Auswandern: Schritt für Schritt in die neue Heimat

Der Umzug in ein anderes Land ist nicht nur spannend, sondern vor allem mit sehr viel Organisation und Arbeit verbunden. Damit der Neustart gelingt, sollten Auswanderer einiges beachten.

Wer auswandern möchte, sollte dies nicht blindlings tun. Ob innerhalb der EU, in die USA oder doch lieber auf eine Insel – jeder Auswanderer sollte seine neue Heimat in spe mindestens einmal für einen längeren Zeitraum besucht haben. Dabei geht es nicht nur darum, den zukünftigen Wohnort genauer kennenzulernen, sondern auch darum, den aktuellen Stand der Sprachkenntnisse zu überprüfen – und gegebenenfalls zu verbessern. Zudem lohnt es sich, einen Blick auf die dortige Job- und Wohnsituation zu werfen, denn nur die wenigsten können es sich leisten, auszuwandern, ohne arbeiten zu müssen. Sind dann die wichtigsten Entscheidungen bezüglich konkretem Ort und Abreisedatum getroffen, kann die eigentliche Organisation beginnen. Wichtig dabei: genügend Zeit einplanen und systematisch vorgehen.

Auswandern; Foto: iStock.com/BrianAJackson

Auswandern: andere Länder, andere Voraussetzungen

Ob jemand in sein Wunschland auswandern kann, hängt vor allem von den jeweiligen Einwanderungskriterien ab. Auswandern innerhalb der EU ist für Deutsche dabei relativ einfach, weil es ihnen als EU-Bürger zusteht, in einem anderen EU-Land Arbeit zu suchen, ohne Arbeitserlaubnis zu arbeiten, sich eine Wohnung zu suchen und auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Land zu bleiben. Zudem haben sie das Recht, bezüglich der Beschäftigung, Arbeitsbedingungen und einiger Sozialleistungen und Steuervorteile wie die Staatsangehörigen des Ziellandes behandelt zu werden. Möchten Deutsche aber in ein Land außerhalb der EU einwandern, müssen sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dabei wendet beispielsweise Neuseeland ein Punktesystem an.

Auswandern nach Neuseeland: Qualifikation und Alter sind entscheidend

Auswandern, Neuseeland, Foto: iStock.com/gustavfrazao
Sehr beliebt zum Auswandern: Neuseeland. Um dort eine neue Heimat zu finden, muss der Auswanderer einige Voraussetzung mitbringen. Foto: iStock.com/gustavfrazao

Wer in Neuseeland ein Resident Visa in der Skilled Migrant Category, die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für qualifizierte Fachkräfte, beantragen möchte, muss innerhalb eines Punktesystems eine gewisse Zahl erreichen. Generell ist das Punktesystem relativ komplex. Die Mindestvoraussetzung für ein Auswandern nach Neuseeland ist das Beherrschen der englischen Sprache. Bevorzugt werden vor allem Menschen mit einer bestimmten beruflichen Qualifikation, die je nach Wirtschaftslage gebraucht werden. Zu den Grundvoraussetzungen gehören zudem ein Alter unter 55 Jahren, Gesundheit und ein leeres Vorstrafenregister. Ein Permanent Resident Visa kann erst dann beantragt werden, wenn der Antragsteller ohne Unterbrechung seit zwei Jahren ein Resident Visa hat und weitere Kriterien erfüllt werden. Weitere Informationen gibt unter anderem die neuseeländische Botschaft.

Mit der Greencard in die USA auswandern

Auswandern, USA, Foto: iStock.com/bauhaus1000
In die USA auswandern ist mit der Greencard möglich. Diese können Auswanderer bei einer Lotterie gewinnen. Auch wer eine feste Arbeitsstelle vorweisen kann, hat gute Chancen. Foto: iStock.com/bauhaus1000

Auch für die USA gilt: Ohne bestimmte Voraussetzungen und Fähigkeiten haben Einwanderer nur geringe Chancen. Wer allerdings eine United States Permanent Resident Card, besser bekannt als Greencard besitzt, hat ein Daueraufenthaltsrecht in den USA. Generell gibt es zwei Möglichkeiten, eine Greencard zu erhalten: Entweder mittels direktem Antrag beim Konsulat beziehungsweise zentrale nationale Einwanderungs- und Ausländerbehörde der Vereinigten Staaten oder durch die Teilnahme an der Greencard-Lotterie. Auch Personen, die amerikanische Verwandte haben, mit einem US-Bürger verheiratet sind oder eine feste Arbeitsstelle vorweisen können, haben die Chance auf eine Greencard. Greencard-Besitzer dürfen sich in den USA selbstständig machen und für jeden Arbeitgeber arbeiten.

So klappt es mit dem Auswandern nach Thailand

Auswandern, Thailand, Foto: iStock.com/Placebo365
Wer nach Thailand auswandern möchte, hat es leichter, wenn er einen thailändischen Ehepartner hat, Firmeninhaber ist oder viel Geld besitzt. Foto: iStock.com/Placebo365

Wer hingegen mit einem Leben in Thailand liebäugelt, muss einiges mitbringen.

Langfristige Aufenthaltsgenehmigungen bieten dabei folgende Visa:

Elite Card Thailand

Dieses Visum ist für Menschen gedacht, die ausreichend finanzielle Mittel haben. Es ist in verschiedene Kategorien aufgeteilt.
Wer beispielsweise eine Million Baht (ca. 26.600 Euro, Stand April 2017) zahlt, kann ohne Visum fünf Jahre in Thailand bleiben. 

Extension of Stay

Für dieses Jahresvisum müssen gewisse Voraussetzungen wie ein thailändischer Ehepartner und eine Arbeitsgenehmigung erfüllt werden. Unter anderem erhalten dieses Visum:

  • Rentner, die mindestens 50 Jahre alt sind, über ein monatliches Einkommen von mindestens 65.000 Baht (ca. 1.730 Euro, Stand April 2017) verfügen oder 800.000 Baht (rund 21.300 Euro, Stand April 2017) auf der Bank haben;
  • Angestellte einer thailändischen Firma, die über eine gültige Arbeitsgenehmigung verfügen;
  • Schüler und Studenten an thailändischen Schulen und Universitäten;
  • Ehepartner, die mit jemanden verheiratet sind, der eine gültige Extension of Stay hat;
  • Eltern minderjähriger Kinder mit gültiger Extension of Stay;
  • Investoren, die mindestens drei Millionen Baht (circa 79.900 Euro, April 2017) in Thailand investieren.

Residence Permit

Diese einzig echte langfristige Aufenthaltserlaubnis ist nur schwer zu bekommen. Maximal 100 Personen je Nationalität und Jahr können dieses Visum erhalten, wenn

  • ihnen mindestens drei Jahre am Stück ein Non-Immigrant-Visa auf Basis der jeweils einjährigen Verlängerungen gewährt wurde;
  • sie mit einem thailändischen Bürger verheiratet sind;
  • es sich um einen Investor handelt, der mindestens zehn Millionen Baht investieren kann;
  • sie Firmeninhaber beziehungsweise langjähriger Mitarbeiter in Führungsposition einer thailändischen Firma sind;
  • sie gesuchter Experte in einem Fachgebiet sind;
  • Thaikenntnisse in Wort und Schrift haben.

Generell ist Auswandern ohne genügend Geld nur in den wenigsten Fällen möglich. Weshalb es sinnvoll ist, vorab einen Budgetplan zu erstellen:

Budgetplan erstellen: Was kostet Auswandern?

Auswandern, Budgetplan, Foto: iStock.com/oatawa
Ohne Moos nichts los: Das gilt auch für alle, die auswandern möchten. Foto: iStock.com/oatawa

Auswanderer in spe sollten einen gründlichen Blick auf ihre Finanzen und die Lebenshaltungskosten im Zielland werfen. Generell sind diese von Land zu Land verschieden. Während die Lebenshaltungskosten auf den Philippinen günstig sind, gehört ein Leben in der Schweiz zu einem der teuersten auf der Welt. „Auswanderer sollten sich sehr gründlich über die Lebenshaltungskosten informieren: Wie hoch sind die Mieten, wie viel kosten Lebensmittel, Kinderbetreuung, Fahrtkosten und Versicherungen?“, erklärt Uta Koch vom Raphaelswerk e.V., einem auf Auswanderungsfragen spezialisierten Fachverband des Deutschen Caritasverbandes (raphaelswerk.de). 

Informieren Sie sich vor Ihrem Umzug ins Ausland über die monatlichen Lebenshaltungskosten in Ihrer neuen Heimat.

— Uta Koch, Raphaelswerk e.V. (raphaelswerk.de)

Auswandern: Nicht ohne genügend Ersparnisse!

