Grunderwerbsteuer: Was Käufer wissen müssen und wie sie sparen können

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Für ihren Traum vom Eigenheim müssen Immobilienkäufer nicht nur den Kaufpreis, sondern auch viele Kaufnebenkosten bezahlen. Eine der größten Rechnungen ist dabei die Grunderwerbsteuer, mit mehreren tausend Euro. Doch in vielen Fällen lässt sich diese mit ein paar Tricks reduzieren.

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Die Grunderwerbsteuer beträgt 3,5 bis 6,5 Prozent des Kaufpreises. Grafik: immowelt.de

Wer ein Grundstück, ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, sollte sich von Beginn an auf eine saftige Rechnung vom Finanzamt einstellen. Denn sobald das Eigentum an einem Grundstück auf eine andere Person übergeht, fällt einmalig Grunderwerbsteuer an – und diese bewegt sich in der Regel im fünfstelligen Euro-Bereich.

Klassischerweise fällt die Steuer bei Kaufverträgen an, sie kann aber auch in anderen Fällen fällig werden: Dazu zählen beispielsweise Grundstücksteilungen, Grundstückstauschverträge, Überlassungen oder ein Meistgebot im Zwangsversteigerungsverfahren.

Die Grunderwerbsteuer: Berechnung

Die Grunderwerbsteuer berechnet sich aus zwei Faktoren. Der notariell beglaubigte Kaufpreis im Kaufvertrag gilt als Bemessungsgrundlage. Dabei gibt es je nach Immobilienart Unterschiede, wofür die Grunderwerbsteuer anfällt:

  • Beim Kauf eines unbebauten Grundstücks: für das Grundstück. 
  • Beim Erwerb eines Grundstücks mit einem geplanten Neubau aus einer Hand, etwa von einem Bauträger: für Haus und Grund.
  • Beim Kauf eines Grundstücks, für das später ein Bauunternehmen mit dem Hausbau beauftragt wird, das nicht mit dem Grundstücksverkäufer in Verbindung steht: nur für das Grundstück.
  • Beim Erwerb eines Grundstücks mit bestehendem Haus: für Haus und Grund.

Den Kaufpreis multiplizieren die Finanzämter mit dem zweiten Faktor, dem Grunderwerbsteuersatz.
Die Höhe des Grunderwerbsteuersatzes ist je nach Bundesland unterschiedlich, da er seit 1. Januar 2006 Ländersache ist und zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises betragen kann.
Am niedrigsten ist er in Bayern und Sachsen mit 3,5 Prozent des Kaufpreises. Am höchsten ist die Grunderwerbsteuer in Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und im Saarland mit 6,5 Prozent.

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Grunderwerbsteuer-Rechner

In dem Grunderwerbsteuer-Rechner können Sie einfach das jeweilige Bundesland auswählen, Ihren Immobilienkaufpreis eingeben und die Grunderwerbsteuer berechnen lassen.*

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Tabelle: Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in welchem Bundesland?

BundeslandGrunderwerbsteuersatz
(Stand: März 2020)
Grunderwerbsteuer bei 300.000 Euro Kaufpreis
Baden-Württemberg5 Prozent15.000 Euro
Bayern3,5 Prozent10.500 Euro
Berlin6 Prozent18.000 Euro
Brandenburg6,5 Prozent19.500 Euro
Bremen5 Prozent15.000 Euro
Hamburg4,5 Prozent13.500 Euro
Hessen6 Prozent18.000 Euro
Mecklenburg-Vorpommern6 Prozent18.000 Euro
Niedersachsen5 Prozent15.000 Euro
Nordrhein-Westfalen6,5 Prozent19.500 Euro
Rheinland-Pfalz5 Prozent15.000 Euro
Saarland6,5 Prozent19.500 Euro
Sachsen3,5 Prozent10.500 Euro
Sachsen-Anhalt5 Prozent15.000 Euro
Schleswig-Holstein6,5 Prozent19.500 Euro
Thüringen6,5 Prozent19.500 Euro

Die Höhe der Steuer unterscheidet sich in den verschiedenen Bundesländern stark. Für ein Haus im Wert von 300.000 Euro müssten Immobilienkäufer in Bayern 10.500 Euro Steuern zahlen – im benachbarten Thüringen sind es mit 19.500 Euro beinahe doppelt so viel.

Käufer oder Verkäufer: Wer muss die Grunderwerbsteuer zahlen?

Grundsätzlich sind beide Vertragsparteien zum Zahlen der Grunderwerbsteuer verpflichtet. Allerdings wird meist im notariellen Kaufvertrag die Zahlungspflicht auf den Grundstückserwerber übertragen. Kann der Käufer aber die Steuer finanziell nicht stemmen, so kann sich das Finanzamt dennoch an den Verkäufer wenden, egal was im Grundstückskaufvertrag vereinbart ist. Dem Verkäufer bleibt dann nur die Möglichkeit, sich das Geld beim Grundstückserwerber zurückzuholen.

Wann ist die Grunderwerbsteuer zu zahlen?

Grundbuch, Grunderwerbsteuer, Foto: Dmitry Vereshchaigin/stock.adobe.com
Erst nach Zahlung der Grunderwerbsteuer können sich die neuen Eigentümer im Grundbuch eintragen lassen. Foto: Dmitry Vereshchaigin/stock.adobe.com

Wer eine Immobilie kaufen möchte, muss früh mit dem Zahlen der Grunderwerbsteuer rechnen. Denn sobald Käufer und Verkäufer den notariellen Kaufvertrag für die Immobilie oder das Grundstück offiziell unterzeichnet haben, informiert der Notar das Finanzamt. Dieses verschickt daraufhin den Grunderwerbsteuerbescheid an den Grundstückserwerber. Der muss die Rechnung dann auch rasch zahlen, denn es gilt offiziell eine Frist von vier Wochen, in der er den Betrag an das Finanzamt überweisen muss (§15 GrEStG).

Erst wenn der Grundstückserwerber die Steuer bezahlt hat, kann die Eigentumsübertragung vollständig abgeschlossen werden. Denn dann schickt das Finanzamt die sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung an den Notar. Erst wenn dieser er diese erhält und sie zusammen mit allen Unterlagen beim Grundbuchamt einreicht, kann der Erwerber als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen werden.

Übrigens: „Die Grunderwerbsteuer kann nicht von der Bank mitfinanziert werden“, betont Sibylle Barent, Referentin für Recht und Steuern von Haus & Grund Deutschland. Hauskäufer müssen sie also aus der eigenen Tasche zahlen. Daher suchen viele Immobilienkäufer nach Möglichkeiten, die zusätzliche Belastung von meist mehreren tausend Euro zu reduzieren.

Steuererlass: Wer keine Grunderwerbsteuer zahlen muss

In manchen Fällen sind Immobilienkäufer von der Grunderwerbsteuer befreit und benötigen auch keine Unbedenklichkeitsbescheinigung, um als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen zu werden. Wann, regelt das Grunderwerbsteuergesetz (§§ 22 Abs. 1 Satz 2, 3 Abs. 1 GrEStG):

  • Schenkungen 
  • Erbschaften
  • Grundstücks- und Immobilienkäufe unter Verwandten ersten Grades. Zum Beispiel: Eltern und Kinder, Großeltern und Enkel, zwischen Ehepartnern oder zwischen eingetragenen Lebenspartnern. 
  • Wenn der Grundstückskaufpreis weniger als 2.500 Euro beträgt

Wichtig hierbei: Bei Erbschaften und Schenkungen kann stattdessen eine Schenkungs- beziehungsweise Erbschaftssteuer fällig werden. So hoch können Erbschafts- und Schenkungssteuer ausfallen.

Achtung

Irrtum: Es gibt keinen Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer

Fälschlicherweise denken manche, dass die 2.500 Euro, unter denen ein Grundstück von der Grunderwerbsteuer befreit ist, stets als Freibetrag berücksichtigt und vom Gesamtpreis abgezogen werden. Doch das stimmt nicht. Sobald ein Grundstück oder eine Immobilie mehr als 2.500 Euro beträgt, müssen die Käufer auf den gesamten Kaufpreis Steuern zahlen.

Grunderwerbsteuer sparen: Die 5 besten Tipps

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Ob Neubau oder Bestandsimmobilie: Für nahezu jede Immobilienart gibt es eine Möglichkeit, die Grunderwerbsteuer zumindest ein Stück weit zu mindern. Foto: Frank/stock.adobe.com

Außerhalb der Ausnahmen, die das Grunderwerbsteuergesetz regelt, muss jeder Grunderwerbsteuer zahlen, der eine Immobilie oder ein Grundstück kauft. Doch mit diesen Tricks, können Käufer in manchen Fällen wenigstens einen Teil der Grundsteuer sparen:

Tipp 1: Beim Neubau getrennte Verträge oder Eigenleistung

Entscheiden sich Hauskäufer für einen Neubau, gehen sie meist zunächst auf Grundstückssuche. Erst im Anschluss beauftragen sie eine Baufirma, die das Haus baut. Unter bestimmten Voraussetzungen fällt die Grunderwerbsteuer dann nur auf den Grundstückspreis an: „Wichtig ist es, dass Hausbauer für den Grundstückskauf und die Bauleistung zwei verschiedene Verträge abschließen.“, rät Sibylle Barent, „außerdem sollten sie beide Verträge keinesfalls am gleichen Tag, sondern zeitlich möglichst weit auseinander abschließen.“

Bei einem einheitlichen Vorgang, also wenn zwischen Kauf und Bau ein „rechtlicher oder zumindest objektiver Zusammenhang“ besteht, müssen Käufer hingegen auf Grundstück sowie Bauleistung Grunderwerbsteuer zahlen (BFH, II R 7/12). Das sei beispielsweise bei dem schlüsselfertigen Kauf von einem Bauträger oft davon auszugehen, erklärt Barent. Für eben diesen Fall hat die Expertin auch einen Tipp: „Verpflichtet sich der Käufer vertraglich zu Eigenleistungen, reduziert sich die Bemessungsgrundlage – und damit die Steuerlast.“ Wer also selbst streicht, tapeziert oder Böden verlegt und sich so Handwerkerkosten spart, kann zudem die Steuern reduzieren.

