Von der Suche bis zum Einzug in die Mietwohnung: Checkliste für Mieter

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Zu hohe Nebenkosten, unerwartet laute Nachbarn, zeitbefristeter Kündigungsausschluss – auf dem Weg in die neue Mietwohnung kann einiges schief laufen. Damit mit der neuen Mietwohnung alles rund läuft, hilft unsere Checkliste dabei, Fallen und Probleme frühzeitig zu erkennen.

Checkliste Mietwohnung, Foto: georgerudy/fotolia.com
Vor dem Einzug in die neue Mietwohnung gibt es einiges zu beachten. Unsere Checkliste hilft Mietern bei der Vorbereitung. Foto: georgerudy/fotolia.com

Wer sich, egal aus welchem Grund, eine neue Wohnung sucht, muss zahlreiche Details beachten – von der Wohnungssuche, über die Besichtigung der Wunschimmobilie bis hin zu Einzug und Schlüsselübergabe. Eine Checkliste für Mieter.

1. Die Wohnungssuche

Wer umziehen will, sollte schon bei der Wohnungssuche auf folgende Dinge achten:

Welche Wohnung suche ich überhaupt?

Vor dem Umzug sollten Mieter ihre Ansprüche an die neue Wohnung genau definieren. Dazu gehört beispielsweise, ob die Wohnung einen Balkon haben soll und ob eine Einbauküche mitvermietet werden soll. Auch eine finanzielle Obergrenze sollten sich Mieter setzen – wie viel darf die Wohnung monatlich maximal kosten?

Wohnungssuche im Internet?

Das größte Immobilienangebot finden Immobiliensuchende längst online. Einfach auf Immowelt.de gehen und die gewünschte Spezifikationen der neuen Wohnung eingeben. Alternativ können Mieter auch einen kostenlosen Suchauftrag anlegen. Sobald eine passende Immobilie eingestellt wird, kommt eine E-Mail. Darüber hinaus bietet es sich an, eine Suchanzeige aufzugeben. So erhalten Mieter Angebote direkt vom Anbieter und können selbst entscheiden, mit wem sie Kontakt aufnehmen.

Kommt die Wohnung vom Makler oder direkt vom Eigentümer?

Bei der Wohnungssuche haben Mieter generell die Qual der Wahl: Nach Wohnungen suchen, die direkt vom Eigentümer angeboten werden oder die Hilfe eines Maklers in Anspruch nehmen? Seit Einführung des Bestellerprinzips sind Mieter nur noch dann verpflichtet, eine Provision zu zahlen, wenn sie den Makler auch selbst beauftragt haben. In diesem Fall beläuft sich die Provisionshöhe in der Regel auf zwei Monatsmieten zuzüglich Mehrwertsteuer. Allerdings hat es viele Vorteile, einen Makler zu beauftragen: Denn der Immobilienprofi hat in der Regel gute Marktkenntnisse und kann beurteilen, ob die Miethöhe angemessen ist oder nicht. Ein Makler findet am ehesten die Immobilie, die am besten zum Mieter passt.

Link-Tipp

Wie überall gibt es auch im Immobilienbereich schwarze Schafe. Besonders Acht geben sollten Mieter bei Angeboten, bei denen der vermeintliche Vermieter per Mail eine Vorabkaution für die Besichtigung verlangt, die über einen Geldtransferservice ins Ausland geschafft werden soll. Auch kostenpflichtige Angebotslisten sind unseriös. Unter www.schutz-vor-immobilienbetrug.de informiert immowelt.de ausführlich über die Tricks und Maschen der Trickbetrüger – und verrät, wie sich Mieter am besten vor ihnen schützen können.

2. Checkliste: die Besichtigung der Mietwohnung

Ist schließlich eine Wohnung, die zum Suchprofil passt gefunden und der Kontakt mit dem Makler oder Vermieter hergestellt, geht es auf zur Wohnungsbesichtigung. Auch dabei sollten Mieter einige Dinge beachten um später keine unangenehme Überraschung zu erleben.

Passt der Schnitt der Wohnung zu den eigenen Bedürfnissen?

Leerstehende Wohnungen sehen oft hell und großzügig aus. Dennoch sollten Mieter schon beim Besichtigungstermin grob messen und prüfen, ob die eigenen Möbel auch in die Räume passen. Zudem spielt die Raumaufteilung eine wichtige Rolle: Für eine WG bieten sich beispielsweise keine Wohnungen mit vielen Durchgangszimmern an und wer gerne kocht hat eventuell auch gern eine große Küche.

Passen Umfeld und Lage?

