Wohnung, in den neuen Mietvertrag aufgenommen.

Meine Lebensgefährtin hätte hier gerne Sicherheit im Falle z.B. meines Todes.

Muss (??) der Vermieter auf unsere Bitte hin meine Lebensgefährtin in den Mietvertrag übernehmen ??

Vielen Dank und mfG

auf Kommentar antworten

Wolke am 14.05.2020 20:17

Hallo,

mein langjähriger alleinlebende Mieter ist verstorben. Er hat kein Vermögen. Er hat Verwandten in einem anderen Bundesland. Diese schlagen die Erbe aus. Es besteht kein Mietvertrag. Wem soll ich die Kündigung aussprechen? Niemand hat Interesse an dem Verstorbenen. Die Wohnung ist vermüllt und „verunreinigt“ da der tote Körper über längere Zeit dort lag. Bleibt der Vermieter auf den Kosten?

Schöne Grüße

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 15.05.2020 10:58

Hallo Wolke,

wenn niemand Erbe des verstorbenen Mieters ist, so haben Sie als Vermieter leider das Nachsehen, da es niemanden gibt, gegen den Sie Ansprüche geltend machen können. Leider können wir Ihnen hier keinen Ausweg nennen, es gibt keinen.

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Mehmet83 am 05.05.2020 11:51

Hallo an die Immowelt-Redaktion,

Mein Onkel ist Verstorben er hat einen Mietvertrag aus 72 wie lange ist die Kündigungsfrist?

Was kann der Vermieter von mir verlangen?

auf Kommentar antworten

immowelt-Redaktion am 06.05.2020 11:45

Hallo Mehmet83,

in § 580 BGB heißt es: "Stirbt der Mieter, so ist sowohl der Erbe als auch der Vermieter berechtigt, das Mietverhältnis innerhalb eines Monats, nachdem sie vom Tod des Mieters Kenntnis erlangt haben, außerordentlich mit der gesetzlichen Frist zu kündigen."

Beste Grüße

die immowelt-Redaktion

Dietmar am 12.02.2020 16:30

Hallo,

meine langjährige zuletzt allein lebende Mieterin ist versorben. Sie hatte einem Schwiegersohn eine Vollmacht gegeben.

Die Kinder sind nicht an der Wohnung interessiert, aber nicht immer einer Meinung.

Vermögen ist nicht vohanden.

Wer darf mir gegenüber die Kündigung aussprechen?

Wem darf ich die Mietkaution aushändigen?

Darf ich die Wohnung betreten, wenn mir die Schlüssel übergeben wurden?

Wie vermeide ich Ansprüche der jeweils nicht beteiligten Kinder?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 13.02.2020 08:43

Hallo Dietmar,

in § 580 BGB heißt es: "Stirbt der Mieter, so ist sowohl der Erbe als auch der Vermieter berechtigt, das Mietverhältnis innerhalb eines Monats, nachdem sie vom Tod des Mieters Kenntnis erlangt haben, außerordentlich mit der gesetzlichen Frist zu kündigen."

Dabei beträgt die gesetzliche Frist drei Monate. Wenn kein Vermögen vorhanden ist und somit nicht mit weiteren Mietzahlungen zu rechnen ist, wäre es ratsam sich mit den Erben/Verwandten des verstorbenen Mieters gütlich auf eine schnellere Übergabe zu einigen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


Dietmar am 13.02.2020 10:55

Liebe Redaktion,

vielen Dank für die Antwort.

Die schnelle Übergabe ist eigentlich auch mein Ziel.

Nur werden die Kinder mir kurzfristig sicher keinen Erbschein vorlegen.

Und dann könnte hinterher ein anderes Kind kommen und Ansprüche auf die Wohnung oder die Mietkaution stellen,


Immowelt-Redaktion am 14.02.2020 08:35

Hallo Dietmar,

die Erben der verstorbenen Vermieterin haben nicht alle möglichen Optionen. § 580 BGB regelt, dass sowohl Erben als auch Vermieter einen Monat lang, nachdem Sie vom Tod des Mieters Kenntnis erlangt haben, das Mietverhältnis kündigen können. § 563 BGB regelt das Eintrittsrecht bei Tod des Mieters: Nur Ehegatte oder Lebenspartner sowie ggf. Kinder, die in der Wohnung lebten, treten automatisch bei Tod des Mieters in das Mietverhältnis ein.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Manalysis am 24.01.2020 11:29

Hallo liebes Team,

folgender Sachverhalt: die versrorbene Person hat mit Ehepartner in der gemeinsamen Wohnung gelebt. Der Ehepartner ist aber kein Erbe.

Haben die Kinder (Erben nach Testament) dann das Anrecht auf die Hälfte der damals gezahlten Mietkaution?

LG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 27.01.2020 07:44

Hallo Manalysis,

die Kaution gehört zum ganz normalen Vermögen und wird im Erbrecht insofern nicht anders behandelt als zum Beispiel ein Sparbuch-Guthaben. Wer wie viel davon erbt, hängt von den Regelungen im Testament bzw. den gesetzlichen Regelungen ab.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

marion am 26.09.2019 16:31

Marion am 26.9.2019 16:27 ich habe eine frage unsere mutter ist am 21.7.19 vertsorben wir haben keinen Erbschein ,haben aber jetzt erfahren das unsere mutter die miete ein jahr lang gkürzt hat müssen wir das nachzahlen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 30.09.2019 11:15

Hallo Marion,

wenn Sie das Erbe antreten, dann erben Sie alles - gegebenenfalls auch Schulden. Aus der Ferne können wir jedoch nicht beurteilen, ob die Mietkürzung Ihrer Mutter rechtens war. Ist das der Fall, müssen Sie auch nichts nachzahlen.

Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Für eine rechtssichere Antwort, wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt oder eine Mieterschutzvereinigung wie den Deutschen Mieterbund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Petra am 17.08.2019 15:18

Unser Mieter ist plötzlich verstorben. Er hat keine Verwandschaft die das Erbe antreten.

Der gute Mann hat seiner Pflegerin eine Generalvollmacht gegeben.

Frage, ist sie verpflichtet die Wohnung zu kündigen und die Mieter zu bezahlen

Auch wenn sie behauptet das kein Geld mehr da wäre

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.08.2019 10:44

Hallo Petra,

die Kündigung der Mietwohnung ist in Fällen, in denen keine Erben vorhanden sind, an den Nachlasspfleger zu richten, auch sind an diesen etwaigie Mietrückstände geltend zu machen. Hat der verstorbene Mieter allerdings kein Vermögen, besteht die Gefahr, dass Sie leer ausgehen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Supachris am 12.07.2019 23:06

Ist es möglich von vornherein im Mietvertrag zu vereinbaren, dass das Mietverhältnis mit dem Tod des Mieters (Ehepartner A) automatisch endet? In diesem Fall würde der Mietvertrag dann nur mit Ehepartner A abgeschlossen werden, Ehepartner B zwar mit einziehen, aber nur der Ehepartner A wäre Mieter.

Ist es in diesem Fall möglich das oben beschriebene so bereits bei Mietvertrags zu vereinbaren?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.07.2019 10:38

Hallo Supachris,

Das Eintrittsrecht des überlebenden Haushaltsmitglieds ist in § 563 BGB geregelt. In Abs. 5 heißt es dort: "Eine abweichende Vereinbarung zum Nachteil des Mieters oder solcher Personen, die nach Absatz 1 oder 2 eintrittsberechtigt sind, ist unwirksam."

Demnach dürfte eine vertragliche Regelung, die ein automatisches Enden des Mietverhältnisses beim Tod eines Mieters enthält, unwirksam sein.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Lucy am 17.06.2019 10:14

Hallo,

auf wen geht das Mietverhältnis über, wenn in der Wohnung der Mieter (jetzt verstorben) mit seinem minderjährigen Kind gewohnt hat? Das Mietverhältnis kann ja vermutlich nicht auf das Kind übergehen. Geht das Mietverhältnis dann auf die Eltern des verstorbenen Mieters über oder auf den Vormund des Kindes?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.06.2019 10:51

Hallo Lucy,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Gesetz, hier namentlich § 563 Absatz 2 BGB, schränkt das Eintrittsrecht der Kinder in den Mietvertrag nicht nach Alter ein. Insofern kann auch ein minderjähriges Kind in das Mietverhältnis eintreten, ungeachtet der Tatsache, dass die Rechtsgeschäfte des Kindes möglicherweise von einem Vormund verwaltet werden.

Bitte haben Sie abschließend Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

larhen am 29.03.2019 11:15

Hallo, wie verhält es sich wenn der/die Verstorbene Person alleinlebend gewesen ist, und der Erben beziehen Arbeitslosengeld || wer soll dann die drei Monatsmiete zahlen?

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Immowelt-Redaktion am 29.03.2019 12:36

Hallo larhen,

es gelten - unabhängig davon, ob der Erbe ALG bezieht - diejenigen Regelungen, die wir in dem Beitrag geschildert haben. Gegebenenfalls sollte versucht werden, mit dem Vermieter eine einvernehmliche Lösung zu finden, da dieser - unabhängig von den gesetzlichen Regelungen - nicht unbedingt ein Interesse daran hat, auf der Frist zu beharren, insbesondere dann, wenn er die Wohnung zügig und ggf. zu einer höheren Miete neu vermieten könnte.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

gwendoloena am 21.03.2019 16:13

Wie verhält es sich, wenn das Mietverhältnis bereits gekündigt ist und der alleinstehende Mieter innerhalb der Kündigungsfrist verstirbt ? Wann darf die Wohnung betreten werden ?

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Immowelt-Redaktion am 22.03.2019 08:57

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

mit Zustimmung der Erben jederzeit, ansonsten nach dem Ende der Kündigungsfrist. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und Einzelfälle aus der Ferne nicht abschließend klären können. Im Zweifelsfall empfehlen wir immer die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Truckido am 19.03.2019 21:21

Habe eine Frage: Wie verhält es sich wenn der/die verstorbene Person alleinlebend gewesen ist. Müssen die Kinder noch drei Monate Km bezahlen?

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Immowelt-Redaktion am 20.03.2019 10:02

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn diese Kinder die Erben des/der Verstorbenen sind, treten Sie in das Mietverhältnis ein und sind an die gesetzliche Kündigungsfrist gebunden. Das bedeutet, dass sie im verbleibenden Zeitraum des Mietverhältnisses nicht nur die Kaltmiete, sondern die gesamte Miete tragen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion