Die 7 wichtigsten Mieterpflichten

Lesermeinungen:  

(71)

Mieter haben viele Rechte – aber auch Pflichten. Diese Mieterpflichten sollten sie beachten, damit das Mietverhältnis reibungslos abläuft.

Mieterpflichten, Mietwohnung, Mieter, Foto: istockphoto.com / monkeybusinessimages
Mieterpflichten: Wer eine Wohnung mietet, muss sich an viele Regeln halten. Foto: istockphoto.com / monkeybusinessimages

Verträge verpflichten – das gilt auch und insbesondere für Mietverträge. Denn neben vielen Rechten haben Mieter auch einige Pflichten. Die sieben wichtigsten Mieterpflichten im Überblick.

Mietkaution zahlen

Gleich zu Beginn des Mietverhältnisses steht der Mieter in der Pflicht, eine Mietkaution zu zahlen, sofern dies vertraglich vereinbart wurde. Deren Höhe beläuft sich auf maximal drei Monatsmieten. Allerdings muss der Mieter die Kaution nicht zwingend auf einmal zahlen. Er hat das Recht, diese in den ersten drei Mietmonaten in gleichen Raten an den Vermieter zu überweisen.

Link-Tipp

Was Vermieter mit der Kaution machen dürfen und worauf Mieter bei der Rückzahlung achten sollten, haben wir auf unserer Themenseite zur Kaution zusammengefasst. Hier informieren wir auch über eine Alternative zur normalen Mietkaution, der Kautionsbürgschaft.

Pünktlich Miete zahlen

Die Hauptpflicht des Mieters besteht darin, regelmäßig und pünktlich seine Miete zu zahlen. Spätestens am dritten Werktag eines Monats muss der Mieter die Überweisung bei seiner Bank anweisen (BGH VIII ZR 222/15). Verletzt er hier seine Pflichten, muss er im schlimmsten Falle mit der fristlosen Kündigung rechnen: Diese kann der Vermieter aussprechen, wenn der Mieter zweimal hintereinander die Miete nicht oder nur zum Teil zahlt und der Mietrückstand mehr als eine Monatsmiete beträgt. Oder dann, wenn in einem längeren Zeitraum ein Mietrückstand aufläuft, der mehr als zwei Monatsmieten beträgt. Auch wer fortwährend unpünktlich die Miete zahlt, muss unter Umständen mit einer Kündigung rechnen.

Mängel melden

Ein Mieter hat nicht nur das Recht, dass der Vermieter Mängel beseitigt, sondern auch die Pflicht, Mängel zu melden. Macht er das nicht, und es entstehen deshalb Folgeschäden, kann er unter Umständen sogar zu Schadensersatz verpflichtet sein.

Link-Tipp

Wie Mieter ihren Vermieter korrekt auf Mängel hinweisen, haben wir in diesem Artikel zur Mängelanzeige zusammengefasst.

An die Hausordnung halten

Zu den Mieterpflichten gehört auch gegenseitige Rücksichtnahme. Insbesondere beim Thema Lärm sollten Mieter dies beherzigen. Es gibt kein Recht, ab und an laut zu feiern und auch Musik in Disco-Lautstärke ist nicht akzeptabel. Auch in anderer Hinsicht gilt es, auf die Belange der anderen Hausbewohner Rücksicht zu nehmen: So ist zum Beispiel das Treppenhaus kein Ort, um Unrat aufzubewahren. Besonders schwere Verfehlungen können auch hier eine Kündigung zur Folge haben.

Link-Tipp

Von Kehrwoche bis Duschverbot - Mieter können zu so einigem verpflichtet werden. In diesem Artikel erfahren Sie, was in der Hausordnung stehen darf und welche Regelungen Mieter nicht hinnehmen müssen.

Heizpflicht

Mieter haben nicht nur das Recht auf eine funktionierende Heizung, sondern die Pflicht, diese auch zu betreiben. Denn bildet sich wegen einer schlecht oder nicht beheizten Wohnung Schimmel, oder friert gar ein Rohr ein, muss der Mieter im schlimmsten Fall Schadensersatz leisten.

Untermieter oder Umbauten: Vermieter fragen

Der Mieter kann in seiner Mietwohnung nicht in allen Belangen schalten und walten wie er möchte. Will ein Mieter beispielsweis größere Ein- und Umbauten in der Wohnung vornehmen, so darf er das nur nach Erlaubnis des Vermieters. Das gilt selbst dann, wenn der Mieter auf eigene Kosten zum Beispiel das Bad sanieren will, denn sämtliche Einbauten sind Eigentum des Vermieters. Kleinere Änderungen wie die farbliche Gestaltung der Wände darf der Mieter allerdings ohne Rückfrage vornehmen. Auch das lose Verlegen eines neuen Bodenbelags ist unproblematisch. Allerdings kann der Vermieter fordern, dass dieser zum Ende des Mietverhältnisses wieder ausgebaut und so der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird.

Auch neue Mitbewohnern oder Untermieter dürfen in der Regel nicht ohne Erlaubnis des Vermieters einziehen.

Link-Tipp

Wer seine Wohnung untervermieten darf, wird plötzlich selbst zum Vermieter - und muss sich wiederum auch an Regeln halten. Unsere Themenseite zur Untervermietung fasst das Wesentliche zusammen.
Mieter, die ihre Mietwohnung selbst renovieren, sollten diesen Artikel lesen.

Reparaturkosten bei übermäßigem Verschleiß übernehmen

Sind Renovierungen wegen eines normalen Verschleißes notwendig, ist üblicherweise der Vermieter zuständig. Das gilt etwa dann, wenn ein von ihm gestellter Teppichboden nach vielen Jahren verschlissen ist und erneuert werden muss. Bei einem übermäßigen Verschleiß sieht dies anders aus: Wenn ein neuer und hochwertiger Teppichboden schon nach ein oder zwei Jahren hinüber ist, muss der Mieter für den Schaden haften.

Mieterpflichten, was der mieter machen muss, Grafik: immowelt.de

Ihre Meinung zählt

(71)
3.9 von 5 Sternen
5 Sterne
 
39
4 Sterne
 
14
3 Sterne
 
4
2 Sterne
 
3
1 Stern
 
11
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

MietvertragTipps für Mieter

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Neuen Kommentar schreiben

26 Kommentare

ansch am 07.11.2018 20:30

Liebes Immowelt-Team sowie Miet- und Vermietexperten,

bin ich verpflichtet meinem Vermieter eine Änderung meines Einkommens zu melden?

Ich vermiete seit Jahren ein Zimmer als 2er WG (Untermiete). Dazu benötige ich die Erlaubnis meines Vermieters, was immer reibungslos funktioniertet. Nun sagte er mir, dass ich dies nur kann, wenn ich mir die Wohnung nicht alleine Leisten könnte.

Wenn ich das richtig verstanden habe, habe ich ein Anspruch auf Untervermietung unabhängig von meinem Einkommen?

Viele Grüße und danke im Voraus für Ihr Feedback aus Berlin

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.11.2018 11:15

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Mieter sind nicht verpflichtet, ihren Vermietern eine Änderung des Einkommens mitzuteilen. Generell kann der Mieter die Zustimmung zur Untervermietung laut § 553 BGB dann verlangen, wenn er für die Untervermietung ein berechtigtes Interesse hat. Dieses berechtigte Interesse muss nicht zwangsläufig ein geringes Einkommen sein. Hat der Vermieter die Zustimmung zur Untervermietung gegeben, kann er sie darüber hinaus nicht einfach so wieder entziehen, wenn er dafür keinen gewichtigen Grund hat. Ein solcher Grund wäre beispielsweise ein eklatantes Fehlverhalten des Untermieters, nicht jedoch ein möglicherweise gestiegenes Einkommen des Hauptmieters.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Konfliktfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

ackack am 24.09.2018 10:32

Guten Tag,

muss ich als Mieter für meine Mietwohnung eine Versicherung abzuschließen?

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.09.2018 11:17

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

hierzu besteht rein rechtlich gesehen keine Pflicht, nein.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Sabesh am 14.09.2018 10:43

Guten Morgen,

wenn unsere Klingel nicht funktioniert und der Vermieter gibt uns eine Funkklingel.. was ich an der Haustier kleben muss. Welche rechte habe ich dann ? Diese Funkklingel funktionert zwischendruchmal auch nicht.. Der Vermieter sagt wegen Reparatur, das er dafür keine Ersatzteile hat...

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.09.2018 11:21

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grundsätzlich haben Sie als Mieter das Recht auf eine funktionierende Klingel. Wenn die Funkklingel nicht funktioniert, muss der Vermieter diese oder die alte Klingel reparieren lassen. Wenn sich keine Ersatzteile auftreiben lassen, muss er im Zweifel eine neue Klingel einbauen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Sabesh am 14.09.2018 12:00

Hallo,

vielen herzlichen Dank für die Info :) Dann werde ich den Vermieter mal darauf ansprechen :)

M. M am 25.06.2018 03:47

Was kann ich machen, wenn mein Mieter die Wohnung verkommen lässt?

Ich bin wegen dem Austausch des Durchlauferhitzers in die Wohnung, und dachte mich trifft der Schlag!!!!

Eine halbe Klobrille vorhanden, Dreck und Spinnenweben über die Wände, die Fenster und Türrahmen vergilbt

Was soll ich tun?

L.G.

M. M.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.06.2018 09:24

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in solchen Fällen kommt es immer darauf an, in welchem Umfang die Mietsache tatsächlich beeinträchtigt wird. Ein Mieter hat gewissermaßen ein Recht darauf, unordentlich zu sein. Eine Grenze findet ein solches Verhalten erst dort, wenn der Mieter andere Mieter oder die Bausubstanz des Hauses schädigt. In diesem fall wäre eine Abmahnung und im Nachgang auch die Kündigung möglich.

Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie auch im Artikel unter folgender Adresse: ratgeber.immowelt.de/a/messie-in-der-mietwohnung-so-sollten-vermieter-handeln.html

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und Ihren individuellen Fall aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Harald Rulf-Quensel am 02.06.2018 11:18

Hallo, muss ein Mieter es dem Vermieter/der Verwaltung melden, wenn sich Nachwuchs eingestellt hat? Wir rechnen teilweise nach Personenanzahl ab, eine Meldepflicht ist aber in den Verträgen nicht ausdrücklich festgehalten.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.06.2018 10:26

Sehr geehrter Herr Rulf-Quensel,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ein Vermieter hat ein Recht darauf, zu wissen, wer in seiner Wohnung lebt, das gilt auch bei Nachwuchs und eben gerade dann, wenn die Nebenkosten teilweise nach der Personenzahl umgelegt wird. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und Ihren Fall nicht genau kennen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Margarete Thiel am 13.03.2018 16:34

Wir versuchen teilweise vergeblich, unseren Mieter zu kontaktieren. Er meldet sich entweder überhaupt nicht oder Monate später. Was können wir tun?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.03.2018 09:27

Sehr geehrte Frau Thiel,

wenn Sie ein wichtiges Anliegen haben, können Sie dieses Ihren Mieter auch schriftlich zukommen lassen, im Idealfall per Einschreiben. Im Streitfall können Sie den Zugang der Nachricht dann beweisen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Sunny1966 am 20.12.2017 21:43

Darf mein Vermieter während meiner Kündigungszeit die Wohnung renovieren??

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.12.2017 09:45

Hallo Sunny1966,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Im Prinzip kann der Vermieter zwar - nach Ankündigung - Modernisierungsarbeiten in einer Mietwohnung durchführen lassen. Handelt es sich aber zum Beispiel um einfache Schönheitsreparaturen, um die Wohnung für den Nachmieter aufzuhübschen, dürfte dies eher keinen Grund darstellen, dass der Vermieter noch während der Mietzeit ohne Einverständnis des Mieters die Wohnung für die Arbeiten in beschlag nehmen könnte.

Wir möchten aber darauf hinweisen, dass wir keine individuelle Rechtsbeartung leisten können und auch ohne Kenntnis der genauen Umstände und etwaiger vertraglicher Vereinbarungen hier keine abschließende Beurteilung vornehmen können. Im zweifel raten wir Ihnen, die Hilfe eines Mietervereins oder eines Fachanwalts für Mietrecht in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen,

die Immowelt-Redaktion

Lisa am 13.11.2017 12:45

mein ehemaliger Mieter zahlt mir meine Kaution nicht zurück. Zwei Jahre hatte ich eine kalte Wohnung, weil die Heizung defekt war. Ich bin sogar vor Gericht gegangen, weil die Herizung nnicht repariert worden ist und ich Mietminderung gemacht habe und habe Recht bekommen. Da der Vermieter trotzdem die Heizung nicht in Ordnung gebracht hat bin ich ausgezogen. Laut Mietvertrag ist die Kaution innerhalb von 6 Monaten zurück zu zahlen. Die Wohnung habe ich in einem neu renovioerten Zustand übergeben, zum angesagten Termin. Das Übergabeprotokoll ist ohne Beanstandungen und das Recht auf nachträgliche Forderungen innerhalb der 6 Monate ist abgelaufen. Die kleine Nachforderung der BK-Abrechnung habe ich umgehend bezahlt. Nach Anfrage auf die Kaution wurde mir gesagt, ich muss einen Antrag stellern um die Kaution zurück zu erhalten. Das habe ich umgehend gemacht und meine Kontounterlagen nochmals mitgeteilt. Keine Reaktion von Seiten der Wohnugnsgesellschaft. Nun habe ich an die Geschäftsleitung geschrieben, mit Terminsetzung, die Kaution auszuzahlen. Die Wohnungsgesellschaft reagiert nicht. Es bestehen zwar nur Forderungen an den Mieter, aber die Wohnungsgesellschaften machen was sie wollen. Ich weiß nicht mehr weiter, denn ich will nicht schon wieder vor Gericht gehen.

auf Kommentar antworten

Andy am 12.10.2017 19:39

Das hat mir alles sehr geholfen. Danke

auf Kommentar antworten

Hans Werner am 04.10.2017 20:58

Muss eine Genossenschaft wenn ich Mitglied bin und mich wohnungssuchend melde mir eine freie Wohnung anbieten? Kann die Genossenschaft dies verweigern wenn ich in einer Wohnung der Genossenschaft wohne mit dem hinweis ich hätte ja eine Wohnung obwohl ich gerne in eine kleinere und freie Wohnung umziehen möchte?

auf Kommentar antworten

detlevbruse am 01.10.2017 13:33

"Gleich zu Beginn des Mietverhältnisses steht der Mieter in der Pflicht, eine Mietkaution zu zahlen".

Woher haben Sie denn diese Information, liebe Frau Messelken? Hat Ihnen ImmoWelt sowas aufgeschwatzt? Mag sein dass eine Mietkaution vertraglich vereinbart werden kann, aber eine generelle "Pflicht" besteht nicht. Was Sie sich hier leisten, ist eine grobe, die Mieter verunsichernde Fehlinformation.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.10.2017 11:53

Sehr geehrter detlevbruse,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben natürlich Recht, dass dies nur dann zutrifft, wenn eine Kaution auch vertraglich vereinbart wurde. Nach unseren Erfahrungen ist das allerdings in praktisch allen Mietverträgen der Fall. Wir werden den Satz um die Info ergänzen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Giftgaslochmieter am 08.11.2017 11:35

den ganzen Text lesen, denn dort steht sofern dies vereinbart wurde. Meist ist die Rückgabe weit problematischer , denn der Vermieter erfindet tausend Gründe sich die Kaution am Ende unter den Nagel zu reißen und teilweise zurückzuhalten.

Beate am 10.09.2017 00:47

eine bezahlbare wohnung zu finden ist ja übel .... für jedes loch wird mindestens 800 € verlangt. Bewirbst dich auf eine wohnung, sollst schon sämtliche privaten angaben machen, bevor ich überhaupt die wohnung gesehen habe ,,, das kanns doch nicht sein. Was hat ein vermieter davon, wenn ich ihm heute meinen verdienstnachweis vorlege und in 4 wochen wird mir gekündigt o.ä.. Mieter dessen miete vom jobcenter bezahlt werden, werden grundsätzlich total abgelehnt, aber vom jobcenter kommt die miete sicher. Wenn ich dann lese, der mieter sollte mindestens 3000 € verdienen, schiebe ich einen hals. Welcher normalbürger verdient so viel ........ bin echt wütend ...... wir suchen 3 ZKB finden nur löcher oder werden abgelehnt

auf Kommentar antworten

arnold_08 am 25.09.2017 12:03

Ja: "vom jobcenter kommt die miete sicher", aber das Jocenter kann die Zahlung auch einstellen, ohne dass der Vermieter ein Recht hat, den Grund zu erfahren. Der Vermieter ist dann doch auf die klammen Mieter angewiesen und viele Vermieter wollen eine solche Situation vermeiden und vermieten die Wohnung erst garnicht an solche Mieter.


Tanja am 05.10.2017 07:38

Hallo Beate,

das ein Vermieter bereits im Vorfeld einige Angaben zum Interessenten benötigt ist doch verständlich. In der heutigen Zeit kann ein Vermieter es sich nicht mehr erlauben, zig Wohnungsbesichtigungen mit Interessenten durchzuführen um am Ende festzustellen, dass der Interessent womöglich nicht über ein ausreichendes Einkommen für diese Wohnung verfügt oder zum Beispiel negative Einträge in der Schufa hat. Sollten Sie einen Bewerberbogen ausgefüllt haben um im Zeitraum Ihrer Wohnungssuche sich etwas an den Einkommensverhältnissen ändern, so müssen SIe dieses auch entsprechend weitergeben. Für Änderungen der Lebensumstände im laufenden Mietverhältnis ist das dann sicherlich nicht so.

Die Aussage, dass die Miete vom Jobcenter die sicherste ist, muss ich leider bestreiten. In dem moment, wo der ALG2 Empfänger bestimmten Auflagen nicht mehr nachkommt oder zum Beispiel einen Job angenommen hat, woaraufhin er nicht mehr zu 100 % Leistungen vom Amt bekommt - dann schaut der Vermieter unter Umständen in die Röhre. Denn dann bekommt er ggfls. auch kein Geld.

RatzPatz2 ( K - H. Grasnick ) am 29.07.2017 18:45

Ach noch eine Frage. Warum muß man nach der Quadratmeterzahl der Wohnung Wohnung, Müll bezahlen und nicht nach der Anzahl der Mieter ? Ich finde es sehr Ungerecht, weil ja die Mieter den Müll machen und nicht die Wohnung.

auf Kommentar antworten

Beate am 10.09.2017 00:37

bei mir wird auch nach qm müll bezahlt, bin alleine, die anderen sind teilsweise bis zu 4 personen und zahlen auch nicht mehr .... wenn ich mit meinem müllbeutelchen komme, kann ich glücklich sein wenn ich noch platz finde. bei uns hat anscheinend die hausverwaltung festgelegt, wie der müll abzurechnen ist und die eigentümer waren wahrscheinlich damit einverstandn


Armin am 27.09.2017 20:45

Bei und wird der Müll ebenfalls per qm abgerechnet........größere Wohnung = mehr Mieter. Jedoch wird von der Müllgesellschaft ein Festbetrag pro Haushalt verlangt. Dieser wurde von der vorherigen Verwaltung auch so umgesetzt; von der jetzigen Verw. nicht. Deshalb bin ich auch seit drei Jahren mit der jetzigen Verw. im clinch.