Tipp 2: Bei Bestandsimmobilien bewegliches Zubehör herausrechnen

Käufer von Bestandsimmobilien können die Grunderwerbsteuer ebenfalls reduzieren. Der Trick ist, bewegliche und unbewegliche Bestandteile einer Immobilie im Kaufvertrag zu trennen. Denn Steuergegenstand sei lediglich die Immobilie selbst – und untrennbar mit dem Haus verbundenes Inventar, wie beispielsweise ein fest verbauter Wandschrank, erklärt Barent. Miterworbenes, bewegliches Inventar wie eine Einbauküche, ein Kamin oder eine Sauna gelten wiederum als Zubehör. Um Steuern zu sparen empfiehlt die Expertin, den Wert des Zubehörs im Kaufvertrag aufzulisten. „Die Finanzämter ziehen den Wert der beweglichen Gegenstände dann vom Kaufpreis der Immobilie ab.“ Wenn der Wert der Immobilie so sinkt, müssen Käufer weniger Steuern zahlen. Wie Immobilienkäufer in der Praxis so Steuern sparen können, soll ein Rechenbeispiel verdeutlichen.

Rechenbeispiel

Eine Familie möchte eine Immobile kaufen, die laut notariell beglaubigtem Kaufvertrag 300.000 Euro kostet. Da das Haus in Bayern steht, beträgt der Grunderwerbsteuersatz 3,5 Prozent.

Die Höhe der Grunderwerbsteuer berechnet sich nach dieser Formel:
Kaufpreis x Grunderwerbsteuersatz = Grunderwerbsteuer

Für das fiktive Beispiel ergibt sich daher folgender Wert:
300.000 Euro x 3,5 Prozent = 10.500 Euro

Im Immobilienkaufvertrag werden jedoch frei bewegliche Gegenstände aufgelistet:

  • eine Küche für 8.000 Euro
  • eine Sauna für 3.000 Euro 
  • ein Gartenhaus für 2.000 Euro 

Somit reduziert sich die Bemessungsgrundlage um insgesamt 13.000 Euro. 

Setzen die Immobilienkäufer diese Werte im Kaufvertrag an, verringert sich die Höhe der Bemessungsgrundlage auf 287.000 Euro (300.000 Euro – 13.000 Euro). Für die Grunderwerbsteuer heißt das:
287.000 Euro x 3,5 Prozent = 10.045 Euro

Statt 10.500 Euro wären nur noch 10.045 Euro Steuern fällig. Die Käufer können sich in diesem Beispiel also 455 Euro sparen.

Wer sich einen Teil der Steuerlast sparen möchte, sollte beim Ausweisen von beweglichem Zubehör dennoch aufpassen. „Bei Bestandsimmobilien sollten Käufer die Preise für das Zubehör realistisch ansetzen“, empfiehlt Barent. Denn wer eine Standardküche mit 25.000 Euro ausweist, sollte sich darauf einstellen, dass das Finanzamt Belege einfordert. Schwierig werde es auch, wenn die steuerfreien Extras mehr als 15 Prozent des Kaufpreises ausmachen. Wer also bei einem Hauspreis von 300.000 Euro mehr als 45.000 Euro für Zubehör ansetzt, muss mit Nachfragen des Finanzamtes rechnen.

Tipp 3: Bei Eigentumswohnungen Instandhaltungsrücklage im Kaufvertrag vermerken

Grunderwerbsteuer, Instandhaltungsrücklage, Kaufvertrag, Foto: iStock.com/Cameris
Auch bei Eigentumswohnungen lässt sich die Grunderwerbsteuer drücken, wenn Kosten wie die Instandhaltungsrücklage im Kaufvertrag separat aufgelistet werden. Foto: iStock.com/Cameris

Immobilienkäufer, die sich für eine Eigentumswohnung entscheiden, können sich ebenfalls einen Teil der Grunderwerbsteuer sparen, sagt Barent. Denn wer eine Wohnung kauft, erwirbt gleichzeitig einen Anteil an der Instandhaltungsrücklage. Diese bildet die Eigentümergemeinschaft eines Wohnkomplexes für mögliche Renovierungsarbeiten am Gebäude. Die Steuerexpertin rät: „Weisen Käufer diesen Anteil im Kaufvertrag gesondert aus, können sie die Steuerlast reduzieren.“

Tipp 4: Vermieter können Grunderwerbsteuer den Anschaffungskosten zurechnen und abschreiben

Immobilienkäufer, die ihre neu erworbene Immobilie vermieten möchten, können die Grunderwerbsteuer als Kaufnebenkosten von der Steuer absetzen. Als Teil der Anschaffungskosten darf die Steuer zusammen mit dem Immobilienkaufpreis über die Nutzungsdauer des Gebäudes abgeschrieben werden. Die Absetzung für Abnutzung (AfA) funktioniert so:

Dabei ist allerdings zu beachten, dass die AfA nur auf das Gebäude erfolgen darf, da sich das Grundstück im steuerlichen Sinne nicht abnutzt. Wer die Immobilie nur zum Teil vermietet, darf die Grunderwerbsteuer außerdem nur anteilig, entsprechend dem vermieteten Gebäudeteil, von der Steuer absetzen. Dabei ist es nicht möglich, die Grunderwerbsteuer auf den Mieter umzulegen.

Tipp 5: Bei Teilgewerbe Grunderwerbsteuer als Betriebsausgabe absetzen

Wer seine neue Immobilie ganz oder teilweise gewerblich nutzen will, kann ebenfalls steuerliche Vorteile geltend machen. „In einem Teilgewerbe ist es möglich, die Grunderwerbsteuer als Betriebsausgabe nachträglich von der Steuer abzusetzen“, erklärt Barent. Jedoch müssten die Eigentümer klar zwischen privatem und gewerblich genutztem Teil differenzieren. Dazu sollten sie den Kaufpreis im Kaufvertrag nach dem Verhältnis der privat und gewerblich genutzten Fläche aufteilen.

Die Grunderwerbsteuer nachträglich mindern oder zurückfordern

Grunderwerbsteuer, Immobilienkauf rückabgewickelt, Kaufpreis mindern, Foto: iStock.com/Ababsolutum
Vertrag ist Vertrag – doch wird der Immobilienkauf rückabgewickelt oder der Kaufpreis im Nachhinein gemindert, so können Eigentümer auch einen Teil der Grunderwerbsteuer wieder zurückbekommen. Foto: iStock.com/Ababsolutum

Wenn Immobilienkäufer bereits Grunderwerbsteuer bezahlt haben und nachträglich den Kaufpreis mindern oder gar vom Kaufvertrag zurücktreten, können sie sich nachträglich Steuern zurückholen. Denn die Höhe der Grunderwerbsteuer bemisst sich am Wert der Immobilie – wird dieser aufgrund eines Mangels herabgesetzt, können die Eigentümer auf Antrag Geld vom Finanzamt zurückbekommen. Es gibt jedoch eine Frist: Der Wert der Immobilie muss innerhalb von zwei Jahren nach dem Erwerb gemindert werden (§16 Abs. 3 GrEStG).
Gleiches gilt, wenn der Kaufvertrag innerhalb von zwei Jahren aufgehoben wird. Auf Antrag können sich die Immobilieneigentümer die Grunderwerbsteuer vom Finanzamt dann sogar vollständig zurückzahlen lassen.

Besser auf den Rat vom Experten setzen

Die Grunderwerbsteuer stellt eine große finanzielle Belastung beim Hauskauf dar und viele Immobilienkäufer möchten daher möglichst viel sparen. Wer bereits eine Kreditzusage in der Tasche hat, muss jedoch aufpassen, wenn er den Kaufpreis beim Notartermin aufteilt – etwa, indem er Instandhaltungsrücklage und Einbauküche gesondert auflistet und herausrechnet. Denn durch das Herabsetzen des Kaufpreises riskiert der Grundstückserwerber einen nachträglichen Zinszuschlag oder gar die Kündigung des Vertrages durch die Bank.

Daher gilt: Wer Grunderwerbsteuer sparen möchte, sollte nicht sofort drauflos rechnen, sondern passende Optionen gründlich mit einem Steuerberater und seiner Bank besprechen. Sonst kann das Sparen am Ende sogar teuer werden.

Link-Tipp

Die Grunderwerbsteuer ist ein Teil der Kaufnebenkosten. Hier finden Sie alle wichtigen Nebenkosten beim Hauskauf im Überblick.

FAQ – Grunderwerbsteuer

Grundsteuer oder Grunderwerbsteuer: Was ist der Unterschied?

Die Begriffe Grundsteuer und Grunderwerbsteuer werden oft synonym verwendet oder miteinander vertauscht. Es handelt sich dabei jedoch um unterschiedliche Steuerarten. Die wesentlichen Unterschiede in Kürze:

Grunderwerbsteuer (GrESt)Grundsteuer (GrSt)
 
  • Verkehrssteuer, die vom jeweiligen Bundesland festgelegt wird
  • Zweck: Besteuerung des Erwerbs von Immobilien
  • Zahlung: einmalig, bei Erhalt des Grunderwerbsteuerbescheides
  • Kann bei Vermietung nicht auf den Mieter umgelegt werden
 
 
  • Realsteuer, die von der jeweiligen Kommune erhoben wird
  • Zweck: Besteuerung des Besitzes von Immobilien
  • Zahlung: jährlich, wird meist als Jahres- oder Quartalsbeitrag gezahlt
  • Kann bei Vermietung als umlagefähige Nebenkosten auf den Mieter umgelegt werden
 

Erfahren Sie hier mehr zur Grundsteuer und wie diese berechnet wird.

Wer bekommt die Grunderwerbsteuer?

Grundsätzlich sind die Bundesländer Empfänger der Grunderwerbsteuer. Sie können die Einnahmen aber an die jeweilige Kommune weiterreichen.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer?

Die Höhe des Grunderwerbsteuersatzes ist Ländersache, daher variieren die Steuersätze innerhalb Deutschlands. Sie liegt zwischen 3,5 Prozent des Kaufpreises in Bayern und Sachsen und 6,5 Prozent in Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen.

BundeslandGrunderwerbsteuersatz
Baden-Württemberg5 Prozent
Bayern3,5 Prozent
Berlin6 Prozent
Brandenburg6,5 Prozent
Bremen5 Prozent
Hamburg4,5 Prozent
Hessen6 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern6 Prozent
Niedersachsen5 Prozent
Nordrhein-Westfalen6,5 Prozent
Rheinland-Pfalz5 Prozent
Saarland6,5 Prozent
Sachsen3,5 Prozent
Sachsen-Anhalt5 Prozent
Schleswig-Holstein6,5 Prozent
Thüringen6,5 Prozent

(Stand: März 2020)

Gibt es bei der Grunderwerbsteuer einen Freibetrag?

Nein. Es gibt nur eine Steuerfreigrenze bei der Grunderwerbsteuer: Grundstücke, die für weniger als 2.500 Euro erworben werden, sind von der Steuer befreit. Übersteigt ein Grundstück aber diesen Preis, wird die Grunderwerbsteuer für den vollen Grundstückspreis berechnet.

Ist die Grunderwerbsteuer steuerlich absetzbar?

Wer ein Grundstück oder ein Haus zur Selbstnutzung kauft, kann die Grunderwerbsteuer nicht von der Steuer absetzen. Anders liegt der Fall, wenn der Grundstückserwerber die Immobilie vermieten (siehe Tipp 4) oder gewerblich nutzen will (siehe Tipp 5).

Welche Bundesländer haben die Grunderwerbsteuer erhöht?

Bislang haben 14 von 16 deutschen Bundesländern die Grunderwerbsteuer erhöht, einzig Bayern und Sachsen haben bislang keine Erhöhung vorgenommen. Berlin war das erste, in dem die Grunderwerbsteuer erhöht wurde –zum 1. Januar 2007 auf 4,5 Prozent. Heute beträgt sie dort 6 Prozent. Das Saarland ist das Bundesland, das die Grundsteuer am häufigsten erhöht hat, vier Mal – und zuletzt zum 1. Januar 2015 auf 6,5 Prozent.

Wie erfolgt die Berechnung der Grunderwerbsteuer?

Der Immobilienkaufpreis laut Kaufvertrag wird mit dem Grunderwerbsteuersatz multipliziert. Dieser beträgt je nach Bundesland, in dem die Immobilie liegt, zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.

Welches Finanzamt ist für die Besteuerung der Grunderwerbsteuer zuständig?

Für die Besteuerung der Grunderwerbsteuer ist grundsätzlich das Finanzamt zuständig, in dessen Bezirk sich das Grundstück befindet.

Wann ist die Grunderwerbsteuer zu zahlen?

Die Grunderwerbsteuer ist bei Immobilienkäufen einmalig zu entrichten. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Eigentumswohnung, ein Haus oder ein unbebautes Grundstück handelt.

Es gibt aber auch eine Befreiung von der Grunderwerbsteuer:

  • wenn der Preis für die Immobilie unter 2.500 Euro liegt
  • bei Immobilienkäufen unter Verwandten ersten Grades beziehungsweise Ehepartnern
  • bei Schenkungen und Erbschaften

In bestimmten Fällen kann allerdings eine Erbschafts- beziehungsweise Schenkungssteuer fällig werden. So hoch können Erbschafts- und Schenkungssteuer ausfallen.

Wann müssen sonstige Kaufnebenkosten wie Notar, Makler und Grundbuchamt bezahlt werden?

  • Grunderwerbsteuer:
    6-8 Wochen nach Beurkundung des Kaufvertrages erhält der Grundstückserwerber den Grunderwerbsteuerbescheid. Dann beginnt die Zahlungsfrist von 4 Wochen.
  • Notar:
    Kurz nach Beurkundung des Kaufvertrages folgt die Rechnung des Notars, meist mit einer Schonfrist von circa 2 bis 4 Wochen. Mehr zu den Notarkosten.
  • Maklerprovision:
    Fällig nach Beurkundung des Kaufvertrages durch den Notar. Die Zahlungsfrist ist der jeweiligen Rechnung zu entnehmen, in der Regel sind es 2 Wochen. Mehr zur Höhe der Maklerprovision.
  • Grundbuchkosten:
    Die Rechnungen vom Grundbuchamt folgen, nachdem dort die Eintragungen vorgenommen wurden. Die ersten erfolgen meist 4 bis 6 Wochen nach Beurkundung des Kaufvertrages, die letzte ist die Auflassung oder auch Eigentumsumschreibung genannt. Ab Erhalt der Rechnung haben Grundstückserwerber meist 2 Wochen Zeit, diese zu begleichen. Mehr zu den Grundbuckosten.

Erbschaft: Wird Grunderwerbsteuer fällig?

Bei einer Erbschaft muss keine Grunderwerbsteuer gezahlt werden. Dafür stehen Erben vor einer Reihe an Entscheidungen, die sie treffen müssen und Sie müssen in der Regel Erbschaftssteuer zahlen. Darauf sollten Erben und Erbgemeinschaften dabei achten.

Schenkung: Muss die Grunderwerbsteuer bezahlt werden?

Nein. Bei einer Schenkung fällt keine Grunderwerbsteuer an. Allerdings musss der Beschenkte Erbschaftssteuer zahlen. Diese liegt in der Regel bei etwa 20 Prozent und bietet bei Schenkungen in gerader Linie hohe Freibeträge – also zum Beispiel bei einer Schenkung von Eltern an Kinder, von Ehepartnern aneinander oder von Großeltern zu Kindern.

Hausbau: Müssen wir Grunderwerbsteuer nur für das Grundstück oder auch auf die späteren Hausbaukosten zahlen?

Das kommt darauf an. Laut aktueller Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes fällt die Grunderwerbsteuer immer dann auf Grundstück und Hausbau an, wenn zwischen Kauf und Bau ein „rechtlicher oder zumindest objektiv sachlicher Zusammenhang“ besteht. Deshalb besteht das Finanzamt in der Regel auf Vorlage von Bauvertrag, Schlussrechnung und weitere Dokumente, um einen möglichen Zusammenhang zu überprüfen. (BFH, Az.: II R 7/12)

Erbpacht mit späterem Grundstückskauf: Wie wirkt sich der Erbbauzins auf die Grunderwerbsteuer aus?

Oft gibt es den Fall, das jemand einen Erbpacht-Vertrag abschließt – also ein Grundstück pachtet, aber darauf ein Haus baut. Will er später das Grundstück kaufen, so fällt hierbei die Grunderwerbsteuer an. Allerdings wird die Steuer hier anders berechnet: Als Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer gilt nicht der Kaufpreis, stattdessen wird der vereinbarte Erbbauzins mit einem festen Faktor multipliziert. Dieser findet sich im Bewertungsgesetz (Anlage 9a BewG) und ist davon abhängig, wie lange die Restlaufzeit des Erbbaurechts ist. Der daraus errechnete Wert wird im Anschluss mit dem Grunderwerbsteuersatz des jeweiligen Bundeslandes verrechnet.

Wert des Erbbaurechts = Jahreswert Erbbauzins x Multiplikator laut Anlage 9a BewG

Rechenbeispiel:
Agathe Jürgens schließt in einem bayerischen Dorf einen Erbpachtvertrag für die Dauer von 75 Jahren ab. Zehn Jahre danach will sie das Grundstück vom bisherigen Eigentümer für 75.000 Euro erwerben.

  • Monatlicher Erbbauzins: 240 Euro
  • Jahreswert Erbbauzins: 240 Euro x 12 Monate = 2.880 Euro
  • Multiplikator für eine Restlaufzeit von 65 Jahren laut BewG: 18,106

Wert des Erbbaurechts: 2.880 Euro x 18,106 = rund 52.145 Euro

Grunderwerbsteuer:
52.145 Euro x 3,5 Prozent (Grunderwerbsteuersatz Bayern) =1.825 Euro

Solar- oder Photovoltaikanlage: Wann gehört der hierauf entfallende Kaufpreisanteil zur Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer?

Zählt ein Gegenstand zu den Gebäudebestandteilen, so gehört er mit zur Immobilie und ist grunderwerbsteuerpflichtig. Ist er kein Gebäudestandteil, so kann der Wert des Gegenstandes im Immobilienkaufvertrag gesondert aufgeführt werden und der Wert aus dem Immobilienkaufpreis herausgerechnet werden, so dass die Grunderwerbsteuer niedriger ausfällt. Bei Solar- und Photovoltaikanlagen gilt:

  • Solaranlagen werden überwiegend zur Warmwasserversorgung verwendet, etwa für Wasser im sanitären Bereich oder zur Raumheizung. Heizungsanlagen sind in der Regel Gebäudebestandteile. Das heißt, der auf die Solaranlage entfallende Kaufpreisanteil ist grunderwerbsteuerpflichtig.
  • Photovoltaikanlagen zur Eigenversorgung mit Strom sind, sofern sie dem Eigenbedarf dienen, Gebäudebestandteile. Entsprechend ist für ihren Kaufpreisanteil Grunderwerbsteuer zu zahlen.
  • Photovoltaikanlagen im Gewerbebetrieb sind Betriebsvorrichtungen. Das heißt, sie gehören unabhängig davon, ob sie die Voraussetzungen für einen Gebäudebestandteil erfüllen oder nicht, nicht zum Grundstück (§ 2 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG). Auf ihren Kaufpreisanteil entfällt keine Grunderwerbsteuer.
  • Dachziegel-Photovoltaikanlagen können zwar auch im Rahmen eines Gewerbes genutzt werden. Allerdings dienen sie gleichzeitig als Ersatz für die andernfalls erforderliche Dacheindeckeng, zum Beispiel mit Ziegeln. Daher ist für ihren Kaufpreisanteil Grunderwerbsteuer zu zahlen. (§ 68 Abs. 2 Satz 2 BewG)

03.03.2020


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53 Kommentare

Harald Germer am 30.04.2020 23:42

Guten Tag,

danke für diese gut verständlichen Tipps.

Vielleicht gibt es noch einen tollen Trick. Was meinen Sie zu dem folgenden Szenario:

1) Ein Bauträger bietet ein Grundstück und Haus für 400.000€ zum Kauf an. Der Bau hat noch nicht begonnen. Der Bau beginnt erst, wenn ein Käufer gefunden wurde.

2) Ein Kaufinteressent findet sich.

3) In der Familie des Kaufinteressenten soll der Kauf des Grundstücks und des Hauses getrennt durch verschiedene Personen erfolgen. Der Bauträger ändert seine angedachten Vertragsinhalte und stimmt dem folgenden zu:

Erstmal soll die Tochter das Grundstück von dem Bauträger kaufen. Die Mutter pachtet das Grundstück über einen Erbpacht-Vertrag mit 75 Jahren Laufzeit von der Tochter. Danach beauftragt die Mutter den (ehemaligen) Bauträger mit dem Bau des ursprünglich geplanten Hauses.

Nun meine Fragen:

Der Bauträger ist somit kein richtiger Bauträger mehr, oder? Schließlich erfolgt der Besitzübergang von Grundstück und Haus mit verschiedenen Vertragspartnern.

Die Tochter muss Grunderwerbsteuer zahlen auf den Kaufpreis des Grundstücks (seien 100.000€), oder? Da der Hausbau mit einer anderen Vertragspartei vereinbart wurde, besteht kein Zusammenhang und so ist auf den Kaufpreis des Hauses (seien 300.000€) keine Grunderwerbsteuer zu zahlen, oder?