Der Schnitt einer Mietwohnung kann noch so gut sein – wenn das Umfeld nicht passt, wird man mit ihr nicht glücklich. Dabei sollten Mieter sowohl auf die unmittelbaren Nachbarhäuser als auch auf die anliegenden Straßen achten. Außerdem wichtig: Wie sieht es mit der Parkplatzsituation aus? Gibt es Geschäfte des täglichen Bedarfs in der näheren Umgebung? Wie ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel?

Passt die Nachbarschaft?

Unangenehme Nachbarn können einem den Alltag vermiesen. Geräuschempfindliche Menschen mit hohem Ruhebedarf sollten beispielsweise nicht in ein Haus mit vielen Studenten-WGs ziehen. Mieter sollten sich, falls möglich, beim Vormieter erkundigen, ob die Hausgemeinschaft intakt ist

Hat die Wohnung Mängel?

Kleine Mängel sind schnell übersehen. Deshalb sollten sich Mieter jede Ecke der Wohnung gut ansehen. Auch kleine Mängel sollten später unbedingt im Übergabeprotokoll vermerkt werden.

Mit welchen Folge- oder Nebenkosten ist zu rechnen?

Vermieter sind seit 1. Mai 2014 dazu verpflichtet, bereits bei der Wohnungsbesichtigung den Energieausweis vorzuzeigen. Dieser liefert erste Anhaltspunkt zum späteren Energieverbrauch: Je höher der Kennwert im Energieausweis, desto höher sind die zu erwartenden Heizkosten. Noch aufschlussreicher kann die Nebenkostenabrechnung der Vorperiode sein. Diese hilft, um abschätzen zu können, mit welchen Nebenkosten Mieter wirklich rechnen müssen. Denn die mit der Miete geleistete Vorauszahlung muss nicht die tatsächlichen Kosten widerspiegeln. Der Vermieter rechnet einmal jährlich ab und schlimmstenfalls ist eine satte Nachzahlung fällig.

3. Mietvertrag

Wenn die Traumwohnung gefunden ist, geht es daran, denn Mietvertrag zu unterzeichnen. Auf folgende Punkte sollten Mieter besonders achten bevor sie ihre Unterschrift unter den Vertrag setzen:

  • Haustierhaltung kann der Vermieter nur in bestimmten Fällen verbieten.
  • Gesetzlich gilt eine dreimonatige Kündigungsfrist. Im Mietvertrag kann aber auch etwas anderes vereinbart werden.
  • Eine Kleinreparaturklausel ist nicht immer gültig.
  • Der Vermieter darf nicht alle Nebenkosten als Betriebskosten abrechnen.
  • Der Vermieter kann maximal eine Kaution von drei Monatsmieten verlangen.
  • Schönheitsreparaturen muss der Mieter nur erledigen, wenn der Mietvertrag dafür flexible Fristen vorsieht.

4. Wohnungsübergabe

Ist der Mietvertrag unterschrieben, kann es praktisch mit dem Einzug losgehen. Zuvor wird die Wohnung dem neuen Mieter aber vom Vermieter übergeben – und auch diese Übergabe birgt ein paar Stolpersteine. So sollten Mieter unbedingt darauf achten, in einem Übergabeprotokoll mögliche Schäden festzuhalten – dazu zählen beispielsweise Kratzer im Parkett, feuchte Stellen und Wasserflecken. So schützen sich Mieter vor ungerechtfertigten Forderungen, wenn sie später einmal ausziehen. Auch die aktuellen Stände der Strom- und Gaszähler sollten vermerkt werden.

Fazit

Es mag zunächst übervorsichtig erscheinen, jedes Detail im Mietvertrag zu prüfen und schon bei der Wohnungsbesichtigung auch die hintersten Ecken der Wohnung genau zu untersuchen. Akribisches Vorgehen kann sich aber später auszahlen – schließlich soll die Wohnung ja frei von Mängeln sein und den eigenen Vorstellungen entsprechen. Wer sich an der Checkliste orientiert, geht bei der Immobiliensuche auf Nummer sicher.


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2 Kommentare

Gertrud Jenniches am 08.04.2017 14:26

Ihr Kommentar hat mir sehr gut gefallen das macht nicht jeder suche Wohnung für 2 Personen in und um Raum Köln

auf Kommentar antworten

einfachdenken am 20.10.2016 22:13

Hallo,

schade nur, dass hier nicht geschreiben steht, dass in den öffentlichen Anzeigen auch in Internetportalen die Daten des Energieausweises stehen müssen, was gesetzlich festgelegt ist!!!

Selbst hier im Portal fehlen oft die... mehr

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.10.2016 08:51

Hallo einfachdenken,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben natürlich recht. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass bestimmte Informationen aus dem Energieausweis in Immobilienanzeigen auftauchen müssen. Darauf weisen wir unsere... mehr