Tanja am 05.10.2017 07:41

Die Umlage von Kosten nach Personen ist eine sehr umständliche Variante, die jeder Vermieter gerne vermeidet. Zum einen muss in jedem Mietvertrag (für das entsprechend abzurechnende Objekt) der HInweis stehen, dass Müll nach Personen abgerechnet wird zum anderen muss dann jeden Monat eine Anfrage über das Einwohnermeldeamt erfolgen, wieviele Personen in welcher Wohnung gemeldet sind.

Da der Gesetzgeber hier die Möglichkeit bietet, leichtere Abrechnungsschlüssel zu nutzen, ist es nur verständlich, dass der Schlüssel qm gewählt wird


Immowelt-Redaktion am 31.07.2017 10:42

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

warum das so ist, kann uns wohl leider nur der Gesetzgeber beantworten. Tatsächlich ist es aber möglich, diesen Posten der Betriebskostenabrechnung nach Fläche auf den Mieter umzulegen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


wolfgang stibig am 09.08.2017 00:35

mieterschlüssel . alle vermieter müssen zustimmen nach qum oder alle für pro person nk bezahlen....

RatzPatz2 ( K - H. Grasnick ) am 29.07.2017 18:41

Endlich wird man richtig Aufgeklärt, was man als Mieter tätigen muß. Wie aber ist es bei einem Auszug mit den Anteilen bei einer Wohnungsgenossenschaft. Ist man wirklich verpflichtet drei Jahre und länger zu warten, auf das Geld ? In dieser Zeit kann ja eine Genossenschaft, pleite gehen ?

auf Kommentar antworten

Tanja am 05.10.2017 07:43

Die Kündigungsfrist und Rückzahlung des Genossenschaftsanteils ist in der Satzung der jeweiligen Genossenschft geregelt. Mit Eintritt in die Genossenschaft haben Sie auch der Satzung zugestimmt.


Immowelt-Redaktion am 31.07.2017 10:40

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das lässt sich leider pauschal nicht beantworten, sondern kommt auch auf den Vertrag an, den Sie mit der Genossenschaft geschlossen haben. Im Zweifel würden wir Ihnen empfehlen, diesen einem Fachanwalt vorzulegen und ihm die Situation zu schildern. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Lindemans am 04.06.2017 11:33

Müssen Mieter den Garten der zum gemieteten Haus gehört in Ordnung halten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.06.2017 09:43

Lieber Fragesteller,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Das hängt davon ab, was im Mietvertrag vereinbart wurde. Es ist prinzipiell aber möglich, dem Mieter die Pflege des Gartens in üblichem Rahmen anzuvertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Karl-Heinz Petersen am 28.04.2017 08:21

Muss ich dem Vermieter melden, dass meine Freundin mich regelmäßig von Freitag- bis Sonntagabend besucht? Falls nein: ab welcher Besuchsdauer sollte ich das tun? Welche Vorschrift/Gesetz regelt das?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 28.04.2017 08:39