Durch den getrennten Erwerb spart die Familie in Summe also die Grunderwerbsteuer auf das Haus, oder?

Vielen Dank bereits jetzt für Ihre Hilfe.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.05.2020 11:57

Hallo Harald Germer,

da haben Sie sich aber eine komplexe Konstruktion einfallen lassen. Ob der Fiskus da mitspielt, können wir nicht beurteilen, tendieren aber dazu, dass dann irgendwann der Begriff "Gestaltungsmissbrauch" fallen könnte.

Aber vielleicht sollten Sie das mit Ihrem Steuerberater besprechen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

davina roberto am 09.03.2020 00:22

wenn ich eine Neubauimmobilie (Wohnung mit Fertigstellung in Zukunft) - muss man auch Grunderwerbsteuer zahlen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.03.2020 11:09

Hallo Davina Roberto,

ob und in welcher Höhe eine Grunderwerbsteuer anfällt, hängt von der jeweiligen Fallkonstellation ab. Grundsätzlich gilt: Sobald ein Grundstück/Miteigentum an einem Grundstück erworben wird, egal ob bebaut oder unbebaut, so fällt die Steuer an.

Sind Sie allerdings bereits schon Eigentümer eines Grundstücks und Sie bebauen dieses, so fällt keine Grunderwerbsteuer an.

Erwerben Sie ein Grundstück, hängt die Frage der Höhe der Grunderwerbsteuer davon ab, ob Grundstückskauf und Bebauung unabhängig voneinander sind oder nicht. Wird also ein unbebautes Grundstück erworben, das dann später von Firmen Ihrer Wahl bebaut wird, so fällt die Grunderwerbsteuer nur für das Grundstück an. Wird dagegen ein Grundstück bzw. ein Miteigentumsanteil am Grundstück unter der Bedingung erworben, dass dieses von einem konkreten Bauträger bebaut wird, so wird die Steuer für den gesamten Kaufpreis fällig, weil Grundstücks- und Immobilienkauf untrennbar miteinander verbunden sind. Dies ist auch im Falle eines Erwerbs eine Eigentumswohnung (WEG) der Fall, da hier (Miteigentum am) Grundstück und Wohnung untrennbar miteinander verbunden sind.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Nordwind am 05.03.2020 16:18

Edgar, 05.03.2020

Hallo, ich habe 2015 ein Wohnhaus mit 3 Wohneinheiten gekauft und hierfür entsprechende Grund-

erwerbsteuer gezahlt. Diese habe ich in den zurückliegenden Jahren mit 2% pro Jahr bei der Einkommensteuererklärung abgesetzt. Nun beabsichtige ich, das Haus wieder zu verkaufen.

Meine Frage: Kann ich den noch nicht abgesetzten Anteil der Grunderwerbsteuer, d.h. den Rest

nach dem Verkauf in der anstehenden Steuererklärung in vollem Umfang geltend machen?

Vorab herzlichen Dank für Ihr Bemühen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.03.2020 10:03

Hallo Nordwind,

so, wie wir Sie verstanden haben, lautet Ihre Frage, ob Sie die komplette Grunderwerbsteuer, die in einem 50-jährigen Zeitraum mit jeweils 2 Prozent abgesetzt werden könnte, nach einem Verkauf aus einen Schlag steuerlich absetzen können?

Das geht leider nicht. Sobald Sie die Immobilie verkauft haben, können Sie keinerlei steuerliche Vorteile mehr ziehen. Soweit es um konkrete steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten geht, raten wir dazu, die Sache mit einem Steuerberater zu besprechen, z.B. auch hinsichtlich einer möglichen Spekulationssteuer: hier gilt eine 10-Jahres-Frist. Dies bedarf an dieser Stelle der Erwähnung, da Sie schreiben, dass Sie die Immobilie erst 2015 erworben haben. Mehr Infos zur Spekulationssteuer erfahren Sie hier: ratgeber.immowelt.de/a/spekulationssteuer-dann-wird-der-immobilienverkauf-teuer.html - gerade hier lauern steuerliche Fallen, die es zu vermeiden gilt, so dass das Geld für einen Steuerberater gut angelegt ist.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Matt am 22.02.2020 21:13

Hallo, wir haben eine Wohnung als Kapitalanlage gekauft. Der notarielle Termin zur Kaufvertragsunterzeichnung war im Dezember. Die Rechnungen für den Notar kam im Januar, die Rechnung für die Grunderwerbssteuer sogar erst im Februar. Werden die Rechnungen steuerlich dem alten Jahr (Vertragstermin) oder dem neuen Jahr (Rechnungstermin) zugeordnet? Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 24.02.2020 12:18

Hallo Matt,

Notarkosten sind bei privater Vermietung oder Verpachtung Werbungkosten, die in dem Jahr, in dem sie anfallen, komplett steuerlich geltend gemacht werden können. Die Grunderwerbsteuer zählt zu den Kaufnebenkosten und muss zusammen mit dem Kaufpreis über den Nutzungszeitraum abgeschrieben werden.

Bei Detailfragen empfehlen wir, einen Steuerberater hinzuzuziehen, da dies oftmals weniger kostet, als schwerwiegende Fehler, die in einer Steuererklärung gemacht werden können.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Jan am 20.11.2019 09:01

Hallo, wir haben ein Grundstück von der Gemeinde gekauft. Für das Grundstück fällt natürlich die Grunderwerbsteuer an. Im Kaufvertrag ist eine Frist von 3 Jahren zur Bebauung des Hauses festgelegt, ist das schon eine Verknüpfung von Verträgen? Wir sind an keinen Baupartner gebunden und Planen den Abschluss eines Vertrages mit einer Baufirma in 6-12 Monaten. Fallen dann für den Neubau ebenfalls die Grunderwerbsteuer an?

Es wurde schon eine ähnliche Frage gestellt, daher bitte ich ich um eine Erklärung was eine Verknüpfung der Verträgen ist und was ein unabhängiger Vertrag ist.

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Immowelt-Redaktion am 20.11.2019 16:21

Hallo Jan,

damit Sie die Grunderwerbsteuer für Grundstück und Haus zahlen müssen, müsste es eine untrennbare Verknüpfung zwischen beidem gibt. Dabei gilt grob gesagt:

- Wenn Sie ein Grundstück von einem Bauträger erwerben mit der Prämisse, dass dieser ein Haus auf dem Grunstück baut, so fällt die Grunderwerbsteuer auf beides (Grundstück und Haus) an.

- Wenn Sie ein Grundstück erwerben und erst später darauf ein Haus bauen lassen, ohne dass es eine solche Verknüpfung gibt, zahlen Sie die Grunderwerbsteuer nur für das Grundstück.

Wenn zum Zeitpunkt des Grundstückserwerbs noch kein Vertrag mit einer Baufirma besteht, dürfte wohl eher letzterer Fall zutreffen. Da wir keine Rechtsberatung leisten dürfen, können wir dies jedoch nicht abschließend einschätzen und würden Ihnen daher raten, sich durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverband wie Haus und Grund beraten zu lassen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Johannes am 11.11.2019 22:40

Hallo, ich will mit meiner Partnerin das Haus meiner Eltern kaufen. Wir sind nicht verheiratet. Fällt Grunderwerbssteuer an, obwohl beim Kauf durch mich alleine eine Befreiung bestünde?

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Immowelt-Redaktion am 12.11.2019 08:27

Hallo Johannes,

im Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) sind in § 3 Befreiungen von der Besteuerung geregelt. Demnach ist eine Veräußerung an Ehegatten, Lebenspartner und Personen, mit dem Veräußerer in gerader Linie verwandt sind, steuerbefreit. Ob sich bei Ihnen eine Konstellation ergeben kann, die zu einer Steuerbefreiung führt, sollten Sie mit einem Steuerberater oder Notar besprechen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Liu am 05.11.2019 10:55

Wir haben ein Grundstück von Gemeinde gekauft und den Bescheid für Grunderwerbsteuer auch schon bekommen. In dem Fall, sollte der Vertragsabschluss mit der Baufirma oder dem Architekt mindestens ein halbes Jahr liegen um Grunderwerbsteuer zu sparen?

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Immowelt-Redaktion am 06.11.2019 08:22

Hallo Liu,

eine Grunderwerbsteuer auf den Kauf eines unbebauten Grundstücks plus Haus fällt für beides dann an, wenn Grundstückskauf und Bauvertrag untrennbar miteinander verknüpft sind, also ein einheitlicher Kaufvertrag vorliegt. Sind Grundstückskauf und Bauvertrag unabhängig voneinander, fällt i.d.R. keine Grunderwerbsteuer an. Sie sollten beim konkreten Vorgehen aber sicherheitshalber vor Ort einen Steuerberater um Rat fragen.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Hasi am 08.10.2019 16:48

Falls ich von meinem Schwiegersohn eine Immobilie kaufe, fällt dafür Grunderwerbssteuer an ?

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Immowelt-Redaktion am 09.10.2019 10:31

Hallo Hasi,

Ausnahmen von der Grunderwerbsteuerpflicht regelt das Grunderwerbsteuergesetz (§ 3 Nr. 6). Demnach sind in gerader Linie verwandte Personenvon der Grunderwerbsteuer befreit. Gleichgestellt sind den in gerader Linie Verwandten allerdings auch die Ehegatten.

Eine individuelle Auskunft erhalten Sie zum Beispiel auch von dem Notar, der den Erwerbsvorgang abwickelt.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Stranazza am 04.10.2019 23:03

Wir haben eine Wohnung in München gekauft und im Kaufvertrag die einzelnen Gegenstände, die in der Wohnung bleiben, nicht einzeln benannr und keinen Preis dafür festgelegt. Kann man das noch mit einem nachträglichen Vertrag regeln obwohl der Preis dafür ja im Gesamtkaufpreis enthalten ist? Es geht um recht viele Sachen wie Einbauküche, neue Waschmaschine und Trockner, Terrassenmöbel etc. Das würde bei der Steuer dann doch einiges ausmachen. Vielen Dank für die Hilfe.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.10.2019 09:16

Hallo Stranazza,

das könnte möglicherweise schwierig werden, abschließend können wir das aber nicht beurteilen. Am besten, Sie fragen hier nochmal direkt bei dem Notar nach, bei dem der Vertrag geschlossen wurde.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Siegfried Kauth am 26.09.2019 11:10

Die Grunderwerbsteuer wird gespart, wenn bewegliche Wirtschaftsgüter ausgewiesen werden. Aber Vorsicht bei der Finanzierung, wenn das Eigenkaiptal nichtso hoch ist: Der Beleihungswert sinkt bei dere Bank in der Regel um diese Summe.