Da viele Länder zudem verlangen, dass der Einwanderer ein finanzielles Polster hat, sollten genügend Rücklagen vorhanden sein. Uta Koch rät grundsätzlich zu einer eisernen Reserve, um mindestens drei Monate, besser sechs Monate, ohne Einkommen leben zu können. „Zusätzlich sollten Auswanderer auch immer genügend Geld haben, um eine etwaige Rückkehr finanzieren zu können.“ Dabei gehe es in vielen Fällen nicht nur um Flugtickets, sondern auch um Transportkosten.

Auswanderer erhalten in der Regel keine finanzielle Unterstützung vom deutschen Staat. Empfänger von Arbeitslosengeld I können dieses aber bis zu sechs Monate weiterbeziehen, sofern sie in ein EU-Land auswandern. Hartz-4-Empfänger, die sich aktiv um einen neuen Job im EU-Ausland bemühen, können eventuell die Erstattung von Umzugskosten beantragen.

Vor dem Auswandern Dokumente checken

Auswandern, Dokumente, checken, Foto: iStock.com/fstop123
Auswandern bedeutet auch viel Papierkram. Was muss gekündigt und verlängert werden, was kann bestehen bleiben? Foto: iStock.com/fstop123

Mit dem Wort Auswandern sind nicht nur viele Sehnsüchte verbunden, sondern auch sehr viel Bürokratie und Papierkram. Hier gilt: Was in Deutschland erledigt werden kann, sollte hier geregelt werden: „Entstehen Schwierigkeiten oder müssen schnelle Entscheidungen getroffen werden, ist es einfacher, wenn dies noch in Deutschland erledigt werden kann“ sagt Koch vom Raphaelswerk. Das gilt besonders für folgende Dokumente:

  • Der Reisepass sollte zum Zeitpunkt der geplanten Ausreise mindestens sechs Monate gültig sein.
  • Wer noch keinen Job hat und sich vor Ort auf die Suche macht: Die Bewerbungsunterlagen entsprechend zusammenstellen, Zeugnisse beglaubigen beziehungsweise übersetzen (lassen).
  • In den meisten europäischen Staaten ist der deutsche Führerschein gültig – wer Europa langfristig verlässt, sollte sich erkundigen, ob der deutsche Führerschein auch im Zielland gilt oder ob ein internationaler Führerschein nötig ist.
  • Wichtig ist auch ein Blick in den Impfpass – bei Fragen dazu, welche Impfungen für das Zielland nötig sind, hilft das Auswärtige Amt oder die jeweilige Botschaft weiter.
  • Auch wer auswandert, muss manchmal noch in Deutschland Steuern zahlen: Deshalb sollten Auswanderer sich darüber informieren, ob ihr Zielland mit Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen hat, das unter anderem regelt, wie Einkünfte, sofern sie in zwei Staaten erzielt werden, in beiden Staaten besteuert werden müssen. Weitere Infos hierzu sind auf der Seite des Bundesministeriums der Finanzen zu finden.
  • Damit die Post nicht verloren geht, sollten Auswanderer einen Nachsendeauftrag oder einen digitalen Briefkasten einrichten. Hier werden die Briefe von der Post gescannt und versandt. Die Post ist somit jederzeit abrufbar. Alternativ kann die Post auch an die Adresse eines Familienmitglieds oder Freundes geschickt werden, der die Briefe gesammelt weiterleitet. 

Das gilt es bei Versicherungen zu beachten

Wer Deutschland den Rücken kehrt, darf nicht vergessen, Versicherungen zu kündigen – beziehungsweise sich zu erkundigen, inwieweit es sinnvoll ist, diese weiterlaufen zu lassen.

Um diese Versicherungen sollten sich Auswanderer kümmern: 

Private oder gesetzliche Krankenversicherung

Auswandern, Krankenversicherung, Grafik: immowelt.de

Wer auswandert und seine Krankenversicherung nicht kündigt, ist zwar weiterhin versichert, aber nur für einen gewissen Zeitraum. Denn die Verträge sind nur für kurze Auslandsaufenthalte wie Urlaube wirksam. Zudem sind sie an einen gemeldeten Wohnsitz in Deutschland gebunden. Wer auswandert, kann seine Krankenversicherung außerordentlich kündigen: Als Nachweis ist dann eine Abmeldebescheinigung für den deutschen Wohnsitz vorzulegen. Da eine Rückkehr nach Deutschland nie ausgeschlossen werden kann, sollten Auswanderer über eine Anwartschaft nachdenken. In diesem Fall wird nicht nur die Krankenversicherung, sondern auch die Pflegeversicherung ruhend gestellt. Bei einer Rückkehr hat der Auswanderer die Möglichkeit, den Versicherungsschutz zu alten Bedingungen weiterzuführen. Die Beiträge der Anwartschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung sind so bemessen, dass die Verwaltungskosten gedeckt sind. Der monatliche Betrag beläuft sich aktuell auf rund 45 Euro.

