Erste eigene Wohnung: Überlebenshilfe für den Start in die Unabhängigkeit

Lesermeinungen:  

(15)

Raus aus Hotel Mama, rein in die erste eigene Wohnung: Klingt gut, bedeutet aber einiges an Aufwand und Kosten. Möbel müssen gekauft, der Umzug organisiert, der Strom an- und die eigene Adresse umgemeldet werden. Studierende und Auszubildende können zudem oft finanzielle Unterstützung beantragen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Weg in die eigenen vier Wände.

Erste eigene Wohnung, Auszug, Foto: Ivan Kruk / fotolia.com
Der Auszug in die erste eigene Wohnung bedeutet viel Arbeit – ist aber auch ein Schritt in die Eigenständigkeit. Foto: Ivan Kruk / fotolia.com

„Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst…“ – Wer in die erste eigene Wohnung zieht, muss sich diesen Spruch nicht länger anhören. Doch auf dem Weg dahin müssen angehende Mieter einige Hürden überwinden. Mit dieser Checkliste gelingt der Einzug in die erste eigene Wohnung.

Die erste eigene Wohnung: Suchen und finden

Vier eigene Wände machen noch lange kein Zuhause. Damit sich angehende Mieter aber in der ersten eigenen Wohnung auf Dauer wohl fühlen, sollten sie sich vor der Suche einige Gedanken darüber machen, was ihnen beim Wohnen wichtig ist. Diese Fragen helfen, die Suche gezielter zu gestalten:

  • Will ich alleine oder mit anderen zusammen wohnen?
  • Wie groß soll die Wohnung sein?
  • Lieber im Erd- oder im Dachgeschoss?
  • Mit Balkon, Terrasse oder Garten?
  • Brauche ich einen Keller?
  • Benötige ich eine Garage oder einen Stellplatz für mein Auto?
  • Soll die Wohnung eine Einbauküche haben?
  • Soll das Bad mit Wanne sein?
  • Möchte ich ein Haustier halten? 
  • Wie hoch sind Miete und Nebenkosten? 
  • Wie hoch ist die Kaution?
  • Was brauche ich in meiner nächsten Umgebung (Einkaufsmöglichkeit, Park, Verkehrsanbindungen)

Beim Stöbern in den Wohnungsanzeigen können Mieter aufgrund der Kriterien, die ihnen wichtig sind, eine erste Vorauswahl treffen.

Info

Wer unter 18 Jahre alt ist, kann in der Regel nur mit Zustimmung der Eltern von zu Hause ausziehen. Denn bis zum 18. Lebensjahr haben die Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht und sind für die Auszugswilligen verantwortlich. Jugendliche mit Auszugsplänen sollten darum erst versuchen, die Eltern bei ihren Plänen mit ins Boot zu holen – zumal ein Alleingang spätestens am Mietvertrag scheitern könnte: Der ist bei Minderjährigen nur gültig, wenn deren Eltern mit unterschreiben.

Ob man sich in der Wohnung wohl fühlt, merkt man aber erst vor Ort. Im nächsten Schritt sollten Auszugswillige darum den Anbieter kontaktieren und einen Besichtigungstermin vereinbaren.

Wohnungsbesichtigung

Wohnungsbesichtigung, Foto: iStock / Solstock
Hilfreich: Nachfragen, genau hinschauen – und auf die Wohnungsbesichtigung am besten eine zweite Person mitnehmen. Foto: iStock / Solstock

Bei der Wohnungsbesichtigung haben Mietinteressenten die Gelegenheit, alles über die Mietwohnung zu erfahren, was sie interessiert. Fragen ist also erlaubt. Daneben sollten sie aber auch aufmerksam darauf achten, in welchem Zustand die Wohnung ist – zum Beispiel, ob es Kratzer im Parkett gibt, Türgriffe defekt sind oder es durchs Fenster zieht. Kleine Mängel sollten sie sich auf jeden Fall merken, und später im Wohnungsübergabeprotokoll schriftlich festhalten. Daneben sollten sie auch darauf achten, ob der Schnitt und die Größe der Wohnung zu den eigenen Bedürfnissen passt, und ob Gegebenheiten vorhanden sind, die sie auf Dauer stören könnten – wie das Geräusch vorbeifahrender Fahrzeuge, das laut durch die Wände dringt, oder dass in viele Zimmer nachmittags kaum Sonne hineingelangt. Damit bei den vielen Eindrücken nichts übersehen oder vergessen wird, lohnt es sich oft, eine zweite Person mitzunehmen.