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Hummel-59 am 25.09.2019 15:45

Hallo liebe Immowelt Redaktion!

Vorab, danke für die tollen Tipps. Sehr interessant. Wir haben vor, ein Haus mit Grundstück zu erwerben. Da sich das Haus in einem völlig desolatem Zustand befindet und wir es bis auf sie Grundmauern einreißen müssen, stellt sich nun für uns die Frage, ob wir dadurch auch Grunderwerbssteuerersparnisse hätten?

Mit freundlichem Gruß

Gabriele

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.09.2019 10:09

Hallo Hummel-59,

wenn Sie ein Grundstück mit Abrisshaus kaufen, ist üblicherweise die Grunderwerbsteuer auf den vollen Kaufpreis fällig. Wir sehen in einem solchen Fall eher keine Möglichkeit, hier einen Abzug vornehmen zu können. Sie sollten aber sicherheitshalber mit Ihrem Steuerberater sprechen, vielleicht findet der ja einen Kniff.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion


Gabriele am 26.09.2019 10:20

Vielen Dank für Ihre Info

Erika Ostholt am 25.09.2019 14:20

Super die Tipps, hat mich so keiner drauf aufmerksam gemacht. Danke.

auf Kommentar antworten

Petra am 30.08.2019 16:08

Ich habe mir zusammen mit meinem Freund im letzten eine Eigentumswohnung gekauft. Wir stehen zu gleichen Hälften im Grundbuch. Nach unserer Trennung übernehme ich seine Hälfte. Muss ich erneut Grunderwerbssteuer zahlen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.09.2019 08:59

Hallo Petra,

die Fälle, in denen eine Befreiung von der Grunderwerbsteuer gegeben ist, sind in § 3 Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) geregelt. Hier ist unter (4.) allerdings nur geregelt, dass Ehegatten oder Lebenspartner befreit sind; wobei mit Lebenspartnern i.S. des Gesetztes eingetragene Lebenspartner und nicht unverheiratete Paare gemeint sind.

Ob und welche steuerlichen Möglichkeiten bestehen, können wir aus der Ferne allerdings nicht konkret beurteilen und raten daher zu einem Gespräch mit Ihrem Steuerberater vor Ort.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Birgit am 10.08.2019 14:46

Bei Erbschaft einer Immobilie durch ein Familienmitglied wird keine Grunderwerbsteuer erhoben. In diesem Fall deckt die Erbschaftsteuer die Einnahme für das Bundesfinanzministerium ab. Selbst wenn mehrere Familienmitglieder erben und ein Erbe dem anderen seine Immobilienanteile verkauft, fällt gemäß Grunderwerbsteuergesetz § 3 Nr. 3 keine GrESt an.

Anders sieht es aus, wenn der Erbe oder die Erbengemeinschaft die Immobilie direkt an Nicht-Erben veräußert. In diesem Fall muss der Käufer Grunderwerbssteuer zahlen.

Wie aber sieht es aus, wenn die Tochter eines Erben aus der Erbengemeinschaft die Immobilie erwerben möchte?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.08.2019 10:54

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei der Übertragung einer Immobilie unter Verwandten in gerader Linie fällt keine Grunderwerbsteuer an, sondern nur Schenkungssteuer und diese auch nur dann, wenn der geltende Freibetrag überschritten wurde.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Steuerberatung leisten können. Wir würden Ihnen daher empfehlen, das Gespräch mit einem Steuerberater zu suchen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Gisela schaefer bergrath am 17.07.2019 15:23

Grunderwerbsteuerzahlung für Neubau einer Eigentumswohnung 2018, Fertigstellung 2019 im Dezember, ab wann darf ich abschreiben, Wohnung soll vermietet werden.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 18.07.2019 09:06

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die AfA beginnt grundsätzlich mit der Fertigstellung zu laufen. Wie immer würden wir Ihnen jedoch raten, zu solchen Fragen einen Steuerberater zu konsultieren.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bine am 08.07.2019 21:11

Hallo, habe vor zwei Jahren ein Haus auf das Grundstück (im Garten) meiner Eltern gebaut. Wie kann ich mich nun absichern, damit ich das Grundstück auf meinen Namen bekomme ? Habe noch einen Bruder, der alles mit machen würde. Übertrag durch:

- Schenkung hat Nachteil 10jahres Frist (Anfechtung oder durch Pflege zurück genommen werden)

- Erbbaurecht hat Nachteil dass das Haus verkauft werden kann

- Erbvertrag hat Nachteil dass evtl. Im Betreuungsfall der Betreuer den Vertrag anfechten kann

- Grundstück in gerader Linie unter Wert verkaufen ? Wie weit kann unter Wert verkauft werden, ohne mit dem Finanzamt in Schwierigkeiten zu kommen ?

Welcher Weg wäre der sicherste für mich ?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.07.2019 10:32

Hallo Bine und vielen Dank für Ihren Kommentar,

alle genannten Varianten haben die von Ihnen genannten Vor- und Nachteile. Welche Variante die sicherste oder beste ist, lässt sich daher nicht abschließend beurteilen. Wenn das Grundstück unter Wert verkauft wird, könnte das Finanzamt dann eine teilweise Schenkung annehmen, wenn es zu der Auffassung gelangt, dass der eigentliche Wert der Immobilie über dem Schenkungsfreibetrag liegt. Ob das so sein würde, lässt sich vorab und aus der Ferne aber ebenfalls nicht beurteilen. Insofern können wir Ihnen leider nur raten, sich hierzu am besten gemeinsam mit Ihren Eltern von einem Notar beraten zu lassen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir diese Beratung an dieser Stelle nicht ersetzen können.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Susi am 08.07.2019 09:43

Guten Morgen!

Mein Mann und ich kaufen das Haus vom Vater meines Mannes ab.

Da mein Mann in erster Linie mit dem Verkäufer der Immobilie verwandt ist, muss er meines Wissens nach keine Grunderwerbsteuer zahlen.

Gilt die gleiche Aussage aber auch für mich? (Schwiegertochter)

Wir werden zu je 1/2 im Kaufvertrag und Darlehensvertrag stehen.

Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.07.2019 11:16

Hallo Susi,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Gemäß § 3 des Grunderwerbsteuergesetzes stehen Ehegattinnen und Ehegatten hier dem Erwerber gleich, sind also ebenfalls von der Grunderwerbsteuer befreit.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Ronny am 04.07.2019 15:26

Ich habe die Möglichkeit, von meiner Tante ein Haus zu bekommen, welches noch finanziert ist. Eine Schenkung entfällt, da der Freibetrag sehr niedrig ist und demzufolge Schenkungssteuer anfällt. Nun überlegen wir, ob ein Kauf sinnvoll ist. Der Kaufpreis soll in Höhe des valutierenden Darlehens erfolgen, da der Wert der Immobilien in etwa der Höhe der Restschuld entspricht. Nun die Frage, in welcher Höhe die Grunderwerbssteuer anfällt. Nur die Höhe des Darlehens bzw. ist der Kaufpreis + Restschuld x Steuersatz.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 05.07.2019 08:38

Hallo Ronny,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Für die Höhe der Grunderwebsteuer ist prinzipiell nur der Kaufpreis relevant, eine etwaige Restschuld spielt dabei keine Rolle. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir keine Steuerberatung leisten dürfen. Wir raten daher dazu, auf jeden Fall auch das Gespräch mit dem Steuerberater zu suchen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Inge am 10.06.2019 09:38

Habe mit meinem Freund ein Holz -Ferienhäuschen gemeinsam gekauft. Ohne Grundstück. Kein Notar und es soll kein Grundbucheintragung erfolgen. Wir sollen jetzt eine hohe Grunderwerbssteuer bezahlen. Ist das richtig ? Müssen wir das bezahlen ? Das Häuschen wird zweimal im Jahr zum Urlaub benutzt .

Bitte um Antworten.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.06.2019 09:52

Hallo Inge,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Die einzige Möglichkeit, ein Haus ohne Grundstück zu kaufen, ist die Erbpacht. Ohne Notar ist der Immobilienerwerb aber grundsätzlich nicht möglich. Die Erbpacht löst allerdings in der Tat die Verpflichtung zur Zahlung der Grunderwerbsteuer aus.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Inge am 09.06.2019 16:30

Habe mit meinem Freund gemeinsam ein Holz-Ferienhaus ohne Grundstück gekauft. Jetzt sollen wir beide zur Hälfte Grunderwerbssteuer bezahlen. Es wird zweimal im Jahr benutzt. Im Urlaub. Es ist kein Grundstück dabei. Wir wollen auch keinen Grundbucheintrag. Müssen wir trotzdem Grunderwerbssteuer bezahlen ?

auf Kommentar antworten

dave am 08.06.2019 19:35

Beim Kauf wurde ein entgeltliches Wohnrecht vereinbart.Das FA will den

kapitalisierten Betrag der Steuer unterwerfen.

Die Miete hat doch mit der Grunderwerbsteuer nichts zu tun?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 11.06.2019 09:04

Hallo Dave,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Tatsächlich kann ein lebenslanges Wohnrecht die Erhebung der Grunderwerbsteuer auslösen. Das hat das Finanzgericht Bremen entschieden (Az.: 2 K 24/15). Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei Konflikten mit dem Finanzamt empfehlen wir grundsätzlich die Beratung durch einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

LB am 14.05.2019 13:16

Bei einem Hauskauf meiner Kinder von einem Bauträger, vermittelt durch einen Makler, wurde die Grundsteuer für den gesamten Kaufpreis berechnet und bezahlt. Die Maklergebühren, bezahlt vom Bauträger, wurden im Notarvertrag explizit ausgewiesen aber vom Finanzamt bei der Berechnung nicht abgezogen. Ist das korrekt?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.05.2019 09:11

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das kann korrekt sein und zwar immer dann, wenn der Käufer im Notarvertrag ausdrücklich die Schuld des Verkäufers hinsichtlich der Maklerprovision übernimmt. Ob das in Ihrem Fall so ist, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend klären. Wir würden Ihnen empfehlen, das mit Ihrem Notar oder einem Steuerberater zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Yps am 04.05.2019 13:48

Wir haben ein Zweifamilienhaus gekauft. Da die kleinere Wohnung vermietet war, wir das Mietverhältnis aber nicht mit übernehmen wollten, haben wir den damaligen Mietern eine Abstandszahlung / finanzielle Umzugshilfe angeboten. Die Mieter waren einverstanden und es wurde mit dem Noch-Eigentümer ein Auflösungsvertrag geschlossen. Im Auflösungsvertrag sowie im Kaufvertrag über das Haus wurde auch aufgenommen, in welcher Höhe die Umzugshilfe von uns bei Auszug der Mieter gezahlt werden soll. Für die Berechnung der Grunderwerbsteuer wurde nun dieser Betrag mit hinzugezogen. Ist dies korrekt?