Mitglieder einer privaten Krankenversicherung haben die Möglichkeit, eine kleine oder große Anwartschaft abzuschließen. Während bei der kleinen Anwartschaft keine Altersrückstellungen gebildet werden und der Versicherte nur einen geringen monatlichen Beitrag zahlt, umfasst die große Anwartschaft einen Sparanteil für Altersrückstellungen. 

Gesetzliche Rentenversicherung

Auswandern, Rentenversicherung, Grafik: immowelt.de

Hier gilt: Hat Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen mit dem Zielland, sind die Regelungen individuell geregelt. Ohne ein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland werden die im Ausland erworbenen Rentenansprüche nicht berücksichtigt. Auswanderer können aber freiwillig weiter in die deutsche Rentenversicherung einzahlen. 

Gesetzliche und private Unfallversicherung

Auswandern, Unfallversicherung, Grafik: immowelt.de

In EU-Ländern, Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums, in der Schweiz und in den Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen hat, ist eine gesetzliche Unfallversicherung nur begrenzt möglich. Manche Arbeitgeber bieten eine freiwillige Auslandsunfallversicherung an. Ansonsten gibt es keine Möglichkeit, sich gesetzlich zu versichern. Auch eine private Unfallversicherung ist bei Auslandsaufenthalten zeitlich begrenzt. Welche Möglichkeiten es hier gibt, darüber sollten sich Auswanderer bei ihrer Versicherung informieren. 

Private Haftpflichtversicherung

Auswandern, Haftpflichtversicherung, Grafik: immowelt.de

Je nach Versicherung sind Auswanderer bis zu fünf Jahre privat haftpflichtversichert. Generell sollten sie sich darüber informieren, ob es im jeweiligen Land private Haftpflichtversicherungen gibt oder wie im Schadensfall verfahren wird. 

Für den Arbeitgeber ins Ausland: Darüber sollten sich Auswanderer informieren

Sind Auswanderer weiterhin bei einer deutschen Firma angestellt, läuft die Sozialversicherung unter bestimmten Voraussetzungen weiter. Ist dies nicht der Fall, sollten Auswanderer die sozialversicherungsrechtlichen Bedingungen in der neuen Heimat abklären. Generell sollten sie sich darüber informieren, ob Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen mit dem Zielland hat. In diesem Fall gelten spezielle Bedingungen.

Deutsches Bankkonto behalten – oder nicht?

Auswandern, Bankkonto, Foto: iStock/MyrKu
Auswandern bedeutet nicht automatisch, alle Brücken zu Deutschland abzubrechen. Mindestens ein deutsches Bankkonto sollten Auswanderer bestehen lassen. Foto: iStock/MyrKu

Vorteilhaft ist es, mindestens ein deutsches Bankkonto zu behalten, denn auch nach dem Auswandern kann es passieren, dass es noch Rechnungen in Deutschland zu bezahlen gibt. Ein kostenloses und gebührenfreies Konto hilft dabei, den Geldbeutel zu schonen.

Zudem sollte die Kreditkarte möglichst auf Guthabenbasis laufen und keine hohen Gebühren aufweisen. Andere Verträge hingegen sollten unbedingt rechtzeitig gekündigt werden.

Bestehen noch Kredite oder Leasingverträge, müssen die vereinbarten Kündigungsfristen eingehalten beziehungsweise muss der Kredit vorher getilgt werden. Eventuell ist es möglich, den Kredit umzuschulden. Ratenkredite können von Darlehensnehmern in der Regel relativ kurzfristig gekündigt werden, Banken dürfen dann allerdings unter Umständen eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. 

Kündigung von Mietvertrag, Vereinsmitgliedschaften und Co.

Wer bislang zur Miete gewohnt hat, muss den Vertrag rechtzeitig kündigen. Bei einem Standardmietvertrag beträgt die Kündigungsfrist drei Monate. Gleichzeitig mit dem Mietvertrag sollte auch die Kündigung der Strom- und Wasseranbieter auf den Weg gebracht werden. Manche Anbieter bieten beim Umzug eine verkürzte Kündigungsfrist. Bei einem Umzug ins Ausland ist es ebenfalls oft möglich, den Handy-, Telefon- und Internetvertrag im Rahmen eines Sonderkündigungsrechts zu kündigen. Falls nicht, gelten die im Vertrag geregelten Fristen.