Link-Tipp

Worauf Sie bei der Wohnungsbesichtigung achten sollten – und an welche Fragen Sie bei der Wohnungssuche denken sollten, finden Sie hier im Überblick.

Im Laufe der Wohnungsbesichtigung werden dem Mietinteressenten oft Fragen gestellt – etwa zur eigenen finanziellen Situation. Eine Möglichkeit, die eigene Zahlungsfähigkeit nachzuweisen ist die eigene Bonitätsauskunft. Zwar sind Mietinteressenten nicht verpflichtet, diese Information preiszugeben. In der Praxis erhöht die Vorlage einer solchen Auskunft aber meist die Chance auf eine Zusage vom Vermieter. Eine weitere Option, um dem Vermieter Sicherheit zu bieten ist es, wenn die Eltern bürgen.

Zusage und Mietvertrag

Passt die Wohnung, und der Vermieter stimmt zu, geht es an die Unterzeichnung des Mietvertrages. Die wichtigsten Informationen in Kürze:

  • Die Höhe der Kaution darf nicht mehr als drei Monatskaltmieten betragen
  • In der Regel gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten
  • Nur bestimmte Nebenkosten muss der Mieter tragen, und auch das nur, wenn sie vertraglich vereinbart sind. Die Kosten für Instandhaltung und Verwaltung zählen nicht dazu.
  • Mieter müssen nur unter bestimmten Umständen renovieren
Link-Tipp

Schritt für Schritt den Mietvertrag prüfen: So funktioniert's.

Wohnungsübergabe

Wohnungsübergabe, Schlüssel, Foto: Tom Bayer / fotolia.com
Bei der Wohnungsübergabe bekommt der Mieter die Schlüssel überreicht – sollte sich aber auch Zeit nehmen, eventuelle Macken festzuhalten. Foto: Tom Bayer / fotolia.com

Ist der Mietvertrag unterschrieben, folgt meist darauf die Wohnungsübergabe. Dabei bekommt der Mieter die Schlüssel für die Wohnung überreicht und sollte zusammen mit dem Vermieter noch einmal Raum für Raum die Wohnung durchgehen. Die Anzahl der Schlüssel, die Zählerstände (Gas, Wasser, Strom) und etwaige Mängel in der Wohnung sollten sie in einem Wohnungsübergabeprotokoll festhalten. Bestenfalls erhält der Mieter bei der Wohnungsübergabe auch eine Wohnungsgeberbestätigung von seinem Vermieter. Diese braucht er später, um seinen neuen Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt anzumelden.

Ersteinrichtung planen

Mikrowelle, Dosenöffner, Handtücher: Oft merkt man erst in der neuen Wohnung, dass etwas fehlt – nämlich gerade dann, wenn man es braucht. Daher lohnt es sich, vor dem Einzug eine Bestandsaufnahme zu machen. Wer mit seinem Partner zusammen zieht oder in eine Wohngemeinschaft, sollte mit seinen künftigen Mitbewohnern absprechen, wer was mitbringt und was noch fehlt. 

Ein Herd und ein Kühlschrank machen noch lange keine Küche. Wer richtig kochen und backen will, braucht neben Töpfen und Pfannen viele weitere Küchenutensilien: 

  • Ofenhandschuhe
  • Pfannenwender
  • Kochlöffel
  • Schneidemesser
  • Auflauf- und Backformen
  • Küchenwaage
  • Schüsseln
  • Teller (groß, klein, Suppenteller)
  • Besteckset

Beim Einkauf sollte man zudem schon an den ersten Besuch denken: Dann braucht es oft mehr als zwei Gläser und Teller. Das Besteck und Geschirrset sollten für mindestens sechs Personen reichen.

Wenn Lust und Zeit zum Kochen fehlen, kommen zudem oft Elektrokleingeräte wie Mikrowelle oder Toaster zum Einsatz. Wer morgens erst nach einer Tasse Tee oder Kaffee wach wird, für den gehören ein Wasserkocher oder die Kaffeemaschine zur Grundausrüstung.