Wir haben die Steuer allerdings bereits beglichen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 06.05.2019 10:01

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn man besagte Umzugshilfe als Teil des Kaufvertrags interpretiert, ist das so korrekt. Uns ist allerdings aktuell kein Gerichtsurteil bekannt, das sich im Speziellen mit dieser Frage schon einmal befasst hätte. Im Zweifel würden wir Ihnen daher empfehlen, sich von einem Eigentümerverein oder einem Steuerberater hierzu noch einmal beraten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bandit am 03.05.2019 11:45

Hallo,

wie haben uns ein Grundstück gekauft, welches vorher kein Bauland war. Ca. 2 Wochen vorher haben wir bei einer Hausbau Firma eine. Werkvertrag unterschrieben knit Rücktrittsrecht, falls die Finanzierung scheitert). Soweit hat alles geklappt, nun die Frage, müssen wir die Grunderwerbsteuer auf alles zahlen (Grundstück + Haus), oder wirklich nur auf den Grundstückspreis?

Vielen Dank Ron

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 03.05.2019 12:02

Hallo Ron und vielen Dank für Ihren Kommentar,

es kommt darauf an, ob der Grundstückskauf und der Vertrag mit der Hausbau-Firma miteinander verknüpft waren. Wenn Sie also beispielsweise das Grundstück auch von dieser Firma erworben haben oder es über diese Firma vermittelt worden ist, fällt Grunderwerbsteuer sowohl auf den Preis des Grundstücks und des Hauses an. Wenn Sie aber zuerst das Grundstück erworben und dann unabhängig davon einen Vertrag mit der Hausbau-Firma abgeschlossen haben, fällt die Grunderwerbsteuer nur auf den Grundstückspreis an.

Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir keine Steuerberatung leisten dürfen. Im Zweifelsfall empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Steuerberater.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Rohde am 21.04.2019 22:10

Hallo ! Wir bauen unser Haus auf dem Grundstück des Sohnes ! Es wird auch kein grundbucheintrag geben ! Wie hoch ist dann die Grunderwerbssteuer ! Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 23.04.2019 11:43

Hallo Rohde,

bei Veräußerungen in gerader Linie verwandter Personen fällt keine Grunderwerbsteuer an (§ 3 (6) GrEStG).

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Carolin am 15.04.2019 10:05

Liebes Immowelt-Team,

wir haben vor vier Wochen eine Eigentumswohnung gekauft (Kauf ist bereits notariell abgewickelt und wir sind im Grundbuch vorgemerkt) und weil es eine Fehlentscheidung war, verkaufen wir sie nun wieder. Wir sind noch nicht im Grundbuch als Eigentümer eingetragen und wollen das auch nicht mehr. Müssen wir trotzdem die Grundsteuer zahlen?

Besten Dank für eine Antwort.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 15.04.2019 13:56

Hallo Carolin,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir gehen davon aus, dass Sie die Grunderwerbsteuer meinen. Diese dürfte auch in Ihrem Fall fällig werden. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Klaus-Hermann am 11.04.2019 15:51

Liebe Immowelt Team,

Frage zur Grunderwerbsteuer Rückzahlung. Was hat mein Kaufvertrag mit der geforderten Rückzahlung zu tun ??

FA zahlt ohne Rücktritt von Vertrag nicht zurück und macht dies zur Bedingung lt.

§16 GrESK und BFH Urteil IIR 53/03. Mein Sohn hat eine Eigentumswohnung mit Kaufvertrag aus 2015 gekauft und auch nach Baufortschritt ca. 2/3 darauf bezahlt. Vertrag, Grundbuchvormerkung usw. alles richtig. In Mitte 2016 wird dieser Vertrag inhaltlich einseitig vom Bauherren geändert und dieses nicht mitgeteilt. 9 Monate später erfährt mein Sohn von diesen Änderungen. Der Bau ist mittlerweile 1/2 fertig und die Bank stellt wegen div. Handlungen die Zahlungen ein und gibt die Immobilie für die Zwangsversteigerung frei. Die Zwangsversteigerung ist bereits erfolgt. Alle Grundlagen, wie Unbedenklichkeitsbescheinigung zurückgegeben, Vormerkungen gelöscht, sind erfolgt. Rückabwicklung unmöglich, da Gelder veruntreut !!

Vertragsrücktritt unzumutbar, da dieser Vertrag die Grundlage für eine Reihe von Klagen sein wird.. Vielen Dank für die Beantwortung.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.04.2019 08:37

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

aus der Ferne können wir solche Fälle leider nicht abschließend klären, weil wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Wir würden Ihnen daher raten, sich von einem Fachanwalt zur Situation rechtlich beraten zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Sabine am 04.04.2019 09:45

Hallo,

meine Schwester und ich haben eine Eigentumswohnung von unserer Mutter geerbt . Nun möchte ich meine Schwester auszahlen und ihr ihren Teil der Wohnung abkaufen.

Muss ich Grunderwerbsteuer bezahlen?

Schließlich handelt es sich um eine Erbschaft und wir bilden eine Erbengemeinschaft.

Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.04.2019 10:16

Hallo Sabine,

gemäß § 3 Absatz 3 des Grunderwerbsteuergesetzes ist der Erwerb eines zum Nachlass gehörigen Grundstücks durch Miterben zur Teilung des Nachlasses (also im Rahmen einer Erbauseinandersetzung) von der Besteuerung ausgenommen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch in unserem Artikel unter folgender Adresse: ratgeber.immowelt.de/a/immobilie-geerbt-so-gehen-erben-und-erbengemeinschaften-vor.html

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Steinert am 02.04.2019 10:57

Hallo, mein Schwager hat meine Schwester verlassen. Wir möchten alles tun, damit sie das Haus halten kann (3 Kinder). Meine Mutter würde gerne den Anteil meines Schwagers abkaufen - müssen wir Grunderwerbsteuer zahlen? Wir möchten gerne vermeiden 2x Notarkosten zu zahlen (Grundbuchänderung: Meine Schwester übernimmt den Anteil meines Schwagers / unsere Mutter den Anteil meiner Schwester). Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 02.04.2019 11:14

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

gemäß § 3 Absatz 6 des Grunderwerbsteuergesetzes ist der Erwerb eines Grundstücks durch Personen, die mit dem Veräußerer in gerader Linie verwandt sind, von der Besteuerung ausgenommen. Diesen Personen sind deren Ehegatten oder Lebenspartner gleichgestellt, in diesem Fall ist also Ihr Schwager Ihrer Schwester gleichgestellt. Eine Grunderwerbsteuer dürfte dementsprechend nicht anfallen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Anke am 31.03.2019 20:24

Guten Abend,

wir möchten eine Eigentumswohnung erwerben. Dazu gehört ein Tiefgaragenstellplatz unter dem Haus. Der Preis für diesen Stellplatz ist gesondert ausgewiesen. Muss darauf auch Grunderwerbssteuer gezahlt werden oder nur auf den Kaufpreis der Wohnung?

Danke für

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 01.04.2019 12:07

Hallo Anke und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Grunderwerbsteuer dürfte in diesem Fall für beides fällig werden.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Fred am 20.03.2019 22:43

Guten Abend!

Ich habe folgenden kniffeligen Sachverhalt, zumindestens aus meiner Sicht. ;-)

Meine Ehefrau hat von Ihrer Mutter (Teilhaberin eines Grundstücks) ein Grundstücksanteil vererbt bekommen und ich kaufe von ihrer Tante (2.Teilhaber dieses Grundstücks)den anderen Teil ab (es entsteht ein neues Flurstück auf dem keine Bestandsimmobilie steht). Somit mussten wir auf diesen gekauften Teil eine Grunderwerbsteuer zahlen. Soweit für uns nachvollziehbar. Nun stellt sich allerdings folgende Frage:

Wenn einen Monat nach der notariellen Beurkundung des Grundtückkaufs die Baugenehmigung zum Bau eines Einfamilienhauses erteilt wird und am selbigen Tage auch der Grunderwerbsteuerbescheid per Post verschickt wird und inzwischen auch bezahlt ist, müssen wir uns im Nachgang noch auf eine Änderung des Bescheides einstellen, da man den Bau des Hauses nun doch als Zusammenveranlagung betrachten könnte? Es besteht keine wirtschaftliche Verflechtung zwischen Verkäuferin des Grundstücks und einer Baufirma oder gar Makler. Auch findet kein Bau über einen Bauträger statt. Jegliche weitere Bauplanung wird in Eigenregie mit unterschiedlichen Firmen durchgeführt.

Lässt sich für diesen Fall eine Einschätzung abgeben?

Danke

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.03.2019 09:20

Hallo Fred und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn, wie Sie beschreiben, keine Verknüpfung zwischen dem Grundstückskauf und dem Bau des Hauses besteht, wird in der Regel nur die Grunderwerbsteuer auf den Grundstückskauf fällig. Insofern dürfte der Bescheid in Ihrem Fall nicht nachträglich geändert werden. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Einzelfälle aus der Ferne nie abschließend beurteilen können und auch keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen die Rechtsberatung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund oder einen Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Stephanie am 20.03.2019 09:46

Hallo

Wenn ich die Wohnung, in welcher meine Mutter seit 16 Jahren wohnt kaufe, und damit sicher stelle, dass sie weiterhin in Ihrem gewohnten Umfeld bleiben kann, fallen ganz normale Steuern an oder gibt es da ein Schlupfloch?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 20.03.2019 10:29

Hallo Stephanie,

kein Schlupfloch, aber eine gesetzliche Regelung. Verwandte in gerader Linie (also auch Kinder) sind von der Grunderwerbsteuer gemäß § 3 Absatz 6 des Grunderwerbsteuergesetzes befreit. Andere Steuern wie die Grundsteuer sind vom neuen Eigentümer natürlich dennoch wie üblich zu bezahlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Annett am 03.03.2019 17:31

Hallo liebes Team,

ich möchte ein Grundstück von meiner Schwiegermutter kaufen, muss ich Grunderwerbssteuer zahlen?