Generell sollten alle Verträge gekündigt werden, die im Auswanderungsland nicht fortgesetzt werden können oder für die es keine Verwendung mehr gibt wie Vereinsmitgliedschaften oder Zeitungsabonnements. Wer einen Hund hat, sollte diesen gleichzeitig mit der Abmeldung beim Einwohnermeldeamt auch abmelden. Dies sollte innerhalb von zwei Wochen vor dem Auszug passieren.

Ausmisten, verkaufen, packen: Wenn der Umzug naht

Immobilienbesitzer, die ihr Haus oder ihre Wohnung nicht vermieten möchten, sollten sich früh genug um einen Käufer kümmern.

Ob es sich lohnt, das Auto mitzunehmen, ist vom Zielland abhängig. Während dies innerhalb der EU kein Problem ist – solange es versichert ist, die technische Kontrolle des dortigen TÜVs besteht und den europäischen Betriebsvorschriften entspricht – sieht es in Nicht-EU-Ländern anders aus. In Auswanderungsländern wie beispielsweise den USA oder Australien ist nicht nur die Verschiffung mit zusätzlichen Kosten verbunden, es sind auch einige Sicherheits- und Zulassungsbestimmungen zu beachten. Autos, die beispielsweise in die USA mitgenommen werden, müssen den dortigen Stoßstangen-, Diebstahlschutz und Emissionsstandards genügen. In manchen Fällen ist eine teure Umrüstung erforderlich, sodass sich der Import finanziell nicht lohnt.

Achtung

Bei einer Mitnahme des Autos muss dieses in Deutschland ab- und im Zielland angemeldet werden. Viele Länder haben hier eine 6-Monatsfrist. Auch hier gilt: Wer sich vorab nicht informiert, läuft Gefahr, Strafgebühren zahlen zu müssen.

Das Gleiche gilt für das Mobiliar. Was muss unbedingt mit? Was ist bereits im neuen Haus oder der neuen Wohnung vorhanden? Auswanderer, die sich ein Hintertürchen nach Deutschland offenhalten und deshalb nicht ihre komplette Wohnungseinrichtung verkaufen möchten, können ihre Möbel bei einem Self-Storage-Anbieter  einlagern.

Der Umzug in die neue Heimat

Während das Haus in Deutschland zum Verkauf steht beziehungsweise die Suche nach einem Nachmieter läuft, sollten Auswanderer bereits nach einer neuen Unterkunft in der neuen Heimat suchen.

Allerdings sollten Auswanderer auch hier nichts überstürzen: Wenn es finanziell, zeitlich und von der Entfernung her möglich ist, sollten Auswanderer eine Haus- oder Wohnungsbesichtigung vor Ort einplanen. Wohnen Familienmitglieder oder Freunde dort, erklären sich diese eventuell gerne dazu bereit, bei der Unterkunftssuche zu helfen, Wohnungen zu besichtigen und Fotos zu machen. Wer genaue Vorstellungen hat, kann einen Makler mit der Suche beauftragen und sich Angebote zuschicken lassen. Ist die vermeintlich perfekte Wohnung gefunden, sollte dennoch nichts überstürzt und der Miet- beziehungsweise Kaufvertrag blindlings unterschrieben werden.

Auswandern in ein außereuropäisches Land bedeutet oftmals auch, dass ein Container benötigt wird, um den Hausstand in die neue Heimat zu transportieren. In diesem Fall bedeutet dies, früh Angebote von Umzugsfirmen einzuholen und Listen anzufertigen, auf denen jedes Umzugsgut vermerkt ist. Von Haustür zu Haustür kann es teilweise bis zu acht Wochen dauern, da nicht nur die Seereise eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, sondern auch der Zoll ein sehr genaues Auge auf den Containerinhalt wirft. Weiter ist zu klären, was mit dem Container passiert, wenn es bei Ankunft noch keine feste Wohnadresse gibt. Auch wenn kein Ozean zwischen alter und neuer Heimat liegt, sollte eine erfahrene Speditionsfirma beauftragt werden, die im besten Fall auch am Zielort eine Niederlassung hat. Ob mit Container oder Lastwagen: Eine Transportversicherung ist in jedem Fall sinnvoll, da schnell etwas zu Bruch gehen kann.

Wenn alles an Ort und Stelle ist und die bürokratischen Hürden weniger werden, kann endlich auch das Ankommen beginnen. Dabei gilt: je besser die Organisation und Planung – desto einfacher der Start ins neue Leben.

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