Sehr geehrter Herr Petersen,

es gibt kein Gesetz, in dem das geregelt ist. Die Gerichte sind sich aber einig, dass ein Mieter einen Besuch übers Wochenende nicht dem Vermieter melden muss. Sogar wenn der Besuch sechs bis acht Wochen andauert, ist das laut vorherrschender Rechtsprechung noch okay. Bleibt der Besuch noch länger, sollten Mieter dies aber vorsichtshalber ihrem Vermieter mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

marie002 am 03.03.2017 05:11

was darf ich denn der vermieter hat gelogen das sich die balken bogen vom dachbodentreppenhaus kommt Schwarzschimmel runter,die Heizung läuft nicht richtig Türen und fussböden sind kaputt und es gibt nur eine heizunguhr ich habe eine kleine Wohnung von 70qm,neben mir wohnt eine 3köfige fam. mit 120qm, unter mir wohnt eine fam. mit 3leinkinder und 5 erwachsenen auf 150qm wie dann erfuhr wird die Heizung durch qm geteil sowie auch das wasserdurch Personen so habe ich 2mal die arschkarte gezogen,da ich noch nie zur miete wohnte hätte ich nie geglaubt das vermieter so link sind jetzt möchte ich ganz schnell hier raus und hoffe das nicht alle vermieter so sind dieser herr der glaubt er wäre was besser weil er ein von in seinem namen hat kassiert insgesamt 2500 euro miete in diesem haus nur nötige arbeiten macht er nicht,so zb die Heizung meine Wohnung bekam im winter gerade mal 19 grad in der Wohnung er sagte mir das sei ihm egal auch das durch die verdreckten alten rohre gelbes wasser mit rostpatigeln aus der leidung kommen so das ich mit stillem wasser mein essen koche muss warum werden die nicht mal kontrolliert,mein wohnungszustand ist zur zeit unerträglich

auf Kommentar antworten

xeline63 am 09.03.2017 12:26

Bei der Wohnungsbesichtigung waren Sie scheinbar nicht dabei, oder die Mängel gab es da noch nicht.

Sie dürfen bei einer Besichtigung auch gerne den Wasserhahn auf machen oder die Toilettenspülung drücken. Ansonsten sollte man sich auch auf seine Nase verlassen. Der allgemeine Eindruck von der Hausanlage sagt auch viel darüber aus wie es gepflegt wird.

Also bei der nächsten Wohnung Augen auf und vielleicht auch mal ein Schwätzchen mit den Nachbarn halten.

Traute Nielsen am 02.03.2017 09:37

1987 mußten wir als Mieter sicherstellen, das bereits 5 Tage vor Monatsende die neue Monatsmiete auf dem Konto des Vermieters bereitgestellt wurde. Werktage versteht sich. Als eine große Tanne vom Grundstücks eines Nachbarn auch das Mietobjekt fiel, mußten wir die Reparaturen bezahlen. Und ein Vermieter meines Schwagers, der verstarb, meinte noch letztes eine schnelle Kündigung sei nicht rechtens auf eine schnelle Kündigung zu hoffen, sondern die normale Kündigungsfrist von einem halben Jahr sei einzuhalten. Obwohl er nur einen Monat in dem Mietobjekt wohnte, mußten wir es nocheinmal komplett renovieren. Für über 1000 Euro, da die Vermieter dieses übernahmen. So werden Mieter, die sich keinen Rechtsanwalt oder eine langjährige Mitgliedschft in einem Rechtsschutzverein leisten können, über den Tisch gezogen.

auf Kommentar antworten

Reina reme am 01.03.2017 22:47

Gut

auf Kommentar antworten

Gerda am 01.03.2017 21:32

@ Schick

Ein verlegter neuer Bodenbelag kann vom Eigentümer 9 Jahre lang steuerlich abgeschrieben werden, soweit ich informiert bin.

Ist der verlegte Teppich zerschlissen und schon über 9 Jahre verlegt, hat der Mieter Anspruch auf einen für ihn kostenfreien neuen Belag, der von der Qualität her dem alten ensprechen muss.

(Also schön Berberschlinge verlegt haben und später dann einen kratzigen billigen Industriefilz verlegen, geht nicht)

Doch wie alles im Leben ist darauf zu achten, dass man ordentlich miteinander spricht. "Wo kein Kläger, da kein Richter" Es lässt sich so vieles vereinbaren, wenn man sich um eine gutes Mieter-Vermieter-Verhältnis kümmert.

auf Kommentar antworten

Josef Jakob am 01.03.2017 14:02

Sehr geehrte Frau Messelken,

besten Dank für die neutralen, inhaltsreichen und praktischen Beiträge, sowohl für den Mieter als auch für den Vermieter.

Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Schick am 01.03.2017 13:36

Ab wann muss der Vermieter Auslegware erneuern ??

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.03.2017 16:16

Hallo Schick,

besten Dank für Ihren Kommentar. Gesetzlich gibt es keine festgeschriebene Regelung, nach welcher Nutzungsdauer der Vermieter den Boden oder Flächen erneuern muss. Gemäß § 535 BGB steht dem Mieter eine Erneuerung des Bodens zu, wenn dieser so abgenutzt ist, dass er ihn nicht mehr oder nur beeinträchtigt nutzen kann. Weitere Informationen finden Sie auch in diesem Artikel "Bad, Fenster, Elektrik: Wann Mietern eine Renovierung zusteht".

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

Ariane am 01.03.2017 13:36

Welche Pflichten hat der Vermieter? Muss ich die überlaute Musik seines Sohnes die bis in unsere Räume im Erdgeschoß schalt in Kauf nehmen? Muss ich hinnhemen, dass mein Geschirr in den Schränken wackelt, weil mein Vermieter samt seiner Familie anscheinend monatelang umräumen oder einfach nur Poltergeister sind? Muss ich den Zigarettenrauch ertragen, weil mein Vermieter und seine Familie auf dem Balkon über meinem Schlafzimmer ständig rauchen - am Tag und in der Nacht?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.03.2017 15:56

Liebe Ariane,

besten Dank für Ihren Kommentar. Generell muss sich auch der Vermieter an gesetzliche Rahmenbedingungen halten und Ruhezeiten einhalten. Inwieweit es sich in Ihrem Fall um Ruhestörung oder Geruchsbelästigung handelt, können wir aus der Ferne pauschal leider nicht beurteilen. Am besten ist es, das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen und ihn um Rücksicht zu bitten. Sollte dies nichts helfen, möchten wir Ihnen den Gang zum Mieterbund empfehlen. Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Immowelt-Redaktion

wollywachtel am 01.03.2017 11:57

Mietkaution muß man nur zahlen, wenn das so vereinbart ist. Nicht jeder Vermieter verlangt eine Kaution. Und das das rechtzeitige Miete zahlen zu den Pflichten gehört, versteht sich wohl von selbst.

auf Kommentar antworten

Tanja am 05.10.2017 07:46

Schön wäre es, wenn die Zahlung der Miete sich bei allen von selbst verstehen würde. Hätte man bedeutend weniger mit Mahnungen, fristlosen Kündigungen und Räumungsklagen zu tun.


Robert am 01.03.2017 12:21

Leider verstehen das nicht alle von selbst

Klaus am 01.03.2017 11:25

Muss man die selbst Auskunft machen.

Reicht das nicht wenn man von

Von vor Vermieter Vermieter die Auskunft kriecht das mal keine Mietschulden hat

auf Kommentar antworten

Charly am 02.03.2017 01:15

Wenn man eine negative Schufa Auskunft hat,kann man zu 100% sicher sein das man die Wohnung NICHT bekommt auch wenn man keine Mietschulden hat ich spreche aus Erfahrung weil ich das selbst erlebt habe.


Hans am 01.03.2017 11:48

die Schufa ist wenn der Vermieter sie verlangt Pflicht...das hat nichts mit Mietschulden Auskunft zu tun...


Robert am 01.03.2017 12:22

Leider geben Vermieter gerne eine positive Auskunft um einen säumigen Mieter los zu werden

ml-fachinstitut.de am 01.03.2017 11:20

Mietkaution nur wenn im Mietvertrag vereinbart; die anderen Pflichten

ergeben sich aus dem Gesetz, insofern ist die Aufzählung nicht korrekt.

auf Kommentar antworten