Vielen Dank im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 04.03.2019 10:59

Hallo Annett,

nein, Schwiegerkinder sind hier den Kindern gleichgestellt und damit von der Grunderwerbsteuer befreit. Das regelt § 3 des Grunderwerbsteuergesetzes. Beachten Sie aber bitte, dass wir keine Steuerberatung leisten dürfen. Vor dem Immobilienkauf sollten Sie sich auch in steuerlicher Hinsicht ausführlich vom Notar beraten lassen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Tanja am 22.02.2019 21:37

Hallo liebes Immowelt Team,

Ich möchte das Haus von meiner Schwägerin kaufen. Wie hoch wäre die Grundsteuer?

Ist es Events ratsam das Haus meiner Schwägerin meinem Bruder zu schenken und ihm dann das Haus abzukaufen?

Wenn ja wieviel Zeit müsste dazwischen liegen?

Lieben Dank im Voraus

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 25.02.2019 09:24

Hallo Tanja,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Grunderwerbsteuer fällt in beiden von Ihnen genannten Fällen in voller Höhe an. Die genaue Höhe ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, eine Tabelle finden Sie in diesem Artikel. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Steuer- oder Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt, Steuerberater oder direkt mit dem Notar.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Michael am 11.02.2019 19:19

Hallo immowelt-team,

ich habe in 2018 eine Wohnung gekauft, die allerdings erst ab Januar 2021 bezugsfertig ist (Baubeginn Januar 2019). Grunderwerbsteuer ist bereits im Februar 2019 gezahlt worden. Es ist beabsichtigt, die Wohnung zu vermieten. Ab wann kann die Anlage Vermietung und Verpachtung denn das este Mal angegeben werden. Bereits für die Einkommensteuererklärung 2019 oder erst für 2021? Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 12.02.2019 10:04

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grundsätzlich beginnt die AfA mit der Anschaffung oder, wie in Ihrem Fall, der Fertigstellung des Gebäudes zu laufen. Das ergibt sich aus § 7 EStG. Wir würden Ihnen allerdings empfehlen, die Angelegenheit auch noch einmal mit Ihrem Steuerberater zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Irchik83 am 16.02.2019 22:02

Bei uns ist so eine ähnliche Konstellation. Wohnung 2018 gekauft, bezugsfertig Mitte 2020. Grunderwerbssteuer wurde im Februar 18 (25.000 Euro) entrichtet. Michael, haben Sie zwischenzeitlich mehr Infos ab wann man die Anlage Vermietung und Verpachtung abgeben kann?

Anonymous am 18.01.2019 19:18

Hallo liebes Team,

wir (verheiratet, im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft lebend) haben letzes Jahr ein gebrauchtes EFH gekauft. Wir stehen beide im Kaufvertrag.

Da wir mit dem Vorbesitzer vereinbart haben, dass er noch bis Ende Juni 2019 im Haus wohnen kann, hat die Eintragung ins Grundbuch und die Übergabe der Immobilie noch nicht stattgefunden.

Nun haben wir den Bescheid über Grunderwerbssteuer in voller Höhe bekommen und dort stehe namentlich nur ich im Anschreiben, und nicht wir beide! Ist das üblich, oder gibt es beim FA ein Problem? Ich hatte nämlich letztes Jahr bereits einen Bescheid erhalten, in dem aber ein gänzlich anderes Grundstück beschrieben war. Das FA wurde informiert und es wurde zugegeben, dass dort ein Irrtum vorlag.

Ferner soll ich nun ab Februar Grundsteuer zahlen, obwohl der Voreigentümer noch dort wohnt und die Übergabe mit allen Rechten und Pflichten noch nicht erfolgte. Im Schreiben bin wieder nur ich genannt und nicht beide.

Kann es hier erneut zu einem Irrtum bzw. Missverständnis gekommen sein?

Viele Grüße

Thomas

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.01.2019 10:03

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Grunderwerbsteuer wird tatsächlich vor der Eintragung ins Grundbuch fällig, ihre Zahlung ist sogar die Voraussetzung für die Eintragung. Die Grundsteuer wiederum wird in der Regel im Folgejahr nach der Eintragung ins Grundbuch verlangt. Ob es hier in Ihrem Fall zu missverständnissen gekommen ist (auch weil Ihre Frau nicht genannt wird), können wir aus der Ferne leider aber nicht abschließend klären. Wir würden Ihnen empfehlen, hier nochmal nachzufragen und gegebenenfalls noch einmal das Gespräch mit Ihrem Notar zu suchen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

MaJuUn am 17.01.2019 10:01

Hallo,

wir beabsichtigen ein Haus zu kaufen. Die Verkäufer bauen in einem anderen Bundesland ein neues Haus, was Ende 2019 bezogen werden kann. Der Kaufvertrag soll zum 01.04.19 erfolgen, damit der Verkäufer schon mal das Geld bekommt. Er möchte bzw. muss noch im Haus wohnen bleiben, bis sein neues Haus fertig ist. Kein Problem ! Können wir dem "Verkäufer" Wohnrecht ohne Miete zu zahlen gewähren bis Ende 2019 ? Die 9 Monate Miete könnte vom Verkaufspreis VORHER runtergerechnet werden? Alle Nebenkosten bezahlt der "Verkäufer" bis Ende 2019 selber. Dies wird auch vertraglich festgelegt. Wer könnte da mit Informationen helfen? Rechtsanwalt, Finanzberater oder Notar?

Das bewegliche Inventar darf 15% vom Kaufpreis nicht überschreiten? Richtig?

Wie wäre ein Holzunterstand (2000 Euro; 2009 in Eigenleistung gebaut) zu bewerten?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 17.01.2019 10:29

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

grundsätzlich können Sie alles, was sie schreiben, so frei vereinbaren. In der Regel wird vereinbart, dass die Übergabe der Immobilie nach Zahlung des Kaufpreises stattfindet, denkbar ist aber auch, dass dies erst nach Eintragung der neuen Eigentümer ins Grundbuch oder zu einem beliebigen anderen Zeitpunkt geschieht. Hierzu wird Sie Ihr Notar gerne beraten. Das bewegliche Inventar, das vor der Berechnung der Grunderwerbsteuer vom Kaufpreis abgezogen wird, darf 15 Prozent theoretisch schon überschreiten, allerdings wird das Finanzamt dann genauer hinsehen und gegebenenfalls Belege einfordern, woraus sich dieser Betrag ergibt. Das kann dann beispielsweise eine besonders teure Einbauküche sein oder ein luxuriöser Whirlpool. Wie ein Holzunterstand zu bewerten ist, können wir leider aus der Ferne nicht abschließend klären. Wir würden Ihnen empfehlen, auch hierzu das Gespräch mit dem Notar zu suchen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Amadea am 10.01.2019 23:42

Guten Tag, ich wurde vor knapp fünf Jahren geschieden und habe nach dem Auszug meines damaligen Mannes weiterhin in dem gemeinsamen Haus gewohnt. Erst jetzt habe ich die finanziellen Mittel, um ihm seine Haushälfte abzukaufen. Bin ich auch jetzt noch von der Grunderwerbssteuer befreit? Vielen Dank für Ihre Mühe!

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.01.2019 09:04

Hallo Amadea und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in § 3 Nummer 5 des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) ist geregelt, dass von der Besteuerung auch frühere Ehegatten eines Veräußerers im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung nach der Scheidung ausgenommen sind. Das könnte auf Ihre Fall zutreffen. Wir würden Ihnen allerdings raten, die Sache vorab mit einem Steuerberater zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Uwe am 08.01.2019 15:19

Hallo, habe eine Ferienwohnung gekauft, bin verheiratet und wie stehen beide im Kaufvertrag. Müssen wir jetzt zweimal Grunderwerbssteuer bezahlen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 09.01.2019 09:51

Hallo Uwe,

sofern dei Immobilie in Deutschland ist, gilt: die Grunderwerbsteuer fällt nur einmal an. Wenn Sie beide gleichberechtigt im Kaufvertrag stehen, wird der Fiskus sowohl Ihnen als auch Ihrer Frau bald eine Rechnung schicken, in der Sie aufgefordert werden, jeweils hälfig die Steuer zu entrichten. Beispiel: Sie kaufen alleine eine Immobilie in Bayern für 100.000 Euro -> die Grunderwersteuer beträgt 3,5 %, folglich schickt Ihnen der Fiskus eine Rechnung übwer 3.500 €. Sie kaufen gemeinsam mit Ihrer Frau eine Immobilie in Bayern für 100.000 Euro -> die Grunderwersteuer beträgt 3,5 %, folglich schickt Ihnen der Fiskus eine Rechnung übwer 1.750 € und Ihrer Frau eine über ebenfalls 1.750 €.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Silvia hanuschik am 06.01.2019 15:29

Hallo wie ist es wenn ich das Grundstück kaufen Grunderwerb bezahle und nachträglich ein Haus drauf bauen lasse. Muss ich dann für das Haus nochmal extra Grund Erwerb bezahlen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 08.01.2019 10:18

Hallo Silvia,

ob die Grunderwerbsteuer nur für das Grundstück oder für Grundstück und Haus zu zahlen ist, hängt davon ab, ob es eine untrennbare Verknüpfung zwischen beidem gibt. Dabei gilt:

- Wenn Sie ein Grundstück von einem Bauträger erwerben mit der Prämisse, dass dieser ein Haus auf dem Grunstück baut, so fällt die Grunderwerbsteuer auf beides (Grundstück/Haus) an.

- Wenn Sie ein Grundstück erwerben und aus später darauf ein Haus bauen lassen, ohne dass es eine solche Verknüpfung gibt, zahlen Sie die Grunderwerbsteuer nur für das Grundstück.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

LSKN am 10.12.2018 11:14

Hallo,

ich beabsichtige ein Grundstück zu kaufen und darauf ein Einfamilienhaus zu bauen.

Das Problem: Das Grundstück gehört noch einer GbR. Ein Gesellschafter dieser GbR ist kurz vor dem Notartermin verstorben. Wir waren uns überalles einig.

Der Erbe des Gesellschafters ist minderjährig und bekam ein Vormund. Daher hat sich alles in die Länge gezogen. Wir möchten aber so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen.

Nun meine Frage:

Muss ich die Grunderwerbssteuer nur auf das Grundstück zahlen oder auf das Grundstück mit Haus? Es werden getrennte Verträge sein, aber keine 6 Monate dazwischen liegen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

LSKN

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Immowelt-Redaktion am 10.12.2018 11:53

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

das Finanzamt prüft in solchen Fällen, ob der Kauf des Grundstücks an die Bedingung gekoppelt ist, einen bestimmten Architekten zu beauftragen oder ob schon fertige Pläne für den Bau genehmigt sind. In diesem Fall unterstellt es ein verbundenes Geschäft, die Grunderwerbsteuer wird dann auf Haus und Grundstück erhoben. Wie das Finanzamt in Ihrem Fall handeln wird, können wir Ihnen leider vorab aus der Ferne nicht genau sagen. Wir würden daher dazu raten, die Angelegenheit mit Ihrem Steuerberater zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Chris am 21.11.2018 18:53

Hallo,

welcher Grundsteuersatz ist fällig, wenn sich das Grundstück in Baden-Württemberg befindet, der Verkäufer und Notar jedoch in Bayern sind?