Damit das Bad ausreichend ausgestattet ist, braucht es neben ausreichend Handtüchern oft:

  • Seifenhalter oder –spender
  • Fön
  • WC-Bürste
  • Duschvorhang
  • Badteppich

Ein Bett und eine Möglichkeit, Klamotten unterzubringen, gehören im Schlafzimmer zur Ersteinrichtung. Auch Kleinigkeiten wie eine Nachttischlampe und ausreichend Kleiderbügel für den Schrank sollten dabei nicht vergessen werden.

Wer das Wasch- und Putzarsenal seiner Eltern nicht einfach plündern darf, kann sich vor dem Auszug daran orientieren, welche Mittel und Gegenstände bei den Eltern im Schrank stehen. Dazu gehören: Reinigungsmittel, Putzeimer und -tücher, Besen, Staubsauger, Bügelbrett und Bügeleisen, Wäschekorb und -ständer. Eine eigene Waschmaschine ist sicherlich eine sinnvolle Investition.

Ärmel hochkrempeln, bohren und schrauben gehört mit zum Einzug in die erste eigene Wohnung. Darum sollten im Gepäck ausreichend Steckdosenleisten und Verlängerungskabel sein, sowie Glühbirnen und Lampen. Damit mit dem Einrichten gleich losgelegt werden kann, sollten im Werkzeugkoffer außerdem sein:

  • Wasserwage
  • Zollstock
  • Schrauben, Nägel, Dübel
  • Schraubenzieher (Kreuz und Schlitz)
  • Spannungsprüfer
  • Inbusschlüssel
  • Hammer
  • Bohrer
  • Zange
  • Teppichmesser
Link-Tipp

Geld sparen mit gebrauchten Möbeln: Aus alt mach neu

In Gebrauchtwarenhöfen oder auf dem Trödelmarkt findet man gebrauchte Möbel, von denen manche noch sehr hochwertig sind – und deutlich günstiger als neue. Erfahren Sie, wie Sie mit etwas handwerklichem Geschick Möbel wieder auf Vordermann bringen

Wenn das großzügige Sofa nicht in die Ecke im Wohnzimmer passt, ist das ärgerlich. Bevor sich Mieter an den Umzug machen, lohnt es sich darum oft, einen Möbelstellplan zu erstellen. Auf diesem können Mieter größere Möbel einzeichnen und verschiedene Konstellationen durchprobieren – ganz ohne überflüssiges Schleppen, Verrutschen oder Auseinanderschrauben. 

Link-Tipp

Zimmer ausmessen und Einrichtung planen: So erstellen Sie Schritt für Schritt einen Möbelstellplan.

Umzug organisieren

Viele junge Mieter stemmen ihren Umzug aus eigener Kraft: Das schont zwar nicht die Muskeln, und kostet Zeit – dafür spart man aber oft am Geld. Mit nur wenigen schweren Möbeln und ein paar hilfsbereiten Freunden kann man so oft einfacher umziehen. Ist der neue Wohnort jedoch weiter entfernt, oder die Wohnung liegt im vierten Stock, können Mieter sich mit einem Umzugsunternehmen viel Aufwand sparen.

Link-Tipp

Umzug in Eigenregie oder mit Umzugsunternehmen? Hier finden Sie eine Entscheidungshilfe, und eine Checkliste für die Organisation des Umzugs.

Papierkram erledigen: An- und Ummelden nicht vergessen

Kaum sind die Kisten in der neuen Wohnung, folgt der Papierkram. In den ersten zwei Wochen nach dem Umzug sollte sich der Mieter bei der zuständigen Meldebehörde seines Wohnorts anmelden. Dafür benötigt er seinen Personalausweis, sowie eine schriftliche Bescheinigung des Wohnungsgebers, dass er an der neuen Adresse wohnt. Diese Wohnungsgeberbestätigung ist laut Bundesmeldegesetz seit dem 1. November 2015 Pflicht.

Link-Tipp

Adresse, Strom und Telefon: Damit Sie nach dem Einzug bloß nichts vergessen, finden Sie hier alles, was Mieter nach dem Umzug um- und anmelden müssen.

Finanzielle Unterstützung für die erste eigene Wohnung

BAföG, BAB, Wohngeld, Foto: Konstantin Yuganov / fotolia.com
Für Auszubildende und Studierende besteht die Möglichkeit, BAB oder BaföG zu beantragen. In manchen Fällen ist auch Wohngeld eine Option. Foto: Konstantin Yuganov / fotolia.com

Die erste eigene Wohnung ist mit einigen Kosten verbunden – doch für junge Mieter gibt es verschiedene Möglichkeiten für finanzielle Unterstützung: 

BAföG für Studierende und Auszubildende

Wer für das Studium oder eine weiterbildende Schule von zu Hause auszieht und knapp bei Kasse ist, kann unter Umständen Fördergelder laut Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) beantragen. Damit ihm das zusteht, müssen aber einige Voraussetzungen erfüllt sein: Der angehende Mieter…

  • verfügt nicht über genug eigenes Einkommen und Vermögen, und auch seine Eltern können ihn nicht ausreichend unterstützen.*
  • ist an einer Hochschule immatrikuliert oder an einer weiterbildenden Schule eingeschrieben.
  • zieht zum Ausbildungsort hin, weil dieser andernfalls zu weit entfernt ist.
  • ist in der Regel nicht älter als 30 Jahre (§10 BAföG).
  • ist für das Studium oder die Ausbildung geeignet. Das wird meist angenommen, solange der angehende Mieter die Ausbildungsstätte besucht. Nach dem vierten Semester oder der Zwischenprüfung müssen Studierende zudem einen Leistungsnachweis erbringen. 

Den BAföG-Antrag können Studierende beim Studentenwerk ihrer Hochschule stellen, bei einer schulischen Ausbildung ist dafür das örtliche Amt für Ausbildungsförderung zuständig.

*BAföG Regelbedarf und Freibeträge (Stand Herbst 2016)

Der BAföG-Regelbedarf für Singles, die nicht bei den Eltern wohnen, liegt bei 649 Euro. Dabei darf das Einkommen der Eltern insgesamt nicht mehr als 1.715 Euro betragen, das des Auszubildenden nicht mehr als 290 Euro – alles Einkommen, das darüber liegt, wird auf den möglichen Regelbedarf angerechnet (§§25 und 23 BAföG). Unter Berücksichtigung der Werbungskostenpauschale und der Sozialpauschale ist es für Studierende jedoch möglich, einen 450-Euro Job auszuüben, ohne dass die Einnahmen auf die Bafög-Förderung angerechnet werden. Das eigene Vermögen darf bis zu 7.500 Euro betragen, ohne sich auf die Höhe des BAFöG auszuwirken (§ 29 BAföG).

BAB für Erstausbildung und duales Studium

Wer seinen Erstausbildungsvertrag in der Tasche hat und deshalb von zu Hause auszieht, kann Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) haben. Die Voraussetzungen:

  • Es handelt sich um die Erstausbildung, auch ein dualer Studiengang kann als solche zählen. 
  • Der Auszubildende und gegebenenfalls sein Partner haben nicht ausreichend eigenes Einkommen.
  • Der Auszubildende wohnt zu weit vom Ausbildungsort entfernt und muss zum Studienort ziehen, weil das tägliche Pendeln nicht zumutbar wäre.

Es gibt auch Ausnahmen, bei denen die Entfernung zwischen dem Ausbildungsort und dem Elternhaus keine Rolle spielt: Wenn der Azubi mindesten 18 Jahre alt ist, einen Ehe- oder Lebenspartner hat oder mit mindestens einem Kind zusammen lebt.Auszubildende können sich bei ihrer örtlichen Agentur für Arbeit zu BAB beraten lassen, und ihren Antrag stellen.

Info

Von Bundesagentur für Arbeit gibt es einen Rechner, mit dem Auszubildende die Höhe ihrer Berufsausbildungsbeihilfe berechnen können.

Unterstützung durch Wohngeld

Wer die Anforderungen für BAföG oder BAB nicht erfüllt, die Miete aber trotzdem nicht alleine stemmen kann, kann Anspruch auf Wohngeld haben. Dieter Frank vom Sozialamt Nürnberg erklärt: „Das kann sein, wenn der Mieter in Zweitausbildung ist, ein berufsbegleitendes Studium macht oder die Fachrichtung gewechselt hat.“ In manchen Fällen ist Wohngeld auch für BAB- oder BAföG-Berechtigte möglich: „Sobald eine BAföG-berechtigte Person – der kein Wohngeld zustünde – mit einer nicht-BAföG-berechtigten Person in einem Haushalt lebt, kann sie auch Anspruch auf Wohngeld haben“, so Frank. Zum Beispiel eine alleinerziehende Studentin mit Kind, oder eine Studentin, deren Mann Arbeitslosengeld bezieht. Die Voraussetzung sei aber, dass sie gemeinsam wirtschaften. 

Den Antrag auf Wohngeld können Mieter bei der zuständigen Wohngeldbehörde ihrer Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung stellen. Sie erhalten es in der Regel in Form eines Mietzuschusses. Wie hoch der Zuschuss ist, hängt aber von mehreren Faktoren ab: der Anzahl der Personen im Haushalt, dem Haushaltseinkommen und der Höhe der Miete. „Jede Stadt ist zudem einer Mietstufe zugeordnet, die den Höchstbetrag der zu berücksichtigenden Miete festlegt“, so Frank.

Ein Beispiel: Moe studiert in Nürnberg und wohnt dort alleine in einer Single-Wohnung mit einer Kaltmiete von 350 Euro. Weil er seine Fachrichtung gewechselt hat, bekommt er kein BAföG mehr. Er nimmt einen Nebenjob an, in dem er im Monat 450 Euro verdient. Zusätzlich erhält er von seinen Eltern monatlich 300 Euro Unterhalt. Kranken- und Pflegeversicherung zahlt er selbst. Moe beantragt Wohngeld. Nach Abzügen für Kranken- und Pflegeversicherung kommt Moe laut Dieter Frank auf ein wohngeldrechtlich anrechenbares Einkommen von 675 Euro. In Nürnberg gilt die Mietstufe 4: Das heißt, Moe würde als Einzelperson monatlich 128 Euro Wohngeld bekommen. (Stand: Oktober 2016)

Eine ungefähre Auskunft über die Höhe des möglichen Wohngeldes gibt die Wohngeldtabelle des Bundes

Kosten, Umzug, Steuer, Foto: Kzenon / fotolia.com
Wer durch seine Ausbildung oder sein Studium Geld verdient, kann sich einige Kosten für den Umzug oft von der Steuer zurückholen. Foto: Kzenon / fotolia.com

Kann ich meine Umzugskosten von der Steuer absetzen?

Makler, Möbelpacker, Reisekosten: Viele Ausgaben, die rund um den Umzug entstehen, können bei einem Umzug aus beruflichen Gründen von der Steuer abgesetzt werden – oder in Form einer Umzugspauschale zurückerstattet werden. Wer eine Ausbildung in einer anderen Stadt beginnt oder für das Studium von zu Hause auszieht, kann davon unter Umständen ebenfalls profitieren.

Der selbständige Steuerberater Horst Katterwe erklärt: „Das ist möglich, wenn der Studierende oder Auszubildende bereits Einkommen hat und sich durch den Umzug die Fahrtzeit zum Ausbildungsort erheblich verringert.“ Das sei laut Bundesfinanzhof in der Regel dann der Fall, wenn sich die tägliche Fahrzeit um Ausbildungsort dadurch um mindestens eine Stunde verkürze.

Auszug in die Eigenständigkeit – gerne mit Unterstützung

Der Weg in die erste eigene Wohnung ist mit einigem Aufwand verbunden. Doch auch wenn der Auszug ein großer Schritt in Richtung Eigenständigkeit ist, sollten Mieter nicht zögern, sich dabei Hilfe mit an Bord holen – sei es von Verwandten, Eltern oder Freunden. Gerade bei Wohnungsbesichtigung, Wohnungsübergabe und Umzug kann das sehr hilfreich sein. Bei komplizierteren Mietfragen können zudem oft Mietervereine oder der Mieterschutzbund weiterhelfen.

Link-Tipp

Was Mieter dürfen, müssen, und wo die Grenzen sind: Hier finden Sie alles, was Sie als Mieter wissen müssen.


Ihre Meinung zählt

(15)
4.8 von 5 Sternen
5 Sterne
 
12
4 Sterne
 
3
3 Sterne
 
0
2 Sterne
 
0
1 Stern
 
0
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Tipps für Mieter Umzug

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Neuen Kommentar schreiben