Werden 5% oder 3,5% erhoben?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort

Mit freundlichen Grüßen

Chris

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.11.2018 09:00

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

die Grunderwerbsteuer wird in dem Bundesland fällig, in dem sich die Immobilie befindet.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Alexander am 20.11.2018 22:28

Hallo,

wie sieht es mit der Grunderwerbsteuer aus, wenn ich bei der Gemeinde ein Grundstück reserviert habe und daraufhin bereits vor dem notariellen Kaufvertrag für das Grundstück bei einem Bauunternehmen einen Bauvertrag für ein Einfamilienhaus mit einem Rücktrittsrecht für ein eventuelles Scheitern des Grundstückerwerbs unterzeichne?

Muss ich in diesem Fall die Grunderwerbsteuer nur für das Grundstück oder für das gesamte Bauvorhaben bezahlen?

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Frage.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.11.2018 11:28

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommetar,

die Grunderwerbsteuer wird immer dann auf Basis der Kosten für das Grundstück und das Bauvorhaben berechnet, wenn Kauf- und Bauvertrag sachlich zusammenhängend darauf ausgerichtet sind, dass der Käufer letztlich ein bebautes Grundstück besitzt. Ein solcher "objektiv enger sachlicher Zusammenhang" liegt laut Bundesfinanzministerium immer dann vor, wenn der Erwerber spätestens bei Abschluss des Grundstückskaufvertrags in seiner Entscheidung über das "Ob" und "Wie" der Bebauung gegenüber der Veräußererseite nicht mehr frei ist. Das dürfte in Ihrem Fall so sein. Wir würden Ihnen dennoch empfehlen, die Angelegenheit noch einmal mit Ihrem Steuerberater zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Bridget am 13.11.2018 13:09

Liebes Team,

wir wohnen in Baden-Württemberg und haben ein Grundstück von der Stadt für 155.000,00 Euro gekauft, welches mit 65.000,00 Euro subventioniert ist. Der Grundstückswert beläuft sich also auf 220.000,00 Euro. Muss die Grunderwerbsteuer nun vom Kaufpreis oder gar vom Kaufpreis plus Subvention bezahlt werden?

Bisher konnte mir leider niemand eine klare Auskunft erteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Bridget

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Immowelt-Redaktion am 13.11.2018 13:46

Hallo Bridget und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Berechnungsgrundlage für die Grundsteuer ist in der Regel der Kaufpreis. Wir würden Ihnen jedoch empfehlen, die Sache mit einem Steuerberater zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Elli am 11.11.2018 21:15

Hallo,

Was meinen Sie mit Kaufpreis reduzieren? Welche Beträge sind damit gemeint? Gilt das auch für im Kaufvertrag ausgewiesene Beträge für bewegliche Gegenstände? Wieviel kann für eine Küche, Gartenhaus und einzeln stehende Fertiggarage ohne Nachweis angesetzt werden, um die Bemessung für Grunderwerbssteuer zu reduzieren?

Finanziert eine Bank auch über den Kaufpreis hinaus außerdem noch Modernisierungskosten (Dämmung innen, Laminat und Fliesen)?

Ich hoffe, Sie können meine Fragen beantworten.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Elli

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Immowelt-Redaktion am 12.11.2018 12:41

Hallo Elli und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Grunderwerbsteuer wird nur auf denjenigen Anteil des Kaufpreises für unbewegliche Sachen fällig, also beispielsweise nicht für eine Küche, wohl aber für ein Gartenhaus und eine Fertiggarage. Welcher Betrag für eine Küche angesetzt werden kann, lässt sich allgemeingültig nicht sagen, das hängt von deren Wert ab. Befragen Sie hierzu am besten Ihren Notar, dieser kann am besten einen Wert schätzen, was realistisch ist. Banken finanzieren durchaus auch Modernisierungskosten, entsprechende Sicherheiten vorausgesetzt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

CCBB am 09.10.2018 13:41

Hallo,

meine Frage: Wer übermittelt die Information an das Finanzamt, dass beispielsweise ich eine Wohnung von meinem Vater abkaufe? Kümmert sich der Notar darum um von der Grunderwerbssteuer befreit zu werden oder muss man als Käufer selber aktiv werden?

Vielen Dank.

CB

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 10.10.2018 08:47

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Sie müssen nicht selbst aktiv werden, das macht der Notar für Sie. Die Behörde bekommt von ihm nach der Beurkundung eine Kopie des Kaufvertrags.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Werner Staudacher am 20.09.2018 18:57

Hallo,

ich habe folgende Frage: Grunderwerbssteuer beim Erbbaurecht. Wenn nur das Haus gekauft und der Grund gepachtet wird?

Danke vorab und freundliche Grüße.

Werner Staudacher

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 21.09.2018 09:16

Sehr geehrter Herr Staudacher,

auch bei der Erbpacht fällt Grunderwerbsteuer an. Diese wird allerdings nicht nach dem Bodenanteil berechnet, sondern aufgrund der vereinbarten Jahrespacht, die dann mit der Laufzeit in Jahren multipliziert wird. Für steuerrechtliche Details empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Steuerberater.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

R. Lenkeit am 07.09.2018 14:55

Eine gute Zusammenfassung, wie man Grunderwerbssteuern sparen kann

auf Kommentar antworten

desertem am 21.08.2018 20:41

Hallo,

ich kann leider folgende Kommentar Ihres Beitrages nicht nachvollziehen :

"Übrigens: „Die Grunderwerbsteuer kann nicht von der Bank mitfinanziert werden“, betont Sibylle Barent, Referentin für Recht und Steuern von Haus & Grund Deutschland. Hauskäufer müssen sie also aus der eigenen Tasche zahlen. Daher suchen viele Immobilienkäufer nach Möglichkeiten, die zusätzliche Belastung von meist mehreren tausend Euro zu reduzieren."

Es gibt durchaus Banken, die eine Vollfinanzierung finanzieren und mir ist kein Gesetzgebung bekannt, was das verbietet.

VG

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.08.2018 10:04

Hallo desertem,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

Sie haben Recht, dass die Formulierung etwas unscharf ist. Richtig ist, dass lä#ngst nicht jede Bank Vollfinanzierungen anbietet, die wenigen Banken die es tun, allerdings hohe Bonitätsanforderungen an den Schuldner stellen. Insofern ist der Anteil, der die Kaufnebenkosten finanziert, kein Darlehenanteil, für den die Immobilie als Sicherheit herhalten kann, sondern die Sicherheit ist einzig und allein die finanzielle Zuverlässigkeit/Leistungsfähigkeit des Darlehensnehmers.

Beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Christian am 25.06.2018 21:41

Besten Dank für die nützlichen Tips.

Etwas verwundert bin ich über die Aussage, dass die Grunderwerbsteuer als Werbungskosten im Rahmen der V+V absetzbar sein soll. Mein Kenntnisstand ist dass diese auf Grund & Boden sowie Gebäude aufzuteilen ist und dann nur der Anteil, der auf das Gebäude entfällt im Rahmen der AfA über die Nutzungsjahre abzuschreiben ist.

Ich freue mich auf Ihre Meinung, gerne mit Grundlage hierfür. Eventuell kann ich ja noch ein paar Euro Steuern sparen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 26.06.2018 09:03

Hallo Christian und vielen Dank für Ihren Kommentar,

Grundlage hierfür ist § 9 des Einkommensteuergesetzes (EStG).

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion


Pete am 11.07.2018 08:27

§ 9 (1) 2. spricht von "Steuern vom Grundbesitz..." Damit dürfte die Grundsteuer gemeint sein. Die Grunderwerbsteuer fällt jedoch vor Erlangung des Besitzes an und dürfte daher eher nicht zu den abziehbaren Werbungskosten zählen, sondern über AfA abgeschrieben werden.


Christian am 11.07.2018 09:45

Vielen Dank Pete,

genau darauf zielte meine Frage ab. Im Artikel wurde beschrieben das man Grundsteuer und Grunderwerbsteuer nicht verwechseln sollte. Genau das ist m.E. der Autorin passiert.


Immowelt-Redaktion am 12.07.2018 10:06

Hallo Christian und Pete,

vielen Dank für Ihre Hinweise. Wir haben die Sache noch einmal überprüft und Sie haben natürlich Recht. Wir haben den Artikel jetzt entsprechend angepasst.

Noch einmal vielen Dank und beste Grüße

die Immowelt-Redaktion

Heika am 18.06.2018 20:17

Fällt für den Verkauf eines Wochenendhauses auf Pachtgrundstück (Niedersachsen) Grunderwerbssteuer an? Der Kaufvertrag wird nicht notariell beglaubigt. Es besteht kein Eintrag im Grundbuch.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 19.06.2018 10:10

Hallo Heika und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel fällt die Grunderwerbsteuer nur an, wenn auch tatsächlich ein Grundstück den Eigentümer wechselt. Weil wir Ihren Fall aber nicht genau kennen, würden wir dennoch vorab das Gespräch mit einem Steuerberater empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Keti am 06.06.2018 17:57

Hallo, wenn die Eheleute eine Wohnung kaufen, muss jeweil jeder Ehepartner das Grunderwerbssteuer bezahlen?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 07.06.2018 08:41

Hallo Keti und vielen Dank für Ihren Kommentar,

wenn beide Eheleute im Notarvertrag stehen, wird das Finanzamt in der Regel je eine Hälfte der fälligen Grunderwerbsteuer von einem der Ehepartner verlangen. Grundsätzlich haften aber beide gesamtschuldnerisch. Die Grunderwerbsteuer wird insgesamt nur einmal fällig.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

fomxx1919 am 19.05.2018 09:25

Guten Tag, wie sieht es denn mit **nichtverheirateten Paaren** aus die sich trennen und die Hälfte des Hauses an den Expartner verkaufen? Fällt Grunderwerbssteuer an?

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 22.05.2018 09:09

Hallo fomxx1919,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Gemäß § 3 Nr. 4 GrEStG fällt beim Verkauf an den Ehepartner keine Grunderwerbsteuer an. Für nicht verheiratete Paare gilt dieses Privileg nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion